SEO-Reportings aus der Hölle – und wie es besser geht

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Worum geht es?

Viele Online-Verantwortliche erhalten nur automatisierte SEO-Reportings. Das Problem: Dort stehen häufig nur irrelevante Daten. Und niemand schaut rein. Wir nennen Beispiele und erläutern, wie es besser geht. Hier mehr zu unserem Ansatz in der Suchmaschinenoptimierung.

Für wen ist die Episode interessant?

Die Episode ist für alle gedacht, die solche Reportings erhalten und darüber den Kopf schütteln. Oft werden die SEO Reports auch nicht verstanden. Trotzdem wird das Problem selten angesprochen.

Kommt mit uns ins Gespräch!

Für unserer Hörerinnen und Hörer bieten wir kostenlose Webinare an. In den Webinaren zeigen wir, woran wir aktuell arbeiten und gehen zu unseren Themen SEO, Content usw. noch mehr in die Tiefe.

Die Termine für die Webinare veröffentlichen wir ausschließlich in unserem E-Mail-Verteiler. Jetzt eintragen – wir hören UND sehen uns beim nächsten Webinar.



Wie ist deine Marketing-Situation?


SEO-Reportings: Die Podcast-Episode in Stichpunkten

Die SEO Reportings

  • Oft nicht aussagekräftig
  • Viele Daten, allerdings irrelevant
  • Nicht unternehmerisch gedacht
  • Beispiel Impressionen, wöchentliches Ranking

Die Kunden

  • Verstehen den SEO Report meistens nicht
  • Sagen aber selten etwas dazu
  • Uninformiert und unzufrieden

Die Alternative

  • Keine automatisierten Tabellen und PDFs
  • Kommentierte E-Mail mit den wichtigsten Kennzahlen
  • Daraus resultierende SEO- und Ads-Maßnahmen besprechen

Fazit

  • Ein gutes SEO Reporting ist Handarbeit
  • Der Kunde hat das Recht, die Zahlen zu verstehen
  • Entscheidungen können auf Datenbasis getroffen werden
  • Unser Verständnis als Ads-Agentur

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SEO-Reportings: Unsere Erfahrungen mit Tools, Vorlagen und Templates

Benjamin: Herzlich willkommen zum Content Performance Podcast, der Online Marketing Podcast für Fortgeschrittene. Wir sind Fabian Jaeckert und Benjamin O’Daniel, und wir sprechen darüber, wie Unternehmen mit ihrem Content Suchmaschinen und Besucher überzeugen. Die Folge heute: Reportings aus der Hölle. Hallo, Fabian. #00:00:37-0#

Fabian: Hallo, Benjamin. #00:00:38-0#

B: Ja, jedes Unternehmen, das mit einer SEO- oder einer AdWords-Agentur zusammenarbeitet, erhält ja Reportings. Das Problem: Die Kunden verstehen die Reportings nicht. Deswegen haben wir uns mal gedacht: Machen wir mal eine schöne Folge über Reportings. Ja, so sieht es aus. #00:00:59-0#

F: Und wie die am besten aussehen sollen, ne? #00:00:59-0#

B: Genau, wie sie am besten aussehen sollen. Was so die Probleme sind, wie immer, und wie sie dann am Ende am besten aussehen sollen. Aber Fabian, Reportings ist ja wirklich dein Herzensthema, von daher starten wir doch direkt mal damit. Gib doch mal ein paar Beispiele dafür, wie solche Reportings oft aussehen. #00:01:19-0#

“Viele SEO-Reports liefern einen punktuellen Ist-Zustand, mit dem man eigentlich überhaupt nichts anfangen kann.”

