Shopware meets SEO: Interview mit Marcel Krippendorf

Apple Podcast Logo
Spotify Logo

Worum geht es?

Heute sprechen wir über Shopsysteme und die Tücken, wenn man damit zeitgemäße SEO machen will. Genauer: Wir sprechen über Shopware, eines der häufigsten Shopsysteme in Deutschland. Unser Gast: Marcel Krippendorf, Shopware-Entwickler und Autor eines Standardwerks zu Shopware. Themen sind unter anderem das veraltete Konzept von SEO-Texten unter Kategorieseiten und die Entwicklung neuer Themenseiten, die in Shopware Einkaufswelten bzw. Erlebniswelten heißen.

Für wen ist die Episode interessant?

Die Episode richtet sich an alle Verantwortlichen, die einen Onlineshop betreiben oder Online-Marketing dafür machen. Zwar geht es im Gespräch um Shopware. Aber die SEO-Anforderungen gelten für alle Onlineshops. Wer tiefer ins Thema einsteigen will: Unsere Themenseite zu Suchmaschinenoptimierung.

Darum sind die Shopware Einkaufswelten ein neuer SEO-Hebel

Kategorieseiten: Produkte plus Bleiwüste

Viele Onlineshops bestücken ihre Kategorieseiten mit Content. Doch diese Seiten haben einen klaren transaktionalen Fokus. Die User sehen nur Produkte. Der Content steht am Ende und besteht oft aus typischen “SEO-Texten”: Bleiwüsten, die nur für Google geschrieben sind. Die User springen schnell ab. Dein Onlineshop sendet negative Signale an Google. Eine Sackgasse. Mit deinen Kategorieseiten erreichst du kaum noch Top-Rankings.

Einkaufswelten: Storytelling plus SEO

Mit den Einkaufswelten kannst du spannende Inhalte entwickeln und interessant layouten. Du bietest deinen Besuchern ein neues Erlebnis, eine neue Form von Storytelling. Gleichzeitig kannst du viel mehr Keywords unterbringen. Google bevorzugt ausführliche und interessante Inhalte. Du hast neuen Content, der Besucher und Suchmaschinen überzeugt – und verkauft. Du steigerst deine Sichtbarkeit und erschließt neue Umsatzquellen.

Das zeichnet uns aus: SEO- und Content aus einer Hand

Seit über 15 Jahren sind wir im Online-Marketing und Content-Bereich aktiv und beraten Onlineshops. Unsere Spezialisierung: Wir vereinen SEO und Content.

Fabian Jaeckert arbeitet seit vielen Jahren als SEO, Programmierer, Ads- und Webanalyse-Experte. Benjamin O’Daniel ist ausgebildeter Redakteur, Werbetexter, Storyteller und Content-Marketing-Manager.

Gemeinsam arbeiten wir Hand in Hand und optimieren deinen Onlineshop. Du möchtest gerne mit uns sprechen? Dann schreibe uns einfach eine Mail. Wir freuen uns auf deine Nachricht.

Benjamin O’Daniel und Fabian Jaeckert

Weitere spannende Online-Shop und Marketing Folgen

Online-Shops und Druck
Wie man mit seinem Shop wettbewerbsfähig bleibt.
3 Herausforderungen für Online Shops
Wir sprechen über das Mindset vieler Entscheider – und über handfeste technische Probleme.
Onlineshops: Kategorieseiten am Ende?
Wir diskutieren die Ursachen und über mögliche Alternativen.
Hersteller in der Amazon-Falle: Interview mit Alexander Graf
Wir sprechen über erfolgreiche Strategien – und warum so viele etablierte Unternehmen damit kämpfen, sich zu ändern.
Richtig gutes Content Management
Wie du deine Inhalte online kriegst

Hintergrund: Deswegen sind die Einkaufswelten so interessant für SEO

In unserem Content Performance Podcast sprechen wir über Online-Marketing. Darunter viele Themen, die auch Onlineshops betreffen. Hör’ doch einfach mal rein – zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit. Du findest unseren Podcast auf iTunes, Spotify und allen anderen Podcast-Playern.

Kategorieseiten am Ende

Zwar bestücken viele Onlineshops ihre Kategorieseiten. Die Seiten haben aber mit ihren Produktlisten einen klaren transaktionalen Fokus. Der Content steht oft am Ende und besteht aus typischen “SEO-Texten”. Das Problem: Mit solchen Seiten kann man kaum noch Top-Rankings erreichen.

Holistische Inhalte

Google liebt nutzwertige, umfangreiche Inhalte. Aber vielen Shops sind auf technischer Ebene die Hände gebunden. Sie wissen nicht, wo sie ihren Content unterbringen können. Mit den Einkaufswelten können Sie umfangreiche Inhalte veröffentlichen – und so zu viel mehr Suchbegriffen gefunden werden.

Bessere Interne Verlinkung

Die interne Verlinkung ist ein wichtiger Rankingfaktor für Google, wird allerdings oft vernachlässigt. Links aus dem Menü zählen kaum. Besonders neue Content-Seiten werden nicht richtig verdrahtet. Mit den Einkaufswelten kannst du dies ändern – wenn du richtig vorgehst.

Online Shops unter Druck

Onlineshops stehen zunehmend unter Druck: Die SEO-Ansprüche steigen, die Ads-Kosten ebenfalls – und mit Amazon ist ein sehr aggressiver Wettbewerber auf dem Markt. Wie kann ich mein Ranking verbessern? Wie kann ich meine Ads-Kampagne effizienter gestalten?

Shopware und SEO: Unser Gespräch über Optimierungen, Strategien, Plugins und mehr

B: Heute reden über Shopsysteme und die Tücken, wenn man damit zeitgemäße Suchmaschinenoptimierung betreiben will. Und zwar geht es um ein weit verbreitetes System, nämlich Shopware.

