Schlecht fürs Geschäft: Banner und Pop-ups auf Websites

Worum geht es?

Ob Werbebanner, Pop-ups, AdSense, Affiliate-Programme: Auf praktisch allen Websites findet man Störer und andere Werbe-Elemente. Das lenkt den User ab und ist schlecht für die Performance. Worauf sollte man stattdessen setzen? Darüber sprechen wir in dieser Episode.

Für wen ist die Episode interessant?

Die Episode richtet sich unter anderem an alle, die ein Blog, ein Content-Portal oder eine Website führen und mit solchen Werbe-Elementen arbeiten. Wir hinterfragen das Vorgehen kritisch und freuen uns über Feedback.

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Für unserer Hörerinnen und Hörer bieten wir kostenlose Webinare an. In den Webinaren zeigen wir, woran wir aktuell arbeiten und gehen zu unseren Themen SEO, Content usw. noch mehr in die Tiefe.

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3 Dinge, die wir gelernt haben - im Content Performance Podcast.
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Transkript

Herzlich willkommen zum Content Performance Podcast mit Fabian Jaeckert und Benjamin O’Daniel. Der Online-Marketing-Podcast für Fortgeschrittene. #00:00:19-2#

B: Hi, Fabian. #00:00:19-1#

F: Hallo Benjamin. #00:00:19-7#

B: Heute reden wir über Werbe-Banner, die aus unserer Sicht echt oft schlecht fürs Geschäft sind. Aber vorab noch einen kleinen Hinweis und zwar, planen wir eine Masterclass im kommenden Jahr. Und was ist der Anlass? Es ändert sich einfach immer total viel im Bereich SEO. Und wir wollen mal in einer kleinen Runde wirklich aktuelle Themen besprechen und zeigen, wie aus unserer Sicht modernes SEO funktioniert. #00:00:48-5#

F: Ja. Also das ist natürlich nicht nur ganz auf unserem eigenen Mist gewachsen, sondern das ist natürlich auch von euch oft die Nachfrage gekommen, ja, wo kann man denn mal mit euch persönlich sprechen, wo können wir da mal ein bisschen mehr Zeit als jetzt nur in einer kleinen Email oder in einer Message miteinander verbringen und über solche Themen auch mal ein bisschen intensiver sprechen. Und da haben wir uns überlegt, dass wir das einfach mal so in die Community reinschmeissen und sagen, so, wer hat Bock, wer meldet sich an, wer kann sich das vorstellen und ja, wir freuen uns sehr darüber, wenn ihr uns das kurz in einer Email schreibt und dann melden wir uns bei euch. #00:01:24-1#

B: Genau. Einfach eine Nachricht kurz schreiben, und dann gucken wir mal, was den Termin angeht und soll auf jeden Fall eine kleine Runde sein von Leuten, die auch eben definitiv fortgeschritten sind und ja, wie wir arbeiten, halt auch das mal so in der Tiefe zu besprechen, vielleicht auch mal sich eure Seiten anzugucken und darüber zu diskutieren. Und ja, also wir haben da mega Bock drauf. Und ja, falls ihr da Interesse habt, dann schreibt uns mal und dann schauen wir mal, wie sich das so entwickelt. Gut. Jetzt sprechen wir mal über Werbe-Banner, Bannerformate bzw. die verschiedenen Formen dieser Werbemittel. #00:01:57-5#

F: Ja. #00:01:58-0#

B: Das ist ja auch eigentlich ein riesen Feld, dieses ganze Thema Werbe-Banner, oder? #00:02:02-3#

F: Ja, klar. Also das ist ja, die Anfänge des Internets sind ja Bannerwerbung wahrscheinlich gewesen. Oder die waren noch früher da als die ersten Webseiten wahrscheinlich. #00:02:11-2#

B: Und heute sieht man sie auch noch überall. #00:02:13-3#

F: Ja, und die sind auch geblieben und sind nicht mehr weggegangen, genauso wie das Internet. #00:02:16-8#

B: Also, wenn ich mit meiner persönlichen Sicht jetzt mal spreche, dann bin ich mit den Dingern immer auf Kriegsfuß gestanden. Natürlich nicht nur als Nutzer, sondern auch als Online-Marketer fand ich so dieses ganze Display-Advertising und wie das alles heißt, irgendwie fand ich das immer doof. #00:02:38-6#

