Podcast Statistik: Auf welche Zahlen wir wirklich schauen

Bei Podcasts schauen alle auf die Downloads – also auf die Podcast Reichweite. Dabei hilft dieser einzelne Wert wenig.

Dafür gibt es einige versteckte Werte, die deutlich mehr über die Qualität und die Content Performance aussagen.

In dieser Episiode und auf dieser Seite diskutieren wir über Hörerzahlen und unsere persönlichen KPIs, woran wie den Erfolg messen.

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Podcast: Zwei falsche Erwartungen an das Medium

Reichweite?

Bei vielen Verantwortlichen ist die Reichweite – also die Hörerzahlen – das entscheidende Kriterium. Das gilt für Podcasts, die von klassischen Publishern produziert und vermarktet werden. Aber auch oftmals bei Corporate Podcasts, die Umfeld des Marketings produziert werden. Aus unserer Sicht greift das zu kurz. Ein Podcast ist ein Deep Dive Medium. Die Hörerinnen und Hörer tauchen tief ein und verweilen lange. Bei uns über eine Stunde pro Monat (Quelle: Podcast iTunes Analytics).

Sales Instrument?

Ein zweiter Irrtum: Ein Corporate Podcast wird nicht nur als Marketing-Instrument gesehen, sondern auch als Vertriebskanal. Die Folge: Die Inhalte sind zu werblich, zu sehr auf das Unternehmen fokussiert. Aus unserer Sicht eine vertane Chance. Es steckt viel mehr in einem Podcast, wenn man das Medium im Kontext von Content-Marketing ansiedelt. Außerdem geht es darum, persönlich als Podcast Host in Social Media sichtbar zu sein – und dort auch das Gespräch mit der Hörerschaft zu suchen.

Podcast Hörerzahlen erkennen? Wenn es so einfach wäre…

User

Ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Podcast mit vielen Episoden erhält 50 Downloads. Wurde der Podcast nun von 50 unterschiedlichen Personen heruntergeladen – oder von einer Person, die 50 Folgen heruntergeladen hat? Beide Varianten sind möglich. Wir erleben häufiger, dass ein Hörer sich viele Episoden von uns herunterlädt. Der reine Download an sich ist also eine sehr unscharfe Zahl.

Zeitraum

Manche Podcasts haben einen starken Longtail, besonders wenn sie zeitlos produziert worden sind. Unser Online-Marketing-Podcast ist wissensorientiert. Wir besprechen bewusst keine News. Die Hörerzahlen steigen also stark über einen längeren Zeitraum. Beispiel: Ein Podcast hat 500 Downloads am ersten Tag. Aber insgesamt mehrere tausend Downloads in einem Jahr.

Verweildauer

Ein Podcast kann sehr große Hörerzahlen haben. Aber wie intensiv wird das Audioformat konsumiert? Beispiel: Wenn etwa ein Instagram-Star einen Podcast beginnt, landet er sofort in den iTunes Charts auf Platz 1. Seine Follower laden den Podcast einfach herunter. Aber hören die User auch – und falls ja, wie viel Prozent der Folge? Solche Fragen der Content Performance werden kaum gestellt.

Chart aus Podcast Analytics von iTunes Connect

Hördauer ist uns wichtiger als Downloads. Chart aus Podcast Analytics von iTunes Connect.

Über uns und unseren Podcast

Seit 2017 senden wir jede Woche eine Folge unseres Content Performance Podcast. Es ist ein Fach-Podcast in der Kategorie Marketing. Dort teilen wir unser Wissen aus der praktischen Arbeit als SEO-Berater.

Unser Podcast wird von mehreren tausend Online-Marketing-Professionals gehört, von Geschäftsführungen über Marketingleitern bis zu Fachkräften aus Marketing, Social Media, Vertrieb.

In unserem Podcast sprechen wir zu zweit über fachliche Themen oder laden Experten und Branchengrößen in unseren Podcast ein und diskutieren mit ihnen.

Expertinnen und Experten in unserem Podcast – eine Auswahl

Podcast Hörerzahlen: So blicken wir auf das Thema

Unsere Ziele

Mit unserem Podcast verfolgen wir eine Reihe von unternehmerischen Zielen. Wir können zeigen, was wir wissen. Wir knüpfen zahlreiche neue Kontakte. Wir werden schlauer über unsere Interviews und unser Hörerfeedback. Und wir erhalten sehr gute Anfragen. Viele unserer heutigen Kunden kennen uns bereits vorab durch unseren Podcast und entscheiden sich ganz bewusst für uns. Unser Podcast ist also auch ein Vertriebsinstrument – aber zugleich weit mehr.

Unsere KPIs

Bei den Downloads schauen wir auf den ersten Tag und vergleichen dies mit den vorherigen Episoden. Außerdem schauen wir, wie viele Downloads wir in vier Wochen und einem Quartal erzielen und vergleichen dies. Eine weitere zentrale Metrik ist die Verweildauer, die man über iTunes Podcast Analytics und Spotify Analytics feststellen kann. So sehen wir, wann die User abbrechen – und ziehen Rückschlüsse auf den redaktionellen Aufbau der Folge.

Chart aus Spotify for Podcaster

Nur gestartet oder zu Ende gehört? Der Unterschied zwischen “Starts” und “Streams” bei Spotify for Podcaster

Auch hier teilen wir unser Fachwissen

Für unserer Hörerinnen und Hörer bieten wir kostenlose Webinare an. In den Webinaren zeigen wir, woran wir aktuell arbeiten und gehen zu unseren Themen SEO, Content usw. noch mehr in die Tiefe.

Die Termine für die Webinare veröffentlichen wir ausschließlich in unserem E-Mail-Verteiler. Jetzt eintragen – wir hören UND sehen uns beim nächsten Webinar.



Wie ist deine Marketing-Situation?