Und zu Gast haben wir den Marcel Krippendorf. Der ist Shopware-Entwickler, Buchautor eines, ja, ich würde sagen, Standardwerks dazu, und nebenbei auch noch ein Hörer unseres SEO-Podcasts. Schön, Marcel, dass du dir die Zeit nimmst, mit uns zu sprechen. #00:00:50-0#

B2: Hallo und vielen Dank für die Einladung. #00:00:52-0#

Der Markt der Shopsysteme

F: Ja, sehr gerne Marcel. Ich freue mich auch sehr, dass du da bist und würde direkt mit der ersten Frage einsteigen. Und zwar fände ich es ganz cool, wenn du mal kurz aus deiner Erfahrung sprichst oder was du so aus dem Arbeitsalltag mitbekommst, wie so denn die Verteilung der einzelnen Shopsysteme in Deutschland ist, damit wohl ungefähr mal wissen, wie Shopware da so einzusortieren ist. Viele stehen ja auch regelmäßig vor einem Relaunch und der Frage nach dem CMS. #00:01:13-0#

M: Also ganz grob, also ich kann es jetzt nicht in Prozenten herunterbrechen, aber ich glaube so die stärksten drei sind Shopify, das immer mehr kommt, die Cloud-Lösung, dann Magento, die sich allerdings immer mehr auf den Enterprise-Bereich konzentrieren und eben Shopware, dass so die Lücke dazwischen füllt, also für die KMU sozusagen. Das sind, glaube ich, so die Top drei in Deutschland, bei denen es sich lohnt, mal reinzuschauen, wenn man tatsächlich plant, einen Online-Shop sich erstellen zu lassen oder selber zu erstellen. #00:01:44-0#

F: Aber diese Shopify und Magento, da würden wir später auch nochmal kurz ein bisschen ins Detail gehen. Aber der deutsche Markt ist ja immer so ein bisschen anders als andere Märkte, auch gerade was so Content-Management-Systeme angeht. Und beim Shopsystem ist es ja ähnlich, glaube ich. Kannst du vielleicht auch nochmal kurz beschreiben, wie sich Deutschland jetzt vom internationalen Markt unterscheidet, was so dieses Ranking angeht der Shopsysteme? #00:02:14-0#

M: Ich glaube, ganz, ganz viel zielt auf das Rechtssystem ab. Also viele meiner Kunden haben eben auch oftmals Angst, Abmahnungen zu kommen, und wollen da alles hundert Prozent oder 110 Prozent richtig machen. Ich glaube, das ist so eine extreme Besonderheit am deutschen Markt. Und da hat sich eben auch Shopware gut positioniert. Man merkt relativ schnell, wenn neue Gerichtsurteile rauskommen, ist ein paar Tage später ein Update da, dass eben genau diese Anforderungen damit abdeckt, natürlich maßgeblich.

Vor zwei Jahren war es die DSGVO und all das, was noch so danach kam, so mit europäischen Gerichtsentscheidungen, und da ziehen die immer relativ schnell nach. Wie das jetzt bei den anderen Systemen ausgestaltet ist, kann ich nicht sagen. Aber ich weiß zumindest, dass bei Shopware diese Rechtssicherheit innerhalb von Deutschland und dem deutschsprachigen Raum doch sehr, sehr hochgehalten wird. Und die gucken da schon extrem drauf, dass sie da die Händler auch extrem schnell unterstützen können. #00:03:12-0#

Shopware, Shopify, Magento im Vergleich

F: Und kannst du jetzt nochmal so ein bisschen diesen Unterschied Shopify, Magento und Shopware nochmal ein bisschen heraus irgendwie erklären oder unseren Hörerinnen und Hörern erklären, also für wen ist denn Shopware dann geeignet und wer greift dann eher auf eine andere Lösung drauf zu? #00:03:29-0#

M: Also Shopify ist für die, die sich sozusagen, wie soll ich das einfach beschreiben, die das einfach haben wollen. Das heißt nicht, dass es mit den anderen Systemen nicht auch einfach ist, aber die relativ schnell einen Shop starten wollen.

Das ist ein Cloud-System, da packe ich ein paar Add-ons mit dazu und dann bin ich sozusagen fertig, bezahle meine monatliche Miete, bezahle, glaube ich, auch einen bisher monatlich vom Umsatz, den ich darüber generiere, an Shopify, und bin gefangen in diesem System. Magento ist, wie ich es vorher schon gesagt habe, konzentriert sich immer mehr auf die Enterprise-Lösungen. Das heißt, da wären die Anforderungen, die kleine und mittelständische Händler haben oder vielleicht auch die Tante Erna um die Ecke, die wären damit nicht mehr abgedeckt, und für die ist das ganze System extrem zu groß und natürlich auch die Lizenzkosten für solche Unternehmen einfach nicht tragbar.

Und Shopware, wie gesagt, ist so das Mittelding dazwischen. Also die sind schon stark im KMU-Bereich vertreten. Daher kommen auch meine Kunden. Und die haben zum einen eine Lösung, die man selber installieren kann. Also das heißt, selbst wenn Shopware jetzt in den nächsten zwei Jahren Pleite gehen sollte, was höchst wahrscheinlich nicht passieren wird, aber sollte es so kommen, habe ich trotzdem meine Lösung noch, kann weiterhin meinen Online-Shop betreiben und habe dann halt eine Software, die irgendwann veraltet ist, aber es läuft zumindest dann noch danach weiter.