F: Es sind ja aber nicht nur die klassischen Publisher, die Banner schalten, und die Nutzer drangsalieren, kommen wir gleich noch zu, sondern es gibt so viele Leute, die haben draußen ein eigenes Content-Projekt oder einen Blog zum Beispiel, der wächst und dann baut man auch noch vielleicht noch Affiliate-Links rein, ja, oder macht ein Pop-up Werbebanner. Das ist ja auch, so viele Unternehmen da draußen arbeiten mit Pop-ups. Und das würde für uns jetzt auch mal unter die Kategorie Werbe-Banner fallen. Also man sieht es wirklich überall, nicht nur bei den klassischen Publishern oder bei den Ratgeber-Portalen, sondern auch bei Unternehmen oder auch bei Unternehmern, die sozusagen als Personal Brand auftreten. Und die Frage ist, was bringt das eigentlich genau und was sind so die negativen Auswirkungen und wie blicken wir auf das Thema. Darüber gehts heute. #00:03:37-3#

B: Genau, was die Werbung insgesamt für eine Wirkung hat auf die Content Performance, auf die Performance eurer Seite. Und du hast jetzt gerade Affiliate-Links auch noch mit ins Spiel gebracht. Also es geht schon auch um Werbung als Ganzes, ne. Also ist natürlich schon ein Unterschied, ob man jetzt ein Werbe-Banner auf die Seite packt oder einen Link auf ein Angebot setzt, wofür man dann nachher eine Provision im Endeffekt bekommt. Aber es ist halt auch eine Form von Werbung und wenn man sie als solche kennzeichnet, was ja auch nicht jeder macht, dann ist auch ersichtlich, okay, hier fließt Geld, wenn ich jetzt hier irgendwas lasse. Es geht auch ein bisschen so um den Effekt, den Werbung beim User hat, den Werbung bei Google hinterlässt. Ist ja auch immer so ein Thema. Und wir wollen auch ein bisschen über die unternehmerische Komponente sprechen. Das Rheinische, was kostet es, was bringt es, so ein bisschen. Wobei der Kostenfaktor natürlich so ein bisschen auch in Richtung Seriosität geht. #00:04:30-0#

Schlechte Signale an Nutzer

F: Ja, genau. So, drei Punkte haben wir uns rausgepickt. Das erste sind die schlechten Signale an die User. Also auch, ihr wisst, wir sagen ja immer, der User stellt den Nutzer in den Mittelpunkt und wenn man sich so alles anguckt, was da draußen mit Bannern gemacht wird, dann habe ich immer das Gefühl, die Leute denken an alles, nur nicht an den User. Komischerweise, wenn man selbst, privat, durchs Internet surft, dann ist man super oft angenervt. Und umgekehrt, wenn man sozusagen als Unternehmer oder Marketing-Verantwortlicher oder sonst was sozusagen auf einer Webseite operativ arbeitet, dann drückt man seinen Nutzern echt schon einiges aufs Auge. #00:05:10-4#

B: Und selber das Auge zu ein bisschen. #00:05:13-3#

F: (lacht) Genau. Also du kommst auf eine Seite, dann kommt das Datenschutz-Pop-up. Ist ja klar, muss ja. Dann sagst du, ja, okay. Ist von mir aus okay, hier habt ihr meine Daten. Dann kommt das Werbe-Pop-up. “Ja, wollen Sie jetzt unseren neuen Newsletter abonnieren?” Und ich denke, nein, wo ist das Kreuzchen, ich will ja erstmal auf die Seite. Ja? Dann habe ich schon zwei Pop-ups/ habe ich mich schon durchgearbeitet, ja? Dann gehe ich vielleicht noch aus Versehen rechts nach oben zum Kreuz, und dann kommt direkt das Exit-Pop-up, kommt nochmal ein neues Pop-up, ja, um sozusagen, “nein, bitte bleiben Sie hier.” #00:05:43-4#

B: Noch zehn Prozent Rabatt oder nochmal eine Umfrage, “warum verlassen Sie unsere Seite wieder so schnell?”. #00:05:49-2#

F: Genau. (lacht) Und dann springt unten noch das Chat-Fenster auf, ja, mit einem lauten Bling oder sonst was, ja, um mich auch noch zu triggern. Und ich denke immer, da muss ich mich schon so durchwühlen, ja, so, ich weiß nicht, so ein bisschen, wie wenn man irgendwie in ein Geschäft geht und vorne sind erstmal so zehn Krabbeltische, ja, und man will aber eigentlich nach hinten in den Premiumbereich oder irgendwo, wo man in Ruhe sich mal was angucken kann, ja? Das ist einfach super anstrengend für jeden User. Und wir alle wissen das ja auch, wenn wir unterwegs sind. Komischerweise fällt das hinten runter, wenn man selber dafür verantwortlich ist. #00:06:28-5#