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Podcast Hörerzahlen – die Diskussion (Transkription)

Benjamin: Heute reden wir mal über Podcast KPIs, über Podcast Statistiken und Hörerzahlen, über Apple Podcast Analytics und Podcast Statistiken auf Spotify. Wir machen das ja jetzt so seit drei Jahren, podcasten wir und wir hören halt immer wieder so, dass manche so mit dem Gedanken spielen auch einen Podcast zu starten. Man muss aber auch dazu sagen, dass ziemlich viele wieder abbrechen. Und wir fragen uns, woran das liegt und spekulieren einfach einmal darauf, dass das wahrscheinlich mit den falschen Zielen zu tun hat, die man sich setzt. Und deswegen reden wir heute mal darüber. #00:00:44-0#

Fabian: Ja, du sagst es. „Sollen wir einen Podcast machen?“, ist dann oft die Frage. So, was machen wir jetzt als Nächstes im Marketingmix? Ja und dann (lachend) kommt das ja meistens so auf den Tisch und dann ist die Frage: Ja, und was bringt uns das denn überhaupt?  #00:00:57-0#

B: Genau (lacht). Und was sagst du dann? #00:01:00-0#

F: Ja, weiß ich nicht. Ja, wenn du Bock hast, klar. Wenn du Bock hast Podcast zu machen, dann musst du unbedingt einen Podcast machen. #00:01:06-0#

B: (lacht) #00:01:07-0#

F: Aber ja, das ist ja meistens nicht so. Oder meistens wird ja so gesagt, ja gut, das ist voll der Hype jetzt, ne? Jeder macht Podcast, dann müssen wir ja auch unbedingt Podcast machen, weil wir wollen darüber ja unbedingt jetzt jede Woche drei neue Geschäftsabschlüsse machen und wir haben gehört, das klappt mit Podcast total super. #00:01:25-0#

Ja, ihr merkt, wir rutschen so ein bisschen ins Polemische ab, weil/ und eigentlich wollen wir ja heute so ein bisschen die Kurve kriegen unsere Zahlen auf den Tisch zu legen und zu sagen, was wir mit Podcast erreichen, ja? Und warum wir das machen und warum uns das so einen Bock macht und so. Das kommt ja auch nicht von ungefähr, aber das ist eben nicht dieses: Aha, sollen wir einen Podcast machen, um da jetzt mehr Business rauszuholen? Das geht irgendwie viel tiefer. Aber wir können es halt eben auch belegen mit Zahlen und darüber wollen wir heute ein bisschen mit euch sprechen. #00:01:56-0#

B: Ja super. Eigentlich haben wir schon damit schon den richtigen Einstieg gefunden. Denn viele, das ist zumindest so unser Eindruck, die sehen so einen Podcast so als Sales-Instrument, oder? So. #00:02:10-0#

F: Ja, zumindest erstmal, ne? Also wenn es darum geht, sollen wir das machen? Ja gut, Kunden können wir noch gut gebrauchen oder irgendwie noch was verkaufen, dann lass uns doch Podcast machen, dann verkaufen wir zehn Stück mehr oder so. Das ist dann oft so der Ansatz oder auch kleiner / Ne? Das ist ja ein bisschen auch so vor zehn, 15 Jahren, nein, vor zehn Jahren, da wurde dann die Frage auch in den Raum gestellt: Ja, machen wir jetzt noch einen Facebook-Account auf? Ja klar, das macht ja auch jeder. Und dann fragt sich jeder: Ja, warum machen wir das überhaupt? Und das ist bei Podcast im Moment so ein bisschen genauso und dann wird das halt so gerechtfertigt, dass man ja indem man halt ein neues Medium bespielt, darüber neue Kunden oder neue Leute erreichen kann, denen man dann was verkaufen kann, also Leads oder Sales oder keine Ahnung, was man damit erreichen will. #00:02:58-0#

B: Genau, das ist so das eine, ne, das als Sales-Instrument zu sehen und das andere finde ich so, dass/ ein Podcast als Reichweiten-Instrument zu sehen. Also wir machen das jetzt, weil wir halt so viel Reichweite auslösen wollen, weil wir so große Hörerzahlen haben wollen. Und auch da ist dann die Enttäuschung dann, kommt dann ziemlich abrupt. Also ich kann mich noch daran erinnern, wie ein, sage ich mal, Bekannter, der hat dann einen Podcast gestartet und der hatte schon eine ordentliche Bekanntheit, war auf vielen Bühnen unterwegs und so und sagt dann: Ja, in meiner ersten Folge, da hatte ich dann jetzt irgendwie sechzig Downloads.

So und da hat man dann schon diese ganze Enttäuschung rausgehört, dass das halt nicht sechstausend oder 600.000, oder weiß ich nicht was, Downloads waren, sondern halt sechzig. So, ja? Und dann habe ich gesagt, ja, aber sechzig Leute, die dir dann da eine Stunde zugehört haben, das ist doch schon cool. Wie oft hältst du Vorträge vor dreißig Leuten? Aber das war dann, da war er dann einfach so, da hat er viel mehr draus sich/ #00:03:55-0#

F: War schnell die Luft raus, ne? #00:03:56-0#

B: Ja, hat er sich einfach viel mehr erhofft. Und man muss es auch echt sagen, also jetzt einfach mal so alle über einen Kamm geschert, so die Businesspodcasts, mein Eindruck ist, die richtig populären Business-Podcasts, die haben fünfstellige Downloadzahlen pro Folge. Es gibt aber auch wirklich wahnsinnig viele Nischenpodcasts und die haben dann dreistellige Downloads pro Folge oder vierstellig. #00:04:20-0#

F: Ja. #00:04:21-0#

B: Also das ist, Podcast ist eine Nische und das ist, egal, wie oft das noch in irgendwelchen Marketingzeitschriften steht, es ist eine Nische und es gibt einfach immer noch super viele, die haben das überhaupt noch nicht verstanden, dass sie sich da ihr eigenes Radioprogramm zusammenstellen wollen. Und es gibt auch viele, die haben einfach keinen Bock da drauf und wenn man jetzt groß Reichweite machen will, dann muss man, glaube ich, eher so einen Tik Tok Account oder irgendwie so etwas machen. #00:04:48-0#

F: Ja, mit Sicherheit. Ja, ich meine, die Reichweite im Web, die wird man nicht erreichen mit einem Podcast, das glaube ich auch nicht. Und ich finde, zu den Kollegen, die schon ein bisschen größer sind, ich meine, wir haben ja auch viel Kontakt zu denen und man tauscht sich ja auch schon einmal so ein bisschen aus und das sind eigentlich durch die Bank, also die Leute, die jetzt wirklich fünfstellige Hörerzahlen bzw. Downloads haben, ja, von mir aus 30.000, 40.000 pro Folge, die sind aber auch schon seit sieben, acht, neun Jahren dabei. Ja? Die sind auch schon RICHTIG lange dabei. Ich meine, wir sind jetzt seit drei Jahren dabei, aber wenn das noch einmal das doppelte drauf / Das ist richtig harte Arbeit, das ist nicht einfach so von ungefähr. Ne? Und selbst, wenn du mit der ersten Folge sechzig Leute erreichst, ist das ja auch schon/ Ich meine, wo soll das denn auch herkommen? Ja? Du veröffentlichst dein erstes Stück Content und wenn du das nicht irgendwie in einer riesen Community teilst, dann ja, wer soll das denn dann hören, ne? Also du fängst wirklich bei null an, wenn du einen Podcast machst und es dauert sehr, sehr lange bis du halt auch eine nennenswerte Reichweite, wenn du die dann erreichen willst, halt auch bekommst. #00:05:54-0#

