Milliarden Menschen nutzen mittlerweile KI-Systeme wie ChatGPT oder den KI-Modus von Google. Doch die SEO-Welt hält sich immer noch an Keywords fest – den alten Suchphrasen, die wir alle in Suchmaschinen eingegeben haben.
Dabei steht fest: Millionen von Keywords werden für immer verschwinden. Die Begriffe werden aussterben. Weil Menschen sie nicht mehr eingeben müssen, um eine bestimmte Information dahinter zu erhalten. Darunter fallen besonders „Modifier“, also bestimmte Longtail-Keywords, mit denen die User ihre Suche spezifiziert haben.
Um es klar zu sagen: Der Bedarf dahinter wird nicht verschwinden. Aber die Suchbegriffe – und damit die gesamte Datengrundlage dahinter. Das besprechen wir in dieser Podcastfolge anhand von konkreten Beispielen. Die Keywords haben wir in der Software Sistrix recherchiert.
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„Kaufen“-Keywords sind nicht mehr notwendig
Das SEO-Tool Sistrix zeigt über 3 Millionen Keywords an, die mit dem Begriff „kaufen“ kombiniert werden. Die Menschen geben diesen Suchbegriff ein, weil sie explizit etwas kaufen wollen – und entsprechende Shops oder Plattformen angezeigt bekommen möchten. Ähnliche Begriffe sind „bestellen“, „buchen“, „mieten“.
Diese Keywords sind hoch-transaktional – und entsprechend der Kern vieler Optimierungen. So wurden etwa Titel und Meta Descriptions darauf optimiert, aber auch interne Verlinkung und vieles mehr. Websites, die hier vorne stehen, decken den Bedarf der Kundschaft direkt ab. SEO hat hier immer sehr stark direkt auf den Umsatz der Unternehmen eingezahlt.
Jetzt muss man als User diesen Begriff nicht mehr nutzen. Wenn man etwa eingibt „Ich suche nach einem Wohnmobil“ recherchiert die KI automatisch Möglichkeiten, welche Wohnmobiltypen es gibt, wie viel sie kosten und wo man sie kaufen kann – inklusive drei konkreten Plattformen, die empfohlen werden. User müssen also nicht mehr speziell schreiben, dass sie ein Wohnmobil kaufen müssen.
Gleiches gilt zum Beispiel für „Flug buchen“. Danach suchen hunderttausende User jeden Monat in Deutschland. Wer in den KI-Modus von Google eingibt „Ich will nach Mallorca fliegen“, erhält automatisch Flüge von passenden Anbietern.
Unsere Einschätzung: User werden es sich abgewöhnen, Suchphrasen wie „kaufen“ zu benutzen. Dieses Verhalten stammt aus der Vor-KI-Zeit, als man einer „dummen“ Suchmaschine sagen musste, was man genau möchte. Damit werden Millionen Keywords und die Daten dahinter verschwinden.
Vergleich-Keywords machen keinen Sinn mehr
Genau so verhält es sich auch mit „Vergleich“ Keywords. Auch hier sieht man in den Keyword-Daten, dass der Begriff „vergleich“ in zahlreichen Kategorien genutzt wird. Zum Beispiel „Tagesgeldkonto Vergleich“.
Wer aber bei ChatGPT oder im AI Mode „Ich suche ein Tagesgeldkonto“ eingibt, erhält automatisch einen Vergleich. KI-Systeme stellen immer verschiedene Möglichkeiten zusammen. Außerdem bewerten und sortieren sie die vorgestellten Produkte. ChatGPT generiert zum Beispiel häufig direkt eine Vergleichstabelle oder eine „best overall“ Empfehlung.
Dadurch fallen auch zahlreiche weitere Suchbegriffe in sich zusammen wie zum Beispiel „Beste“, „Test“, Erfahrungen“, „Anbieter“. All diese Aspekte werden in den generierten Vergleichstabellen häufig mit aufgenommen – oder im Zweifel mit einem weiteren Prompt von den Usern hinzugefügt. Hinter all diesen Suchphrasen stecken ebenfalls Millionen Varianten.
In der KI verschmelzen all diese spezifischen Suchanfragen. Deswegen wird eine KI-Recherche von den Usern auch als so effizient wahrgenommen. Im Bezug auf die SEO- und Content-Strategie sollte man sich also die Frage stellen, ob man solche Begriffe überhaupt noch bearbeitet und falls ja, auf welche Weise.
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Mit großer Zufriedenheit blicke ich auf das SEO-Projekt zurück, dass wir mit Benjamin und Fabian durchgeführt haben. Zum einen war die Zusammenarbeit auf einer sehr sympathischen, zielorientierten Ebene. Zum anderen war die Beratung so ausgerichtet, dass wir direkt mit der Umsetzung loslegen konnten. Wir haben ganz konkrete Optimierungsvorschläge bekommen, die auf unsere internen Kapazitäten abgestimmt waren und daher auch realistisch umsetzbar waren. Auch wenn erst ein paar Monate vergangen sind, können wir jetzt schon erste Früchte unserer Arbeit in den Google-Rankings sehen. Der Traffic bei den für uns relevanten Keywords nimmt stetig zu und wir haben noch genug konkrete Arbeitspakete von Benjamin in der Pipeline, mit denen wir unsere Site boosten können. Außerdem haben wir durch die Beratung intern so viel SEO-Know-how erworben, dass wir inzwischen selbständig unsere Site optimieren können. Und das Wichtigste: Die Besucherzahlen haben sich verdoppelt – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Umsatz.



