B: Du hast aber auch nur die Pop-ups angesprochen, ne? Also gerade bei den Publishern finde ich, wenn du da durch den Content scrollst, dann hast du oben noch einen Balken und unten noch einen Balken, der das einengt, weil oben die App empfohlen wird und unten so ein AdSense-Karussell noch mit drin ist und dann fährt auf der Hälfte nochmal ein Fenster, wo nochmal Werbung eingeblendet wird, auch gerade im mobilen Bereich ist das ja nochmal nerviger. Also da wird einem schon ziemlich viel zugemutet, das finde ich auch. #00:06:56-0#

F: Ja. Und dann/ Sorry, ich steige direkt nochmal tiefer ein, die Affiliates, wie blickst du auf dieses ganze Thema Affiliate-Links? #00:07:05-4#

B: Also das ist ein bisschen was anderes. Also da stehe ich jetzt nicht ganz so auf Kriegsfuß wie mit den blinkenden Bannern und so, weil die Banner, die sind für mich zu analog. Das ist für mich so das Fernsehen einfach auf Internet portiert, so mehr oder weniger. Wir haben Reichweite, also blenden wir irgendwie Werbung ein und weil man es dann noch ein bisschen besser messen kann als im Fernsehen, wird das dann als der letzte Schrei immer noch verkauft, dass man dann den tausender Kontaktpreis verkauft und sogar noch themenrelevant, in irgendwelchen Rubriken dann die Themen noch anpasst und das soll dann irgendwie eine hohe Relevanz haben, aber eigentlich nervt es alle nur. Und im Bereich Affiliate, da finde ich, weil das ja auch eher aus dem Kontext heraus ist, finde ich, es macht mehr Sinn, weil da der Kontext einfach stimmen muss. Also, wenn du Finanz-Affiliate-Links irgendwo hinsetzt, dann ist der Kontext auch oft ein Finanzkontext und dann ist es manchmal auch ein Mehrwert, dann die Produkte dann anzufeaturen und wenn man dafür dann noch was kriegt, ist es noch was anderes. Das Problem dahinter ist, dass diese Links auch oft nicht als Werbung gekennzeichnet sind. Das heißt, als User merkt man gar nicht, dass einem da hier vielleicht auch ein Produkt empfohlen wird, wofür es Provision gibt und dass andere Produkte für die es keine Provision gibt, einfach nicht empfohlen werden. Also das ist dann eher so ein, wie sagt man, kein fairer Vergleich dann in dem Sinne. #00:08:32-7#

F: Aber ich finde, klar, wenn da ein Affiliate-Link eingebaut ist, dann ist zumindest kein Pop-up Werbebanner, das ich wegkämpfen muss, aber trotzdem finde ich super oft, dass der erste Reflex ist, zumindest bei mir, aus Nutzer-Sicht, okay, der will mir jetzt was verkaufen. So. Und dann ist da ein Sternchen dran, dann hat man wenigstens ein Sternchen gemacht. Aber warum? Also warum muss man dann immer noch so viele Affiliate-Links/ zu jedem Buch wird da noch ein Affilitate-Link eingebaut. Ich finde, das hat auch negative Auswirkungen auf die Reputation. Und ein Affiliate-Link ist schnell gesetzt, aber was das dann letzten Endes beim User, da sind wir ja jetzt noch in dem Bereich, auslöst, das ist schwer zu messen und bei mir, subjektiv, muss ich sagen, zerstört das auch einfach die Reputation desjenigen, der den Affiliate-Link setzt. So. #00:09:28-7#

B: Ja, finde ich auch. Also man erträgt es im Publisher-Bereich eher noch, weil das Geschäftsmodell ist ja auch ein anderes, dass man da kostenlos vielleicht auch eine News bekommt oder einen spannenden Artikel und dann nimmt man die Werbung in Kauf, wenn man die Informationen gerne haben möchte. Das ist so ein bisschen/ finde ich, da ist dann die Reputation vielleicht nicht ganz so zerstört. Da, finde ich, geht es auch eher so in Richtung Verweildauer oder auch Absprungrate. So. Das merkt man selber ja auch. Also irgendwann ist es auch genug gewesen. Also irgendwann muss ich ehrlich sagen, wenn ich jetzt nochmal irgendwo draufklicken muss, dann breche ich ab, dann lese ich das nicht mehr zu Ende. Weil das ist dann irgendwie auch zu viel gewesen. Oder ich lese es nicht ganz bis zum Ende, weil dann wieder Störendes drüberfährt und so. Also bei den Publishern ist es eher dieser Funktionsmangel oder diese mangelnde Funktion, der durch die Werbung ausgelöst wird. Aber es gibt ja auch, wie gesagt, auch Unternehmen teilweise, die dann doch noch irgendwie AdSense bei sich auf die Seite einbauen. Also ich habe das auch manchmal bei manchen Agenturen auch gesehen, die haben dann manchmal ein bisschen Traffic zu bestimmten Bereichen in irgendeinem Ratgeber und dann schaltet man da halt nochmal AdSense ein bisschen rein oder so. Und in diesem Unternehmenskontext finde ich es schon echt grenzwertig. Weil dann überlegst du ja auch warum schaltet denn ein Unternehmen jetzt noch Werbung? #00:10:54-4#

