„Wo kann ich als Marke auf externen Plattformen stattfinden?“ Darüber sprechen wir mit Matthäus Michalik. Denn KI-Systeme greifen oft auf externe Quellen aus dem Internet zurück. Welche Quellen sind das und welche Möglichkeiten haben Unternehmen, darauf Einfluss zu nehmen?
Matthäus ist eine feste Größe in der SEO-Branche und beschäftigt sich intensiv mit Generative Engine Optimization (GEO). Die Quellen-Optimierung ist ein neues Schnittstellen-Thema zwischen Offpage SEO, Digitaler PR, Affiliate Marketing und eigenem Content-Marketing.
“Es gibt ja diese Stimmen, die sagen, dass GEO am Ende nur SEO ist – nur neu verpackt. Aber wir sehen hier starke Unterschiede”, sagt er gleich zu Beginn. Von dort aus sprechen wir über die Source Optimierung, aber auch über Prompt Research, die Tool-Landschaft, organisatorische Herausforderungen und vieles mehr.
Unser Gast: Matthäus Michalik
Matthäus Michalik ist Co-Founder und Geschäftsführer von Claneo. Die Online-Marketing-Agentur hat rund 80 Mitarbeiter und ihren Sitz in Berlin. Matthäus ist seit vielen Jahren Speaker auf SEO-Konferenzen. Wer mit ihm spricht, merkt sofort: Matthäus brennt für seine Themen und den KI-Wandel. Mit seinem Team setzt er selbst Tests auf und spricht auf Konferenzen unter anderem über erfolgreiche Digitale PR-Kampagnen.
Claneo gehört zu den Agenturen, die offen in das neue Feld der KI-Optimierung gehen – obwohl noch so viel unklar ist. Keine Selbstverständlichkeit, denn in der Branche betrachten viele erfahrene SEO-KollegInnen das neue Feld der Generative Engine Optimization als Hype.

Offpage SEO vs. KI Quellen Optimierung
Welche Quellen werden von KI-Systemen genutzt?
KI-Systeme ziehen sehr unterschiedliche Quellen im Grounding heran. Hierzu zählen:
- Journalistische Artikel von Medien
- Vergleichsportale und Infoportale
- Affiliate-Artikel von Blogs und Publishern
- YouTube Kanäle von Creator*innen und Publishern
- Foren-Diskussionen auf Reddit
- LinkedIn Artikel und Postings
- Bewertungsplattformen wie Trustpilot
Jedes Unternehmen und jedes Projekt hat hier sein ganz eigenes Profil. In einem AI Monitoring wird die individuelle Zusammensetzung systematisch erfasst und analysiert. Allgemeine Empfehlungen wie „Ihr müsst mehr Reddit machen“ taugen nichts. Es geht darum, eine passgenaue Strategie zu entwickeln.
Die anschließenden Maßnahmen sind eine Schnittstellen-Disziplin zwischen PR, Media, SEO, Social. Wer sich darum kümmern soll, ist oft unklar. Die organisatorischen Herausforderungen haben wir hier besprochen: „Wer kümmert sich um KI-Quellen?“
Ein verwandter Ansatz ist es, selbst für neue Quellen bzw. Zitierungen zu sorgen durch Digitale PR. Das können zum Beispiel eigene Umfragen und Studien sein, zu denen man Presssemitteilungen versendet. Das wiederum führt im Erfolgsfall zu Nennungen in den Medien. Die Kontakte, die man knüpft, sind komplementär zu denen, die man für die KI-Quellen-Optimierung braucht. Denn KI-Systeme zapfen oft Websites von Branchenmedien an. YouTube, Reddit und LinkedIn wiederum fallen eher in die Kategorie Social Media.
In diesem Academy Workshop haben wir eine Stunde lang ein konkretes Beispiel aus dem B2B-Bereich analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Daten-Probleme der neuen AI Monitoring Tools
Im Interview besprechen wir, Fabian Jaeckert und Benjamin O’Daniel, mit Matthäus Michalik viele weitere relevante Aspekte von GEO (Generative Engine Optimization). Ein wichtiger Punkt: Die Daten-Probleme der neuen AI Monitoring Tools.
