3 SEO-Maßnahmen für die Tonne – und wie es besser geht

Viele SEO-Maßnahmen sind rein technisch orientiert und führen zu nichts. Was häufig fehlt: Eine grundsätzliche Strategie, wie man SEO betreiben will. 

Hier beschreiben wir drei typische SEO-Maßnahmen, die aus unserer Erfahrung fast immer empfohlen werden – und selten etwas bringen. Anschließend sprechen wir darüber, wie man SEO besser angeht.  

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SEO-Maßnahme: Was ist das eigentlich? 

Suchmaschinenoptimierung hat sehr verschiedene Arbeitsbereiche. Sie reichen von technischen Optimierungen über Content-Entwicklung bis zum Linkaufbau. Alle SEO-Maßnahmen haben letztendlich das Ziel, die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu vergrößern – also zu gewünschten Suchbegriffen möglichst weit vorne zu stehen und so mehr Nutzer auf die Website zu führen.

Beispiele: 3 SEO-Maßnahmen für die Tonne

Automatisierte Analyse

Sehr beliebte Onpage Maßnahme: Eine Website wird durch ein SEO-Tool gejagt und heraus kommt eine ellenlange Liste. Dort wird dann empfohlen tausende ALT-Tags in Bilder einzufügen oder H2-Überschriften einzufügen. Gleiches gilt für Snippet Optimierung. Solche Empfehlungen sind nicht falsch. Aber sie sind aus unserer Erfahrung fast nie der zentrale, wichtigste Hebel, der am Anfang steht. Zudem stehen die Verantwortlichen ratlos vor solchen Listen. Wer soll die tausenden Begriffe einfügen? Und was soll das bringen?

Schlechte SEO-Texte

Ebenfalls Onpage: SEO-Texte haben einen schlechten Ruf. Zurecht. Denn meistens sind die Inhalte völlig unbrauchbar. Geschrieben für ein paar Cent von einer Person, die keine Ahnung und auch kein Interesse hat, sich mit der Website und dem Unternehmen dahinter auseinanderzusetzen. Für Markenunternehmen und alle Firmen mit Anspruch sind typische SEO-Texte im Grunde unbrauchbar. Dabei ist der Grundansatz eigentlich richtig: Die Keywords sollten sich im Content wiederfinden. Nur eben auf eine hochwertige Art.

Unerlaubte Verlinkung

Früher eine völlig übliche Offpage SEO-Maßnahme, heute extrem risikoreich: Unerlaubte Links kaufen oder tauschen. Und trotzdem wird es immer noch vielen Unternehmen empfohlen. Auch weil es relativ einfach erscheint. Wenn es die Suchmaschine allerdings merkt, wird die Website entsprechend abgestraft – und fliegt aus dem Ranking. Mit etwas Pech für immer. Es ist also eine Maßnahme, die potenziell das ganze Unternehmen schädigen kann und auch alle anderen SEO-Maßnahmen torpediert.

SEO-Maßnahmen: Wie es aus unserer Sicht besser geht

Technisches SEO

Es ist immer wichtig, die Website zunächst auf technische Fehler zu überprüfen. Zum Beispiel, ob die Website richtig indexiert wird. Ladezeiten und SEO im Ausland sind typische Fehlerquellen. Aus unserer Erfahrung gibt es in 80 Prozent der Fälle keine Probleme. Das zeigt eine einmalige Prüfung durch entsprechende Tools. Zumal viele Content-Management-Systeme wie WordPress, Typo3 oder Shopsysteme wie Shopware technisch immer besser werden. 

Verlinkung größer denken

Externe Links sind und bleiben ein wichtiger SEO-Rankingfaktor. Websites, die gut extern verlinkt sind, haben bessere Chancen auf Top-Positionen bzw. sehr gute Rankings in den Suchmaschinen. Letztendlich gilt: Wer zur Marke wird, wer PR und Marketing macht, der sammelt damit auch Links ein – erst recht, wenn Linkaufbau von Beginn an strategisch mitgedacht wird. Diese Links sind nachhaltig, qualitativ hochwertig – und sind damit auch ein Wettbewerbsvorteil.