Schlechte Signale an die Suchmaschine

F: Ja, lass später nochmal/ Das ist ja auch noch was, was wir diskutieren wollen, warum es auch so aus unternehmerischer Sicht aus unserer Perspektive irgendwie oft nicht die richtige Variante ist. Aber vorher würde ich gern noch was anderes besprechen. Also wir haben schlechte Signale an den User. Die Frage ist jetzt, ist das auch ein schlechtes Signal an Google? Also wirkt sich Banner-Werbung auch schlecht auf das/ ist das quasi was, was sich negativ auf das Ranking auswirken kann, auf die Bewertung, die sozusagen der Algorithmus bei dir macht, bei der Webseite? Wie siehst du das? #00:11:28-2#

B: Ja das ist eine Vermutung, die oft schon geäußert wurde, aber die Google auch nicht klar kommuniziert, dass zum Beispiel Webseiten, die zu viel AdSense-Werbung bei sich drauf haben, dass die auch abgewertet wurden durch Updates teilweise oder auch algorithmisch. Das ist schon oft Thema gewesen. Und was man, denke ich, schon sagen kann, ist, dass, wenn die Reputation tatsächlich stark drunter leidet und ich meine, Google kann Scripte auslesen, die können sich angucken, okay, wie viele Werbenetzwerke sind jetzt auf der Seite eingeblendet. Das ist ein Faktor, den man maschinell auswerten kann und dann liegt es nahe, dass Google das auch für seine Bewertung mit ranzieht. Zumindest, dass Google sagt, okay, auf dieser Seite sind jetzt zum Beispiel gar keine Werbungen eingeblendet. Das kann man ja auch positiv sehen, dass man sagt, okay, wenn jemand überhaupt keine Werbung einblenden muss auf seiner Seite, dann ist es auf jeden Fall schon mal ein gutes Signal, anders herum gesehen. #00:12:30-4#

F: Genau, also ist eine informationelle Suche für den User und dann hast du da eine Webseite, auf der ist keine Werbung und sind auch keine Affiliate-Links. Dann ist es ja erstmal die Wahrscheinlichkeit hoch, dass da auch wirklich die informationelle Suche irgendwie auch erfüllt wird, dass man da auch irgendwie guten Content findet und nicht direkt mit einem verkäuferischen Interesse dahinter. #00:12:57-2#

B: Genau, weil kein kommerzielles Interesse dahintersteckt. #00:12:59-6#

F: Also es ist wie immer Glaskugel. Aber es ist schon logisch. Was ich vor allen Dingen auch finde, ist, diese Banner, das sind doch auch total die krassen Performance Killer, oder? #00:13:13-6#

B: Ja, also früher war das noch schlimmer. Mittlerweile geht das einigermaßen, aber es sind halt alles Fremd-Scripte. Also jedes Banner, gerade bei den großen Publishern, wenn die da mehrere Werbenetzwerke drauf haben, die auch noch alle ihre Cookies droppen, da läuft schon eine ganz Armada an Scripten ab. Und jedes Script zusätzlich zieht einfach Ressourcen und Ladezeit, wenn die nicht unbedingt asynchron geladen werden. Also es ist besser geworden, aber es tut der Sache nicht gut. Und gerade Werbe-Banner, die einfach auch graphisch sehr ausladend sind, die ziehen natürlich Bandbreite, klar. Auf jeden Fall. Aber ich finde, was du jetzt auch nochmal gesagt hast, was so das Vertrauen angeht oder was die Werbung angeht, wir haben ja auch eine große Serie über die Quality-Rater-Guidlines gemacht. Und auch ein Quality-Rater muss ich jetzt sagen, wenn ich auf eine Seite komme und ich sehe mehrere Werbe-Banner auch als Quality-Rater würde ich sagen, okay, das ist schon mal kommerziell hier, in was für einem Umfeld bewege ich mich und wie viele Werbe-Banner sind hier und in welchem Bereich sind die? Und wenn es da Abwertungen gibt, dann ist das auch ein Faktor, den Google wahrscheinlich auch aus den Ergebnissen, die die Quality-Rater liefern auch rausfiltern könnte. Dass die sagen, okay, welche Blaupausen gibt es. Und auch da, wenn viel Werbung da ist, Seiten mit viel Werbung haben in der Regel vielleicht da nicht so eine hohe Bewertung auch von dem Quality-Rater bekommen. #00:14:49-1#