F: Ja, es ist gezwungenermaßen mein Herzensthema, weil ich ja hier mit den Zahlen arbeite sozusagen. Wenn du Ads machst oder SEO, da geht es ja immer darum, dass man reportet, was man so gemacht hat. Also vor allem, weil das eben auch so eine langfristige Geschichte ist, will der Kunde auch dauerhaft wissen „Wo stehen wir gerade?“

Und das ist das Hauptproblem der Reportings, finde ich, dass Sie dem Kunde nicht sagen „Wo stehen wir gerade?“, sondern dass sie dem Kunden einfach nur einen punktuellen Ist-Zustand liefern, mit dem man eigentlich überhaupt nichts anfangen kann.

Wenn man jetzt das Beispiel SEO-Rankings mal nimmt, das ist halt so etwas im Bereich SEO, was gerne verschickt wird „Wie stehe ich diese Woche für das Keyword XY bei Google?“ Wenn ich das für ein Keyword mache, ist das noch okay, aber oft wird das dann für tausend oder für hundert Keywords gemacht, und dann wird es einfach total unübersichtlich, und eigentlich interessiert das den Kunden auch überhaupt nicht.

„Wo stehe ich im Moment für den Suchbegriff?“, das ist eher so etwas für die, ja, zum Ausstellen so, dass man sagen kann „Oh, guck mal hier, wir stehen ja auf Platz zwei oder auf Platz drei.“, aber die eigentliche Frage, die dahinter steckt, ist doch „Wie hat sich mein Umsatz entwickelt, der über die Suchmaschinen kommt?

SEO und Umsatz

Wie ist mein organischer Traffic? Wie hat sich der verändert in dieser Zeit, in dem Zeitraum, der reportet wird? Und wie hat sich der Umsatz verändert, den ich über diesen Kanal gemacht habe?“ Das ist eigentlich immer so die Hauptfrage im Bereich SEO, und die wird in der Regel nicht beantwortet. Also das heißt, ich hätte gerne/ #00:03:01-0#

B: Das heißt, ich habe dann ein achtseitiges Reporting, wo dann da steht „Zu dem Begriff XY stehst du jetzt statt auf Platz 37 auf Platz 34.“ #00:03:11-0#

F: Genau. #00:03:12-0#

B: „Und da Platz 23 und jetzt Platz 21.“, und insgesamt kommt dann da raus ein Ranking plus 0,3. #00:03:20-0#

Aus dem SEO-Reporting eine Strategie entwickeln

F: Ja, also das interessiert mich einfach überhaupt nicht. Also beziehungsweise es würde mich interessieren, also wenn ich daraus eine SEO-Strategie für die Zukunft ableiten kann. Wenn ich zum Beispiel sage „Lieber Kunde, diesen Monat liefere ich dir alle Keywords, wo wir nicht auf der ersten Seite stehen, aber auf der zweiten Seite, und dann schauen wir uns die mal gemeinsam an und entwickeln eine Strategie, wie wir es vielleicht schaffen, für diese Chancen-Keywords auf die erste Seite zu kommen.“

Der Hintergrund ist: Auf der zweiten Seite kommen nur noch zwanzig Prozent des Traffics an, aber diese Suchbegriffe stehen sozusagen alle auf der Schwelle, auf die erste Seite zu kommen, wo natürlich hundert Prozent der Besucher halt eben sich auch die Ergebnisse angucken. Das wäre zum Beispiel ein SEO-Reporting, was zielgerichtet wäre, wo man sagen würde „Das und das sind unsere Chancen-Keywords in diesem Monat, und da versuchen wir jetzt in nächster Zeit, auf die erste Seite zu kommen.

Das wäre aber ein Report, den ich nicht dem Geschäftsführer schicken würde, sondern meinem SEO-Ansprechpartner im Unternehmen zum Beispiel. Also es kommt nicht nur drauf an, was man reportet, sondern auch WEM man reportet. Also man muss gucken halt auch immer, dass man es auf den Empfänger zuschneidet.