High Performance Content

Wie bringe ich Keywords in meinen Texten unter – und schaffe zugleich ein Markenerlebnis? Wie wird der Content eingepasst in die Markenkommunikation? Darum geht es bei High Performance Content. Was es braucht sind professionelle Copywriter, die mit SEOs Hand in Hand zusammenarbeiten. So ranken die Texte besser. Und konvertieren auch, weil die Besucher sich angesprochen fühlen. Wir nennen es High Performance Content.

SEO-Maßnahmen im Check

Als SEO-Sparringspartner und SEO-Berater unterstützen wir Unternehmen in der Suchmaschinenoptimierung. Häufig analysieren wir in der Vergangenheit umgesetzte SEO-Maßnahmen.

Fabian Jaeckert arbeitet als technischer SEO und hat alle SEO-Tools in der Hand. Benjamin O’Daniel ist gelernter Redakteur und Werbetexter und für alle Content Maßnahmen zuständig. In unserer Beratung kombinieren wir beides. Außerdem bieten wir SEO-Kurse an. 

Konkrete Beispiele diskutieren wir auch auf LinkedIn. Zum Beispiel hier, hier, hier oder hier.

Die Basis für alle SEO-Maßnahmen: Eine SEO-Strategie

Ranking Analyse

Wo steht das Unternehmen derzeit im Ranking? Welche einzelnen URLs haben schon eine Sichtbarkeit? Und falls ja, zu welchen Keywords genau? Eine Ranking-Analyse zeigt den IST-Zustand. Das Wertvolle daran: Wenn eine Website zu bestimmten Begriffen bereits gut steht, kann man dort für Optimierungen ansetzen – anstatt bei Null mit der Suchmaschinenoptimierung anzufangen. 

Keyword Set

Jedes Unternehmen sollte ein klar definiertes Keyword Set haben. Also eine Liste mit in der Regel mehreren tausend relevanten Suchbegriffen und entsprechendem Suchvolumen – also den Suchen pro Monat. Diese Liste ist die Basis für alle weiteren SEO-Maßnahmen. Denn draus ergibt sich, mit welcher einzelnen Unterseite man zu welchem Keyword ranken will.

Content Template

Wie gestalte ich den Content auf einer einzelnen Unterseite? Wo baue ich wie die Keywords aus der Recherche ein? Wie führe ich den User durch eine Seite? Wir setzen uns dafür ein, dass Unternehmen hier ein Content Template entwickeln, mit einem professionellen Content Design. Bleiwüsten schrecken nur ab. In dieses Template fließt dann der Text und alle weiteren Content-Formate.

SEO-Ressourcen

In den seltensten Fällen gibt es eigenständige, große SEO-Teams. Stattdessen wird SEO häufig nebenbei gemacht. Die Folge sind häufig ein geringer SEO-Traffic – oder auch Abstürze durch einen Relaunch. Wir vertreten den Ansatz, dass Mitarbeiter “aufgeschlaut” und aufgebaut werden sollten. Hier bieten wir auch entsprechende SEO-Kurse an.

SEO-Maßnahmen in Live-Webinaren

Für unserer Hörerinnen und Hörer bieten wir kostenlose Webinare an. In den Webinaren zeigen wir, woran wir aktuell arbeiten und gehen zu unseren Themen SEO, Content usw. noch mehr in die Tiefe.

Die Termine für die Webinare veröffentlichen wir ausschließlich in unserem E-Mail-Verteiler. Jetzt eintragen – wir hören UND sehen uns beim nächsten Webinar.


Aktuelle Maßnahmen in der Diskussion

2020: Qualität im Fokus

Auch 2020 hat Google wieder eine Reihe von Updates durchgeführt, zum Beispiel das Core Update im Mai. Es zeigt sich sehr deutlich: Qualitativ hochwertige Inhalte sind die Basis für ein gutes Ranking. Die Suchintention muss getroffen werden. Das bedeutet, man setzt sich sehr intensiv mit den jeweiligen Keywords und den Absichten dahinter auseinander. Was erwartet der User bei dieser Suche – und was können wir ihm bieten?