F: Ja, das ist das EAT-Modell unter anderem, das EAT-Modell. Wenn ihr mal bei uns in den alten Folgen guckt, da haben wir eine eigene Folge zu gemacht und die Episoden davor und dahinter, das sind insgesamt vier Teile, wo wir das Thema mal ein bisschen auseinander gedröselt haben. So als Tipp, wenn ihr da nochmal tiefer einsteigen wollt. #00:15:09-3#

B: Also ob eine Autorität eine EAT, Expertise, Autorität und Trust, also Vertrauen, ob eine Autorität tatsächlich Werbung schalten muss, das ist halt dann immer die Frage. Und den Trust, das Vertrauen fördert das auch nicht unbedingt. Also das hat eigentlich einen direkten Zusammenhang. #00:15:28-7#

Schlecht fürs Unternehmen

F: Das ist einfach eine logische Ableitung aus der Sicht. Jetzt haben wir die schlechten Signale an den User, die schlechten Signale an Google. Das dritte ist, dass wir finden, also ich finde das persönlich, dass das oft halt auch von der unternehmerischen Denke her irgendwie nicht das Beste ist, um es freundlich zu formulieren. Also Beispiel Google AdSense. Dann knalle ich da Google AdSense drauf und es kann mir jetzt wirklich keiner sagen, dass er mit Google AdSense zum Millionär geworden ist. Also in der Regel sind das halt immer irgendwo Kleinstbeträge und dann sind das von mir aus fünf Prozent am Gesamtumsatz oder so. Das ist ja auch okay, ich will ja auch gar nicht dagegen sagen, dass man das Geld irgendwie, weiß ich nicht, verfeuern soll oder so, aber es ist, man guckt da drauf und dann schaltet irgendeiner/ dann guckt man sich diese Werbung an und da ist ja irgendjemand, der dahinter ein Produkt hat. Und da frage ich mich schon, warum leitet man da das einfach nur durch, den Traffic? Weil die Kunden, die User, die landen ja bei einem selbst, der den Blog hat oder das Ratgeber-Portal oder sonst irgendwas. Warum leite ich dann den Traffic an andere weiter, die damit dann Geschäft machen? #00:16:48-1#

B: Es könnten ja auch meine eigenen Kunden werden. #00:16:49-9#

F: Ja, genau. Warum leite ich das/ Und wenn man sich das anguckt, WER da Werbung schaltet und was die für Produkte dahinter haben, dann kann man sich ja auch fragen, könnte ich die Produkte nicht auch anbieten? Aber selbst und nicht einfach nur als Traffic-Lieferant. Ja, weil man selbst hat ja den Kundenzugang. Die User sind ja bei einem selbst und nicht bei den Unternehmen, die da Werbung schalten. #00:17:14-7#

B: Ja, aber wie du schon sagtest, das ist schnell eingebaut und schnell mitgenommen. Und ich finde, dem gegenüber steht auch tatsächlich auch der Schaden, den man damit anrichtet und den kriegt man nicht so richtig mit. Aber jeder von uns hat ja auch ein Kerngeschäft, eine Kernleistung. Und es kann sein, dass man Schaden anrichtet an dieser Kernleistung, indem man Werbung einblendet, um nochmal einen schnellen Euro zu machen. Und dann hat man eigentlich, man kann es halt nicht richtig messen, vielleicht sogar auch auf der anderen Seite weniger Umsatz, den man macht. Aber man kriegt es nicht mit, weil sich vielleicht drei oder vier Kunden nicht melden, weil die sagen, “was ist das denn hier?” #00:18:00-4#

F: Oder wenn man AdSense hat, dann schaltet vielleicht die Konkurrenz noch Werbung (lacht) oder so. Dann geht der Nutzer halt dahin. #00:18:07-8#