B: Und es ist wirklich, innerhalb jetzt von den Businesspodcasts gibt es wirklich nochmal Themen, die sind eher populärer und Themen, die sind echt noch nischiger. Also wir sind mit Onlinemarketing echt in einer Subkategorie drin, wenn du jetzt sagst, ich weiß nicht, in Aktien investieren oder so, dann ist es wahrscheinlich, dann hast du wahrscheinlich deutlich mehr Hörer, weil es einfach mehr Leute gibt, die traden, so. #00:06:17-0#

F: Ja. #00:06:18-0#

B: Und so aber auch das, da muss sich jeder was erarbeiten, wie du sagst. Und das fliegt einem halt nicht so zu. Aber das sind schon so die ersten zwei Punkte, ihr merkt schon, wenn man Podcasts als Sales-Instrument sieht und als Reichweiteninstrument sieht, also rein als diese zwei. So, dann ist es irgendwie, ja, führt das halt oft zu Enttäuschung und dann hat man, glaube ich, auch den eigentlichen Wert von Podcast gar nicht so richtig erkannt, zu dem kommen wir später noch. #00:06:47-0#

F: Da kommen wir später zu, ja. Und weil wir über die KPIs ja eigentlich sprechen wollen oder eben auch darüber, mit welche Zahlen man denn überhaupt arbeiten kann im Bereich Podcast, gibt es da natürlich auch große Probleme, oder? #00:06:59-0#

B: Ja, nehmen wir mal die Downloads, die beliebten Downloads (lacht). Also alle sagen immer, ja wie viele Hörer bzw. wie viele Downloads habt ihr denn? Oder man liest das auch in, weiß ich nicht, dann werden durch den Podcast mit einander verglichen und dann werden die Downloads herangezogen. Halten wir nicht so richtig viel von. Aber erzähl du mal, Fabian. #00:07:20-0#

F: Ja, also Downloads ist erst einmal ja eine Metrik, ne, die man messen kann. Ich werde den Teufel tun, jetzt die Diskussion aufzumachen, was ist denn eine Metrik und eine KPI? Das sollen andere machen, da habe ich jetzt keinen Bock drauf. (lacht) Aber nichtsdestotrotz ist Downloads erst einmal nur ein Messwert und Podcast hat natürlich den technischen Hintergrund, dass man bei Weitem nicht so granular messen kann wie in einer Webanalyse zum Beispiel, wo man irgendwie Browser, zig Browserdaten auswerten kann. Sondern du hast eigentlich nur die Information, dass irgendein Gerät von deinem Server was heruntergeladen hat und mehr weißt du nicht. Ja? Du weißt erst einmal, also initial weißt du nicht, hat er das überhaupt gehört, ja? #00:08:07

B: Ja. #00:08:08-0#

F: Und es ist auch sehr schwierig rauszufinden, hat jetzt ein Gerät zehn runtergeladen oder haben zehn Geräte eins runtergeladen, das ist auch manchmal gar nicht so einfach, ne? Also ein Download ist erst einmal ein bisschen so wie in einer Webanalyse der Page View. Also jemand ruft eine Seite auf. Aber das ist ja kein Wert, mit dem man in der Regel arbeitet, weil ein User kann auch tausend Page Views generieren, genauso wie ein Podcast-Gerät tausend Downloads generieren kann auf meinem Server. Wenn sich einer meinen kompletten Podcast zum Beispiel am Stück runterlädt. Also es ist erst einmal kein Wert, der sehr aussagekräftig ist, finde ich. #00:08:47-0#

B: Und da sei auch mal dahingestellt, was cooler ist, wenn man jetzt zum Beispiel hundert Hörer hat, die jeweils zehn Folgen hören oder man hat tausend, die jeweils nur eine Folge hören, aber dann direkt wieder abspringen, weil sie keine Lust haben oder weiß ich nicht was. #00:09:03-0#

F: Ja, oder eben einer, der direkt tausend runterlädt. Da hast du drei Mal den gleichen Wert aber irgendwie drei komplett unterschiedliche Situationen, ja. #00:09:10-0#

B: Genau, alles runtergeladen, aber dann doch keinen Bock zu hören. (lacht) #00:09:14-0#

F: Ja. #00:09:13-6#

B: So, das ist das eine, finde ich, was halt dieses Downloads so, wenn man da dann ein bisschen reingeht, ne, wie du jetzt, dann wackelt direkt alles. Ja? Also da wackelt direkt/ jede Mediadatenüberblickseite wackelt da. Und das zweite, finde ich, ist auch Downloads, ja, in welchem Zeitraum? Downloads pro Folge, klar, pro Tag, pro Monat, pro Quartal, ja? Also wir machen ja einen sehr zeitlosen Podcast und es gibt Leute, die entdecken heute unseren Podcast und hören dann Folgen vom vorigen Jahr oder vor zwei Jahren. Also auch da ist die Frage, welchen Downloadzeitraum nimmt man sich sozusagen vor? Und da, ja, da gibt es halt auch einfach super viele Ungenauigkeiten. #00:10:06-0#

F: Ja, und dann kommt ja noch die Plattform dazu, ja? Also es gibt Leute, die hören das über ihren Podcatcher, die ziehen das direkt von unserem Server, das macht Apple, zieht das auch direkt von unserem Server, das heißt, da haben wir die Daten dann da. Aber Spotify zum Beispiel, die speichern die Sachen zwischen, das heißt, die rufen einmal ab und verteilen das dann bei sich intern und da kriegen wir dann keine Statistiken mehr. Ja? Also es kommt auch noch einmal darauf an, von wo der Download gemacht wird, mit welchem Gerät und mit welcher Software. #00:10:34-0#

B: Beziehungsweise wir kriegen schon Statistiken, aber die liegen dann halt wieder woanders. #00:10:38-0#

F: Genau, du musst die dann zusammenführen, ne? Genau. #00:10:40-0#

B: Und die messen halt auch andere Zahlen. (lacht) Also da bist du direkt in so einem Urwald, // ja? #00:10:48-1#

F: Ja. // #00:10:48-1#

B: Und willst du dich dann hinsetzen und immer zusammenrechnen am Wochenende oder am Freitagnachmittag? Da haben wir eigentlich nicht so richtig Lust drauf. #00:10:58-0#

F: Ja, naja, also ich finde, wir kommen da gleich noch zu, aber ich finde trotzdem, wenn man vergleichbar über Zahlen sprechen will, dann muss man seine Zahlen kennen und dann muss man auch wissen, wo was steht. #00:11:11-0#

B: Ja, absolut. Das Dritte ist die Content Performance, also dass es aus unserer Sicht keine Content Performance gibt. Das ist ja so ein abstrakter Begriff, den wir ja auch gerne benutzen. Fabian, erklär noch einmal, was meinen wir damit? #00:11:26-0#