2021: Blick in die Glaskugel

Alle Google Updates der letzten 15 Jahre haben letztlich darauf gezielt, die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern. Man kann sich also entscheiden: Arbeitet man mit Google oder gegen Google? Aus unserer Sicht macht es langfristig am meisten Sinn, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen, auf Basis einer SEO-Strategie. Daraus leiten sich alle SEO-Maßnahmen ab, jeden Tag – und nicht nur im Jahr 2021.

In unserem SEO-Podcast diskutieren wir aktuelle Strategien und Maßnahmen

Keyword Content - Die Leiche im Keller
10 Jahre alte Google Updates und die Auswirkungen bis heute. Content Performance Podcast Folge 1.
Seo-Texte: Nein Danke!
Wie SEOs und Texter besser zusammenarbeiten. Im Content Performance Podcast.
Snippet Optimierung: Kleines Handwerk, große Wirkung
Wie man in seine Snippets mehr Pfiff reinbringt. Und besser rankt - im Content Performance Podcast.
Praxisbeispiel Linkaufbau
Wie Portale und Onlineshops besser ranken. Der Content Perormance Podcast.
Ladezeit: Wenn jede Sekunde zählt
Über die Ansprüche von Google und der User von heute und morgen
Wie ein blinder Suchmaschinenoptimierer Websites analysiert
Interview mit Lars Stetten von RundumSichtbar
Stock-Fotos: Raus aus der Billig-Ecke
Über billige Symbolbilder, oder: Warum trägt der Cyber-Einbrecher eine Skimaske?
Suchbegriffe: 7 aktuelle Trends
Wir haben uns in die „Google Insights“ eingelesen
Keyword Recherche: Warum wir immer Potenziale entdecken
Wir sprechen über Vorgehensweisen, Tools und die Arbeit am Content.

SEO-Maßnahmen: Die Transkription der Podcast-Folge

B: Heute reden wir über typische SEO Maßnahmen, die, ja, aus unserer Sicht echt für die Tonne sind. Also richtig viel verbrannte Erde, die man so sieht, und da wollen wir heute mal ein bisschen drüber reden. #00:00:31-3#

F: Wenn ich mir das so angucke, was wir alles so aufgeschrieben haben. Es hat sich ein bisschen aus so unserer Erfahrung der letzten Wochen entwickelt, weil wir mal wieder viel Kundengeschäft hatten, viele SEO-Konzepte gemacht, viele Seiten analysiert, und da stolpert man ja immer wieder über so Restbestände von, ja, alten SEO-Maßnahmen, die dann von Kollegen umgesetzt wurden, mal vor vielen Jahren, und wenn man dann teilweise sieht, wie da auch teilweise heutzutage noch optimiert wird, und was da als Suchmaschinenoptimierung verkauft wird, das ist echt schon ganz schön grausam, muss ich sagen. #00:01:12-7#

Also, es wird ein bisschen ein Stück weit ein Bashing. Aber wir gehen auch nach vorne und sagen, wie wir es machen würden. 

B: Also, es wird ein bisschen ein Stück weit ein Bashing. Aber wir gehen auch nach vorne und sagen, wie wir es machen würden.  B: Wir haben uns auch darüber unterhalten, machen wir das jetzt oder nicht? Aber es ist die Realität. Und ich meine, darüber müssen wir jetzt einfach mal sprechen. Weil damit sind viele von euch konfrontiert, und müssen entscheiden, ob das so Sinn macht, was da vorgeschlagen wird, oder nicht. Und da würden wir gerne drüber sprechen, damit ihr das vielleicht auch für euch besser einschätzen könnt. #00:01:49-0#

Starten wir mit dem ersten Punkt. Als erstes nehmen wir uns mal die sogenannte Onpage Optimierung vor. Also alles, was sozusagen auf der Seite passiert. Und da, Fabian, leg mal los mit dem Crawling-Wahnsinn, wie du es genannt hast. #00:02:03-4#

F: Ja. Also, Crawling ist an sich natürlich eine superwichtige Sache. Also, ja, alles was wir besprechen heute hat schon alles seine Daseinsberechtigung, wie wir zum Beispiel auch schon mit Markus Hövener besprochen haben.