B: Geht der Umsatz auch flöten. Also im Bereich und wenn man ein Ratgeber-Portal hat, das kennen wir ja selber auch, wir sind ja teilweise auch in dieser Richtung unterwegs, da muss man sich das immer erstmal gut überlegen. Aber wenn man wirklich tatsächlich ein Unternehmen ist mit einem eigenen Produkt und einem eigenen Geschäftsmodell, das sieht man ja auch selten, aber dann würde ich mir tatsächlich überlegen, ob ich wirklich Werbung auf meiner Seite mache und wenn, aber da kommen wir gleich ja in der Lösung auch noch dazu, dann natürlich sehr zielgerichtet nur und nur dann, wenn ich dafür selber natürlich auch kein Produkt selber habe. #00:18:43-5#

Das Geschäft selbst machen

F: Also ein schönes Beispiel, das können wir eigentlich auch gut hier erzählen, wir haben ja auch ein paar eigene Content-Portale, die wir sozusagen parallel zu unserem Kundengeschäft machen. Und da erinnere ich mich noch an eine schöne Situation vor Jahren (lacht) war das, glaube ich, schon, da haben wir so Vorlagen als Affiliate verkauft, oder? So war das doch. Da haben wir immer den Affiliate-Link gesetzt zu irgendeinem Vorlagenanbieter und da konnte man die Vorlage dann kaufen für, weiß ich nicht, 18 Euro und wir haben dann als Affiliate ich weiß nicht mehr wie viel bekommen. Aber erzähl du nochmal. Und dann gab es doch so eine kleine Situation, die hat uns doch ziemlich geärgert und die war im Nachhinein ziemlich produktiv. #00:19:24-2#

B: (lacht) Ja, das war echt witzig. Dann war ich per Zufall mal wieder auf der Seite, wo man sich anmelden kann bei denen, also nicht in den Statistiken, wo ich immer die Abrechnung runtergeladen habe, sondern vorne auf der Seite und dann habe ich gesehen, dass man als neuer Affiliate fünf Prozent mehr Provision bekommt, als die, die wir bekommen haben als Bestands-Affilitates sozusagen. Und da dachte ich so, ja, okay, habt ihr wahrscheinlich vergessen uns mitzuteilen, dass ihr eure Provision erhöht habt. Und dann habe ich denen eine E-Mail geschrieben. Und da meinten die, nein, das gilt nur für neue Affiliates. Dann meinte ich so, ja, da muss ich jetzt mich abmelden und die Links alle neu und dann anmelden wieder neu, um das zu bekommen? Und ich glaube, daraufhin kam irgendwie gar nichts mehr oder so. Wahrscheinlich haben sie selber irgendwie gemerkt, dass das eine komische Geschäftspolitik ist. #00:20:16-5#

F: Die haben uns mal einfach mal so locker abblitzen lassen. #00:20:19-7#

B: Genau. Die haben uns abblitzen lassen. Ich meine, und wir haben jetzt auch nicht wenig Umsatz gemacht. Also wir waren jetzt vielleicht nicht der Top-Affiliate, aber wir haben schon zu denen gehört, die auch maßgeblich Umsatz gebracht haben, und dann haben wir uns überlegt, ja, gut, dann machen wir das halt selber. Dann haben wir selber die Vorlage sozusagen nachgebaut, meiner Meinung nach, auch besser als das, was wir da durchgeleitet haben. #00:20:42-4#

F: Ich wollte gerade sagen, nachgebaut haben wir die eigentlich nicht, sondern wir haben die selbst entwickelt. #00:20:45-4#

B: Selbst besser gemacht, ja? #00:20:46-5#

F: Das war auch echt Aufwand, weil du musst ja auch erstmal jemanden finden, der dir das Knowhow dazu irgendwie mitgibt. Also das war auch eben, das war halt nicht die schnelle Mark, sondern dann haben wir halt was selbst gebaut. #00:20:59-3#

B: Ja, mit dem Ergebnis, dass wir drei Mal so viel Umsatz gemacht haben wie vorher. #00:21:02-5#

F: Ja. Weil wir dann quasi nicht mehr fünf Prozent bekommen, sondern #00:21:07-6#

B: Neunzig. #00:21:08-3#

F: neunzig Prozent oder so was und der Rest hat halt der Zahlungsabwickler bekommen als Provision. Und die User waren ja bei uns auf der Seite. Also es war im Nachhinein eigentlich/ #00:21:18-7#

B: Plus, dass die Leute natürlich in Unserer E-Mail-Liste reingelaufen sind, dass die bei UNS geblieben sind, dass wir die auch weiterhin noch mit Informationen versorgen konnten. Also die ganzen Vorteile, die man hat, wenn man selber ein Geschäftsmodell aufzieht, kam natürlich noch on top, zusätzlich zu dem, dass wir halt einfach auch viel mehr daran verdient haben. #00:21:38-4#