F: Also wir meinen, dass bei dieser ganzen Betrachtungsweise die Content Performance außer Acht gelassen wird, wenn man sich mit Podcast auseinandersetzt. Ne? Also wenn man nur die Downloads sich anguckt, da haben wir ja gerade schon besprochen, das ist erst einmal ein sehr ungenauer Messwert und der steht halt ziemlich am Anfang immer, wie viele Downloads habe ich? Okay, so und so viel. Und nach hinten raus wird halt gemessen, ja, wie viele Leads habe ich denn gekriegt oder was habe ich denn, wie viele Anmeldungen für meinen Workshop habe ich denn gemacht? Ja? So das ist dann einmal ganz vorne irgendwie einen Wert und ganz hinten dann die Konversion, sage ich jetzt einmal. Aber was passiert denn dazwischen? Ja, dazwischen wird ja Podcast gehört, irgendwie oder wird Podcast nicht gehört. Man weiß ja gar nicht, wie der Content beim User ankommt, wie der damit interagiert, ja? Das ist, finde ich, das gleiche Phänomen wie in der Webanalyse auch. Da guckt man sich auch die Reichweite und Klicks an und nach hinten raus die Konversion, aber wie funktioniert denn mein Content eigentlich und bei wem funktioniert der wie, das wird komplett außer Acht gelassen. Und das wird bei den Podcast Metriken eben auch außer Acht gelassen, obwohl es auch Zahlen in diesem grauen Zwischenbereich gibt, die man sich angucken kann. Aber mein Gefühl oder unser Gefühl ist ja auch, wenn wir mit den Kollegen sprechen, dass die wenigsten sich diese Zahlen angucken. #00:12:45-0#

B: Das interessiert keine Sau. #00:12:46-0#

F: Ja. #00:12:47-0#

B: Also so, irgendwie, ne, du hast vorne die Enttäuschung, dass das jetzt nicht so Tik Tok Reichweiten sind, ja? Hinten denkst du dann, verdammt, ich habe jetzt zehn Mal gesagt/ irgendwas Werbliches gesagt und trotzdem melden sich nur so wenige an, ja? (lacht) Ja, das ist so das, was man so hört. Ja? Und wenn man dann sagt, ja und wie ist das denn mit der Content Performance, was ist das? So, und warum soll ich mit/ das bringt doch nichts. Wir nehmen es später noch auseinander, was wir genau, welche Werte wir uns jetzt genau da angucken. Aber das ist so, das ist echt schwierig, wenn man dann so einen Podcast mit so, ja, falschen Zielen oder auch letztlich, ja, Erwartungen startet, die sich dann nicht so erfüllen. Ja,  wir sind ja aber begeisterte Podcaster, ja, wie ihr ja wisst. (lacht) // Wenig überraschend. #00:13:41-0#

F: Trotz allem. (lacht)  Wir haben uns nicht demotivieren lassen. #00:13:47-0#

B: (lacht) Genau. Obwohl diese üblichen, ja, Ziele, die man damit verbindet, ja, von denen halten wir einfach nicht so viel. Stattdessen gibt es ja ganz viele andere Dinge, die echt auch ziemlich interessant sind, die sind aber ein bisschen um die Ecke gedacht. #00:14:05-0#

F: Ja, dann fang doch mal an, um die Ecke zu denken. #00:14:07-0#

B: Ja, ich fange mal an, ne? Das erste ist, dass was man immer so platt unter Branding bezeichnet, ja? Also ich finde das irgendwie so, Branding ist für mich halt auch immer noch so ein Stück weit dieses, ja, wir machen ganz viele Plakate oder TV Werbung, aber wir haben mit unserem Podcast, das kann man schon mit Fug und Recht behaupten, schon deutlich unsere Bekanntheit gesteigert. Ja? Also sei es, dass wir, ja, einfach wahnsinnig viele Menschen haben, die sich irgendwie mit uns verbinden, uns schreiben, unseren Podcast bewerten oder, ne auf LinkedIn was, sich mit uns vernetzen. Also wir haben einfach eine Bekanntheit erreicht, die wir so vor drei, vier Jahren definitiv noch nicht hatten. #00:14:55-0#

Und da kannten uns unsere Kunden und darüber hinaus wenige. Man merkt das auch zum Beispiel, wir haben über unseren Podcast Einladungen zu Konferenzen bekommen, ja? Ob wir da nicht mal einen Vortrag halten wollen oder wir werden in andere Podcasts eingeladen, eigentlich regelmäßig, kann man so sagen. Und diese Podcasts, die haben ja auch wieder eigene Reichweiten und eigene Communities. Ja? Und all das ist halt einfach schon einmal ein ganz schön ordentliches Pfund, auf das, ich finde, da kann man eigentlich auch stolz drauf sein. #00:15:28-0#

F: Ja, und das ist einfach auch total wertvoll für uns und das motiviert total, finde ich, wenn man sich das anguckt, ja, wie wir halt vorher gearbeitet haben und was wir jetzt auch für Möglichkeiten haben und mit welchen Leuten wir uns unterhalten über welche Themen. Auch fachlich finde ich das total spannend und cool, dass man einfach auf Leute zugehen kann, die einen fachlich interessieren und sagt: Hast du Lust im Podcast darüber zu sprechen? Weil das ist einmal für euch total cool, weil wir das für euch aufarbeiten und wir die Inhalte rüberbringen. Und für uns ist das total cool, weil wir uns auch in die Themen reinarbeiten. Ja? Ich bin jetzt auch kein ausgewiesener JavaScript und Progressive Web App Experte, aber als der Jens Arps bei uns im Podcast war, habe ich mich dann reingearbeitet und wir haben ein cooles Gespräch darüber geführt. Das ist jetzt auch schon zwei Jahre her, glaube ich. Aber das ist halt für uns auch einfach eine supercoole Lernplattform und dass wir uns weiterentwickeln und dass wir Menschen ansprechen können, die halt auch fachlich total top sind und die Lust haben, mit uns darüber zu sprechen, einfach so, weil wir den Podcast haben, sage ich jetzt mal so. Ne? #00:16:38-0#

B: Ja, wir fordern uns damit immer wieder selbst, ne? Wenn wir jetzt sagen, das ist ein spannender Interviewgast, dann müssen wir uns aber in das Thema auch einarbeiten und wollen dem halt auch gute Fragen stellen. Das ist so ein bisschen, ja, ich finde, man läuft sonst immer so ein bisschen Gefahr, dass man einschläft und das hast du mit einem Podcast definitiv nicht. #00:17:00-7#