Aber ich finde, die Frage ist immer, wie geht man damit um? Oft ist es so, dass eine Seite gecrawlt wird, und, dass dann dieser Crawl sozusagen die Arbeitsgrundlage für die nächsten zwei, drei Jahre ist. Und das ist in der Regel viel zu granular, was da dann, ja, sozusagen als Optimierung, als Maßnahme abgeleitet wird aus dem Crawl.

Auf jeden Fall hat man dann immer diese Ampeln, die einem sagen, oh, du hast hier, was weiß ich, eine Million Bilder ohne Alt Tags.”

Was meine ich jetzt konkret? Gerade, wenn man ein größeres Projekt hat, und der Crawl am Anfang steht, dann tauchen natürlich Dinge auf, die optimierungswürdig sind. Ob man das jetzt mit einem SEO-Tool wie dem Screaming Frog macht, was natürlich sehr in die Tiefe geht, oder man holt sich eine Softwarelösung. Auf jeden Fall hat man dann immer diese Ampeln oder irgendwelche Signale, die einem sagen, oh, du hast hier, was weiß ich, eine Million Bilder ohne Alt Tags.

Oder du hast so und so viele Links, die ins Leere gehen. Oder du hast so und so viele verwaiste Seiten, die nicht so oft angelinkt sind. Und dann schnappt man sich das, und alle sind froh, weil das dann sozusagen für die nächsten zwei Jahre Arbeit ist, das alles umzumodeln oder umzubauen oder zu optimieren. Und einfach ohne zu hinterfragen werden dann diese eine Million Bilder werden dann mit einem Alt Tag versehen, am besten noch jemand dafür eingestellt, der dann nur damit beschäftigt ist, die Ergebnisse von diesem Crawl aufzuarbeiten. Und das wird eben nicht hinterfragt, macht das denn überhaupt Sinn, jetzt eine Million Bilder mit Alt Tags zu versehen? Oder habe ich nicht vielleicht ein Problem an einer ganz anderen Stelle? Ja. #00:03:46-4#

B: Also da wird so ein Tool genutzt, und dann hast du da eine Ampel, und alle kümmern sich, und die Ampel wieder auf Grün zu kriegen, ne? Also, was wir auch letztens hatten war auch schön, so ein WordPress Plugin, das einem dann halt immer sagt, ja, du musst ganz viele Links am Anfang setzen. Also interne Links. Und dann ist halt alles voll mit internen Links, und das ist ja total unlesbar.

F: Was für ein Wahnsinn! Man hat eben ganz viel Arbeit, die eigentlich überhaupt nicht der richtige Hebel ist. #00:04:25-6#

B: Ja, ich meine, auch von der Usability her. Der User kommt auf meine Seite, weil er eine Information von mir haben will. Der will doch nicht wegklicken, der will doch nicht auf einen internen Link klicken und irgendwo anders hin! Sondern es geht doch erstmal darum, dass er sich erstmal auf der Seite zurechtfindet, und guckt, was gibt es denn hier überhaupt?

Und dann kommt ein Plugin und sagt: “Ja, dann schick den doch erstmal auf fünf andere Seiten.” Das macht überhaupt keinen Sinn. Aber das wird nicht hinterfragt. Sondern das Plugin sagt das dann, und dann wird das einfach gemacht, und das haben wir in diesem speziellen Fall auch gesehen. Und ich finde, ja, wir sprechen ja später noch darüber, wie man damit umgehen kann, oder wie man damit besser umgehen kann. Aber einfach um dem noch mal ein bisschen vorzugreifen, es ist natürlich wichtig, das auch immer zu hinterfragen. Ob das auch für einen selber Sinn macht, und für die eigene Webseite. #00:05:09-3#