F: Plus, ich war auf jeden Fall der Meinung, oder bin auch immer noch der Meinung, dass wir das bessere Produkt hatten. (lacht) Also das war eigentlich sehr produktiv und dann haben wir halt gemerkt, ja, okay, das war auch ein Schritt raus aus dem Affiliate-Geschäft und hat uns damals auch ziemlich geprägt, finde ich, so. Und das ist halt bis heute einfach ein anderer Ansatz. Und ich finde, wenn man den Kundenzugang hat und die User bei einem selbst sind, das ist der große Wert. Und dann muss man halt auch gucken, was man noch daraus alles machen kann. Das ist die unternehmerische Option sozusagen, statt Banner schalten, ein eigenes Geschäft aufziehen. #00:22:17-5#

B: Sollte man sich immer überlegen. Also gerade auch Publisher oder Blogger oder Coaches oder keine Ahnung wer, wenn ihr viel mit Content arbeitet, dann habt ihr in der Regel immer auch einen eigenen Business-Ansatz dahinter, dass man ein E-Book oder einen Ratgeber oder eine Vorlage oder so was eben auch machen kann. Und in der Regel auch besser als das, was man da weiterleitet, finde ich auch. #00:22:41-4#

F: Und im Zweifel mal bei AdSense reingucken, wer da Werbung schaltet und was da für Produkte hinter sind so. Das zweite ist der User. Also ich finde, wir haben vorhin ja schon darüber geredet, die schlechten Signale an den User. Jeder kennt das aus seiner privaten Sicht. Das Problem, finde ich, ist, dass man die Gesamtwirkung so schlecht bewerten kann. Also man weiß ja nicht, was das beim User an negativen Emotionen auslöst, weil es schlicht nicht messbar ist. #00:23:14-7#

Den User im Blick haben

B: Naja, es geht. Also man kann ja schon messen mit, wie ist meine Verweildauer, wie ist meine Scroll-Tiefe mit Werbung oder ohne Werbung. Also ich finde schon, dass man das/ das sollte man auch messen. Also ich finde, erstmal sollte man messen, was bringt mir die Werbung überhaupt. Weil das ist nämlich auch oft eine Sache, die man sich dann nicht eingesteht. Dann lässt man eine Werbung, die einem vielleicht nur dreißig Euro im Monat bringt, einfach drauf und weiterlaufen, weil man die negativen Konsequenzen eben nicht so sichtbar hat. Dann sagt man, okay, dann nehme ich die dreißig Euro lieber mit, da gehe ich einmal mittags für essen, ist ja schön, nehmen wir mit. Aber dass einem dadurch vielleicht dreitausend Euro Umsatz liegenbleiben, weil die Leute das so doof finden oder weil gerade das Werbe-Banner meine Ladezeit so krass verhindert, das sieht man dann nicht. Also ich finde schon, dass man das auch gut messen kann. #00:24:07-9#

F: Ja, und das gerade bei Affiliate-Links ist das so, dann sind die irgendwie irgendwann mal verbaut worden und dann fliegen die da halt noch so rum. Und das ist halt dieses Thema Aufräumen, haben wir ja auch mehrfach darüber gesprochen. Ich weiß noch neuer Content versus alter Content ist auch so eine Folge von uns. Dann wird mal was Neues drauf gebaut und hier noch was dran gebaut, anstatt mal durchzugehen und zu sagen, wir flöhen jetzt mal aus und räumen unsere Seite auf. Gerade auch in Bezug darauf, wenn es halt wirklich eben nur so ein paar Euro, in Anführungszeichen, bringt. #00:24:43-2#

B: Ja, und dann tatsächlich auch rausnehmen. Also je globaler das eingebaut ist, desto mehr Effekt habt ihr, wenn ihr es dann auch wirklich konsequent rausnehmt, wenn es euch nichts bringt oder wenn es nur wenig bringt. #00:24:55-9#

F: Das Gleiche, finde ich, gilt im Übrigen auch für so ein Pop-up. Also auch wenn man so ein Pop-up Ding hat, ja, jetzt in meinen Newsletter eintragen, man kann das Ding auch mal einen Monat ausschalten und dann wieder einen Monat anschalten, wenn man halbwegs gleichen Traffic hat, um mal herauszufinden, was dieses Pop-up wirklich dazu beiträgt, neue Newsletter-Abonnenten zu bekommen. Vielleicht ist das halt auch nur marginal und die Newsletter-Abonnenten kommen eigentlich woanders her. Und das sind immer so, finde ich, Abwägungen. Und wenn man merkt, okay, über dieses Pop-up da kommt wirklich viel rein, okay, dann kann man ja immer noch diskutieren, ob man das in Kauf nimmt. Aber dass man das halt, wie du halt auch, vielleicht auch so was mal ordentlich mal misst und mal ordentlich ausprobiert. #00:25:45-0#