Wir haben ja gerade angefangen mit den Keywords generell im Bereich SEO, das interessiert den Geschäftsführer nicht. Der Geschäftsführer möchte gerne wissen, wie viel Besucher mehr man über den organischen Kanal bekommen hat, und am besten sogar noch, was für Umsätze dann über diesen Kanal kamen, im Vergleich zum Vorzeitraum, der reportet wurde, am besten noch. #00:04:53-0#

B: Das war jetzt so dieser SEO-Bereich, also da wird dann halt oft der ellenlange Report mit den Rankings durchgeschickt, piffpaff, auch oft so kommentarlos, sprechen wir später noch drüber. Das ist so beim Thema SEO. Finde ich auch sehr spannend. Ja, wie ist es denn beim anderen Thema, bei AdWords? #00:05:19-0#

Google Ads Reportings: Das nächste Trauerspiel

F: Also bei AdWords ist es ähnlich, dass da Kennzahlen reportet werden, mit denen der Empfänger eigentlich gar nicht so viel anfangen kann. Das sind oft die Impressionen zum Beispiel oder die generierten Klicks, und letztendlich, ja, dann meistens sogar noch in einer Hierarchie: Ich bin Autohersteller. Mein Hauptbegriff ist Auto, und das ist mein stärkster Begriff, und aber im nächsten Monat ist es immer noch mein stärkster Begriff und im Monat drauf immer noch, hat die meisten Impressionen und generiert die meisten Klicks.

Aber das ist ja eigentlich vollkommen uninteressant, das weiß ja jeder, dass das ein starker Begriff ist. Man muss daraus ja irgendetwas ableiten, man muss ja irgendwie auch dann in dieser Auflistung irgendetwas unterbringen, wo man etwas draus ableitet, um daraus Entscheidungen zu treffen, finde ich immer. Und einem Kunden einfach immer nur das gleiche durchzuschicken, immer nur zu sagen so „So und so viele Klicks wurden generiert, so und so viele Impressionen haben wir.“, das ist vollkommen uninteressant, finde ich. Auch gerade was die Impressionen angeht, das ist wirklich so ein Wert, der ist/ ja. #00:06:26-0#

Impressionen und Klicks alleine sagen nichts aus

B: Ja, da steht dann drin „37.000 Impressionen und 1.780 Klicks.“ Das zeigt ja jetzt erst mal vordergründig: Da ist etwas passiert. #00:06:37-0#

F: Ja. Ja gut, aber da ist wahrscheinlich das gleiche passiert wie im letzten Monat. Also zumindest, dass man dann noch schaut, was dabei rumgekommen ist, wie viele Conversions gemacht wurden. Das sind einfach total wichtige Werte, die natürlich reportet werden müssen. Aber es ist wie gesagt immer nur diese Momentaufnahme, und das finde ich ist das Problem an der Sache. „Diesen Monat ist das gelaufen und letzten Monat ist das und das gelaufen.“, und das wird dann oft noch nicht mal in einen Zusammenhang gebracht, dass noch nicht mal gesagt wird „Wie hat es sich denn verändert im Vergleich zum Vormonat?“, weil das wäre ja auch interessant, zu wissen: Ist es besser oder ist es schlechter geworden? Selbst das fehlt oft in diesen Reports. Genau. #00:07:22-0#

B: Ja, das heißt, sie sind quasi du sagst nicht richtig aussagekräftig und zu viele irrelevante Daten, und so nicht durch die unternehmerische Brille so geprägt. Das merkt man ja bei unserem Podcast, wir haben ja immer die unternehmerische Brille an, und da hat man dann halt am Ende so einen Zahlensalat, ja, und der liegt dann da halt auf dem Schreibtisch. #00:07:47-0#

F: Ja, aber die Hauptursache dafür ist, dass diese Reports automatisiert erstellt werden oftmals. Ja, und wenn du einen Report automatisiert erstellst, dann heißt das, dass die Maschine sich Zahlen zusammensucht aus verschiedenen Ecken und die einfach durchschickt.