F: Nein, ganz sicher nicht. #00:17:01-1#

B: Weil du immer wieder sagst, ey, okay da ist jetzt was/ auch Core-Updates oder wir haben ja auch viele Inhouse SEOs interviewt, ja? Oder wir haben von SEO Tools, wie den Johannes Beus von Sistrix, das macht halt einfach Spaß und wir haben die Möglichkeit, spannende Interviewgäste reinzuholen und Themen für uns zu strukturieren und darüber halt auch klarer zu werden. Und das sind so Sachen, das ist jetzt nicht, ihr merkt schon das ist kein Sales-Ziel, ja, oder ein Reichweitenziel, sondern das ist was, was wie man, ja, selber einfach seine Expertise nochmal strafft und bündelt. #00:17:38-0#

Fabian: Ja, aber auf der anderen Seite, das spielt ja auch an uns zurück, ne? Wenn ihr uns eine coole Bewertung bei iTunes schreibt oder so, dass euch das gefallen hat, dann ist das für uns auch wieder die Motivation noch mehr Gas zu geben und nochmal ein Thema aufzuarbeiten und so. Ja? #00:17:52-4#

Benjamin: Ja. #00:17:52-6#

Fabian: Also auch das ist, finde ich, total cool oder auf LinkedIn das Feedback oder wenn ihr auf LinkedIn schreibt, hier ich habe einen coolen Podcast entdeckt oder ich höre die Jungs jetzt schon so lange, das ist auch, finde ich, das ist ein super Erfolg. Also für mich persönlich, der ist nicht messbar, das ist keine KPI, ja? Wir messen jetzt nicht, wie oft wurden wir erwähnt irgendwo auf LinkedIn oder so, aber das ist, finde ich, ein Zeichen, dass das, was wir machen gut ankommt, ja. #00:18:21-0#

Benjamin: Ja, dann lass mal, bevor wir uns einzelne Zahlen vornehmen, noch kurz über das Thema Leads reden, das liegt mir nämlich auch am Herzen. Also natürlich, also Leads ist halt auch wieder so technisch gesehen oder so ein technischer Begriff, aber es ist definitiv so, dass auch Menschen auf uns zukommen und sagen: Ich höre euren Podcast und jetzt möchte ich, dass wir zusammenarbeiten. Ja? Und daraus ergeben sich natürlich auch Aufträge. Und was ich spannend finde daran ist weniger, wie viele das jetzt machen, sondern die melden sich, da meldet sich eine Hörerin oder ein Hörer, weil die gesagt: Ich habe das jetzt verstanden oder ich habe einen konkreten Bedarf und ich will wirklich mit EUCH zusammenarbeiten. Also was wir noch nie hatten, ist, dass jemand sagt: Ja, ich höre jetzt euren Podcast, aber ich frage jetzt trotzdem mal drei Agenturen an und mache einen Preisvergleich oder so. Sondern die Leute möchten dann wirklich mit UNS zusammenarbeiten. Und das ist cool, weil die kennen uns, ja? Die wissen, wie wir ticken und die sagen in der Regel nicht, was sind das denn für zwei komische Nasen, sondern die sagen: Ja, ich möchte jetzt, dass ihr euch mein Projekt vornehmt, so oder meine Website oder was auch immer, meine Kampagne. Und das hat halt eine Qualität, finde ich. #00:19:35-5#

Fabian: Ja. #00:19:35-8#

Benjamin: Weil man halt direkt auf einer Augenhöhe oder auf einem gleichen Level irgendwie ist und sich auch so versteht. Das ist einfach was ganz anderes als jetzt eine, ich sage mal eine kalte Anfrage, die irgendwie per E-Mail reinkommt. #00:19:49-0#

Fabian: Ja, also das finde ich auch. Das wäre/ Also wir wollen, was heißt wir wollen, es ist schön, dass sich Leute bei uns melden und wir freuen uns natürlich tierisch darüber, wenn Menschen sagen: Ich habe einen Bedarf. Aber ich finde, auch das ist das, was ich gelernt habe, wenn ich jetzt mal persönlich werde, weil ich natürlich auch gedacht habe, okay, jetzt machen wir einen Podcast und na klar wollen wir darüber auch Kunden gewinnen. So, aber die Menschen melden sich bei uns, wenn sie einen Bedarf haben, das hast du ja gerade gesagt, ne? Und nicht vorher. Also wir sagen nicht im Podcast, ah wir haben jetzt eine Woche Zeit für jemanden zu arbeiten, meldet euch, so, ja? #00:20:28-7#

Benjamin: (lachend) Ja. #00:20:29-6#

Fabian: Dann arbeiten wir für euch und oder wir/ so vom Türmchen runter, wir haben jetzt Zeit für jemanden oder so. Das klappt nicht, sondern das ist genau umgekehrt. Ihr sagt, ey, ich habe hier eine krasse SEO-Anforderung oder ich habe irgendwie bei meiner Ads-Kampagne irgendwas und so. Und weil ihr das Thema so und so besprochen habt, melde ich mich jetzt bei euch, weil ich das Gefühl habe, dass ihr mir helfen könnt. Ja, also andersherum. #00:20:55-2#

Man signalisiert, dass man bereit und fähig ist, sozusagen eine Aufgabe zu lösen, würde ich jetzt mal theoretisch, philosophisch sagen. #00:21:04-0#

Benjamin: Genau und das Spannende ist auch mit dem Zeitrahmen, ja? Also wenn der Bedarf kommt, jetzt letztens wieder mit einem Podcasterkollegen gesprochen, der hat gesagt: Ja, ich habe jetzt eine Anfrage bekommen, von jemanden, der hat gesagt, ich habe dich vor fünf Jahren gehört und jetzt bin ich Abteilungsleiter und jetzt habe ich folgendes Problem. Ja? Also nach fünf Jahren. #00:21:23-6#

Ich meine, im Vergleich mit anderen Kommunikationskanälen, nenne ich das jetzt mal, ja? Also ich habe jetzt noch nie erlebt, dass einer gesagt hat, boah, ich habe mal vor fünf Jahren einen tollen Social Media Beitrag gelesen, bei dem melde ich mich jetzt nochmal, oder so. Oder da war eine wahnsinnig gute Pressemitteilung vor fünf Jahren und an die kann ich mich noch immer dran erinnern. Ja? Also da ist halt / #00:21:46-0#

Fabian: Ja, oder ich bin an einer Ads-Kampagne, an einer Ads-Anzeige vorbeigescrollt vor vier Jahren. Gestern schon kann ich mich nicht mehr daran erinnern // an die Ads-Kampagnen, #00:21:56-5#

Benjamin: Ja, also das ist halt, das hat halt eine Tiefe, so. Und diese Tiefe, die kann man halt auch sich in Zahlen angucken. So, und das wollen wir jetzt auch nochmal ein bisschen schildern. Als erstes würde ich sagen, nehmen wir mal die Downloads, oder? #00:22:14-0#