Also das ist sozusagen, das verwalte ich für mich selber. Ich kann meine eigenen Anpassungen machen, habe natürlich auch da Plugins et cetera, mit denen ich mir meinen individuellen Shop zusammenbasteln kann. Und alles, was man dann entsprechend noch darüber hinaus haben möchte, kann man eben individuell einprogrammieren, und das eben alles auf dem eigenen Server, und das macht es dann eben auch tatsächlich, finde ich, immer noch ein bisschen charmanter, als wenn man jetzt sich in die Abhängigkeit von einem System, wie zum Beispiel Shopify begeben würde. #00:05:27-0#

F: Aber du hast jetzt auch gesagt, dass Shopify schon am Wachsen ist, ne? Und ich habe auch irgendwie den Eindruck, dass das nicht nur nicht nur Tante Erna ist, die Shopify benutzt, sondern dass sich auch größere Unternehmen auch entscheiden, auf diese Plattform zu wechseln. Und Start-ups ebenfalls. Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass es jetzt, also Shopify wird immer so ein bisschen so dargestellt, als wenn das das kleine System wäre, was jetzt in der Cloud läuft, so wie jetzt andere Homepage-Baukästen auch Shops anbieten, aber das ist ja schon mehr, oder? Also ist das eine ernsthafte Konkurrenz für den Markt, für den Magento- und Shopify-Markt, den deutschen? Oder eher nicht? Was würdest du sagen? #00:06:06-0#

B2: Ja, doch, doch. Also das definitiv. Ich sehe auch da eher so einen Zweikampf zwischen Shopify und Shopware so in den nächsten Jahren kommen, wenn er nicht sogar schon da ist. Also die haben ja auch für alle Anforderungen entsprechend ihre Pakete und ihre Basiskosten und so weiter. Also die gucken natürlich auch schon, dass sie auch größere Projekte abdecken können, weil das ist natürlich auch am Ende das, wo man dann Geld verdienen. Das muss man auch mal ganz klar so sagen. Aber nichtsdestotrotz, wie ich eben schon sagte, glaube ich, wird so ein Zweikampf zwischen Shopify und Shopware die nächsten Jahre ausbrechen. Das ist auch quasi bei Shopware bekannt, dass das der Hauptkonkurrent ist und alles andere läuft so unter ferner (unv.) #00:06:49-0#

Mobile Shopping

B: Ja, sehr spannend. Und dann geht es wahrscheinlich, oder ein wichtiger Bestandteil wird auch sein, wie man sein Shopsystem optimiert, und da steigen wir später auch noch genauer ein. Also auch was das Thema Plugins und so angeht, wie man da sein Shop selber individuell konfigurieren kann. Aber vielleicht vorab, was uns irgendwie auch, wir sind ja neugierig, ja, per se, und wir sind ja auch auf vielen Projekten unterwegs, genauso wie du. Und deswegen würde ich dich gerne erstmal vorab noch fragen, wie ist denn dein Eindruck, was Mobile Shopping angeht? Also wie stark ist Mobile Shopping mittlerweile? #00:07:25-0#

M: Ich glaube, das muss man je nach Branche oder je nach Zielgruppe unterscheiden. Im B2B-Bereich sehe ich es noch nicht so häufig, dass es tatsächlich weiterhin der Desktop-User, der auf einer, meinetwegen Industrie-Unternehmen-Plattform oder Industrie-Unternehmen shoppt, dann sich umschaut, während hingegen natürlich all die Konsumenten-Themen natürlich auf dem Smartphone hauptsächlich stattfinden.

Das ist also keine Frage. Und da macht Shopware eben auch einfach für alle Anforderungen entsprechend das richtige bereitzustellen. Also da hat man quasi einen Editor, wo man sagen kann, okay, ich will jetzt eine Startseite basteln und die bastele ich jetzt für das Smartphone, die nächste für das Tablet und die nächste für den Desktop, sodass ich da eben auch alle Anforderungen tatsächlich mit abdecken kann. #00:08:15-0#

F: Was sind denn so die häufigsten Probleme, die du auf Webseiten oder auch gerade speziell in Shops siehst, wenn du an Mobil Shopping denkst? #00:08:23-0#

M: Ja, gute Frage. Also tatsächlich/ #00:08:30-0#

F: Also im Check-out vielleicht oder so. Also überall da, wo es ein bisschen hakeliger wird vielleicht. #00:08:35-0#

M: Ja. Also es sind, glaube ich, immer oft so die, also die grundsätzlichen Themen sind häufig die gleichen. Und zwar, dass die Geschwindigkeit viel zu langsam ist. Also da wird auch häufig nicht geprüft und da kann man ja schon mit einfachsten Mitteln selber viel mehr rausholen. Aber auch mit dem (unv. #00:08:53-0#) von Shopware kann man schon ein bisschen was machen und ein bisschen spielen, damit es eben tatsächlich besser wird. Das ist ein großer Punkt. Und der nächste ist natürlich klar. Ich meine, viele Shopsystem und viele Online-Shops und auch Webseiten sind ja heute responsive. Das ist ja quasi Stand der Technik. Da lockt man jetzt nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Wo ist es dann aber tatsächlich wieder kritisch wird, ist tatsächlich im Check-out.

Das heißt, viele, auch viele meiner Kunden hatten früher mal ganz, ganz viel abgefragt von teilweise eine Telefonnummer, die faktisch nicht gebraucht wird, zwingend ein Geburtsdatum anzugeben, was eigentlich nicht genutzt wird, hin zu, ich komme aus Deutschland und muss jetzt noch ein Bundesland auswählen, was ja in der Sache der Bestellbearbeitung, wenn man das mal ein Stück weiterdenkt, überhaupt gar keine Auswirkungen hat, weil wenn ich meine Sendung an DHL anmelde und ich sage, das geht in Postleitzahl XYZ, dann gibt es eben auch nur diesen einen Ort. Und den gibt es nicht mit der gleichen Postleitzahl in zwei verschiedenen Bundesländern. Und solche Sachen muss man sich dann eben tatsächlich immer mal anschauen.

Wichtige Funktion: Als Gast einkaufen

Oder auch, wie einfach mache ich es dem Kunden zu zeigen, dass er hier kein Kundenkonto anlegen muss, dass die Leute ja heutzutage seltenes machen. Also ich selber kenne das von mir auch. Wenn ich jetzt ein paar Mal in einem Shop bestellt habe, dann überlege ich mir schon, ob ich jetzt ein Kundenkonto anlege oder nicht. Wenn ich aber nur einmalig oder ein, zweimal kaufe, dann bestelle ich immer als Gast. Und das muss man eben tatsächlich auch gerade mobil so schnell darstellen, dass der Kunde dann nicht groß suchen muss und verwirrt wird, sondern tatsächlich relativ simpel auf diese Möglichkeit hingewiesen wird. #00:10:29-0#

F: Echt? Das machen noch andere außer ich? Ich dachte, ich wäre der Einzige, der immer als Gast einkauft. #00:10:34-0#

M: Ne, ne, das machen ganz, ganz viele. (lacht) #00:10:35-0#

F: Wie ist denn da deine Erfahrung, was die Verteilung angeht? Viele machen das? Du sagst, das machen die meisten? #00:10:42-0#

M: Ich habe es jetzt nie gemessen. Das wäre nochmal ein interessantes Thema für eine Fallstudie tatsächlich. Das Thema nehme ich mit. Danke. Aber kann ich jetzt so ohne Prozent nicht runterbrechen. Aber ich sehe es eben tatsächlich häufig, dass, ich würde mal sagen, so aus dem Bauch geschossen, sechzig Prozent sicherlich erstmal als Gast kaufen, vor allem die, die natürlich dann über andere Kanäle eingekauft werden.