Das heißt, da guckt kein Mensch mehr drüber und kommentiert diese Zahlen, sondern es ist einfach nur eine Bleiwüste, „Könnte ihn vielleicht interessieren.“-Bericht. Und diese Berichte, das Hauptproblem an diesen Berichten ist tatsächlich, dass die nicht wahrgenommen werden, weil einfach immer das gleiche drin steht, weil das halt eben auch oft dann die Motivation nicht da ist, sich diesen Bericht anzugucken, weil er einfach viel zu riesig ist und weil der Kunde es auch nicht versteht. Hast du ja schon gesagt: Der Kunde versteht das Reporting nicht. #00:08:32-0#

B: Aber wie geht denn der Kunde damit um, mit so einem SEO- oder Ads-Reporting? #00:08:40-0#

Ein Reporting als Rechtfertigung

F: Also das Reporting ist einfach oft die Rechtfertigung dafür, dass irgendetwas passiert ist. Je nachdem, wer auch immer dieses Reporting schreibt, und der Kunde fühlt sich dann auf der einen Seite wahrscheinlich wohl, DASS etwas passiert, dass das Reporting läuft, aber er guckt nicht rein, weil er es nicht versteht. Vielleicht sagt er auch oft nichts, weil er sich schämt, dass er das nicht versteht. Das sind ja Zahlen, da muss man ja/ „Wenn man BWLer ist, wenn man Ahnung von Zahlen hat, muss man das ja verstehen.“ ist dann vielleicht auch oft so das Motiv dahinter, und aber weil man, weil der Kunde oder derjenige, der den Report empfängt, es dann doch nicht so richtig versteht, sagt er aber trotzdem nichts, weil er das eben auch nicht preisgeben möchte eventuell. #00:09:27-0#

B: Ja, weil man halt nicht weiß was jetzt eigentlich die entscheidenden Kennzahlen sind. So, ne? #00:09:34-0#

F: Genau. Das heißt, eigentlich ist das eine sehr unzufriedenstellende Situation für alle Beteiligten, weil der Kunde oder derjenige, der den Report bekommt, bleibt uninformiert und hat dabei auch noch ein schlechtes Gefühl. Das heißt, er identifiziert sich nicht mit der Leistung, die da geleistet wurde, und er kann es nicht bewerten, das heißt, es ist irgendwie immer noch ein Blindflug. Und das gibt nachher dann eben auch Probleme, wenn über neue Strategien und Budgets diskutiert werden muss, dass letztendlich immer einer am Tisch sitzt, der keine Ahnung hat, obwohl er Reports bekommen hat. Finde ich. Also jetzt so eine Ebene drüber. #00:10:17-0#

B: Ja. Ja, absolut. Also das ist dann echt eine qualvolle Ausgangslage, aus der man auch nur schwer raus kommt, weil man hat dann ja schon über Monate diese SEO-Reportings bekommen, man weiß auch nicht so richtig „Welche kritischen Fragen könnte ich jetzt eigentlich stellen?“, aber meistens, du hast es ja schon angedeutet, weiß man dann am Ende immer noch nicht: Lohnt sich der Kanal jetzt? Also auch bei Google Ads die Erfahrungen zu sehen und finde ich es so ganz platt, zu sagen „Wie viel investieren wir eigentlich und wie viel kommt denn dabei jetzt raus? Wie viel kostet uns denn eine Conversion? Und wie viel kostet uns eine Conversion in bestimmten Umfeldern, Suchumfeldern? Also alles so etwas, wo es dann eben in die Analyse rein geht. Oder auch beim Ranking auch, absolut. #00:11:07-0#

F: Also ich finde das aber auch total schwer von Kundenseite, diese Fragen selbst zu formulieren. Das habe ich noch nie erlebt, dass ein Kunde diese Fragen so aus sich selbst heraus entwickeln kann. Das ist so gut wie unmöglich. Also ich habe Reportings gesehen, da stand auf der ersten Seite schwarz auf weiß, dass sich dieser Kanal nicht lohnt, aber der Kunde hat es nicht gesehen, weil er nicht auf die richtigen Spalten geguckt hat.

