Keyword Kannibalismus: Was dahinter steckt – und wie du das Problem auf deiner Website vermeidest

Keyword Kannibalisierung: Klingt blutig. Ist es auch. Viele Unternehmer, Selbstständige, aber auch angestellte Online-Marketer produzieren Content ohne Ende. Das Problem: Die Inhalte „fressen“ sich gegenseitig. So gehst du damit um.

3 häufige Ursachen für Keyword Kannibalisierung

Bloggen, was das Zeug hält

Viele Unternehmer, Selbstständige oder Marketing-Mitarbeiter bloggen, was das Zeug hält. Heißt: Sie produzieren immer weiter Artikel. Häufig mehrere Artikel pro Woche oder sogar pro Tag. Weil aber früher oder später jedem Menschen die Ideen ausgehen, wiederholen sich viele Themen. Wer zu einem Thema zehn ähnliche Blog-Artikel produziert, hat allerdings aus SEO-Sicht ein existenzielles Problem. Alle Blogartikel steigen zu den gleichen Themen ins Ranking ein – verharren allerdings häufig auf den hinteren Positionen, also auf einer hinteren Suchergebnisseite. Für Google gibt es kein klares Zeichen, welcher Artikel jetzt der eindeutige Referenz-Artikel ist, der vorne stehen sollte. Die Artikel kannibalisieren sich gegenseitig. Viel bringt eben nicht viel.

Frei Schnauze schreiben

In der Suchmaschinenoptimierung geht es immer darum, Inhalte zu entwickeln, der Suchmaschinen und Besucher überzeugt. Viele Content-Verantwortliche schreiben aber einfach „frei Schnauze“. Besonders häufig, wenn es ausgebildete Redakteure sind. Sie haben eine rein redaktionelle Brille auf. Die Leserinnen und Leser stehen für sie im Mittelpunkt. Eine prinzipiell gute Haltung. Denn so entsteht Qualität – und daran mangelt es wirklich oft im Netz. Allerdings rankt fast kein Blog-Artikel. Die Enttäuschung ist groß, dass nur so wenige Menschen den Text lesen, der doch viel Arbeit gemacht hat. Viel Arbeit, kein dauerhafter Traffic.

Keywords ohne Ende

Viele wissen, dass SEO Besucher bringt. Also nutzen sie SEO-WordPress-Plugins, die sagen, welche Keywords sie noch „reinfummeln“ müssen. Die Folge: In jedem Artikel finden sich dutzende Keywords. Für den Algorithmus sieht eine solche Content-Landschaft aus wie Kraut und Rüben. In den Artikeln stehen alle möglichen Keywords, kurz: der Text ist überoptimiert. Das eigentliche Problem dahinter: Es fehlt an einer grundsätzlichen SEO-Strategie, mit einer schlüssigen Content-Architektur. Es ist nicht klar, welche Artikel bzw. welche spezifische Unterseite der Dreh- und Angelpunkt für bestimmte holistischen Keyword-Welten sind.

Podcast: Wenn man sich selbst Konkurrenz macht

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Worum geht es?

Viele Websites ranken bei Google wie Kraut und Rüben. Zum Beispiel zu einem wichtigen Keyword mit mehreren Seiten. Sie “kannibalisieren” sich gegenseitig.

Für wen ist die Episode interessant?

Die Episode richtet sich an alle, die operativ am Content arbeiten wie Webmaster, SEOs und Online-Redakteure.

Kommt mit uns ins Gespräch!

Für unserer Hörerinnen und Hörer bieten wir kostenlose Webinare an. In den Webinaren zeigen wir, woran wir aktuell arbeiten und gehen zu unseren Themen SEO, Content usw. noch mehr in die Tiefe.

Die Termine für die Webinare veröffentlichen wir ausschließlich in unserem E-Mail-Verteiler. Jetzt eintragen – wir hören UND sehen uns beim nächsten Webinar.



Weitere negative Folgen von Keyword Kannibalismus

Keinen Überblick

Je mehr Inhalte, desto schwieriger ist es, den Überblick zu behalten. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, die nur sehr begrenzt Ressourcen dafür haben. Auch in Content Management Systemen wie WordPress lässt sich sehr viel Inhalt nur schlecht administrieren. Man verliert den Überblick – und schüttet gleichzeitig immer neuen Content nach. Aber der neue Content verschlechtert die Situation nur. Ein Hamsterrad, aus dem sich jeder befreien sollte!

