GEO & LLMO KPIs: Wie misst du deinen Erfolg in der KI-Sichtbarkeit?

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Viele Unternehmen wollen, dass ihre Produkte in KI-Systemen wie ChatGPT, Copilot und Gemini empfohlen werden. Und zwar, wenn ihre Zielgruppe danach sucht. Aber wie misst man die Arbeit an einer solchen KI-Optimierung, die GEO (Generative Engine Optimization) oder LLMO (Large Language Model Optimization) genannt wird? Was sind die konkreten Ziele?

Darüber sprechen wir in dieser Folge unseres Content Performance Podcast. Wie immer stehen wir zwischen zwei Welten: Alte SEO-KPIs funktionieren aus unserer Sicht immer schlechter. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsfelder – und es stellt sich die Frage, welche neuen GEO- und LLMO-KPIs man für seine Arbeit anwenden kann.

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Zentrale SEO Kennzahlen machen keinen Sinn mehr

Rankings

Auf immer mehr Keywords sind die AI Overviews eingeblendet. Heißt: Egal auf welcher Position man steht: Davor eine KI-Antwort. Die User müssen in der Regel nicht mehr klicken. Ranking-Positionen zu tracken und daran seinen Erfolg zu messen, wird aus unserer Sicht bald der Vergangenheit angehören. Derzeit sind wir in einer Zwischenphase: Auf transaktionalen Keywords sind zum Beispiel oft keine KI-Integrationen. Hier macht ein Ranking Monitoring aktuell noch Sinn. Ähnlich die Video-Integration, Rezepte oder News, die für viel Traffic sorgen.

Klicks

Auch hier sind wir in einer Zwischenphase: Bei allen unseren Kunden und auch bei uns selbst ist Google nach wie vor der größte Traffic-Kanal. Allerdings sehen wir quer durch zahlreiche Branchen und Projekte, dass die Klicks zurückgehen. Auch hier sind die AI Overviews wieder der zentrale Grund. Sobald Google auch in Deutschland den AI Mode ausrollen wird, werden auch die Klicks weiter zurückgehen. Unternehmen müssen sich jetzt fragen, wie sich in Zukunft sichtbar sein wollen – durch neue Frameworks oder durch Sichtbarkeit in KI-Systemen (GEO / LLMO).

Impressions

In der SEO-Branche wird auch diskutiert, auf Impressions als neue Metrik oder KPI zu gehen. Also eine schlichte Einblendung in den Suchergebnissen, die in der Google Search Console ausgezeichnet wird. Wir bezweifeln, dass sich dies durchsetzen wird. Die Google Suchergebnisse sind komplett überladen, mit Werbung, Integrationen, KI-Antwort. In den organischen Treffern tummeln sich Publisher, Vergleicher und Marken. Eine Platzierung irgendwo auf dieser Fläche hat nur eine extrem geringe Werbewirkung.

GEO / LLMO KPI: Brand Mention

Wann und wie werden Marken oder bestimmte Produkte in ChatGPT aktiv empfohlen? Das ist aus unserer Sicht die entscheidende Metrik. Eine solche KI-Empfehlung ist extrem viel wert: Das KI-System stellt in der Regel maximal 5 Produkte aktiv vor – und bewertet diese Produkte auch. Es ist also ein individueller Kaufratgeber. Komplett werbefrei und ohne andere Elemente, die ablenken.

Um die Brand Mentions zu überwachen, kommt es auf die richtige Prompt-Systematik an. Hier arbeiten wir teils mit eigenen Tools, die wir entwickeln und mit neuen GEO Monitoring-Tools, die auf den Markt kommen.

Um es klar zu sagen: Es gibt keine valide Datenbasis zu Prompts. Auch drei Jahre nach dem Start von ChatGPT ist völlig unbekannt, wie User diese Systeme nutzen (siehe LinkedIn Posting von Fabian Jaeckert zu Prompts und GEO Analysen). Aber auch ohne Prompt-Daten befinden wir uns nicht im Blindflug. Es geht aus unserer Sicht darum, grundsätzliche Muster in einer KI Customer Journey zu erkennen – und darauf weiter zu arbeiten.

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Video: Prompt Systematik für Brand Mention Analyse

GEO / LLMO KPI: Industry Ranking

Aus einem solchen GEO Brand Monitoring entsteht ein belastbares „Industry Ranking“. Ein klarer Wettbewerbsvergleich. Hier werden die Marken angezeigt, die auf den überwachten Prompts angezeigt und empfohlen werden. Hieraus lassen sich aus unserer Sicht Ziele definieren. Wenn man etwa in dem Prompt-Set kein einziges Mal empfohlen wird oder auf den hinteren Rängen ist, können wir daraus Schlüsse und Maßnahmen entwickeln, um das Industry Ranking zu verbessern.

Die GEO Monitoring Tools sind hier auch noch mitten in der Entwicklung. Das sieht man etwa am „Sentiment“. KI-Systeme bewerten in ihren Antworten täglich Produkte. In der Software-Welt sieht das zum Beispiel so aus: “intuitiv, umfassend, praktisch” oder “sperrig, aufwendig, komplex”.

Die Brand Mention, also Nennung, alleine bringt noch nichts. Sie muss auch gut sein.  Sonst fällt man beim User möglicherweise durch – bevor er das erste Mal auf der Website war. Die neuen Tools zeigen das Sentiment nur im Durchschnitt an.

Hier kann man in Zukunft bald tiefer einsteigen: Welche positiven und negativen Aspekte tauchen wie oft auf? Sind es allgemeine Bewertungen oder ist es eine Kritik an bestimmten Funktionen? Auf welche Grundlagen für die Bewertung stützen sich die KI-Systeme?