Ich habe fünf Minuten gebraucht, um mich da rein zu arbeiten, und das Ergebnis war „Lohnt sich nicht. Viel zu teuer.“ Und der Kunde hat das auch jeden Monat gesehen oder irgendwann nicht mehr gesehen, weil er keinen Bock mehr hatte, aber hat daraus keine Entscheidung treffen können. Und ich möchte den dann aber auch aus der Verantwortung freistellen, weil das konnte er an der Stelle nicht mit dem Wissen, was er hat. Darum, um jetzt vielleicht den Schwenk ein bisschen Richtung Lösung zu kriegen, darum muss, finde ich/ das ist eine verpflichtende Leistung des Dienstleisters, dass er diese Reportings kommentiert im Sinne des Kunden. Oder dass er den Kunden wenigsten so weit vorbereitet, dass er mit den Daten etwas anfangen kann. #00:12:12-0#

B: Genau. Wie gehen wir denn erstmal an so eine Lage heran? Also wenn es um das Thema SEO-Reportings geht? #00:12:23-0#

F: Ja, es fängt damit an, dass man mit dem Kunden bespricht, was er denn wissen möchte und was er wissen muss. das ist zum Beispiel auch Teil im SEO-Konzept. Manchmal ergibt sich das auch so ein bisschen von alleine, wenn man direkt zur Geschäftsführung oder zur Abteilungsleitung kommuniziert, dann ist relativ klar, was die wissen wollen. Du hast ja schon gesagt, wir denken ja selber auch unternehmerisch, das heißt, da kommen dann auch die unternehmerischen Kennzahlen auf den Tisch, was die Kanäle für Umsatz bringen zum Beispiel.

Das sind Dinge, die finde ich total wichtig. Aber dann gibt es eben auch einzelne Abteilungen, die Spezialthemen bearbeiten oder Spezialkanäle, da muss man dann ganz anders reporten, das muss man mit den Kollegen dann auch absprechen, welche Informationen man dann braucht. Habe ich ja gerade auch schon gesagt: Vielleicht macht es dann auch mal Sinn, auch mal zu reporten, wo die Chancen-Keywords liegen.

Oder wenn man an die Technik reportet, dann ist eben so ein On-Page-Report eventuell die sinnvollere Art und Weise, wo die Ladezeiten drauf abgezeichnet sind, wo die Fehler, die eine Webseite produziert, drauf abgezeichnet sind, damit man regelmäßig Qualitätskontrolle auf der Webseite machen kann. Das sind ganz andere Reports. Das interessiert einen Geschäftsführer überhaupt nicht, welche Fehler auf der Seite sind. Der will, dass keine Fehler auf der Seite sind, dass das behoben wird, aber dafür ist eine IT zuständig. Also die Frage ist immer: Was muss und soll die Abteilung wissen? Und was will der Kunde wissen? Und welche Ergebnisse werden daraus dann abgeleitet? #00:13:52-0#

B: Genau, also dieser Punkt „Welche Ergebnisse werden daraus abgeleitet?“ finde ich total spannend, also das ist ja auch immer unsere Zusammenarbeit, wenn wir dann feststellen: Okay, wir haben hier so und so viel Keywords“ – jetzt SEO gedacht – „und wir möchten damit eben die nächsten drei, vier Positionen schaffen oder wir möchten damit auf die erste Seite kommen.“, dann leiten wir daraus zum Beispiel ab „Ja, wir müssen am Content stärker arbeiten.“ Also wir setzen dann auch Prioritäten für die Arbeit am Content aus den Reportings, aus den Zahlen heraus, um auch Prioritäten zu haben. Wenn ich fünftausend Unterseiten habe, um welche fünf kümmere ich mich denn jetzt? Oder man hat noch mehr Mitarbeiter, die daran arbeiten. Also daraus entwickeln sich ja die ganzen Pläne auch für die weitere Arbeit. Oder AdWords. Wir sehen, eine bestimmte Kampagne läuft gut oder bestimmte Anzeigentexte laufen gut, also können wir vielleicht an den Anzeigetexten noch weiter kreativ arbeiten. Also so daraus leitet sich ja dann immer wieder ein nächster Schritt ab, um wieder weiter zu kommen. So, ne? #00:15:00-0#

