LinkedIn: Wie man seinen SSI verbessert

Der Social Selling Index (SSI) auf LinkedIn gilt als zentrales Mittel für mehr organische Reichweite.

Woraus besteht der LinkedIn SSI und wie lassen sich die einzelnen Elemente verbessern? Das erklären wir auf dieser Seite anhand eines Beispiels.

Aber wichtig ist uns auch die Diskussion: Ist es die richtige Strategie, nur auf diese Metrik zu schauen? Wie wichtig ist der SSI wirklich, wenn es darum geht, Reichweite aufzubauen?

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Drei häufige Fragen zum LinkedIn SSI

Was ist der LinkedIn SSI?

Der LinkedIn SSI ist eine Abkürzung für Social Selling Index. Der SSI ist ein Wert, der ausdrückt, wie stark ein persönliches Profil ist. Je höher der SSI, desto größer die Grundreichweite, wenn man etwas postet.

Wie kann ich meinen SSI verbessern?

Der SSI besteht aus vier Werten: Profil, Suche, Content, Netzwerk. Jeden Wert kann man einzeln verbessern. So verbessert sich der SSI insgesamt.

Wie gut ist mein LinkedIn SSI?

Wie gut der eigene LinkedIn SSI ist, hängt davon ab, wie aktiv man ist und wie gut der SSI im Vergleich zu anderen Personen in der Branche ist. Dieser Vergleichswert wird im SSI mit angegeben.

Der LinkedIn SSI – ein Beispiel

Den Social Selling Index kann jedes LinkedIn Mitglied über diesen Link einsehen (vorher anmelden). In der Grafik rechts/unten ist der Social Selling Index von Benjamin. Der SSI schwankt täglich leicht, je nachdem wir aktiv man ist. Generell gilt: Je aktiver man auf LinkedIn ist, desto höher ist auch der SSI. Die Metrik reicht von 1 bis 100. Die einzelnen Elemente erklären wir später.

Über den Elementen ganz oben steht der Vergleich zur Branche und zum persönlichen Netzwerk. In diesem Fall ist es die Marketing bzw. Online-Marketing-Branche. Ganz unten steht, dass Personen innerhalb der Branche einen durchschnittlichen SSI von 27 haben – ein üblicher Wert für Fach- und Führungskräfte, die noch nicht an Ihrem LinkedIn Profil gearbeitet haben.

Die Personen in Benjamins sind sehr aktiv auf LinkedIn, was sich daran zeigt, dass er in seinem persönlichen Netzwerk in den Top-3 steht, aber eben nicht auf Top-1. Unten rechts steht, dass die Personen in seinem Netzwerk einen Durchschnittswert von 50 haben.

Der Hintergrund: Auf LinkedIn ist Benjamin mit vielen aktiven Marketing-Managern vernetzt, aber auch mit Social-Media-Profis, B2B-Influencern, Speakern und Buchautoren.

Der LinkedIn SSI – unser Hintergrund

LinkedIn ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeit. Seit über 15 Jahren sind wir im Online-Marketing tätig und arbeiten als Berater und Sparringspartner.

Über unsere operative Arbeit sprechen wir jede Woche in unserem Online-Marketing-Podcast. Auf LinkedIn diskutieren wir mit unseren Hörerinnen und Hörern über die Themen. Wir haben einen Fachpodcast, der vor allem von Unternehmern, Führungskräften und Marketing-Professionals gehört wird.

In unserem LinkedIn Workshop erklären wir, wie LinkedIn im Detail funktioniert, teilen unsere Erfahrungen und entwickeln Content-Strategien.

Fabian Jaeckert (links) und Benjamin O’Daniel bei einem Vortrag auf einem Barcamp. Wir kombinieren zwei Perspektiven: Die Welt der Algorithmen und Tools – und alle Fragen rund um Content.

LinkedIn SSI: Das bedeuten die vier Elemente

Bei jedem einzelnen Element ist ein Fragezeichen hinterlegt. Dort erklärt LinkedIn kurz worum es geht. Vereinfacht gesagt sind es folgende vier Bereiche, um die man sich kümmern muss:

  • Das eigene Profil – mit möglichst vielen Informationen.
  • Die LinkedIn Tools nutzen – vor allem den kostenpflichtigen Sales Navigator.
  • Content teilen – durch eigene Beiträge und Interaktion.
  • Beziehungen aufbauen – das eigene Netzwerk vergrößern durch mehr Kontakte.

Alle vier Elemente oder Parameter ändern sich laufend. Wenn man beispielsweise viel Content teilt, steigt der dritte Wert. Wenn man ein sehr großes Netzwerk hat (über 1.000 Kontakte) ist der vierte Balken „auf Anschlag“ voll.

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So kann man seinen LinkedIn SSI verbessern

Man kann bei allen Elementen seinen SSI verbessern. Die Frage ist allerdings, mit welchen Methoden. Hier gibt es verschiedene Ansätze oder Philosophien.

Der anspruchsvollste Wert ist das Content-Element. Nämlich mit interessanten Updates Interesse wecken. Hier benötigt man eine Content-Strategie für die aktive Person, eingebettet in die Unternehmensziele.

Das Element „Beziehungen aufbauen“ sieht auf den ersten Blick einfach aus. Je mehr Kontakte man hat, desto größer der Wert. Das führt allerdings dazu, dass viele auf LinkedIn auf Teufel komm raus jeden hinzufügen, um den Wert zu verbessern. Und tatsächlich ist der letzte Balken dann auf Anschlag.

Allerdings sind im Netzwerk dann vor allem Personen, mit denen man im Grunde keine Beziehung hat. Sie interagieren nicht mit den Updates, die man postet. Man hat salopp gesagt eine Menge „Karteileichen“ im Netzwerk.

Wir dagegen vernetzen uns vor allem mit unseren Podcast-Hörerinnen und Hörern, die sich für unsere Inhalte interessieren. Die Folge: Auf unsere Status-Updates gibt es viel Engagement und damit auch hohe Reichweiten.

So relevant ist der LinkedIn SSI wirklich

Ein hoher SSI sorgt dafür, dass man eine Basis-Reichweite zu Beginn auf seinen Postings hat. Der Beitrag wird also zu Beginn an eine größere Gruppe ausgespielt.

Allerdings muss diese Gruppe auch mit dem Beitrag interagieren. Erst danach wird der Beitrag auch richtig „ausgerollt“ und erhält richtig viel Reichweite.

Ein Beispiel: Ein Beitrag wird zu Beginn an einige hundert Personen ausgespielt. Diese reagieren auf den Post – durch Likes, Kommentare oder Shares – und der Algorithmus „dreht auf“.

Entscheidend ist also letztlich die Qualität der einzelnen Status Updates. Hier braucht man Ideen, eine Planung und einen Content-Prozess. Nicht jeder Beitrag fliegt. Aber mit der Zeit sammelt man Erfahrungen und versteht, welche Beiträge im eigenen Netzwerk funktionieren und welche nicht. Genau diese Erfahrungen geben wir auch in unserem LinkedIn Workshop weiter.

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