F: Also das war jetzt mit dem Plugin, ne, und das andere mit dem Crawling finde ich auch, dann wird halt gesagt: Ja, dann müssen wir jetzt 10 000 H2-Überschriften machen, noch, oder so. Und die fehlen dann da, und Alarm, Alarm, Riesensirene geht an, und, ja, und dann fummelt man da jetzt irgendwie drei Jahre drauf rum, oder wie? #00:05:31-1#

Da wird einfach nur ein Monsterberg an Arbeit schon fast, ich würde sagen, künstlich erschaffen, und daran wird dann irgendwie rumgeschraubt.”

B: Das wird überhaupt nicht eingeordnet, ist das jetzt wirklich das Wichtigste oder nicht? Sondern da wird einfach nur ein Monsterberg an Arbeit schon fast, ich würde sagen, künstlich erschaffen, und daran wird dann irgendwie rumgeschraubt. #00:05:46-1#

F: Ja. Also das sind auch Sachen, ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren und Jahrzehnten immer wieder diese Überschriften auf dem Tisch landen, dass das jetzt die Weisheit des SEO-Olymps wäre, dass man jetzt, ja, noch mehr Überschriften, oder, dass man eine falsche Überschriftenstruktur, ist auch ganz oft, ne? “

Ja, dann hast du dann, dann steht da die H2 vor der H1 oder dann hast du zwei H1 auf der Seite”, und dann doktert man daran rum, jahrelang, und es bringt überhaupt nichts, weil das einfach eine homoöpathische Auswirkung auf das Ranking hat. Ja? Dass die Überschriften nicht in der richtigen Reihenfolge stehen. #00:06:28-3#

B: Das sind alles technische Maßnahmen, wo aber der große Rahmen – die SEO-Strategie – eigentlich fehlt. #00:06:35-6#

F: Ja. Der große / Also man muss natürlich auch ein bisschen ausdifferenzieren. Es macht natürlich Sinn, seine Alt Tags zu benennen, vernünftig, und auch eine gute Struktur zu haben. Wir haben ja mal mit Lars Stetten gesprochen, mit dem Suchmaschinenoptimierer, der blind ist. Und gerade für Leute, die mit einem Screenreader unterwegs sind, macht es natürlich Sinn, dass die Seite eine vernünftige Struktur hat, und eine vernünftige Technik und so. Ja? Ich will auch nicht sagen, dass es keinen Sinn macht, sich damit auseinanderzusetzen, generell. Oder das für sich rauszufinden, dass es da ein Problem gibt. Aber dann, ob es dann Sinn macht, einfach blind draufloszuarbeiten, oder sich zu überlegen, vielleicht, ja, sind andere Sachen sinnvoller, das ist das Problem an dieser Crawling und dieser Onpage Geschichte. Dass es einfach so ein Lemmingverhalten ist, und so eine Technikgläubigkeit, ohne das zu hinterfragen. Das ist das Problem. #00:07:25-2#

B: Gehen wir mal direkt zum nächsten Thema, da, wo wir auch viel Lemmingverhalten sehen, das ist der Linkaufbau. #00:07:30-6#

F: Ja, genau, da war auch wieder der Fall, dass Linktausch und Linkkauf gemacht wurde. Wir fragen: Wieso machst du das? Die Antwort: Ja, meine Wettbewerber machen das halt auch, und das macht man ja doch auch so.

Und, ja. Gut. Und dann hast du halt ganz viele eingekaufte Links, und die Seite hat halt dann schon fast Schlagseite, ja, oder auf jeden Fall ist die schon gefährdet, so, durch diesen ganzen Linkaufbau, der halt eben nicht den Googlerichtlinien entspricht, und das wird halt aber immer noch gemacht. Und oft eben so auch aus einer Situation heraus, dass man sagt, ja, wir wissen eigentlich nciht, wie wir sonst Links aufbauen sollen.