Also sei es Google, sei es jetzt Facebook, wo man ein Produkt sieht, dass man schnell mal haben möchte und sich dann nicht noch großartig mit dem Shop an sich beschäftigen möchte. Also das ist schon tatsächlich ein Thema der heutigen Zeit. Auf jeden Fall. #00:11:23-0#

B: Absolut. Und das finde ich, ist auch, wo ein Shop, sage ich mal, eine Chance gegenüber Amazon hat. Wenn ich jetzt drauf gehe und sage, okay, da kann ich jetzt auch schnell als Gast mal kurz was kaufen und muss ich jetzt noch 130 Felder ausfüllen. Wenn ich sehe, das geht nicht, oder PayPal geht nicht oder so, dann ist man dann schon geneigt, nochmal schnell zu Amazon wieder zu wechseln, weil da hat man sowieso seit zwanzig Jahren sein Kundenkonto. Also das ist auch entscheidend. #00:11:54-0#

M: Ja, genau. #00:11:57-0#

Shopware und SEO – Problem Kategorien

B: Sorry, jetzt ich dich sozusagen abgeschnitten. Aber auch so schon ein bisschen in der Vorstimmung, weil wir jetzt auch noch ein bisschen über SEO reden wollen. Und zwar, weißt ja, als Hörer unseres Podcasts, dass wir mit Kategorie-Seiten, mit den typischen Kategorie-Seiten so ein klitzekleines bisschen auf Kriegsfuß stehen… Immer wieder ein Thema bei SEO-Konzepten und SEO-Strategien für Onlineshops.

Also SEO für Shops bedeutet ja eigentlich noch fast immer, ja, ich haue mir jetzt gespinnte SEO-Texte auf die Kategorie-Seiten, die klatsche ich jetzt nach ganz unten, so ja? Und weder der User, also das macht man natürlich nur für Google in Anführungszeichen, weil der User wird das sowieso nie lesen, und das steht im heftigen Widerspruch zu der Suchintention, ja? Also wir polemisieren immer ein bisschen dagegen. Wie ist denn da dein Eindruck? Wird das immer noch gemacht? #00:12:51-0#

M: Ja, sehr häufig sogar. Weil es tatsächlich häufig auch in der ersten Überlegung Sinn ergibt, dass man sagt, okay, ich habe hier meine Produkte, ich will die zeigen und verkaufen und ich brauche halt ein bisschen SEO, also vermische ich sozusagen diese beiden Themen miteinander.

Ich muss auch ganz offen gestehen, meine Kunden machen das häufig auch, weil wenn sie SEO betreiben, dass es auch noch oftmals ein Thema, das viele nicht machen, leider Gottes. Aber wenn sie das eben dann machen, dann ist das eben häufig ein Thema.

Und so ein Mittelweg, der sich da herauskristallisiert hat, ist tatsächlich, dass man oben so einen kleinen Teaser-Text hat über den Produkten, dass man vielleicht schon mal die ersten ein, zwei, drei Fragen beantwortet und dann über einen Button mit weiterlesen dann eben unter die Produkte kommt und da dann eben den ausführlichen Produkttext findet oder Kategorie-Text. Nur weiß ich aber auch schon aus dem Vorgespräch, dass ihr das jetzt ein bisschen anders seht, dass man das eigentlich nicht machen sollte. #00:13:50-0#

F: Naja, es ist ja immerhin schon mal besser als nichts. Wenn man anfängt, mit dem Content zu arbeiten, das ist ja eigentlich das, was, wichtig ist, finde ich, was Benjamin mit der Suchintention ja auch schon angesprochen hat. Was ist denn, wenn jemand Fragen hat? Wenn jemand nicht sofort kaufen möchte? Wenn er erstmal tiefer sich über das Produkt informieren möchte? Oder vielleicht sogar über den Shop, auf dem er kaufen soll?

Das könnte ja auch sein, dass sich jemand auch dafür interessiert, bei wem er kauft. Der Ansatz ist ja prinzipiell, dass man hilfreichen und umfangreichen Content auch auf Shops baut und dort Themenseiten anlegt. Und darüber sind wir auch so ein bisschen auf Shopware gestoßen, weil da gibt es ja Möglichkeiten, auch Themenseiten zu bauen. Kannst du das einmal erklären, was Shopware da anbietet, um halt auch mal ein bisschen über diese Kategorie-Seiten hinaus zu arbeiten? #00:14:42-0#

Neuer SEO-Hebel: Shopware Einkaufswelten und Erlebniswelten

M: Also bei Shopware nennt sich das in Einkaufswelten bis Shopware fünf, ab Shopware sechs Erlebniswelten. Ist im Kern das gleiche. Also ich habe einen Designer, mit dem kann ich mir meine Seiten zusammenbauen, mit Texten, ich kann Videos hinterlegen, entweder die auf YouTube posten oder bei mir selber auf dem Server. Ich kann Kategorie-Teaser hinterlegen.