Fabian: Genau. Wir haben ja jetzt so abgelästert über die Downloads, dass die ja nicht so aussagekräftig sind. Die sind deswegen nicht aussagekräftig, weil man sie nicht in einen Bezug setzt. Das ist ja bei der Webanalyse genauso. Also ich finde, wenn man sich die Downloadzahlen, weil wir haben ja erst einmal nichts anderes, in den Bezug setzt, dann kann man da schon viele Sachen daraus ablesen. Was heißt in Bezug setzen? Zum Beispiel, das hast du ja auch schon angesprochen, in einen zeitlichen Bezug. Ja? Dass man sagt/ Muss ich jetzt ein bisschen ausholen, also wenn man eine Podcast Folge veröffentlicht, dann hat man am ersten Tag immer einen großen Ausschlag. Ja? Wenn die öffentlich geht, dann, viele Geräte laden die dann automatisch runter, aber auch viele Hörer haben sich daran gewöhnt, dass wir jeden Montag zum Beispiel unsere Folgen veröffentlichen und hören das dann auch direkt montags. Ja? Also viele von euch hören uns direkt montags. Das heißt, wir haben jeden Montag einen ähnlich starken Ausschlag. Und wenn es in diesem Ausschlag Schwankungen gibt, dann kann man schon sagen, es hat sich irgendwas getan. Ja, wenn wir eine starke Schwankung nach unten haben, dann ist es oft so, dass zum Beispiel ein Feiertag war. Ja? Oder wenn wir starke Schwankungen nach oben haben, dann kann das halt auch mal sein, dass wir zum Beispiel einen Interviewgast im Podcast haben, der selber auch eine starke Community hat und der uns an dem gleichen Tag eben nochmal bei seinen Hörern empfohlen hat. Ja? Also es gibt schon da eine qualitative messbare Größe, die man auch auswerten kann und wo man auch Rückschlüsse auf Umstände machen kann, allein in diesem Downloadmetrikbereich. #00:23:47-0#

Benjamin: Ja, aber dann haben wir, sage ich mal, da eine Schwankung drin, von zwanzig, dreißig oder zwanzig Prozent, ja? Und aber auf der anderen Seite sagen wir auch manchmal, ja, das war jetzt halt eine Folge für die Onlineshopper. Wenn du jetzt kein Onlineshopper bist und du hast auch keinen Bock dich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dann hörst du dir die Folge wahrscheinlich nicht an, so, ne? Oder wir haben auch Folgen, wir haben mal gemacht eine Folge, keine Zeit für SEO, dann, bam, voll der riesen Ausschlag, dann haben wir gesagt, ja, offensichtlich haben viele keine Zeit für SEO. Also dass man so einen zeitlichen Engpass hat an Suchmaschinenoptimierung zu arbeiten, da hat offensichtlich viele betroffen. #00:24:24-0#

Und da haben wir dann auch wieder daraus abgeleitet, was ist das, sozusagen kommt das Thema gut oder okay an? Ich finde das schon so, das ist aber auch eine Gefühlssache, aber interessant finde ich auch, wenn man sich dann die Downloads pro Quartal anguckt, also pro Folge pro Quartal, dann ähneln die sich fast immer. Also manche haben starken, irgendwie auch stark und flachen dann wieder schnell ab, andere sind dann eher so, die so lange brennen. Ja? Also da hat man auch/ einfach man sieht, dass da halt, ja, auf das Quartal gesehen am Ende sich die alle ähneln wieder so von der Downloadzahl. #00:25:04-0#

Fabian: Ja. Aber was meinst du, woran das liegen kann, also? #00:25:07-0#

Benjamin: Ja, ich glaube einfach, wir sagen ja auch, wie wir jetzt auch gesagt haben, ne, wir haben Johannes Beus interviewt. Ja? Wer dann sagt, ah ja okay, Sistrix, das Tool, das kenne ich, Johannes Beus, das ist derjenige, der das gegründet hat und jetzt führt, jetzt will ich mal wissen, wie der SEO sieht. Ja, dann geht jemand rein und hört dann vielleicht auch noch einmal eine alte Folge. Ja? Oder manche hören vielleicht dann vier Wochen keinen Podcast, weil sie jetzt gerade ein anderes Thema haben oder weil sie Urlaub haben, aber dann hören sie es später halt nach.  #00:25:42-0#

Fabian: Ja. Das ist sehr situativ auch immer, ne? #00:25:45-0#

Benjamin: Ja, und das ist so, wenn ich jetzt mal, weiß ich nicht, im Homeoffice länger bin, dann fahre ich nicht zur Arbeit, also habe ich eine halbe Stunde weniger oder eine Stunde weniger Zeit, wo ich sonst immer Podcasts höre. Das sind alles so Sachen, deswegen finde ich, macht es keinen Sinn, immer so ganz eng nur Downloads, weiß ich nicht, pro Tag oder pro Woche sich anzugucken. Sondern ich finde dieses, am ersten Tag und dann auf das Quartal gesehen, das finde ich so die zwei wichtigen Punkte. #00:26:17-0#

Fabian: Ja, und einer, der mir noch einfällt bei den Downloads, ist der wirklich lange Betrachtungszeitraum, weil da steckt dann nämlich das Wachstum drin. Ne? Also wenn ihr wirklich euch die Zahlen über Monate und Jahre hinweg anguckt, dann habt ihr da eine Mittelkurve drin, aus der ihr ablesen könnt, ob ihr sukzessive Mehrhörer kriegt oder ob das gleichbleibt und stagniert oder ob es abnimmt. Ne? Also man kann da schon auch einen Strich durchziehen und dann sieht man schon, wie sich das langfristig entwickelt, aber das sind eben Zeiträume über Monate. Und wie du schon sagtest, nicht tagesaktuell, wenn das mal stark nach unten oder oben schwankt, dann ist das keine Aussage darüber, wie die generelle Performance ist, vom Podcast. #00:26:58-0#

Benjamin: Ja. Und ich habe halt den Eindruck viele hören uns einfach/ die, die uns wirklich hören, hören uns auch gerne viel. Also weiß ich nicht, dann schreibt einer in einer iTunes Bewertung: Ich habe mir jetzt dreißig Folgen angehört und jetzt habe ich beschlossen, ich höre den jetzt einfach von ganz von vorne den Podcast. Ja? (beide lachen) Oder ich habe mir jetzt schon fünfzig Folgen von euch angehört oder so. Ja? Das ist halt, finde ich dann auch, das sind / Wenn jede Folge von uns eine halbe Stunde hat, dann hat einer vielleicht schon irgendwie dreißig, vierzig, fünfzig Zeitstunden in unseren Online-Marketing-Podcast investiert. Und das ist dann einfach vergleichbar mit einem Fachbuch, das man liest. Oder einem Hörbuch, einem Sachbuch, das man als Hörbuch zum Beispiel hört. Das sind schon halt größere Stundenzahlen und das ist halt auch da wieder ein Zeitbudget, das man halt in anderen Medien, finde ich nicht unbedingt so sieht. #00:27:51-0#