B: Also, man muss auch dazu sagen, das sind vor allen Dingen natürlich Kunden, die noch, die keine Marke sozusagen sind, ne? Ja, eine große Brand hat das Thema nicht. Aber jeder, der auch ein neues Projekt startet, oder halt, ja, keine richtige große Brand ist, da stellt sich die Frage halt schon. Und dann entsteht halt so ein Druck, ja die Wettbewerber machen das. Oder auch da gibt es ja ganz viele Anleitungen, die du Links tauschst ohne, dass Google es merkt, und keine Ahnung wie, ja? Und schon hängst du da auch wieder drin. #00:08:55-0#

F: Also, dass es das immer noch gibt. Da schlägt mein Kopf immer auf der Tischplatte auf, wenn ich dann jemanden angucke, dann sagt der: “Ja, hier, das ist, also das habe ich, im letzten Jahr habe ich diese Links noch aufgebaut bekommen, von Dienstleister XY”. Ja?

Und dann guckst du dir das an, und dann sind das Katalogeinträge, und irgendwelche expired Domains, ja, also abgemeldete Domains, die dann irgendein Grabber sich wieder besorgt hat, das habe ich vor 15 Jahren gemacht. Ja? So Domains gespidert und dann wieder aufgebaut und SEO-Texte drauf, und da dann Links von, jetzt hätte ich fast gesagt, verkauft, das habe ich natürlich nie gemacht, aber halt auf wen anders gesetzt, der dafür eine Gegenleistung geleistet hat. Ja? Also und das ist aber 2019 gewesen. Ja, und dann wird noch gesagt: “Ja, das machen aber alle so.” Ja? Und dann will ich da halt auch gerne meinen Link von haben. Ja, wie viel Sinn das dann macht, sich dann in die gleiche Reihe zu stellen wie die Konkurrenz, da können wir gleich auch noch mal drüber sprechen.

B: Und das Ergebnis ist dann, sagst du ja auch so brutal, wenn man das gleiche macht wie der Wettbewerber, also wie die Konkurrenz, dann ist man auch maximal so gut wie die Konkurrenz, ne? Also besser geht es nicht. Wenn man sich die gleichen Links kauft wie die anderen fünf davor. Jo. Also abgesehen davon hängt man dann im selben Moloch drin. (Also wenn das da? #00:10:23-0#) #00:10:23-0#

Also ich finde das bekloppt, sich zu sagen: Ich baue mir keinen Vorteil meiner Konkurrenz gegenüber auf, sondern ich mache einfach genau das gleiche was die auch machen.”

F: Und das wird als Strategie verkauft. Das ist dann die Strategie, dass man eine Wettbewerbsanalyse macht, wo, wer linkt denn auf den Wettbewerber? Und dann sagt: “Ja, da kannst du dir ja auch einen Link von besorgen.” Ja, ich meine, das ist doch total bekloppt. Also ich finde das bekloppt, sich zu sagen: Ich baue mir keinen Vorteil meiner Konkurrenz gegenüber auf, sondern ich mache einfach genau das gleiche was die auch machen. Und dann noch in so einem sensiblen Bereich, wo man ja wirklich seit fast zehn Jahren schon, eigentlich schon immer, offiziell gegen die Google-Richtlinien verstößt. Also / #00:10:55-5#

B: Das ist der zweite Punkt. Und der dritte Punkt ist der Content. Den machen wir jetzt auch noch, oder? #00:11:04-1#

F: Ja. #00:11:04-8#

B: Also, auch da immer wieder die Situation, also erstmal vorab. Jedes Unternehmen, ob das jetzt ein Soloselbstständiger ist, oder jemand mit fünf oder zehn Angestellten, oder jemand mit tausend Angestellten. Wir haben ja die ganze Bandbreite. Ja? Und alle haben eine gewisse Expertise, haben einen Markenauftritt, haben bestimmte Stärken, haben bestimmte Produkte. Und da muss man vorsichtig mit umgehen, sage ich mal, ja?

