Landingpages für Software-Unternehmen: Interview mit Thomas Kemp

Für Software zu werben ist eine Kunst für sich. Die Produkte sind komplex, haben oft sehr spezifische Zielgruppen – und sind rein digital.

Kein Wunder, dass in der SaaS-Branche die Themen Content-Marketing und SEO hoch aufgehängt werden. Zumal die Klickpreise in Werbesystemen wie Google Ads seit Jahren immer weiter steigen.

Was sind die Hebel im Content? Speziell auf der Startseite und Landingpages? Wann und wie spielt SEO eine Rolle? Darüber sprechen wir mit Thomas Kemp, erfahrener Copywriter, der auf die SaaS Branche spezialisiert ist. Von der Headline über Produktbilder bis zum richtigen Call-To-Action – das Ganze an Beispielen.

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Unser Gast: Thomas Kemp

Thomas Kemp ist spezialisiert auf Copywriting für Software-Unternehmen.

An der RWTH Aachen hat Thomas technische Kommunikation studiert. Anschließend war er lange Zeit Redakteur bei einem Online-Unternehmer-Portal. Schließlich hat er sich immer mehr auf die Software-Branche fokussiert.

“Die Branche arbeitet agil und ergebnisorientiert. Außerdem sind die Produkte oft komplex und erklärungsbedürftig – beides liegt mir”, sagt Thomas im Interview.

Seine Kunden sind teilweise Ausgründungen aus der Wissenschaft, aber auch reine Tech-Startups oder organisatorisch abgekapselte Beiboote von Konzernen.

3 Herausforderungen für die Landingpages

Welche Features haben Priorität?

Software-Produkte haben in der Regel eine ganze Reihe von Features. Nicht ohne Grund werben viele SaaS-Anbieter damit, dass sie eine “All-in-One”-Lösung haben. Was auf den ersten Blick attraktiv klingt, ist fürs Copywriting extrem herausfordernd. Denn nicht alle Features sind gleich viel wert. Es gilt herauszufinden, welche Features für am meisten bzw. die hochwertigsten Conversions sorgen. Dafür muss man priorisieren – und das Ganze in eine verständliche, attraktive Texte und grafische Elemente gießen.

Wie zeigen wir das Produkt?

Sehr viele Software-Unternehmen arbeiten immer noch mit allgemeinen Illustrationen oder Portrait-Fotos ihrer Wunschkunden. Dabei zeigen alle Erfahrungen aus der Branche: Was verkauft, ist das Produkt. Es geht also darum, die Software zu zeigen – und zwar möglichst groß und im echten Einsatz. Die User wollen kein Überraschungsei. Erst im Demo-Call die Software zu zeigen ist zu spät – dann hat man vorne schon zu viele verloren, die sich gar nicht erst gemeldet haben. Ein Aspekt, den wir auch in unserer Folge zu strategisches Bilder-SEO angesprochen haben.

Wie können wir konkret werden?

Eine weitere Schwäche: Weil viele SaaS Produkte ganz verschiedene Nutzungsszenarien wird sich in den Überschriften auf Allgemeinplätze zurückgezogen. So werben zum Beispiel viele Anbieter damit, eine “Digitalisierungssoftware” zu sein. Oder eine Lösung “für den Mittelstand” zu sein, worunter mehr oder weniger alle Unternehmen fallen. Besser ist es laut Thomas, konkrete Branchen zu nennen – und auch hier wieder Prioritäten zu setzen. Weil sich dann genau die Zielkunden aus dieser Branche melden. Sie fühlen sich direkt klar angesprochen.

Hier spielt SEO eine Rolle – Beispiel

Im Podcast-Interview sprechen wir über eine Reihe von Beispielen. Nicht um einzelne Unternehmen zu kritisieren oder hervorzuheben, sondern um die Probleme zu erklären.

Ein Beispiel davon, das Thomas spontan nennt, ist Stackfield. Das Projektmanagement-Tool hat eine Spezialisierung auf Unternehmen mit sensiblen Daten. Auf der Startseite wird sehr viel richtig gut gemacht: Von der Headline, die den USP herausstellt über die Sub-Headline, die konkrete Branchen nennt. Auch die Software selbst wird direkt gezeigt.

In einem ersten SEO-Check zeigt sich aber: Das Unternehmen rankt zu wertvollen generischen Begriffen rund um Software nicht in den Top 10. Stattdessen ranken dazu Blog-Artikel, die teilweise andere Themen besprechen.

Hier würden sich eine Reihe von spezifisch angelegten und optimierten SEO Landingpages anbieten. Wohlgemerkt nicht mit einem SEO-Text. Sondern mit hochwertigem Content, der die User genau bei ihren Such bzw. Informationsbedürfnissen abholt. Der Fokus auf die Zielgruppen erfolgt im Content.

Genau dazu haben wir auch kürzlich mit Lisa Karasch bei uns im Podcast gesprochen. Sie verantwortet den SEO und Cntent-Bereich für ein Software-Unternehmen.

SaaS SEO Beispiel

Wir beraten Marketing-Verantwortliche in SEO

SEO Content Audit durchführen

Wir sind Fabian Jaeckert (rechts) und Benjamin O’Daniel. Seit vielen Jahren arbeiten wir als Berater für Marketing-Teams. Dabei verbinden wir zwei Welten: Fabian ist der technische Experte, Benjamin übernimmt alle Themen rund um Content Entwicklung.

Für unser Marketing-Team haben wir gezielt nach einem Sparringspartner für SEO und Content gesucht. Unser Ziel war es, neue Impulse von außen zu erhalten, um unser Rankingpotenzial als bekannte Marke in unserem Marktsegment besser auszuschöpfen. Fabian und Benjamin haben sich tief eingearbeitet und dank ihrer umfassenden, datenbasierten Analyse konnten sie uns konkrete Optimierungsvorschläge für unsere SEO-Strategie liefern. Sehr gut hat uns gefallen, dass wir unser Ziel mit vorhandenen Mitteln und fokussierter Verprobung erreichen können.

Bernd Günther
Team Manager Marketing Shared Service, Sage Deutschland

“Wie können wir unsere SEO Sichtbarkeit verbessern?”

Diese grundsätzliche Frage steht hinter jedem Projekt, bei dem wir an Bord geholt werden.

Häufig geht es darum, bestehende SEO- und Content-Strategien von außen zu überprüfen und neue Hebel zu entwickeln.

Genau darauf haben wir uns spezialisiert.

Wir entwickeln SEO-Strategien für Unternehmen und stellen diese in Fokus-Workshops strukturiert und verständlich den Verantwortlichen vor. Anschließend begleiten wir die Inhouse-Verantwortlichen bei der Umsetzung. 

Klingt interessant?

Gerne können wir uns zu einem SEO Kennenlernen per Videokonferenz verabreden (30 Min.). 

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Der Autor

B2B, Content Performance, Leads