F: Ich finde, das ist der absolute Wahnsinn. Und das hätte ich nie gedacht, als wir den Podcast damals gestartet haben. Das hätte ich wirklich nicht gedacht. Aber die Leute schreiben uns tatsächlich: Ich habe euch jetzt von Folge eins nach hinten noch einmal durchgehört. So und das sind, wie viele Folgen haben wir jetzt? 140 oder 130, (lachend) das ist ja Wahnsinn. Die ganze Welt des Online-Marketings. Aber das hätte ich wirklich nicht gedacht und das ist, finde ich total klasse, finde ich total cool. #00:28:14-0#

B: Ja, und das sind Zeitbudgets und das sind, finde ich, das ist auch eine Währung, wenn man so will, ja? Und ja, Punkt. So, aber was du noch machen könntest, den Long Tail. #00:28:29-0#

F: Ja, ich finde du näherst dich der Content Performance in großen Schritten. Wobei Long Tail hatten wir jetzt noch vorher, ne? Weil das bezieht sich ja auch wieder auf die Downloads. Aber wenn wir bei der Hörerzeit sind, dann/ ja. #00:28:45-0#

Benjamin: Komm, machen wir die Content Performance. Den dritten Punkt.  #00:28:48-0#

F: Das ist der dritte Punkt, weil man kann sich auch die Hördauer zum Beispiel anschauen. Und zwar bei Apple. Apple gibt einem / Weil die meisten, tatsächlich die meisten unserer Hörer hören uns über Apple Podcast und da gibt es eine Analytics für alle die, die das nicht ausgeschlossen haben in den Datenschutzeinstellungen, die Daten fließen da rein, anonym, wo man halt sehen kann, wie viele Geräte zum Beispiel auf den Podcast zugreifen, also das sind dann sozusagen echte Geräte. Also sind dann keine Downloads oder so, sondern wirklich / Also, ne, wenn ihr euch mit eurem Gerät einmal bei unserem Podcast/ wenn ihr den abonniert habt, dann zählt ihr sozusagen immer nur als ein Mensch sozusagen in dem Podcast, als ein Hörer sozusagen. Das sind echt sehr gute, sehr stabile Daten, finde ich immer. Und es wird eben auch ausgegeben, wie gemittelt, wie lange unsere einzelnen Folgen gehört werden von euch. Und das ist natürlich mega spannend, finde ich. #00:29:47-0#

B: Ja, ich glaube, da haben wir so eine durchschnittliche Hördauer von zwanzig Minuten, also zwanzig von dreißig Minuten, // also das heißt siebzig / #00:29:54-0#

F: Aber dreißig haben wir im Schnitt // immer als Gesamtdauer und zwanzig als durchschnittliche Hördauer, ja. #00:29:58-0#

B: Zwanzig, 25 Minuten auch. Und man muss immer sehen als durchschnittliche. Also da sind auch welche, die zum Beispiel zwei Minuten reinhören und dann sagen: Ach nein, habe ich doch keinen Bock drauf. Oder mal kurz ein Thema anhören und dann wieder abbrechen, weil sie vielleicht einfach etwas anderes jetzt gerade zu tun haben. Und das heißt, das sind Durchschnittszahlen und im Durschnitt haben wir dann zwanzig bis 25 Minuten Hördauer pro Folge. Und das finde ich auch schon ziemlich cool. Also das ist halt auch was, da gucken wir halt auch darauf. Und ja, wir gucken darauf und sagen, ja, hat die Folge funktioniert, ja? Oder war vielleicht irgendwie zu lahm im Einstieg, keine Ahnung, ja? (lachend) #00:30:39-0#

F: Druckabfall gehabt. #00:30:40-0#

B: Genau, war zu sehr Druckabfall oder das war irgendwie zu kompliziert, das haben wir nicht gut genug aufbereitet oder so, ja? Also wir versuchen diese Zahlen dann zu interpretieren und dann wieder Rückschlüsse darauf zu ziehen, wie wir unsere Inhalte machen. Beispiel das Intro, finde ich, oder? Können wir auch jetzt gerade erzählen? #00:31:00-0#

F: Ja, wir haben das Intro ja vor einiger Zeit / Ich weiß nicht, ob euch das aufgefallen ist, aber irgendwann, ich glaube, letztes Jahr oder so haben wir mal das Intro kürzer gemacht. Wir hatten ja vorher eine ziemlich lange Musik und dann auch immer den gleichen Einstiegstext, ne, irgendwie. Und das haben wir einfach alles rausgeworfen und du machst dann nur noch ganz kurz immer die Einleitung und dann gehen wir direkt rein in das Thema. Einfach weil wir gesagt haben, ja, das ist ja immer das Gleiche, das ist ja sozusagen eigentlich tote Zeit, mehr oder weniger. Und dann können wir ja eigentlich vorne schneller werden, um schneller den Einstieg zu machen, um vielleicht auch zu verhindern, dass jemand, der nur kurz reinhört, sofort abspringt, sondern, dass man halt direkt dann auch den Einstieg kriegt. #00:31:41-0#

B: Ja, das ist halt schwierig, ne? Weil es gibt halt auch immer welche, die hören dann gerade eine Folge zum ersten Mal, so, weil sie vorher noch nie auf den Podcast gestoßen sind. Und klar, wenn man halt alles vorne im Intro immer erklärt, dann, sozusagen dann findet man für die, die das jetzt das erste Mal hören, ist das vielleicht hilfreich, aber alle anderen sagen: Boah, okay. Und dann haben wir halt echt mal mit der Stoppuhr gemessen, wann wir denn eigentlich jetzt mit dem Thema einsteigen. Und dann haben wir halt gemerkt, okay, das sind eineinhalb Minuten, bis wir dann, bis es dann mal losgeht. Ja? Und da haben wir halt gesagt, nein, das versuchen wir jetzt mal echt kürzer zu kriegen und jetzt sind wir/ Das haben wir deutlich gerafft am Anfang und sind schneller im Thema drin, weil wir auch gesagt haben, wir möchten, dass die Leute dabeibleiben, das ist ja klar. Und das ist wieder so etwas Typisches, worüber wir dann halt diskutieren, wo wir uns die Zahlen angucken und dann versuchen darauf, ja, unseren Inhalt zu verbessern. #00:32:36-0#

F: Ja, das haben wir jetzt tatsächlich wirklich aus den Zahlen abgeleitet. Ja? Und das sind eben keine Zahlen gewesen, wo wir gesagt haben, boah, wir haben so wenig Leads nur gemacht in der Folge oder so. #00:32:45-4#

B: (lachend) Ja, genau. #00:32:46-0#

F: Sondern da ging es wirklich nur darum, es für euch cooler zu machen. Ja? Das war einfach der Grund und so wie das halt ankommt, das sehen wir dann eben in den Zahlen, dass mehr Menschen bis zum Ende hören. So, und das ist das Ziel. Ja. #00:33:03-0#

B: Ein weiterer Wert, finde ich, ne, nochmal in Richtung Zeitbudget, wenn man halt sich anguckt, wie viele Minuten pro Gerät pro Monat wird gehört. Ja? Also ein einzelner User, wie viel hört der pro Monat? Und da sind wir so bei eine Stunde dreißig. Ja? Und wir machen insgesamt zwei Stunden pro Monat, ja? Also vier Folgen a eine halbe Stunde und drei von vier Folgen wird in der Regel/ wird gehört. So und das ist halt auch, das ist auch ein hammercooler Wert und auf den sind wir auch stolz. Und auch da, finde ich, das muss erst einmal ein anderer/ Ich möchte erst einmal ein anderes Medium oder einen anderen Kanal oder irgendetwas sehen, das halt vergleichbare Werte wie so etwas liefert, das gibt es meiner Meinung nach nicht. Und das ist halt aber was, ja, ich habe halt noch nie einen Vortrag gehört, ja, oder irgendwie, wo einer sagt: Ey, Podcast ist einfach supergeil, weil die durchschnittliche Hördauer oder so/ Ja? (lacht) Oder die gehörte Gesamtzeit pro Monat pro Gerät oder so. Das ist halt auch viel zu kompliziert. #00:34:10-0#

F: Ja, ist das so kompliziert? #00:34:11-0#

B: (lachend) Ja, ich weiß es nicht. #00:34:13-0#

F: Ich weiß nicht, ich habe da reingeguckt und dachte mir, boah, was ist das für ein geiler Wert? Also ich habe mich darüber gefreut, dass wir so einen guten Wert haben, aber ich habe mich auch darüber gefreut, dass ich mal ein Feedback darüber bekomme, wie das funktioniert. Weil das ist ja vollkommen klar, wenn ich eine halbe Stunde aufnehme und die Leute hören im Schnitt nur zwei Minuten, dann mache ich irgendetwas falsch, dann klappt das nicht. #00:34:30-9#

B: Ja. #00:34:31-1#

F: Und wenn aber siebzig Prozent gehört werden, zwanzig Minuten im Schnitt, dann können nicht so viele abbrechen. Ja? Dann muss das im Schnitt, muss das bei den meisten Leuten so funktionieren, dass sie Lust haben, sich die Folge auch fast bis zum Ende anzuhören. #00:34:48-0#

B: Und wenn ich eine Stunde dreißig pro Monat höre, eine Zeit lang vielleicht und dann höre ich irgendwann auf, oder weiß ich nicht wie, aber wenn ich das eine Zeit lang mache, dann erinnere ich mich halt auch noch fünf Jahre später daran, wie vorhin beschrieben mit der Anfrage. Ja, das ist eben eine andere Tiefe und eine andere Intensität als, ja, klassisches, als irgendwie so ein klassisches eine Google Ads oder so, die hat auch ihre Vorteile, ja, und da kann man / Wir haben auch viele Folgen zu Google Ads gemacht, da haben wir auch eine ganz differenzierte Meinung zu, würde ich sagen. Aber da sieht man halt, dass wir beim Podcast halt, ja, einfach unsere ganz eigenen KPIs angewendet haben. // Ja, oder anwenden. #00:35:30-0#

F: Ja oder positiv, // ich finde, man kann das ja auch positiv sehen, es gibt ja, finde ich, nicht so viele, aber einige wenige auch erfolgreiche Blogger zum Beispiel, die ja auch regelmäßig veröffentlichen und die wahrscheinlich auch ähnliche Zahlen haben, weil sie einfach regelmäßig spannenden Content veröffentlichen, der halt auch von den Menschen auch gerne gelesen wird, ne? #00:35:48-6#

B: Ja. #00:35:49-5#

F: Ich finde, das Phänomen gibt es auch offline. Ja, offline, wir sind alle online, (lachend) aber gibt es auch in anderen Bereichen, aber auch da sind es nicht so viele und es wird auch selten mal darüber gesprochen, warum denn jetzt der Blogger so erfolgreich ist, ne? Es liegt halt eben auch an der Content Performance. #00:36:05-0#

B: Ja, so. Unser persönliches Fazit, also mein persönliches Fazit ist, vieles ist, auch meiner Meinung nach, schlicht nicht messbar. Das sage ich jetzt mal so als der Content-Mensch. Also wenn wir ein Thema aufarbeiten, ja, und für uns strukturieren und daraus dann vielleicht sogar noch irgendwelche LinkedIn Posts ableiten, ja, oder so, das ist erstmal noch keine KPI, dass man schlauer wird, ja? Aber man merkt es irgendwie. (lacht) Und Leute in unseren Podcast einladen oder selber eingeladen werden, das sind halt alles so, ja, das sind so Netzwerkeffekte, die halt da einfach zutage treten, das ist mehr als einfach nur sich irgendwelche Downloads pro Folge anzugucken. #00:36:55-0#

F: Du bist heute wieder ein bisschen schlauer geworden, Benjamin. Ist mir aufgefallen. #00:36:58-0#

B: (lachend) Behaupte ich jetzt einfach einmal, oder? Umgekehrt wäre es schwierig, oder? Wenn man mit jeder Folge dümmer wird. (beide lachen) #00:37:05-0#

F: Kann vielleicht auch passieren, weiß ich nicht. Kommt auf das Thema an. Ja, nein, aber wie gesagt, das ist, ja klar, das ist nicht messbar. Das hat aber auch tatsächlich ein Kollege auch von uns mal irgendwann gesagt, ne? Podcast ist für mich Weiterbildung. Und da sind wir auch erst darauf gestoßen, dass wir gesagt haben, na klar, natürlich, das ist bei uns das gleiche Phänomen wie bei dir. #00:37:26-0#

B: Das war es für heute, wir hören uns nächste Woche, hat Spaß gemacht. #00:37:43-0#

F: Ja, und wenn euch das gefallen hat, ich habe ja schon gesagt, so, wir freuen uns wirklich sehr über Bewertungen, wenn ihr uns nochmal was schreibt, wenn ihr selber noch einen Podcast starten wollt, dann ja, wünschen wir euch dabei sehr viel Erfolg und wir hoffen, dass wir euch heute so ein bisschen Bock gemacht haben, das zu machen. Weil da erwarten euch noch ganz andere Sachen als nur irgendwelche Leads und Sales und Reichweite und so, sondern auch in der Tiefe sehr viele schöne Erfahrungen. #00:38:11-0#

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