Nicht umsonst sind alles was Content angeht, ist immer politisch, ja? Also da muss man intern gucken, wie argumentieren wir, was sind unsere Stärken, zu was können wir wie Position beziehen? Das ist / Da braucht man schon ein bisschen Feingespür für. Und was wir halt dann immer wieder sehen, ist, dass dann halt immer noch so diese alte SEO-Text-Riege immer noch total stark ist, und gesagt wird: “Ja, komm, wir klatschen da jetzt einfach so einen Nonsenstext einfach so (bam? #00:11:59-0#) auf die Seite drauf. Und ja, und dann sagen die Kunden, oder am Ende das Unternehmen sagt dann: “Ja, damit können wir ja überhaupt nichts anfangen. Ja, das wollen wir nicht auf unserer Seite.” #00:12:12-5#

F: Also, dass man sozusagen / // Ja, Gott sei Dank, genau. Dass dann so völlig unbrauchbarer Content, der überhaupt nicht eingepasst ist auf das Unternehmen, sozusagen, der wird einfach nur draufgeklatscht. So. Und das geht halt nicht. Und das kriegt man dann auch immer wieder mit. Oder, noch die sozusagen, das Krönchen oben. #00:12:34-0#

B: Die Krönung obendrauf, ja. Ja, dann, ja da hat, wie heißt das, da wurden irgendwelche Texte auf meiner Seite verändert, ohne, dass ich es mitbekommen habe, und da sind jetzt irgendwelche Keywords drin, die aber überhaupt nicht meiner Expertise entsprechen und ich muss auch aufpassen, dass ich da nicht jetzt für abgemahnt werde. #00:12:51-0#

F: Das war ein fachlicher sensibler Bereich, ja? Im Medizinbereich…

B: Im Medizinbereich, da hat der SEO da Keywords noch dazugefummelt, in Behandlungsbereichen, die gar nicht angeboten worden sind. Das muss man sich mal vorstellen. Ja? Einfach nur, damit für das Keyword noch irgendwo noch ein Longtailranking erreicht wird oder so. Aber das kannst du doch nicht machen. Ohne Absprache mit dem Kunden! #00:13:17-8#

F: Und das Keyword war dann auch noch letzten Endes irrelevant, ja? Also weil es nicht, genau, nicht darauf eingezahlt hat, wo der Kunde am Ende wirklich, sage ich mal, seinen relevanten Umsatz erzielt.  Also da werden Keywords aus einer unbekannten Keyword-Recherche ohne Absprache in den Content reingeflanscht und das ist halt auch alles, was uns total widerspricht. Ja?

Sondern, du musst ja, wenn du SEO machst, und wenn du Content machst, muss es für dich in das – auf das ganze Unternehmen einzahlen. So. Ja? Und da kommt ja am Ende ein User drauf, und der liest das. Ja? Und der User meldet sich danach hintenraus und kauft irgendwas. So muss es ja auch sein. Aber da kannst du doch nicht einfach irgendwas reinflanschen so einfach. #00:14:01-9#

B: Ja, und da sagt dann der: “Nein, das bieten wir gar nicht an.” Und gerade im medizinischen Bereich ist das brutal einfach noch. #00:14:09-2#

B: Ja. Also, dann haben wir jetzt diese drei schönen Pakete. Wir machen irgendwie einen Crawl, und sagen, ja, da müssen wir eine Million H2 Überschriften noch einfügen, und dann kaufen wir dir noch Links, und dann bauen wir dir noch Keywords rein, die nichts mit dir zu tun haben, oder irgendwelche SEO-Texte.

Ja. Und das Ganze, treiben wir es jetzt noch auf die Spitze, das Ganze machen wir im Zweijahresvertrag für, keine Ahnung, so und so viel tausend Euro. Und am Ende weiß man eigentlich gar nicht, was da überhaupt gemacht wird, ja, und da sind, ja / Aber man hängt da halt irgendwie drin, und hat da jetzt so eine SEO Optimierung. #00:14:50-7#