Ich kann Artikel-Slider anzeigen lassen et cetera pp. Also die Möglichkeiten sind da vielfältig. Ich kann damit entweder natürlich eine Startseite bauen, was ja auch nochmal wichtig ist, oder eben auch eigene Landingpages, wo man da natürlich dann wieder Suchabfragen abgreifen kann, die ausführlichst beantworten kann mit den verschiedenen Medien, die ich eben genannt habe, und kann natürlich darüber dann auch relativ eingängig und relativ leicht dann so Produkte unterströmen. Einfach sagen, meinetwegen wir behandeln jetzt ein Thema Lederschuhe reinigen, wobei das wahrscheinlich eher ein Thema für einen Blog-Artikel wäre, aber sei es drum.

Nehmen wir mal an, das wäre jetzt eine Landingpage von einem Lederhändler zum Beispiel. Dann kann ja schön beschreiben, wie man einen eingekauften Lederhandschuh entsprechend aufbereitet, wieder schick macht, und könnte da trotzdem reinschreiben, hier guck man, hier hast du entweder die Pflegemittel oder du kannst dir gleich neue Handschuhe kaufen. Mit diesen Möglichkeiten kann man das Ganze eben doch gut vermischen, ohne dass man platt einfach nur bei dann einer Reihe von Produkten zeigt, sondern auch das ein bisschen wie von der Redaktion ausgewählt, nenne ich es mal, dann auch anzeigen kann, was dem Kunden empfohlen wird dafür. #00:16:15-0#

F: Du kannst die Produkte auch dann anzeigen. Also du kannst das mischen, Content und Produkte, weil manchmal ist es so, dass man halt dann in anderen Shopsystemen kenne ich halt so, dass man dann entweder die Möglichkeit hat, Produkte anzuzeigen auf einer Kategorie-Seite oder Content einzubauen. Aber dass man das noch nicht mal miteinander vermischen kann. Also wie du sagtest, eine redaktionelle Auswahl von Produkten auf den Erlebniswelten selber anzuzeigen. Das ist möglich. #00:16:45-0#

M: Genau. Richtig, das ist möglich. Genau. Das ist bei Shopware sogar bei den Blog-Artikeln möglich. #00:16:50-0#

B: Das ist ein schönes Beispiel. Ich würde das jetzt gerne nochmal so ein bisschen pointiert auf den Punkt bringen. Du hast eine klassische Kategorie-Seite und dann packst du drunter den gespinten SEO-Text und da steht dann, Sie wollen Lederhandschuhe reinigen? Lederhandschuhe reinigen ist wichtig, denn gereinigte Lederhandschuhe sind sauber. Deswegen empfehlen wir Ihnen, Ihre Lederhandschuhe zu reinigen.

Also das ist dann der gespinte SEO-Text, der klebt unten drunter, das Keyword ist viermal genannt, und jeder Mensch, der das lesen würde, würde sagen, was ist das denn für ein Schrott. Wenn ich jetzt aber eine Themenseite habe, eine Einkaufswelt, Erlebniswelt, dann kann ich mich wirklich ernsthaft damit auseinandersetzen, wie man seine Lederhandschuhe reinigt, und kann dazu wirklich einen nützlichen Artikel schreiben, ohne dass ich mich dort auskenne, kann man garantiert bestimmt alles falsch machen, also wie man sich seine Lederhandschuhe kaputt macht.

Also da gibt es garantiert diverse Tipps und ganz viel Fachwissen zu und darin eingebettet, dann vielleicht auch einige Pflegemittel zu zeigen, macht ja auch Sinn, weil die brauche ich halt nun mal dafür.

Aber ich habe halt von jemanden, der wirklich seine Lederhandschuhe reinigen will, jetzt habe ich das Keyword auch zehnmal schon gesagt, der hat eine andere Suchintention als Pflegemittel kaufen. So, der ist halt eben informationeller unterwegs. Und deswegen finde ich diese Lösung mit so Themenseiten, mit denen wir auch hier arbeiten, die finde ich eben sehr spannend. In der Theorie zumindest. In der Praxis habe ich immer den Eindruck, dass da eigentlich, ja, da können so ein paar Kacheln eingesetzt werden, ja? Aber wirklich umfangreichen Content kann man denen auch mit Einkaufswelten Erlebniswelten wirklich bauen? #00:18:38-0#

M: Also definiere umfangreich. #00:18:41-0#

B: Ja, also da steht dann zum Beispiel mal eine Headline, also sie haben ganz platt einen Dreispalter, ja? Und in jeder Spalte sind einfach mal fünf bis zehn Sätze. Oder kann ich dann nur eine Headline und ein Halbsatz reinbauen und einen Stock-Foto im Hintergrund? #00:19:01-0#

M: Nein. Also die Möglichkeiten sind tatsächlich unendlich. Man muss da natürlich am Ende darauf achten, dass die Seite nicht allzu hohe Ladezeiten hat. Das ist dann sicherlich wieder ein Mix aus verschiedenen Perspektiven, die man da einnehmen muss.

Aber ich kann auf jeden Fall auch zehntausend (unv. #00:19:22-0#) Texte hinterlegen. Ich kann da auch Videos einbinden, die sofort los spielen und mich anbrüllen. Ich kann auch Kategorie-Teaser hinterlegen, oder einzelne Produkt-Slider oder einzelne Produkte. Also möglich ist da ganz, ganz viel. Man kann, wie gesagt, mit den Elementen, die es dort gibt, schön spielen und hat da auf jeden Fall unbegrenzte Möglichkeiten.

Wie gesagt, man muss dann natürlich ein bisschen darauf achten, dass es dann am Ende noch vernünftig ist und nicht zu ausufernd und vielleicht auch die Ladezeiten zu lang sind, weil da zu viele Elemente sind, die gleichzeitig geladen werden müssen und so. Aber wenn man das beachtet, dann kann man damit schon wirklich tolle Sachen bauen und ist da nicht limitiert. #00:20:01-0#

B: Ich habe gesehen, du hast auch einen YouTube-Kanal, ne? Und da habe ich mal ein Tutorial-Video angeguckt, wo du wirklich von vorne bis hinten mal beschreibst, wie man so eine Erlebniswelt aufbaut. Jetzt so als Tipp für unsere Hörer, das könnt ihr euch auf jeden Fall mal angucken, wenn euch das interessiert, was mit Shopware alles geht.