F: Es ist auch immer ein Stück weit anders bezogen, genau. So: Was will ich jetzt in dieser Situation wissen? „Wir wollen uns um unsere Snippets kümmern.“ Dann macht man halt einen Snippet-Report und guckt sich an: Welche Seiten haben noch überhaupt keine Meta-Angaben? Wo sind die zu lang oder zu kurz? Wie schaut es in den Suchergebnissen aus? Viele Tools bieten ja mittlerweile auch an, dass sie die Daten für die Snippets bereitstellen, dass man sich die angucken kann in den Tools, dass man die auswerten kann zum Beispiel. Also anlassbezogen. Das ist halt auch richtig Arbeit dann an der Seite selber so, und das hat mit einem automatisierten SEO-Report, der aus irgendeinem SEO-Tool rausgezogen wird, wo dann steht „Keyword A diese Woche Platz acht und letzte Woche Platz sieben.“, das hat damit überhaupt nichts mehr zu tun, das finde ich ist aber auch eine Möglichkeit für jeden Dienstleister und für jede Agentur, eben auch dann eine Daseinsberechtigung aus dem SEO-Reporting heraus immer wieder zu rechtfertigen und zu sagen „Jetzt arbeiten wir hieran, jetzt arbeiten wir daran, und das und das ist das Ergebnis.“

An der Stelle kann man ja dann auch gut dann sagen „Wir haben vor einem halben Jahr angefangen, da und da dran zu arbeiten, und jetzt nach einem halben Jahr haben wir die und die produktiven Ergebnisse erreicht.“ Das ist ja auch ein SEO-Reporting. #00:16:16-0#

B: Genau. Genau, also jetzt mal überspitzt gesagt, also zumindest, wenn wir an unseren eigenen Portalen arbeiten, haben wir ja auch schon einige Male vorgestellt, dass wir auch eigene Portale haben. Also ich erlebe das oft dann, die Zusammenarbeit mit dir so, dass wir halt bestimmte Zahlen haben, auf die wir dann aufmerksam werden, wie jetzt Snippets oder eben Chancen-Begriffe oder so, zu denen wir kommen, dann arbeiten wir halt da dran, und dann legen wir es aber weg, und dann ist es auch egal, ob wir dann in der nächsten Woche auf Platz sieben sind und dann wieder auf Platz acht und dann wieder auf Platz fünf, sondern dann hat man diese normalen Schwankungen, und dann guckt man sich das vielleicht nach drei oder sechs Monaten wieder an, also dann klebt man finde ich/ diese Ableitungen daraus „Was machen wir jetzt?“ „Was sind unsere Prioritäten?“ finde ich total wichtig, aber dann halt eben so kleinteilig jede Woche da draufzugucken und daran festzukleben, das finde ich das blockiert dann schon fast wieder. #00:17:15-0#

F: Ja, da sollte man sich eher dieses Themenset, was man bearbeitet hat, als Themenset in dem SEO-Reporting abspeichern, vielleicht über eine Favoritenliste oder so, und eine Wiedervorlage machen und sagen „Diese Favoriten schaue ich mir in einem halben Jahr an.“ #00:17:28-0#

SEO-Reporting für Content Optimierungen

B: Genau, oder wir haben ja auch schon mal/ ich glaube, das war unsere allererste Folge, da haben wir ja gesprochen über Content reduzieren, da haben wir ja dann auch gesagt: Okay, wir fügen jetzt immer im zwanziger Paket oder ich weiß nicht was Seiten zusammen, wo wenig schlechter Content drauf steht, fügen wir zu großen, holistischen Seiten zusammen.