Vereinfacht gesagt: Die Tools fragen die Prompts in ChatGPT ab und lesen die Antwort aus. Doch ChatGPT lässt sich von den externen Tools nicht einfach „auslesen“. Nach mehreren Abfragen gibt es ein Downgrade. Dann springt ChatGPT auf eine Basisversion zurück (4.o). In dieser Basisversion wird nicht mehr gegroundet, also keine Quellen mehr ausgegeben. Auch werden häufig keine Marken mehr empfohlen. Stattdessen gibt es nur eine kurze Antwort oder Gegenfragen. Diese unbrauchbaren KI-Antworten werden allerdings von den Tools wiederum ausgelesen und ins Monitoring automatisch eingespeist.
Die wichtigste KI-Plattform der Welt wird nur rudimentär ausgelesen. Das bildet nur begrenzt die Realität ab. Denn viele User sind eingeloggt und erhalten alleine darüber bereits bessere Ergebnisse der neueren Modelle. In den AI Monitoring Tools gibt es eine Schieflage in den Quellen. Perplexity ist etwa viel prominenter in den Quellen, als im Marktanteil der Nutzer.
Lesetipp: LinkedIn Posting von Matthäus und die Diskussion dazu in den Kommentaren
Weitere Themen, über die wir sprechen:
- Wie kann man kosteneffizient Prompts überwachen?
- Welche Rolle spielt Content Freshness für KI-Zitierungen?
- Welche Relevanz haben Advertorials für die Zukunft in der KI-Sichtbarkeit?
- Ist der „beste“-Ansatz dauerhaft valide?
- Was sind die Schwachpunkte aktueller Studien?
- Welche Erfolge haben Gray Hat Methoden wie Prompt Injection?
Kostenloses GEO Online-Training
- Aktuelle Entwicklung in KI Sichtbarkeit
- Von SEO zu GEO
- Wie du für KI-Systeme optimierst
Unsere Gespräche mit SEO- und GEO-Profis
Vertiefe dein GEO-Wissen: Jeden Montag per Mail
Wir beraten Marketing-Verantwortliche in SEO & GEO
Für alle, die einen SEO-Sparringspartner suchen oder eine umfassende SEO-Beratung benötigen, sind Fabian und Benjamin die perfekte Wahl. Als Inhouse-SEO-Expertin suchte ich nach kompetenter Unterstützung in Sachen SEO und wurde bei ihnen fündig. In einem äußerst angenehmen Kennenlerngespräch entwickelten wir gemeinsam ein Vorgehen, um das Thema SEO bei den einzelnen Stakeholdern zu etablieren und dadurch mehr interne Sichtbarkeit für das Thema zu gewinnen. Basierend auf diesem Erstgespräch und einem gemeinsamen Kick-Off mit den Stakeholdern wurde von den beiden eine fundierte SEO- und Content-Strategie für einen Produktbereich entwickelt. Seitdem begleiten mich beide als Sparringspartner bei der Umsetzung.
Die Zusammenarbeit mit Fabian und Benjamin bereitet mir und allen Projektbeteiligten große Freude, da sie ihr Handwerk verstehen und eine immense Leidenschaft für SEO mitbringen. Diese Kombination ist ansteckend und motiviert alle zu Höchstleistungen.
Mit großer Zufriedenheit blicke ich auf das SEO-Projekt zurück, dass wir mit Benjamin und Fabian durchgeführt haben. Zum einen war die Zusammenarbeit auf einer sehr sympathischen, zielorientierten Ebene. Zum anderen war die Beratung so ausgerichtet, dass wir direkt mit der Umsetzung loslegen konnten. Wir haben ganz konkrete Optimierungsvorschläge bekommen, die auf unsere internen Kapazitäten abgestimmt waren und daher auch realistisch umsetzbar waren. Auch wenn erst ein paar Monate vergangen sind, können wir jetzt schon erste Früchte unserer Arbeit in den Google-Rankings sehen. Der Traffic bei den für uns relevanten Keywords nimmt stetig zu und wir haben noch genug konkrete Arbeitspakete von Benjamin in der Pipeline, mit denen wir unsere Site boosten können. Außerdem haben wir durch die Beratung intern so viel SEO-Know-how erworben, dass wir inzwischen selbständig unsere Site optimieren können. Und das Wichtigste: Die Besucherzahlen haben sich verdoppelt – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Umsatz.


