Erfahrungen mit Shopware Vorlagen und Templates

Da hat der Marcel auf jeden Fall schon einiges aufgearbeitet. Ein zweites Problem, was, oder was heißt Problem? Also ich kenne das auch aus anderen CMS-Systemen, dass man halt auch erstmal guckt, gibt es da nicht schon irgendwelche fertigen Vorlagen, die ich benutzen kann, Templates oder wie auch immer man das nennt, wo man das Rad nicht komplett neu erfinden muss, sondern wo man halt sich aus so einer, keine Ahnung, aus dem Shop, (unv. #00:20:46-0#), Template-Shop, ein bisschen was raussuchen kann, was man dann in seiner Seite verbaut. Gibt es sowas für Shopware auch? #00:20:53-0#

M: Das gibt es, aber die Templates bei Shopware legen ja wirklich den Fokus auf das Design an sich. Das heißt, die Einkaufswelten, die baue ich ja sozusagen als den Content, der dazwischen steht, hat mit dem Design an sich ja erstmal nichts zu tun.

Es gibt aber auch für die Einkaufswelten Vorlagen, die sind so okay, die sind halt gut, um erstmal einen Eindruck zu bekommen, was kann ich machen und so weiter. Aber ich würde eher dazu raten und dazu tendieren, das immer sozusagen das selber aufzubauen, um eben seine eigene Sprache eben auch zu haben. Ich habe also auch noch keinen Shop gesehen, der diese Vorlagen genutzt hat und dann einfach noch neue Bilder eingefügt hat, neuen Text dazu und fertig. Also das wäre mir bisher noch nicht untergekommen. #00:21:40-0#

B: Ja, das sind sehr interessante Erkenntnis, die wir auch oft haben. Also man muss sich erstmal im Rahmen eines SEO-Konzepts ein richtiges Content-Template entwickeln, wo man sagt, diese Aussage wollen wir treffen aus solchen informationellen Seiten. Und so wollen wir argumentieren und so wollen wir die strukturieren. Und wenn man das mal auf offener Seite oder auf einigen gemacht hat, dann kann man das auch auf zehn, hundert oder tausend Seiten machen. Aber sozusagen, dass man erstmal ein individuelles Template erstmal selber braucht. Die Einkaufswelten und die Erlebniswelten, das ist jetzt eine Möglichkeit. Aber wie viele nutzen das denn wirklich? Wie ist denn da dein Eindruck? #00:22:28-0#

Beispiele für Shopware Einkaufswelten und Erlebniswelten

Beispiel 1

M: Also jeder natürlich für die Startseite, keine Frage. Und ansonsten Landingpages ist es eher, also wenn ich jetzt mein Kundenkreis anschaue, ist es eher überschaubar tatsächlich. Einer würde mir spontan einfallen, der das extrem häufig nutzt. Der verkauft so Hairstyle-Tools, nennt sich das, also alles für Haare, für Friseure und Hotels, aber auch für den Privatbereich.

Und der ist eben wirklich dann hinterher, viele Landingpages zu bauen, um eben da auch SEO-Traffic abzugreifen, der ja anscheinend auch da ist. Ansonsten ist es tatsächlich eher eine unterschätzte Möglichkeit, maßgeblich meistens hat es eher was mit einem Zeitbudget zu tun. Oder wenn man keine Zeit hat, könnte man es ja auch außer Haus geben, aber dann gibt es wieder die andere Frage des Geldes und so. Also das ist schon häufig ein Thema, aber wird eben nicht umgesetzt, weil an irgendeiner Stelle fehlt es halt dann doch immer. Leider Gottes. #00:23:22-0#

B: Ja, aber umgekehrt ist es offensichtlich das, womit man sich ein Wettbewerbsvorteil erarbeiten kann. #00:23:27-0#

M: Absolut. #00:23:28-0#

B: Wenn es noch so wenige nutzen und man selber deutlich informationeller aufgestellt ist. Kannst du denn so Beispiele nennen? Oder hast du da was in deinem YouTube-Channel schon? Oder so spontan, es geht jetzt gar nicht um deinen Kundenkreis, sondern generell, wo du sagst, die haben diese Erlebniswelten, Einkaufswelten echt schon gut umgesetzt? #00:23:47-0#

Beispiel 2

M: Also zum Beispiel der VfL Wolfsburg, der macht extrem gute Seiten. Wobei, da muss ich mich korrigieren, die machen eigentlich für fast jede Seite, die sie haben, auch nochmal eine extra Einkaufswelt. Das heißt, die arbeiten damit stark.

Die haben aber natürlich auch entsprechend die Manpower dahinter, um eben auch mal Sachen auszuprobieren und vielleicht zu verwerfen, wenn die doof waren. Ansonsten der Kunde, den ich eben schon, also hairstyletools.de, das wirkt auch extrem hochwertig, also sehr in den, ich will nicht sagen luxuriösen Bereich reingehend, weil das sind schon normale Produkte, die sich auch jeder von zu Hause aus kaufen kann. Aber wirkt halt trotzdem sehr edel, sehr hochwertig.

Beispiel 3

Und zuletzt würde ich sagen, Dr. Hauschka, die haben eben auch schöne Einkaufswelten, die wirken sehr, sehr clean, sehr klar, sehr, sehr edel, auch durch die vielen Weißräume. Das macht also auch Spaß, da zuzugucken. Und wenn man sich das mal anguckt, rein aus technischer Sicht, ist das alles gar nicht so schwierig, was da umgesetzt wurde. Es wurde eben einfach nur gemacht, und da wurde sich quasi vorher überlegt, wie soll es mal aussehen? Und wenn ich das einmal habe?

Dann kommen wir wieder auf das Thema von vor zwei Minuten, wenn ich das einmal habe, dann habe ich eben auch eine Vorlage, die ich immer wieder verwenden kann und dann meinen neuen Content da reinbringe, und damit ja am Ende auch wieder Zeit spare. Also das macht schon sehr viel Sinn, da wirklich mal einmal Zeit zu investieren, um das eben auch immer wieder aufzugreifen. #00:25:15-0#

I2. Ja, das ist letztendlich dann auch ein Muss. Ich finde, das ist ein Muss, wenn man einen neuen Job macht, sollte es ein Feature sein, was man einfach mit beauftragt oder auch mit bestellt. Also wenn du jetzt als Dienstleister beauftragt wirst, so einen Shop technisch umzusetzen, dann macht es Sinn, das als Anforderung mit aufzunehmen.