Linkpower zerfasert

Der viele Content, der sich selbst Konkurrenz macht, hat auch negative Folgen auf die interne Linkpower. Denn jede Seite sollte mit Links versorgt werden – seien es durch externe Links oder interne Verlinkung. Es ist zwar umstritten, wie wichtig externe Backlinks als Rankingfaktor sind. Aber aus unserer Erfahrung ist es immer noch sehr relevant. Der Qualitätsanspruch seitens Google hat hier deutlich zugenommen. Um interne Verlinkung wird sich oft nicht gekümmert – ein großer Hebel.

Unser Ansatz gegen Keyword Kannibalismus: Erst die Strategie, dann der Content

  • Erst die SEO-Strategie

    Unter einer SEO-Strategie verstehen wir – vereinfacht gesagt: Eine tiefgehende Keyword-Recherche. Welche Begriffswelten gibt es – und wie viel Suchvolumen steckt dahinter. Im nächsten Schritt: Wie kann man diese Welten clustern und daraus eine Informationsarchitektur entwickeln. Diese Strategie ist wie ein Plan, mit dem man anschließend sein Haus baut.

  • Dann Content erstellen

    Anschließend entwickeln wir den passenden Content für einzelne holistische Welten. Jeder Content, jede URL hat eine eindeutige Keyword-Welt. So, dass sich der Content nicht gegenseitig kannibalisiert. Zum Content: Hier gibt es verschiedene Gattungen, Formate und Stile, die unterschiedlichen Einfluss auf das Ranking haben. Dies ist auch abhängig von Suchanfragen, Nutzerintention und Wettbewerb.

  • Gesunde Optimierung

    Viele schwanken zwischen Überoptimierung und überhaupt keiner Optimierung. Die einen schauen zu stark auf SEO und Keywords, die anderen interessiert es nicht. Wir plädieren für eine gesunde Haltung. Suchmaschinen sind wichtig. Aber am Ende zählt der einzelne Besucher und Mensch, der auf der Seite ist. Aber um es gleich zu sagen: Das sieht jeder SEO anders. Es ist unser Blick auf Suchmaschinenoptimierung, den wir auch in unserem SEO Podcast vertreten. Generell gilt: Eine sauber strukturierte Seite plus Content mit Mehrwert hat ein großes Potenzial entsprechend gut zu ranken.

Definition: Keyword Kannibalisierung

Kannibalismus

Kannibalismus oder Kannibalisierung ist ein blutiges Wort, das man sonst eher aus der Klatschpresse oder Horrorfilmen kennt. Auf SEO bezogen bedeutet es: Einzelne Zielseiten konkurrieren untereinander in den Suchergebnissen. Vereinfachtes Beispiel: Sie haben einen Suchbegriff, mehrere Seiten – und diese Seiten stehen nebeneinander im Ranking. Häufig verhindern solche Mehrfach-Rankings auch, dass eine Seite richtig gut vorne steht. Keyword Kannibalismus oder Keyword Kannibalisierung lässt sich unter anderem mit SEO-Tools wie Sistrix analysieren.

Keywords

Mit Keywords sind Suchbegriffe gemeint, die Menschen bei Google oder einer anderen Suchmaschine eingeben. Also einzelne Phrasen oder auch mehrere Begriffe in Kombination. Hier gibt es unterschiedliche Keywords entlang der Customer Journey oder der Suchintention. Zum Beispiel Keywords, die eher informationell orientiert sind, oder Keywords mit einer klaren Kaufabsicht. Google achtet immer weniger auf einzelne Keywords und immer mehr auf ganze Keyword-Welten. Der Fachbegriff dazu sind sogenannte “holistische Seiten”, die zu vielen Begriffen vorne stehen.

Content ist schon da…

Viele Unternehmen haben bereits sehr viel Content auf ihrer Seite. Seien es hunderte Blog-Artikel, Whitepaper, PDFs, Landingpages, Kategorieseiten und vieles mehr. Jede einzelne URL rankt zu verschiedenen Begriffen auf verschiedenen Positionen. Hier hilft eine Analyse (SEO-Audit) über die ganze Domain bzw. Website hinweg. Wir analysieren die Rankings und schauen uns die Keywords in der Tiefe an. Anschließend entwickeln wir einen Plan mit Maßnahmen. Im Kern geht es darum, welche Seiten wir zusammenfassen, weiterleiten oder neu entwickeln.

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