Linkaufbau: Strategien für richtig gute Links

Links sind und bleiben ein wichtiger Faktor, um in Suchmaschinen vorne zu stehen. Aber wie baue ich Links auf? Und zwar wirkungsvolle Links, die nicht kopierbar sind? Darum geht es beim Linkaufbau.

Doch bevor wir dazu kommen, müssen wir einige Dinge klären. Denn im Linkaufbau herrschen viele graue Methoden vor, die klar gegen Google Richtlinien verstoßen – und die wir ablehnen. Aus guten Gründen. Zudem hat sich Googles Algorithmus deutlich verändert.

Linkaufbau: So war es früher – und oft auch noch heute

Links kaufen

Der gängige Weg in der Suchmaschinenoptimierung war und ist häufig noch, Links unter der Hand zu kaufen und zu verkaufen. Webseitenbetreiber setzen gegen eine einmalige Zahlung einen sogenannten Do-Follow-Link. Oft geht es um einige hundert Euro pro Link, je nach Qualität der Website des Link-Verkäufers oder Maklers.

Link mieten

Eine weitere übliche Methode ist die Linkmiete. Hier wird ein monatlicher Betrag abgebucht für die gesetzten Links. Für den Mieter entstehen dauerhafte Kosten. Gleichzeitig steht er in einer dauerhaften Abhängigkeit zu seinem Dienstleister. Zumal oft nicht bekannt ist, welche Links genau gesetzt worden sind. Die echte Abhängigkeit ist kaum zu ermitteln.

Links tauschen

Eine Gegenleistung für einen Link kann auch einfach ein Link zurück sein. Zu diesem Zweck wurden früher ganze Netzwerke an Webseiten aufgebaut, nur zu dem Zweck, einen Link im Gegenzug zurückzusetzen. Auch wenn hier kein Geld fließt, ist es doch trotzdem eine bewusste Manipulation der Suchmaschinen.

“Wenn Sie möchten, können wir uns im Gegenzug verlinken” – eine klassische Linktausch-Anfrage

Die Ursachen für manipulativen Linkaufbau

Fehlende Alternativen

Häufig fehlt es Unternehmen, die Links kaufen, schlicht an alternativen Konzepten. Neue Methoden sind nicht bekannt. Oder man scheut den Aufwand davor. Das liegt auch daran, dass organischer Linkaufbau komplett anders läuft. Er ist deutlich aufwendiger. Und man braucht die richtigen kreativen Ideen.

Hoher Wettbewerbsdruck

Auch das ist häufig der Fall: Man weiß, dass man gegen Google Richtlinien verstößt und dass das Risiko hoch oder gar existenziell ist. Trotzdem wird es gemacht. Weil der Wettbewerber es macht – und damit kurzfristig Erfolg hat. Der verantwortliche SEO oder die Geschäftsführung stehen unter Druck und handeln aus der Not heraus.

Garantierte Ergebnisse

Auch das gehört dazu: Wer Links eingekauft hat, der hat garantierte Ergebnisse erhalten. Ein gesetzter Link ist sichtbar, kontrollierbar und messbar. Der Einkaufsprozess ist überschaubar komplex. Die Methode ist auf den ersten Blick skalierbar. Zudem gibt es Dienstleister dafür auf dem Markt mit eigenen Link-Netzwerken.

Das sind die Risiken der grauen Methoden

Rankingverlust und Abstrafung

Linkaufbau mit solchen grauen Methoden waren in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Manche ist er es noch heute. Allerdings bekämpft Google seit dem “Penguin Update” 2012 massiv solche unechten Verlinkungen. Frühere Linkverkäufer und Linkkäufer wurden massiv abgestraft. Linknetzwerke wurden ausgehebelt. Die Folgen: Über eine Neujustierung des Algorithmus haben Unternehmen einen großen Rankingverlust erlitten. Oder sie wurden manuell abgestraft per Brief in der Search Console.

Existenzielle unternehmerische Gefahr

Die Folge einer Abstrafung: Ein deutlicher Ranking- und Traffic-Verlust. Zwar besteht die Möglichkeit aus einem Google Penalty wieder herauszukommen. Dafür müssen allerdings die unechten Links abgebaut werden – ein Link Detox. Anschließend müssen auf organischem Wege Links aufgebaut werden. Ein kompletter Kulturwandel, den fast kein Unternehmen schafft. Die Folge ist oftmals das Ende des Unternehmens, wenn es kein Markenunternehmen ist oder andere große Marketing-Kanäle aufgebaut hat.

Im Rahmen des “Penguin-Updates” strafte Google Webseiten ab, die unnatürliche Links aufgebaut haben.

Die zwei SEO-Welten: Schlauer als Google oder nicht?

Ja, schlauer

Ein Teil der SEO-Branche vertritt die Meinung, dass es Sinn und Zweck von Suchmaschinenoptimierung ist, mit grauen Methoden zu manipulieren und den Algorithmus auszutricksen. Hier werden immer neue Maßnahmen diskutiert. Früher waren es eingekaufte Links. Derzeit etwa der Einkauf von Klicks, die sogenannte CTR-Manipulation. Viele SEO-Dienstleister bieten bis heute entsprechende Maßnahmen an.

Nein, nicht schlauer

Wir vertreten die Position, dass der Betreiber einer Suchmaschine mehr Kompetenzen und Ressourcen zur Verfügung hat als ein einzelnes Unternehmen. Deswegen haben wir uns vor langer Zeit entschieden, mit Google zu arbeiten – und nicht gegen den Konzern. Google will, dass das beste Ergebnis vorne steht. Wie können wir dazu beitragen, eine Top-Position zu verdienen? Indem wir Inhalte erstellen, die es verdienen, freiwillig verlinkt zu werden.

Tipp: So diskutiert die Branche darüber

Die Diskussion um den Linkaufbau ist so alt wie die SEO-Branche selbst. Noch heute haben namhafte Vertreter der Branche unterschiedliche Meinungen dazu. Lesen Sie dazu auch die Diskussion auf LinkedIn, die wir geführt haben.

https://www.linkedin.com/posts/fabianjaeckert_seo-linkbuilding-onlinemarketing-activity-6622761227795877888-WM-Q

Organischer Linkaufbau: Neue Denkansätze

Hero Content

Unternehmen entwickeln viel guten Content. Zum Beispiel Hilfreiche Tipps, Informative Texte, Blog-Artikel, Videos. Dieser Content ist wichtig. Um aber Links zu generieren bedarf es mehr. Hier geht es darum, herausragenden Content zu entwickeln. Dies wird auch oft “Hero Content” genannt. Möglichst Inhalte, die es so innerhalb der Branche nicht gibt. Hierfür braucht man einen komplett anderen Blickwinkel, der weit über das eigene Unternehmen herausragt: Was wäre eine große Hilfe, eine Inspiration oder Unterhaltung für unsere Besucher, unsere Kunden?

Content Marketing

Es gibt zwei Wege, solchen herausragenden, verlinkungswürdigen Content zu entwickeln. Zum einen über Content Marketing-Kampagnen, also in sich abgeschlossene Projekte. Oder über dauerhaftes Content Marketing, etwa auf der Website (z.Bsp. Tools, Ebooks), durch einen eigenen Video-Channel, einen Podcast oder andere Medien, die dauerhaft Inhalte zur Verfügung stellen. Ein “One Shot” ist auf den ersten Blick attraktiver. Bleibt der Erfolg allerdings aus, ist die Enttäuschung groß. Für Content Marketing bedarf es einen langen Atem.

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