Einfach, weil man sich dadurch sukzessive auch einen Wert aufbauen kann, einen Esset online mit seinem Shop, was ja auch für den Händler und eigentlich für jede wahnsinnig wichtig ist, sich abzusetzen, gerade, wenn man Produkte verkauft, die andere Leute auch verkaufen können, dass man sich über den Content dann absetzt. Und wenn es die Möglichkeit gibt, das zu machen, macht es Sinn, da zu investieren. #00:25:57-0#

B: Jetzt mal ganz ketzerisch gefragt. Brauche ich denn dann überhaupt noch Kategorie-Seiten? #00:26:00-0#

M: Ja, schon. Weil du hast immer verschiedenste Kundengruppen, die sich auf deinem Shop bewegen. Also manche wollen ja stöbern, zum Beispiel. Die wollen einfach nicht groß lesen, sondern gucken, was bietet der Shop so an. Das ist natürlich, also wie viel Prozent das jetzt in Kunden sind, weiß ich nicht. Aber zumindest ist das ja auch eine Kundengruppe, die man abholen kann über Kategorie-Seiten, indem man zeigt, was man hat.

Und die, die sich tatsächlich vor einem Problem stehend befinden, die wollen einfach das Problem gelöst sehen und wollen dann einfach kaufen. Und wenn sie dann über die Content-Seiten auf Produkte aufmerksam werden, die ihr Problem lösen, zum Beispiel Pflegeprodukte für Lederhandschuhe, dann sind die ja auch mit abgeholt. Also ich denke, durch diese beiden Perspektiven kann man tatsächlich schon sehr viele Kunden dann auch abgreifen. #00:26:52-0#

B: Ja, sehr spannend. Übrigens, das können wir jetzt schon sagen, deine drei Tipps und dein YouTube-Video, das werden wir auf jeden Fall, die werden wir alle in den Shownotes verlinken, dass man da sozusagen direkt ein bisschen weiterkommt und sich die Cases direkt angucken kann. Also ich finde das eine interessante Perspektive, die sozusagen informationell unterwegs sind oder ein Problem haben und das sozusagen lösen wollen, für die ist eine Einkaufswelt, Erlebniswelt besser.

Und die, die einfach durch die Produkte stöbern wollen, für die ist eine Kategorie-Seite dann auch definitiv dann eine interessantere Lösung. Also dass man schon eher mit diesen verschiedenen, ja, in welchem Mood ist sozusagen mein Kunde? Wie tickt der gerade? Und was ist dann das richtige Suchergebnis für ihn oder die richtige Seite für ihn? #00:27:43-0#

M: Genau, ja. Richtig. #00:27:44-0#

F: Ich finde ja gerade auch den Kategorie-Seiten, da kann man ja auch super viel falsch machen oder auch richtig machen. Also gerade, wenn ich an so Filter denke, wie man sich die Produkte zusammenstellen kann auch, und dann in Kombination mit Mobile Shopping mit dem Handy dann in irgendwelche Checkboxen reinzugehen, die dann hängenbleiben oder nicht funktionieren, auch da, finde ich, kann man viel Zeit und Gehirnschmalz reinstecken, dass das gut funktioniert. Weil, wie du schon sagtest, viele Leute stöbern einfach gerne, und da kann man den (unv. #00:28:16-0#), finde ich, eine gute Hilfestellung leisten, oder wenn das nicht funktioniert, dann frustriert das natürlich auch. #00:28:20-0#

Filter-Funktionen in Shopware

M: Genau. Also ich denke, das ist sogar noch eine dritte Kundengruppe, die einfach ganz gezielt ein Produkt suchen und da ist der Hinweis, das ist natürlich extrem wichtig. Das gebe ich meinen Kunden auch immer mit, dass sie das tatsächlich haben müssen. Shopware-seitig sind Standardfilter gesetzt. Sowas wie, welcher Hersteller ist es? Welche Produkte sind sofort lieferbar? Und welcher Preis ist das? Aber da habe ich natürlich jetzt nicht genau das gefunden, was ich haben wollte, sondern ich habe ja auch noch andere Anforderungen, die ich dann sozusagen eingrenzen will, und habe dann vielleicht, anstatt dass ich mich durch 25 Produkte klicken muss, habe ich dann nur noch drei und kann die dann miteinander vergleichen, um mir dann zu sagen, welches Produkt kaufe ich denn jetzt.

Also für mich persönlich ist das zum Beispiel eine schwierige Sache, wenn ich jetzt offline unterwegs bin und einkaufe, im Baumarkt zum Beispiel, fehlt mir sowas immer, dass ich einfach sagen kann, ich suche jetzt das und das, und ich hätte gerne mir nur die Produkte angezeigt, die ich jetzt auch wirklich brauche. Und will ich noch an Sanitär und Holz und so weiter vorbeigehen, wenn ich eigentlich was für den Garten brauche. Genau. Also auch Filter sind wirklich eine wichtige Sache, die darf man auch nicht unterschätzen. Das würde ich jetzt auch mal ganz salopp behaupten, das ist tatsächlich ein Conversion-Hebel, der auch unterschätzt wird. #00:29:33-0#

F: Und weil es ist auch SEO-technisch relevant. #00:29:35-0#

B: Wenn ich im Baumarkt bin, dann finde ich selbst in der Gartenabteilung nichts. Suche ich immer noch nach der Abdeckplane. (lacht) #00:29:44-0#

F: Als Mann einkaufen gehen und lost zu sein, das ist natürlich auch grausam. Finde ich auch. (lacht) #00:29:49-0#