GEO / LLMO KPI: Klicks aus KI-Systemen

Auch die Klicks aus den KI-Systemen sollte man überwachen und auswerten. Allerdings sollte hier klar sein: Es kommen deutlich weniger Klicks zustande als bei Google. Das Beispiel hier stammt aus unserer eigenen Webanalyse. ChatGPT ist als Quelle bei uns auf Platz 12.

ChatGPT hat allerdings auch erst rund 40 Millionen aktive Nutzer in der EU (Quelle, Zahl im vorletzten Absatz), also eine Marktdurchdringung von rund 10 Prozent. Aber selbst mit 100 Prozent Marktdurchdringung würden wir auf rund 1.800 Klicks kommen – weit davon entfernt, was uns Google bringt (hier eine Übersicht über unsere Traffic-Quellen, LinkedIn Beitrag von Benjamin O’Daniel).

Auf der anderen Seite sind die Klicks sehr wertvoll. Man kann davon ausgehen, dass die User einen Großteil ihrer Customer Journey in ChatGPT und anderen Systemen haben – und im Rahmen der Kaufentscheidung dann eine Website besuchen.

Letztlich ist das aber auch nur wieder ein „Status-Quo“. In Zukunft ist es auch möglich, dass Käufe über KI-Agenten stattfinden und die User auch dafür gar nicht mehr selbst eine Website besuchen müssen. Dann wäre die KPI „AI Agentic Clicks“.

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Wir beraten Marketing-Verantwortliche in SEO und GEO

Für alle, die einen SEO-Sparringspartner suchen oder eine umfassende SEO-Beratung benötigen, sind Fabian und Benjamin die perfekte Wahl. Als Inhouse-SEO-Expertin suchte ich nach kompetenter Unterstützung in Sachen SEO und wurde bei ihnen fündig. In einem äußerst angenehmen Kennenlerngespräch entwickelten wir gemeinsam ein Vorgehen, um das Thema SEO bei den einzelnen Stakeholdern zu etablieren und dadurch mehr interne Sichtbarkeit für das Thema zu gewinnen. Basierend auf diesem Erstgespräch und einem gemeinsamen Kick-Off mit den Stakeholdern wurde von den beiden eine fundierte SEO- und Content-Strategie für einen Produktbereich entwickelt. Seitdem begleiten mich beide als Sparringspartner bei der Umsetzung.

Die Zusammenarbeit mit Fabian und Benjamin bereitet mir und allen Projektbeteiligten große Freude, da sie ihr Handwerk verstehen und eine immense Leidenschaft für SEO mitbringen. Diese Kombination ist ansteckend und motiviert alle zu Höchstleistungen.

Regina Biskop
Search Engine Optimization Expert, Deutsche Kreditbank AG

Mit großer Zufriedenheit blicke ich auf das SEO-Projekt zurück, dass wir mit Benjamin und Fabian durchgeführt haben. Zum einen war die Zusammenarbeit auf einer sehr sympathischen, zielorientierten Ebene. Zum anderen war die Beratung so ausgerichtet, dass wir direkt mit der Umsetzung loslegen konnten. Wir haben ganz konkrete Optimierungsvorschläge bekommen, die auf unsere internen Kapazitäten abgestimmt waren und daher auch realistisch umsetzbar waren. Auch wenn erst ein paar Monate vergangen sind, können wir jetzt schon erste Früchte unserer Arbeit in den Google-Rankings sehen. Der Traffic bei den für uns relevanten Keywords nimmt stetig zu und wir haben noch genug konkrete Arbeitspakete von Benjamin in der Pipeline, mit denen wir unsere Site boosten können. Außerdem haben wir durch die Beratung intern so viel SEO-Know-how erworben, dass wir inzwischen selbständig unsere Site optimieren können. Und das Wichtigste: Die Besucherzahlen haben sich verdoppelt – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Umsatz.

Mark Mauderer
Digital Marketing Manager, Bierbaum Proenen

Unsere Gespräche mit SEO- und GEO-Profis aus der Branche

Neu in unserer GEO & LLMO Academy

Content-Assistent mit CustomGPT erstellen

Willst du deinen Content mit KI automatisieren? Dieses Versprechen liest man überall. Aber wer professionell Content erstellt, der weiß: So einfach ist es nicht. Denn oft ist der KI-Output sehr allgemein, generisch und letztlich unpassend für das Unternehmen. Unsere Antwort darauf: Entwickle ein CustomGPT und erziehe es. Oder technisch gesprochen: Kümmere dich um die Content Konfiguration. Wie? Das zeigen wir in diesem Academy Workshop. Wir selbst haben einen “Podcast To Article” Assistenten, mit dem wir aus unserem Podcast Magazin-Beiträge produzieren.

Prompt-Recherche: Der systematische Prozess

In diesem Workshop zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du relevante Prompts systematisch findest, welche Fehler bei der Prompt-Auswahl passieren und wie du aus dem Prompt-Monitoring To-Dos ableitest. Es ist ein universeller Ansatz, der für alle Unternehmen gilt: B2C oder B2B, Produkte oder Dienstleistungen, international oder vor Ort.

SEO & GEO für Solopreneure

Innovative Solo-Selbstständige denken unternehmerisch und verfügen über tiefes Expertenwissen – doch gerade für neue, ungewöhnliche Angebote fehlen oft passende Keywords. Auch KI-Systeme greifen meist nur auf Bekanntes zurück. In diesem Workshop zeigen wir an einem realen Beispiel eines Mitglieds, welche Chancen Solo-Unternehmer*innen in SEO und GEO haben und wie sie darüber neue Kunden gewinnen können. Wir bauen eine Brücke von klassischer Google-Optimierung zu modernen KI-Systemen – von Keyword-Strategien bis zu konkreten Content-Maßnahmen.

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