B: Ja, finde ich auch. Und das gilt für Google eigentlich/ kann man das so kopieren. Also ich finde auch, es ist zwar unklar, welche Wirkung die Werbung auf das Ranking hat, aber wenn es um User-Signale geht, um alle User-Signale, dann werden die mit Sicherheit besser, je weniger Werbung ihr auf der Seite habt. Da kann man von ausgehen. Und je mehr User-Signale Teil des Ranking-Faktors werden, desto besser ist es eigentlich, auf Werbung zu verzichten. Oder was heißt zu verzichten, das ist dann halt auch diese Abwägung, die man dann auch mit reinnehmen muss. Bin ich bereit, für diese dreißig, vierzig Euro oder halt vielleicht auch mal fünfhundert Euro oder tausend Euro das in Kauf zu nehmen, dass ich eventuell bei Google nicht mehr so gut stehe? Also das ist auch mal so eine Abwägung, finde ich. #00:26:37-5#

Die Suchintention im Blick haben

F: Und passen diese ganzen Affiliate-Links vielleicht auch mit der informationellen Suche zusammen oder halt nicht? Also ich finde, das ist echt so ein großes Paket. Also der User, Google und eben die Frage: Kann ich das Geschäft nicht einfach selbst machen? #00:26:56-5#

B: Ja, das müsst ihr euch wirklich fragen. Das finde ich auch. Dieses Informationelle, jemand möchte sich erstmal nur informieren, der möchte ja in der Regel sich noch nicht irgendwo anmelden oder irgendeinen Kredit beantragen oder ein Konto eröffnen oder weiß ich, das sind ja so die klassischen Affiliate-Sachen, die man da immer macht. Und dann trotzdem halt nur diese Angebote da zur Verfügung zu haben, als sozusagen der einzige Trichter, wo man drauf klicken kann und keine anderen Informationen, das ist eigentlich Such-Intention nicht getroffen oft. Das merkt man dann eben auch daran, dass aus dem vielen Traffic, den man hat, dann oft nur 0,5 Prozent oder so nachher auch den Antrag dann stellen, und die restlichen, für die ist es dann halt nicht das richtige Angebot gewesen. Und da wird Google mit Sicherheit auch in Zukunft noch härter dran arbeiten, dass solche Angebote nicht mehr soweit vorne stehen, bin ich mir ziemlich sicher. #00:27:46-6#

F: Ja, das ist das Thema. So sehen wir diese ganze Banner-Geschichte. Auch gerne, schreibt uns mal wieder, wie ihr das seht, was ihr so für Erfahrung gemacht habt mit dem ganzen Thema Affiliates oder Banner-Tests. Finden wir auch immer super interessant. Und ansonsten, würde ich sagen, zum Abschluss nochmal unser Hinweis auf die Masterclass. Man vergisst das ja gerne, wenn man so einen Podcast hört und dann sitzt man dann im Auto und, kennen wir ja alle, und dann ist man bei der Arbeit und fängt an zu arbeiten. Aber wenn ihr da Bock draufhabt, über aktuelle Themen mit uns gemeinsam zu reden und Projekte anzugucken, Case Studies anzugucken, all das, dann schreibt uns mal für unsere Masterclass. Und wir freuen uns auf eure Nachricht. #00:28:33-5#

B: Genau. Entweder per E-Mail, aber ihr könnt auch gerne über LinkedIn euch mit uns vernetzen und dann – Ingame hätte ich fast gesagt, Ingame-Nachricht – eine Message oder so schreiben. Ist ja eigentlich egal, über welchen Kanal, wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr euch meldet und wenn ihr da Interesse dran habt, weil dann können wir auch besser planen. #00:28:51-1#

F: Genau. Und auf unserer Webseite gibt es dazu jetzt noch nichts, aber ihr wisst ja Bescheid über unseren Podcast. #00:28:59-0#

B: Ja, du weißt ja gar nicht, wann die jetzt die Folge hören. Es kann ja auch sein, dass es in einem Jahr was gibt und guckt auf jeden Fall auf unsere Webseite, meldet euch im Newsletter an, meldet einfach euch überall an und dann macht ihr nix verkehrt. #00:29:12-5#

F: Alles klar. Machts gut und bis nächste Woche. #00:29:14-8#

B: Tschau. #00:29:15-6#

F: Tschüss. #00:29:16-5#

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