Das haben wir dann uns auch sehr kleinteilig über Wochen oder auch ein paar Monate angeguckt, aber dann haben wir gemerkt, das funktioniert, und dann fällt es auch wieder raus aus dem Blick so. Da braucht man auch keine Reportings mehr, sondern wir haben das geprüft, wir sehen, es funktioniert, und dann muss man auch wieder gucken: Okay, was brauchen wir jetzt für Zahlen, um jetzt wieder weiter zu kommen? Also das ist halt eine ganz andere Art, mit den Daten umzugehen, als so ein, was du gesagt hast, so ein automatisiert erstellter Bericht. Bring es doch vielleicht nochmal auf den Punkt: Wie sieht denn jetzt ein verständliches SEO-Report aus? #00:18:34-0#

F: Also ich würde prinzipiell keine Tabellen oder PDFs verschicken, es sei denn, die sind wirklich aufgearbeitet und konkret auf ein Thema zugeschnitten. Einfach nur irgendetwas automatisiert Generiertes rauszuballern finde ich total doof und es guckt sich eher keiner an. Dann kann man das, finde ich, auch sein lassen.

Aus diesen Tabellen oder PDFs, die generiert werden, das kann man für sich ja machen als Dienstleister oder eben auch für seine eigenen Portale, da muss man sich die wichtigsten Kennzahlen rausziehen auf der Basis der Fragen, die wir ja definiert haben. Wie hat sich das Ranking entwickelt? Wie ist der Umsatz? Wie viel Geld habe ich letzten Monat bei AdWords ausgegeben? Wie viel Geld habe ich diesen Monat bei AdWords ausgegeben? Oder wie viel Budget ist in die einzelnen Kategorien geflossen oder so? Und wie sind die Umsätze in den einzelnen Kategorien, zum Beispiel wenn man einen Shop hat? Diese Kennzahlen muss man rausziehen und dann, so mache ich das zumindest, in einer kommentierten E-Mail in eigenen Worten dem Kunden schicken. Also dass man wirklich eine E-Mail aufsetzt, dass man sich hinsetzt und sagt „So, hier ist der Report für diesen Monat, und folgende Dinge finde ich sind wichtig für Sie.“, und das dann alles aufzulisten, die ganzen Umsätze zum Beispiel oder die Analysen oder die Veränderungen, und wenn man dann zu einem bestimmten Punkt eben auch eine Datenbasis braucht zum Beispiel in Form von einer Excel-Tabelle, kann man die ja dann auch anhängen und sagen „Schauen Sie im Anhang nochmal nach, das und das, darüber müssen wir uns nochmal unterhalten.“ Also das finde ich extrem wichtig. Und dann eben auch das Angebot zu machen, diese Schritte, diese E-Mail, die man dann geschrieben hat, eben auch nochmal zu besprechen auf der Grundlage der Daten, die man analysiert hat. Und das ist dann ein verständliches Reporting, was definitiv gelesen wird. Das verspreche ich jedem: Diese E-Mails werden definitiv gelesen, und diese E-Mails, auf die wird gewartet, dass die kommen, und die kann man auch voll abrechnen, und ich habe noch keinen Kunden erlebt, der dafür nicht bereit ist, Geld zu bezahlen, dass es jemanden gibt, der ihm diese Daten aufbereitet und die wichtigen Dinge bespricht und daraus dann eben auch Entscheidungen für die nächste Zeit abzuleiten. #00:20:47-0#