B: Wo ist der Filter? (lacht) Du wolltest was sagen, Fabian. #00:29:53-0#

F: Ja, genau. Ich wollte, total unwichtig eigentlich, aber ich wollte noch sagen, dass Filter und sowas und Pagination auch sehr oft SEO-relevant ist, was das Crawling angeht. Aber das ist eher noch so ein technischer Hinweis. Aber es ist auch wichtig, jemanden wie Marcel zu haben, der die Technik halt auch versteht oder generell einen guten technischen Dienstleister, weil man eben über so Filter und so Geschichten, da kommt es halt auch manchmal vor, dass der Crawler ins Leere läuft oder dass irgendwelche URLs indexiert werden, die eigentlich nicht indexiert werden sollen. Und dafür muss das Shopsystem einfach gut konfiguriert sein, damit das nicht passiert und viele Webmaster und Shopbetreiber haben das einfach nicht im Blick. Und da sollte man auf jeden Fall auch mal ein Auge drauf haben. #00:30:36-0#

B: Ja, Crowling haben wir mal mit dem Marcus Hövener eine Folge gemacht. Also wer da mal tiefer einsteigen will, in das Thema Crawling, dem sei die Folge empfohlen. Vielleicht Marcel, zum Abschluss, wir sind ja immer so ein Hands-on-Podcast und versuchen immer noch so ein paar konkrete Tipps unseren Interview-Gästen aus dem Kreuz zu leiern. Also welche gibt es so Plugins oder Features, wo du so sagst, die finde ich persönlich richtig gut, die sollten eigentlich in jedem Shopware-Shop rein? #00:31:07-0#

Marcels persönliche Tipps für Shopware Plugins

M: Also natürlich für alle gilt das nie. Es ist ja immer eine Frage von, was will der Kunde abdecken und wie will er sich quasi positionieren? Aber es gibt tatsächlich eine Reihe von intelligenten Plugins, die machen für viele Shops Sinn. Wenn ich gerade in B2C-Bereich unterwegs bin, dann gibt es zum Beispiel ein kostenloses Plugin, das mir das Gutscheinfeld, also viele betreiben ja auch Gutscheinmarketing und so, dann direkt in den Warenkorb mit reinsetzt. Standardmäßig ist es bei Shopware erst im letzten Schritt des Check-outs, und da haben mich viele Fragen immer erreicht, meine Kunden finden das Feld nicht, sind total verzweifelt, wollen einen Gutscheincode eingeben, und das kommt erst immer so spät, was kann man denn da machen?

Und dann gibt es auch ein kostenloses Plugin sogar, das genau diese mini kleine Anforderung abdeckt, nämlich das Gutscheinfeld schon weit, weit vorher in Check-out anzuzeigen, damit die Kunden wissen, ah, okay, ich kann meinen Gutschein anzeigen, also kann ich auch ganz beruhigt weiter einkaufen. Das ist, wie gesagt, nur ein mini Ding, aber es ist tatsächlich für die Conversion, glaube ich, extrem wichtig, damit da keine Rückfragen entstehen, dass die Kunden schnell kaufen können. Macht also auf jeden Fall Sinn. Was ich auch noch extrem gut finde, ist ein Plugin.

Wir gehen natürlich immer mehr in diesem Bereich, individuelle Produkte und so weiter und Produkt konfigurieren und so. Da gibt es bei Shopware auch verschiedenste, die kosten natürlich einmalig fast fünfhundert Euro, sind das Geld aber tatsächlich wert. Wenn ich mir überlege, was ich sonst alles über Varianten abdecken müsste.

Ich habe zum Beispiel einen Möbelhändler, der verkauft extrem hochwertige Möbel, also da kann ein Stuhl auch gerne mal tausend Euro kosten, aber die kann man sich alle individuell zusammenstellen. Ich kann selber entscheiden, aus welchem Material soll der Fuß sein? Was soll sozusagen die Sitzfläche, was soll das für ein Material sein? Was soll die Rückenfläche für ein Material sein? Also ich kann mir quasi meinen Stuhl direkt individuell zusammenstellen und habe dann nicht die Möglichkeiten, über verschiedenste Varianten mich dadurch zu klicken, sondern ich bekomme allein dadurch, dass ich ein Wizard bekomme, der aufgeht, wenn ich sage, Produkt konfigurieren, schon das Gefühl, ich stelle mir jetzt mein eigenes Produkt zusammen.

Und das ist natürlich auch psychologisch extrem wichtig, dass man da an der Stelle schon mal ansetzen kann und die Kunden da abgeholt werden und sie sich da auch ein bisschen besser mit einfinden können. Habe ich sogar zuletzt für ein Industrieunternehmen umgesetzt, die auch ihre, sie haben nur sechs Produkte im Verkauf, aber auch viel Zubehör. Und da habe ich gesagt, dann macht es doch Sinn, wenn man das Zubehör direkt mit anbieten, dem Kunden, dass er meinetwegen sagt, er will noch das und das und das mit dazu haben oder eben auch gar nichts. Aber er wird zumindest auf die Möglichkeit hingewiesen und dadurch auch wieder wird der Warenkorb ja erhöht, was natürlich auch immer eine wichtige Frage ist von den Kunden, wie kann ich denn jetzt eigentlich meinen Warenkorb erhöhen?

Also das macht dann schon Sinn. Wenn man solche Produkte hat, die, ich würde mal sagen, mehr als zwei bis drei Variantenmöglichkeiten erlauben, also auch zum Beispiel Trauringe oder sowas, würde ja auch Sinn machen, dann so ein Plugin einzusetzen, um den Kunden zu zeigen, guck mal, das ist das Basis-Produkt und du kannst es dir jetzt so konfigurieren, wie du es haben willst. Und das finde ich schon ziemlich cool. #00:34:15-0#

B: Ja, sehr spannend. Das sind ja mal zwei Insights aus der Tiefe gewesen. Sehr gut. (lacht) Jeder, der jetzt ein Shopware-System hat, der wird jetzt sofort darüber nachdenken, ob er das nicht auch noch mit draufpackt. #00:34:27-0#

Tipp: Auch auf LinkedIn diskutieren wir über Themen rund ums Online-Marketing.

, , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü