Keywords bei Google: 7 aktuelle Trends

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Worum geht es?

Wie benutzen die Menschen eine Suchmaschine? Welche Keywords, also Suchbegriffe, geben sie ein – und wie verändert sich ihr Suchverhalten? Wir haben uns in die „Google Insights“ eingelesen und stellen sieben aktuelle Keyword-Trends vor.

Für wen ist die Episode interessant?

Keywords sind seit jeher die Basis von Suchmaschinenoptimierung. Die Episode richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie sich Online-Suche insgesamt verändert – und wie man darauf reagiert. Wir diskutieren die einzelnen Phänomene und sprechen darüber, welche SEO-Maßnahmen man dazu ergreifen sollte.

Tiefer einsteigen? Hier sind die Artikel, auf die wir uns beziehen

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Keywords – weitere passende Folgen zum Thema

Customer Journey: Wie Google darüber denkt
Wir haben die Consumer Insights von Google durchgearbeitet
Keyword Recherche: Warum wir immer Potenziale entdecken
Wir sprechen über Vorgehensweisen, Tools und die Arbeit am Content.

Keyword-Trends – darüber sprechen wir in dieser Folge

B: Heute sprechen wir über Keywords, also Suchbegriffe, und da haben wir euch sieben Trends rausgeholt oder rausgepickt. Sie kommen aus den Google Insights und wir finden, das ist ein guter Start ins neue Jahr, sich direkt mal damit auseinanderzusetzen, ja, wie sich das eigentlich verändert, was die Leute da bei Google oder anderen Suchmaschinen eingeben. Online-Marketing ist einfach immer in Bewegung.#00:00:39-0#

F: Naja, ich meine es geht um Keywords. Wir machen SEO, da geht es immer um Keywords und Keyword Recherche. Also von daher finde ich eigentlich es liegt auf der Hand, sich mal mit den Trends auseinanderzusetzen.

Und ich war erst ein bisschen skeptisch, als ich dachte so „Okay, Google schreibt selber über Suchtrends und so – was kann da denn dahinterstecken?“, aber das waren schon richtig coole Daten, vor allem auch hinterlegt mit Prozentzahlen. Also inwieweit sich das verändert hat, sich das Suchvolumen auch verändert in den bestimmten Keyword Trends. Die sind, wenn wir über diese Zahlen reden, dann immer so die letzten zwei, drei Jahre, in denen sich das jetzt verändert hat, oder für den Beobachtungszeitraum, und die Zahlen waren glaube ich auch eher so aus dem US-amerikanischen Markt. #00:01:20-0#

B: Also ich finde ja auch: Es geht uns jetzt nicht darum, dass ihr uns auf eine bestimme Zahl festnagelt „Waren das jetzt wirklich plus sechzig Prozent oder plus 65 Prozent?“, uns geht es eher um den grundsätzlichen Trend, wie sich das einfach entwickelt, und ja, welche Gedanken wir uns dazu vor allen Dingen auch machen, wie man damit umgeht. Das ist ja immer der Kern unseres Online-Marketing-Podcasts. Und ja, das haben wir uns so mal vorgenommen. Vielleicht so vorab: Du hattest auch so eine super spannende Zahl für dich, warum Suche eigentlich so generell wichtig ist. #00:01:49-0#

F: Ich fand es einfach spannend: Da stand, dass neunzig Prozent der Suchenden, wenn sie in ihre Customer Journey einsteigen, irgendetwas kaufen wollen, neunzig Prozent sich noch nicht auf eine Marke festgelegt haben. Ich habe immer so dein Eindruck bei den Kunden, aber bei mir selber auch, dass ich meine „Ja ich weiß ja eh schon, was ich will. Ich kaufe jetzt von dem und dem das und das, und das mache ich jetzt so.“, und dass das aber etwas sehr Subjektives ist, dass die meisten Leuten das eben noch nicht vorher wissen.

Und ich finde, wenn man das weiß, dann motiviert das auch, zu sagen: Okay, ich versuche jetzt, in dieser Reise vorzukommen mit meiner Marke, ich versuche, da präsent zu sein, ich versuche, Touch-Points anzugehen, wo der Kunde mich sieht, wo der Suchende auf mich aufmerksam wird, um in von mir zu überzeugen.

Und die Chance ist halt in neunzig Prozent der Fälle da, dass ich ihn da auch überzeugen kann. Dass es eben nicht nur darauf ankommt, auf dem letzten Meter halt da zu sein mit der Anzeige bei irgendwelchen transaktionalen Keywords, sondern dass man auch vorher ganz viele Chancen hat, den Kunden zu überzeugen und ja, zum Beispiel sich auf die Seite zu ziehen, indem man auch auf die richtigen Keywords optimiert. Das fand ich gut. #00:03:10-0#

B: Genau, das war so grundsätzlich vorab als eine Zahl. Und jetzt haben wir uns so sieben Trends rausgepickt, wirklich konkret, wie die Leute suchen, also was sie da eigentlich eingeben in die Suchmaschine und wie sich das verändert. Ich packe mal direkt den ersten raus. #00:03:26-0#

F: Nummer eins, leg los. #00:03:26-0#

Trend 1: Keywords und Suche nach ähnlichen Produkten

B: Genau, Nummer eins: Also viel mehr Menschen suchen nach ähnlichen Produkten. Also da ist schon eine Zahl: Plus sechzig Prozent. Beispiel „Günstige Fliesen, die aussehen wie Holz“ Ja? Also jemand möchte Fliesen, die aussehen wie Holz, also gibt er das auch so ein und erwartet dann auch, dass da eine vernünftige Antwort bei rauskommt, was man ja sage ich mal jetzt gar nicht so einfach so erwarten kann bei einer Suchmaschine, oder? #00:03:53-0#

F: Ja, was bedeutet das denn, „Günstige Fliesen, die aussehen wie Holz“? Also früher hätte die Suchmaschine einfach die Nomen genommen, die Hauptwörter, und hätte daraus irgendetwas zusammengeschwurbelt, also Fliesen und Holz.

Also eine Suchmaschine 1998 hätte gesagt „Okay, da sucht jemand nach Holzfliesen.“ Ist ja aber gar nicht so, da möchte jemand Keramikfliesen haben, die aber so aussehen. Das musst du erstmal hinkriegen. Also das ist, finde ich, ein Trend, der generell über die vielen, vielen Jahre, wo es die Suchmaschinen ja jetzt gibt, immer ausgefeilter wurde oder beziehungsweise die Technik, die dahintersteckt, dass die Suchmaschine versucht, diesen Kontext zu verstehen, also diese Zusammenhänge, und die werden halt nicht durch die Hauptwörter gebildet, sondern eben durch das, was dazwischen steht durch „die aussehen wie Holz“.

Was lustig war: Wenn man jetzt danach sucht, wir haben uns ja auch dann das Suchergebnis angeguckt, dann stehen da oben irgendwelche Baumärkte, und das Angebot war „Fliesen Holzoptik“. Fand ich total spannend. #00:05:00-0#

B: Genau, das ist dann der Fachbegriff als Keyword. Also aber das Keyword „Holzoptik“, den hast du dann vielleicht gar nicht, sondern die Leute geben ein „Ja, ich möchte gerne Fliesen, die sehen aus wie Holz, also gebe ich das mal genau so, wie es mir grade im Kopf ist, ein.“, und dann nach hinten raus, ah, dann verstehe ich „Ah, okay, das heißt Holzoptik.“ Wahrscheinlich/ #00:05:19-0#

F: Aber Googles Algorithmus wusste das schon vorher. #00:05:20-0#

„Ein Honda, der aussieht wie ein Ferrari“

B: Genau, der hat das schon verstanden und die kannte sozusagen schon den Fachbegriff, während der User den Fachbegriff noch nicht kannte. (lacht) Ist so. Und vielleicht, das kennt man ja auch aus seinem eigenen Suchverhalten, man schickt dann die nächste Keyword-Anfrage ab, die heißt dann vielleicht eben „Fliesen Holzoptik Vergleich“ oder so, und dann hat man schon, zack, hat man den Begriff aufgenommen. Aber erstmal die Kunden geben halt auch, ja, „Produkt, das aussieht wie/“ oder „das funktioniert wie/“ ein und graben sich sozusagen vor. #00:05:54-0#

F: Die haben den Fachbegriff erst gelernt. Die kannten den Fachbegriff vorher nicht, „Holzoptik“. #00:06:00-0#

B: Genau. Und so verändert sich sozusagen also diese suche nach ähnlichen Produkten, und das muss sich am Ende ja auch abbilden auch auf der Website wieder. #00:06:09-0#

F: Was hatte Google noch für ein lustiges Beispiel auf der Seite? „Ein Honda, der aussieht wie ein Ferrari“. Wenn ich keine Kohle für einen Ferrari habe, dann will ich einen Honda mir mal anschauen, der so ähnlich aussieht. #00:06:19-0#

(beide lachen)

B: Ja. Ja, also die Suche nach ähnlichen Produkten. Spannend. Das war der erste. Nummer zwei. #00:06:26-0#

Trend 2: Keywords in Verbindung mit einem Anlass

F: Nummer zwo. #00:06:27-0#

B: Was haben wir denn da? Stell du mal vor. #00:06:29-0#

F: Finde ich total cool, weil das ist/ also als ich das gelesen habe, wir haben das ja beide vorbereitet, jeder hat so ein bisschen das reingenommen, was ihn interessiert hat, da dachte ich so „Häh? Das kenne ich doch schon seit Ewigkeiten.“

Das ist Suche in Verbindung mit einem konkreten Anlass. Also das ist etwas, was SEOs, was gute SEOs eigentlich immer schon im Blick bzw. als SEO-Strategie hatten. Aber was Google jetzt auch nochmal in diesen Insights konkretisiert hat: Stell dir vor, du verkaufst Kleider, und optimierst dann natürlich auf „schwarzes Kleid“, „Cocktailkleid“, „Kleider für/“ jetzt hätte ich fast gesagt für Frauen und für Männer, passt das Beispiel vielleicht nicht so, aber also du differenzierst natürlich aus in die einzelnen Kategorien. Aber zu welchen Anlässen werden denn deine Kleider getragen? Zur Hochzeit? Zur Kommunion? Zur Beerdigung?

Und dass man sozusagen in seiner Architektur halt auch sich überlegt „Zu welchen Anlässen werden denn meine Produkte benutzt?“, um darauf den Content auch auszurichten. Das mache ich jetzt schon länger, das machen wir natürlich, haben wir immer schon im Blick, aber je nachdem, wo man arbeitet, in welchen Bereichen man arbeitet, vielleicht hat man das noch gar nicht so in seiner Strategie mit aufgenommen, und wenn, dann macht es Sinn, das immer wieder zu hinterfragen und aufzuarbeiten, um eben auch dann relevant zu sein, wenn jemand danach sucht, der vielleicht erstmal nur recherchiert „Was kann ich denn zu dem Anlass, zu dem ich jetzt vielleicht eingeladen bin, überhaupt anziehen? Was gibt es denn da für Optionen für mich?“ #00:07:58-0#

B: Es ist vor allen Dingen eine super starke Suche, weil da gibt es offensichtlich einen konkreten eben Anlass, eine Situation, einen Zeitpunkt, an dem brauche ich dann das Produkt. Also „Kleid Hochzeit“, dann ist ja schon ganz gut, wenn man dann zu dem Termin dann auch etwas hat. So. Ja? Oder Abschlussball.

Und von daher finde ich auch: Also es ist wirklich ein Klassiker aus SEO-Sicht. Ich finde, was aber dann schon spannender wird, ist: Wie setze ich das auf der Webseite um? Oder was heißt „spannender“, es ist generell natürlich spannend, das zu sehen, auch das Suchvolumen zu verstehen, aber das ist halt auch etwas, was wir jetzt häufig erleben: Wie setze ich das auf Content-Ebene um?

Also baue ich dann zum Beispiel „Kleid Abschlussball“, baue ich das in meinen Content so rechts unten noch in die Ecke ein? Oder baue ich daraus eine ganze Themenseite? Wie arbeite ich mit diesem anlassbezogenen Thema? Mache ich das Thema wirklich nur in meinem Blog? Und darüber wird dann oft diskutiert so, da geht es ganz schnell um wirklich Seitenarchitektur: Wie groß mache ich ein Thema? Wie relevant ist das Thema für mich? Also das ist etwas, was immer noch super aktuell ist, und ja, was wir oft erleben. #00:09:08-0#

F: Ja, und wenn das gerade auch so Shop-Themen sind wie jetzt beim Thema Kleider, wo Google übrigens sagt, dass diese ähnlichen Produkte/ oder mit Anlässen 45 Prozent aller Suchen ausmachen in dem Bereich. Das muss man sich mal vorstellen: 45 Prozent der Leute, die überhaupt in dem ganzen Kontext Kleider suchen, suchen nach einem konkreten Anlass. Also das ist nichts, was man vernachlässigen sollte, wenn man in dem Bereich unterwegs ist. Aber dann ist die Frage: Wie bringe ich das unter? Und wenn ich ein Online-Shop bin, dann ist das kein Produktthema erstmal, das ist nichts, wo man eine Kategorie-Seite für baut, oben die Produkte rein und den Content drunter klatscht. Das ist dann/ da muss man sich überlegen: Wie gehe ich da dran? Ist da die Kaufabsicht schon da? Oder möchte sich jemand vielleicht erst mal nur inspirieren lassen? #00:10:58-0#

Trend 3: Keyword in Verbindung mit einem Vorteil

B: Ja. Gut, ich nehme mal die dritte, den dritten Trend nehme ich mal vor, den fand ich auch sehr spannend, da hat Google gesagt: Also die Suche in Verbindung mit einem konkreten Vorteil, da passiert viel. Beispiel: Plus sechzig Prozent bei „einfach“, also die Menschen suchen nach einem Produkt plus „einfach“. Und das finde ich super interessant auch als Texter, wenn ich mich damit auseinander/ also auf zwei Ebenen. Das gehört in jedes gute SEO-Konzept.

Einmal: Das alles, Gesellschaft, Wirtschaft, alles wird immer komplexer, lesen wir Tag ein, Tag aus und erleben wir auch auf der Arbeit. Alles wird immer komplexer. Dann ist es eigentlich eine logische Folge, dass der Kundenwunsch nach „einfach“ steigt, also man möchte halt gerne dann eine einfache Lösung haben. Und ich bin ja/ auf der Content-Ebene setze ich mich ganz oft damit auseinander: Was sind eigentlich die Stärken des Unternehmens? Wie können wir die kommunizieren? Wie verankern wir die auf der Seite? Und dann sich auch bewusst zu machen, dass eben dieses Thema „einfach“ so anzieht. Das ist wichtig, sich das klarzumachen. Und das ist ja oft auch das Thema, wenn man textet: Ist dahinter auch wirklich ein Produkt oder eine Dienstleistung, die einfach ist? Also kann man da/ muss man da vielleicht auch auf der Produkt- oder Dienstleistungsebene sich nochmal hinterfragen: Wie kriegen wir das jetzt noch einfacher hin, damit wir das nach vorne auch bewerben können, weil das ja auch ein Kundennutzen ist, der gefragt ist? So etwas finde ich ein sehr spannendes Detail. #00:11:39-0#

F: Das ist kein Detail, das ist bei der Draufschau, wenn ich da jetzt sozusagen als Außenstehender draufgucke, wie intensiv du dich da immer genau mit diesem Thema auseinandersetzt. Du sagst ja immer „Ich übersetze Fachchinesisch-Deutsch.“ Das ist/ #00:11:54-0#

B: Ich bin Deutsch-Deutsch Übersetzer. #00:11:55-0#

F: Deutsch-Deutsch, genau. Deutsch als Fremdsprache sozusagen. #00:11:58-0#

B: Genau (lacht). #00:11:59-0#

F: Ingenieur-Fremdsprache oder keine Ahnung, was das Thema ist. Man hat ja selber, wenn man ein Produkt entwickelt oder wenn man da so drinnen steckt, eine ganz andere Sprachwelt, in der man lebt, aber das ist ja nicht die, die der Kunde hat in der Regel. Ja? Und selbst Ingenieurs-Produkte werden oft nicht von Ingenieuren gekauft oder vom Einkauf oder der Beschaffung oder keine Ahnung, wer da grade dran sitzt, und auch dem muss man es einfach erklären.

Und selbst ein Ingenieur ist ja dankbar, wenn die Produktvorteile einfach mal aufgelistet auf der Seite stehen und man sich die nicht in drei PDF-Broschüren zusammensuchen muss. Ja? Also das Thema „einfach“ finde ich/ wie du schon sagtest, das ist wahnsinnig groß, und gerade im Bereich Content DAS zentrale Thema, und das sieht man ja auch an den Suchanfragen, dass die so stark steigen nach einfachen Lösungen. Also nicht nach einfachen Lösungen in Bezug auf simpel oder so, sondern nach einer einfachen Erklärung vielleicht auch für ein Problem. #00:12:54-0#

B: Ja, absolut. So, das war Nummer drei. Also wir hatten jetzt das erste, nochmal kurz, die Suche nach ähnlichen Produkten, die zweite in Verbindung mit einem konkreten Anlass. Jetzt kommt der Produktvorteil, das war die Nummer drei. Jetzt machen wir einmal die Vier. #00:13:08-0#

Trend 4: Keywords in Verbindung mit der eigenen Person

F: Ja, vier ist, dass die Suche immer persönlicher wird, die Suchanfragen. Leute suchen nach „Was soll ich heute zu Mittag essen?“ Ja? So. Das heißt, dass immer mehr das Wort „ich“ oder „für mich“ in den Suchen selber drin vorkommt. Und das ist in den letzten zwei Jahren/ um sechzig Prozent sind diese Suchtrends gestiegen in diesem Bereich, und das ist halt auch echt spannend und also meiner Meinung nach hat das auch viel mit Voice Search zu tun, weil man mit dem Handy, mit dem Telefon oder mit Alexa persönlicher sich unterhält, und man erwartet eben auch dann eine persönliche Antwort, also benutzt man diese Keywords auch viel eher.

Und meiner Meinung nach, wenn man da jetzt drauf eingehen möchte als Unternehmen, ist es natürlich schwierig, individuelle Ergebnisse zu produzieren als Unternehmen. Ich habe eine Webseite und da kommt ein Text drauf, und den kann ich ja nicht individualisieren erstmal oder ich kann ihn für die Suchmaschine jetzt erstmal nicht individualisieren. Google holt sich den Text auf meiner Seite und tut ihn in den Index rein und arbeitet dann damit.

„Was soll ich heute Mittag kochen?“

Was ich aber machen kann, ist, dass ich noch mehr zur Verfügung stelle und vielleicht auch Daten zur Verfügung stelle, die die Suchmaschine dann selbst aufwerten kann oder zur Aufwertung benutzen kann. Was heißt das konkret? Ich kann mit strukturierten Daten arbeiten. Wenn jemand vielleicht auch danach sucht „Was soll ich heute Mittag kochen?“, dann kann man Rezepte zur Verfügung stellen, unterschiedliche, die dann vielleicht dann nicht mehr bei mir auf der Seite gelesen werden, sondern direkt auf den Suchergebnissen als Inspiration angeboten werden. Oder es gibt ja viele Möglichkeiten, Datenintegration mittlerweile zu machen, aber dass man versucht, der Suchmaschine selbst Lösungen zur Verfügung zu stellen, die dann nachher individuell angeboten werden können. Das wäre jetzt so mein Ansatz, den ich jetzt aus der technischen Perspektive bei diesem Punkt hätte. #00:15:11-0#

B: Finde ich auch, du bist jetzt schon sehr stark auch wieder in der konkreten Umsetzung, finde ich auch sehr, sehr spannend. Ich finde es generell erst mal krass, dass, ja, dass die Leute oder wir alle offensichtlich eine immer persönliche Suche überhaupt eingeben, also dass da überhaupt „for me“ und „I“ und so etwas, dass da so etwas überhaupt drinsteht. Also man hat sozusagen die Erwartung, dass die Suchmaschine einen schon so gut kennt, dass man da das richtige rausbekommt (lacht).

Also das ist so, finde ich, fast schon so der komplett gegensätzliche Trend zu diesem ganzen Datenschutzthema, was ja auch super wichtig ist, ich will das überhaupt nicht schlecht- oder kleinreden, aber die Kunden oder die User geben da offensichtlich „für mich“ ein und erwarten von der Suchmaschine, dass dann auch eine persönliche Antwort dabei rauskommt. Und ich finde, aus Unternehmenssicht heißt das ja auch, dass man NOCH besser seine Kunden verstehen muss, NOCH genauer hinhören muss: Was hat jetzt eigentlich der Kunde gerade gesagt? Was hat der uns für ein Feedback gegeben? Was für Wörter benutzt der? Was für Erwartungen hat der? Dass man das alles erfasst und dann sich überlegt: Wie kriegen wir das wieder auf die Webseite transportiert?

Eben weil da gibt irgendjemand „for me” ein, „für mich“ oder sonst irgendetwas, und man muss irgendwie verstehen, wie der tickt und was der erwartet dann auf der anderen Seite. Und ja, das ist auch wieder ein Content-Thema, Die Kernarbeit beim Content ist immer, das ganze Wissen, was in dem Unternehmen meistens sowieso schon vorhanden ist, das auf die Webseite zu transportieren. Wenn man dann mit dem Support redet oder mit dem Vertrieb redet oder auch mit dem Marketing, die wissen ja schon ganz viel über ihre Kunden, und die Frage ist nur: Findet sich das auch wirklich auf der Webseite wieder so? Und das finde ich super spannend. Also die Aufgabe, die Kunden noch besser zu verstehen, und dann eben auf der technischen Ebene so etwas wie strukturierte Daten oder auch für Voice Search eben die entsprechenden Angebote zu machen. #00:17:17-0#

Trend 5: Keywords wie ein Gespräch

B: Der fünfte Punkt ist die Suche bzw. Keywords wie ein Gespräch. Also da haben wir auch irgendwie 65 Prozent Steigerung oder so. Also früher haben die Leute vielleicht als Beispiel „Bankkonto“ eingegeben, und heute gegeben die ein „Was brauche ich, um ein Konto zu eröffnen?“ oder „Wie viel Geld brauche ich, um in Rente zu gehen?“ Das ist ja eine Gesprächseröffnung, das ist eine vollständige Frage, die da in die Suchmaschine eingegeben wird, und auf die eben auch eine Antwort erwartet wird. Also ist wirklich wie ein Gespräch, wie wenn jemand ein Beratungsgespräch macht, so wird diese Frage auch in die Suchmaschine reingekippt. Also weg von diesen harten Ein-Wort-Keywords, Zwei-Wort-Keywords, sondern hin zu diesen Gesprächseröffnungen, konkreten Fragen. #00:18:16-0#

F: Also ich finde, da ist eine Sache, die mir eingefallen ist: Wenn ein Unternehmen oder auch ein Berater oder keine Ahnung, wer das jetzt macht, der zum Beispiel einen Blog schreibt, ich finde, gerade in diesem ein bisschen mehr Community-getriebenen Bereich, da findet man oft auch Content, der tatsächlich auch diese Fragen auch sehr persönlich beantwortet, oder? #00:18:44-0#

B: Ja, generell, überhaupt, viele Foren stehen ja immer noch zu Recht vorne, weil da einer genau so eine Frage eingibt. #00:18:50-0#

F: Ja, Foren, aber eben auch #00:18:52-0#

B: Aber auch auf der Webseite. #00:18:53-0#

F: dass sich auch Menschen, Unternehmer auch überlegen „Das ist die Frage, auf die ich ja eigentlich auch Antworten liefere.“ Vielleicht größere Unternehmen vielleicht nicht so sehr, weil die noch sehr in dieser Produkt-Denke drin sind, aber jetzt nehmen wir mal an, ich bin Rentenberater und sich sage „Wie viel Geld brauche ich, um in Rente zu gehen?“, dann würde ich doch genau diese Frage auch versuchen, zu beantworten. #00:19:14-0#

B: Genau, und zwar bevor ich mit irgendeinem Produkt um die Ecke komme. So. Und ich finde auch generell: Das heißt für mich auch wieder auf der Content-Ebene/ wir haben ja ein sehr schönes Interview mit der Daniela Rorig gehabt, wo wir gesagt haben, wie du bessere Website-Texte schreibst. Anhand von einer Anzeige oder von einem Werbetext haben wir das mal auseinandergenommen, dieses Marketing-Blabla, dass man halt weg kommt von diesen Floskel-Texten hin zu einer natürlichen Sprache.

Und die natürliche Sprache ist so, dass, wenn man das liest, dass man das Gefühl hat „Ich habe eine Frage, und der Text gibt mir eine Antwort da drauf, eine verständliche, einfache wieder Antwort darauf und ein natürliches/“ ja, einfach, dass man halt nicht/ man will keine Lobhudelei. Du hast es ja damals bei dem Interview mit Daniela gesagt „Die meisten Werbetexte sind für mich einfach nur billige Lobhudelei.“, und davon muss man halt weg, hin zu wirklich guten Antworten. Und das ist am Ende das, was man, wenn man das anbietet, dann ist man ein gutes Ergebnis für jeden User. #00:20:22-0#

F: Ja, aber viele Unternehmen tun sich schwer, natürliche Sprache zu benutzen. #00:20:26-0#

B: Ja. Absolut. Also da geht es noch nicht mal um eine saloppe Sprache, aber eben wie redet man denn, wenn der Kunde vor einem steht? Da redet man meistens auch ganz anders als das, was man auf der Seite hat. Auf der Seite wird oft sehr abstrakt geredet, sehr allgemein, bloß nicht ins Detail gehen. Das sind so oft, obwohl das echte Gespräch im echten Leben halt ganz anders läuft. Und auch da muss man sozusagen das übereinander legen. Okay, das war die fünf. #00:20:58-0#

F: Jetzt verlassen wir ein bisschen den persönlichen Bereich#00:21:01-0#

B: Genau. #00:21:02-0#

F: werden wieder so ein bisschen Keyword-lastiger, würde ich fast sagen. #00:21:06-0#

B: Ja, mache ich? Oder du? #00:21:09-0#

F: Nein, mach ruhig. #00:21:10-0#

Trend 6: Keywords in Verbindung mit Top-Bewertung

B: Ja, super. Also die Suche nach dem Besten ist der sechste Punkt. Also da plus 125 Prozent für „best“ oder „right now“. Also Beispiel: „die besten Aktien derzeit“ oder „best electric Car“. Also auch da wieder total Wahnsinn, dass die Menschen da irgendwie einfach nach dem Besten suchen, die Abkürzung sozusagen. Ich will mich nicht schlau machen, ich will gar nicht wissen, wen es da alles gibt, sondern ich will jetzt einfach das Beste, bumm. #00:21:41-0#

F: Bringen die schon eine Menge Vertrauten Google entgegen, muss ich sagen. #00:21:47-0#

B: Ja. Aber das ist offensichtlich da. #00:21:50-0#

F: Es ist offensichtlich da. Wir haben ja schon gesagt, die Zahlen beziehen sich auch stark auf den US-Raum, es mag eventuell auch kulturelle Unterschiede noch geben, weil das ist so etwas, was ich jetzt in den deutschen Keywords noch nicht so ganz krass festgestellt habe, dass da Leute wirklich nach dem „Besten“ Suchen, die Deutschen suchen eher nach „Vergleich“ oder „Testergebnisse“ oder so, aber nichtsdestotrotz sind die Zahlen ja/ die hat Google ja nun mal so aufgeführt, und wenn Leute dann nach dem besten Elektroauto suchen, dann muss es dafür auch ein Ergebnis geben. #00:22:24-0#

B: Ja. Genau. Und ich finde, also das ist auch wieder super wichtig: Also der Beste oder die Beste, der beste Anbieter in seiner Branche zu werden, das wollen ja alle so, und deswegen gibt es ja auch super viele Vergleiche und weiß ich nicht was oder eben Tests, offizielle Tests, unabhängige Tests, und die Frage ist aber „Wie arbeite ich damit?“ und „Wie wichtig ist das für mich?“

Und einfach jetzt auch wieder so aus der praktischen Arbeit: Der Klassiker ist „Oh wow, wir haben den Test in dem Magazin so und so gewonnen – ja, dann machen wir dazu jetzt mal eine Pressemitteilung und klinken das unter News und Aktuelles ein.“, so, und dann steht das auf einer Unterseite, steht dann da ein Absatz und dann ein Bild, und das war es. Aber die Leute suchen ja nach „die besten Punkt, Punkt, Punkt“, das heißt, man müsste jetzt eigentlich sagen „Okay, wir krempeln wir jetzt eigentlich unsere Seite um? Wie setzen wir jetzt zum Beispiel/ bauen wir das in die Snippets ein von unseren zehn Traffic-stärksten Seiten?“ oder so, und „Wie gucken wir uns an, wie sich die Klickrate verändert?“ oder so, „Womit werben wir damit noch auf der ganzen Seite?“ Das ist auch so ein Klassiker wirklich. Dann haben wir ein Gespräch mit einem Unternehmen, und dann fällt halt irgendwie so nach einer Stunde der Nebensatz „Ah ja, übrigens, da sind wir auch der Testsieger seit zehn Jahren so.“ – Ah, okay, alles klar. Wo findet man das auf der Seite? Oder „Da sind wir die super Spezialisten in dem Bereich, das kann kein anderer.“ – Ja, ach, okay? So. Und die User suchen eben auch nach der Abkürzung, nach dem „Besten“, und dann ist alles geklärt. Und bei „best electric Car“ vorne zu stehen, das ist schon sehr spannend. #00:24:13-0#

F: Das ist sehr spannend. Und ich muss nochmal auf dieses Vertrauen zurückkommen: Also ich habe ja auch die Anfänge der Suchmaschinen erlebt, wo sehr viel Spam unterwegs war, und ich glaube, so etwas hätte es früher nicht gegeben, dass/ #00:24:27-0#

B: Ja, dass der User so etwas eingibt. #00:24:29-0#

F: Dass der User so etwas eingibt, weil er hätte das Vertrauen nicht gehabt. Also das Internet war eh so ein vertrauensunwürdiger Ort, so ein Hinterhof, und die Suchmaschinen schonmal dreimal, weil da war ja alles voller Spam, aber es muss da irgendwie – hat es ja auch – ein Umdenken gegeben haben. Aber die Suchmaschinen haben so viel Arbeit reingesteckt, gerade Google auch, diesen Spam zu bekämpfen und das Vertrauen aufzubauen, und das ist für mich ein Zeichen dafür, dass das Ziel auch erreicht wurde: Dass man wirklich der Suchmaschine auch vertraut, das beste/ ich meine ein Elektroauto kostet dreißigtausend Euro, und dann „das beste“ dann da auszugeben und dem dann zu vertrauen, das finde ich schon hart, oder es ist ein positives Zeichen eigentlich dafür, dass die Qualität sich stark verbessert hat, und es ist aber auch für uns alle ein Signal, in Qualität zu investieren, um #00:25:20-0#

B: Absolut. #00:25:20-0#

F: in der Suchmaschine überhaupt auftauchen zu dürfen. Wenn wir keine Qualität haben, dürfen wir dort nicht auftauchen, weil sonst würde es solche Ergebnisse nicht geben. #00:25:28-0#

B: Mit dreißigtausend bist du glaube ich noch gut dabei. #00:25:31-0#

F: Einen Elektroroller. Premium-Roller. Elektro-Harley. Weiß ich nicht. #00:25:36-0#

Trend 7: Keywords und Suchen als Teil des Erlebnisses

B: (lacht) Jetzt kommt der siebte Trend. Leg du mal los. #00:25:41-0#

F: Ja, also das, was mir da noch aufgefallen ist, das ist so ein Punkt, den ich ausgegraben habe, da schreibt Google „Suche wird Teil des Erlebnisses selbst“. Ist ein bisschen abstrakt, aber wenn man es konkretisiert, dann wird sich der eine oder andere da bestimmt auch noch wiederfinden. Zum Beispiel hat die Suche nach der benötigten Wartezeit – wo auch immer – um 120 Prozent zugenommen. Ja? Ich weiß nicht, ob ihr das schonmal gesehen habt.

Bei Google My Business gibt es auch oft so einen Zeitbalken, wo eine Uhrzeit drunter steht und so ein Balken, je nachdem, wenn er nach oben geht, dann ist da viel los an diesem Ort, und wenn er unten ist, ist wenig los an diesem Ort, worauf Google versucht so ein bisschen abzuleiten, wie viel Wartezeit man zum Beispiel an der Kasse braucht oder beim Arzt oder was weiß ich was. Also dass man daran vorher schon absehen kann, in der Suche schon absehen kann, wie das Erlebnis später wird, ob ich da lange warten muss oder nicht so lange warten muss.

Das klassische Beispiel sind ja die Bewertungen, die ich mir vorher angucke, um ein Gefühl dafür zu bekommen: Wie ist der Laden? Ist das Hotel gut? Ist es da schmutzig? Ist es da sauber? So. Und das wird mir ja alles schon in der Suche sozusagen geliefert. Das heißt, die Suche wird Teil des Erlebnisses, was ich noch gar nicht habe, weil es mich darauf vorbereitet und weil es mich eventuell auch davor schützt, enttäuscht zu werden. Oder ich will nicht lange warten, dann gehe ich da nicht hin, dann gehe ich woanders hin, das ist mir die Wartezeit jetzt zu lang. Oder ich gehe später erst ins Geschäft, weil dann ist weniger los. Auch das sind so Sachen, die Suche heutzutage leisten kann, was früher undenkbar war. #00:27:22-0#

B: Absolut. Also gerade dieses mit den Wartezeiten, wo mir das auch aufgefallen ist: Beim Schwimmbad zum Beispiel. Wenn man Kinder hat, ist das auch so, dann sieht man: Zack, ah ja, Suchvolumen steigt, okay. Schwimmbad wird voll. #00:27:33-0#

F: Bloß keine Wartezeiten im Schwimmbad. #00:27:35-0#

(beide alchen)

B: Genau. Auch so: Wann wird dieser Begriff stark gesucht? Das ist halt auch so etwas. Also diese Stoßzeiten. Also in Verbindungen mit Bewertungen. Auch Produkte auf Lager, das ist ja auch noch so etwas. #00:27:49-0#

F: Ja, man kann das ja noch weiter drehen. Genau, ja. #00:27:51-0#

B: Telefonnummer, alles, was da so dazu kommt, auf einen Blick „Ah, okay, ich kann es besser einschätzen, das Erlebnis.“, und es ist auch schon Teil des Erlebnisses. Ich sehe Hammerbilder, wenn ich Urlaub machen möchte oder so. Also es gehört alles in dieser Recherche halt mit dazu. #00:28:09-0#

F: Ja, und das sind eben alles diese Touch-Points, wie ich anfangs schon gesagt habe, die neunzig Prozent der Leute, die sich noch nicht entschieden haben, das sind eben Gründe, die dazu führen, dass sie sich für oder gegen jemanden entscheiden: Wenn dort lange Wartezeiten sind, ob das Produkt auf Lager ist, das sind auch alles Touch-Points letztendlich. #00:28:26-0#

Vielleicht noch so zum Abschluss: Ihr wisst, wir machen auch regelmäßig Webinare, wo wir halt auch mal so welche Sachen rauspacken und dann zeigen, wie wir damit umgehen. Also wenn ihr euch dafür interessiert, dann tragt euch einfach ein in unseren E-Mail-Verteiler, den findet ihr auch bei uns auf der Seite, immer ganz unten haben wir so ein kleines Feld „Eintragen“. Wir sind sehr sparsam mit E-Mails, aber da kriegt ihr die auf jeden Fall mit, die Webinare. Und auch auf LinkedIn posten wir immer Content. #00:29:08-0#

F: Ja. Das #00:29:10-0#

B: DAS war es. #00:29:10-0#

B: Genau. Okay, dann würde ich sagen hören wir uns nächste Woche, macht es gut, und bis dann. Tschau. #00:29:16-0#

F: Bis dann. Tschüs. #00:29:17-0#

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