B: Ja, das ist ja überhaupt immer der Kern, finde ich, auf den wir auch immer wieder in der Kundenarbeit stoßen: Die meisten suchen ja auch einen Gesprächspartner, die haben ja auch Fragen ohne Ende. Es ist so komplex, man sieht das ja, wie viele Episoden wir schon gemacht haben, und wir sind noch lang nicht am Ende. Und wir schneiden jedes Thema immer nur so kurz an in jeder Episode. Und so viele Verantwortliche suchen einen Gesprächspartner, mit dem sie da drüber sprechen können und im Zweifel auch mal sagen können „Verstehe ich nicht. Erklär es mir. Und erkläre es mir so, dass ich damit umgehen kann, dass ich daraus meine Schlüsse ziehen kann, meine nächsten Maßnahmen definieren kann und alles.“ Und der SEO-Report ist sozusagen die Basis für das Gespräch. #00:21:35-0#

F: Ja, genau. #00:21:36-0#

B: Und das ist halt/ Ja, finde ich auch. #00:21:41-0#

F: Aber das ist dann auch die Basis, um vielleicht auch mehr Umsatz wieder aufzubauen. #00:21:44-0#

B: Ja, klar. #00:21:45-0#

Reportings zum Retargeting

F: Dass man sagt „An den und den Stellschrauben kann man arbeiten. Was ist, wollen wir nicht nochmal über Re-Targeting nachdenken zum Beispiel?“ Ist ja auch immer ein sehr komplexes Thema, wo man den Kunden einfach auch manchmal erstmal für vorbereiten muss in zwei, drei Reportings, dass man das ein bisschen in die Richtung schiebt. Und das, da hat man dann die Möglichkeit, eben das Vertrauen aufzubauen, um auch neue Geschäftsfelder anzugehen eventuell. Wenn man das nicht macht, dann wird es nachher echt schwierig, weil der Kunde irgendwann sagt „Ich verstehe es doch jetzt schon nicht mehr. Jetzt soll ich noch mehr Geld in die Hand nehmen und verstehe es dann immer noch viel weniger.“ Das Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen aufgrund von einem schlechten Reporting, das steigt ja, wenn das Budget steigt. Finde ich wirklich wichtig und macht aber auch Spaß. #00:22:34-0#

B: Ja, absolut. Also das ist ja die Arbeit, an der irgendwie mit unserem Herzblut auch dran hängen. #00:22:43-0#

F: Ja, und es ist natürlich auch für einen selber schön, das nochmal zusammenzufassen, was man alles erarbeitet hat, und der Kunde sieht eben auch, dass man wirklich auch gearbeitet wurde, und dass ich jemand auch Gedanken für die Zukunft gemacht hat, und das ist einfach ein riesen Pfund, damit baut man großes Vertrauen auf und man motiviert sich selber und den Kunden, im Online-Marketing mit Vollgas weiterzumachen. #00:23:05-0#

B: Fabian, ich versuche mal ein Fazit. Also du, dein Plädoyer ist ganz klar: Reporting ist Handarbeit und sollte nicht automatisiert werden. Zum Reporting gehört auch immer ein vernünftiger Kommentar, in dem man die Zahlen erklärt und auch sagt: Was sind denn jetzt unsere nächsten Schritte? Zu einem Reporting gehört immer ein Gespräch mit dem Kunden, dass man auf Augenhöhe und wirklich die Fragen klärt, die da sind, und als Ansprechpartner auch da steht. Und das ist ein bisschen also eine/ wenn wir sagen „Reportings aus der Hölle“, dann sind das eigentlich immer die automatisierten Reportings, die nur an die Seite gelegt werden und letztlich nicht verstanden werden. #00:23:58-0#

F: Genau. #00:23:59-0#

B: Oder? #00:24:01-0#

F: Ja, super zusammengefasst. Vielen Dank dafür. Genau. Das wollte ich sagen. Das wollten wir sagen. #00:23:06-0#

B: Ja. Ja, gut, dann würde ich sagen in diesem Sinne: Schaut nochmal auf eure Reportings, und ja, ansonsten hören wir uns nächste Woche. Bis dann. Tschau. #00:24:19-0#

F: Bis bald. Tschüs. #00:24:20-0#

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