F: Genau. Also im schlechtesten Fall weiß man gar nicht, was gemacht wird. Und im, naja, ich meine, das sind eigentlich alles schlechte Fälle. Aber im nicht ganz so schlechten Fall wird eben aus diesen problematischen Maßnahmen, zum Beispiel aus dem Crawl oder aus dem Linkaufbau, werden dann Leistungen abgeleitet, die dann halt monatlich dann irgendwie reported werden. Ja, wir haben (da? #00:15:10-6#) drei Katalogeinträge für dich gemacht, einen Gastartikel organisiert, und wir haben 100 000 Alt Tags hinzugefügt. Ja? Und das sind / Und ja. Und das wird dann sozusagen auf die nächsten zwei Jahre umgelegt, jeden Monat dann pauschal. #00:15:25-3#

B: Ja. Und meistens ist aber eigentlich überhaupt nicht richtig klar, wenn dann gesagt wird: “Ja, eigentlich wissen wir gar nicht, was da passiert, und eigentlich verstehen wir es auch gar nicht.” Da ist dann, na klar, natürlich ist in vielen Unternehmen dann ist es die Geschäftsführung, oder Head of Marketing, oder ein Marketingmanager, eine Marketingmanagerin und so.

Klar, die will nicht SEO, vielleicht hat die keine Zeit, SEO in der Tiefe zu verstehen. Aber halt noch mal kurz einzuordnen, was ist jetzt wirklich hier eine wirklich wichtige Maßnahme, und was ist jetzt eher so, eigentlich nur homoöopathische Auswirkungen. Dieses, ja, dieses strategische Verständnis, sozusagen, das ist nicht klar, sondern da wird einfach nur irgendwas gemacht. #00:16:17-8#

F: Also, was mich am allermeisten dabei ärgert, oft, ist, dass diese ganzen Personen, die du gerade angesprochen hast, dass denen ein Gefühl vermittelt wird, sie wären zu dumm um das zu verstehen. Und deswegen muss das halt dann so umgesetzt werden. Ja? Oft wird dann auch einfach diese ganzen Magic Themen. Auch gerade die aus einem Crawl sich ableiten, mit dann irgendwie Parametern und Canonical und was weiß ich, was dann alles noch für eine Dunstwolke da um den Schreibtisch wabert.

Wird dann so kompliziert erklärt, dass es keiner versteht, und dann sagt ein unerfahrener Kollege einfach auch: “Ja gut, ich habe das nicht verstanden, aber ich traue mich auch nicht zu sagen: “Erklär es mir bitte.” Und dann wird es einfach so umgesetzt. Was es dann bringt, ist dann egal. Und das ist, finde ich, eine ganz, ganz fiese Masche. Das ist total doof, nicht zu erklären, was man macht. Und den anderen sozusagen im Unklaren zu lassen, und darauf dann ein Geschäft zu machen.

Vor allem, weil das Maßnahmen sind, die teilweise auch einfach problematisch sind. Das ist ein geschäftliches Risiko, Links einzukaufen. Das wird aber nicht gesagt. Weil es gegen die Google-Richtlinien verstößt. Und dann wird gesagt: “Ja, das musst du machen, das machen alle so.” Und das ist einfach falsch, und das ist gefährlich für das Unternehmen. Und das kann man eigentlich, das kann man so nicht stehen lassen. #00:17:35-1#

B: Ja, das ist natürlich auch deine Geschichte, ne, dass du sagst, das habe ich vor 15 Jahren als SEO-Berater auch gemacht, und vor zehn Jahren haben wir alle die Seiten abschmieren sehen und ganze Unternehmen sich dadrüber gecrasht, ne? Das ist natürlich auch eine Erfahrung, ja. Das ist, wenn du halt einmal so eine Erfahrung gemacht hast, dann vergisst du das nicht mehr so. Und das ist natürlich auch so dein Background, ne?

So, und da haben, viele haben diese Erfahrung vielleicht noch nicht gemacht. Aber ich finde auch, und, also du sagst, auf der einen Seite ist es Magic, und auf der anderen Seite, beim Content, finde ich, ist es auch schlicht auch ganz viel Abstimmungsarbeit. Man muss auch mal was, man muss es auch verstehen, wirklich. Gerade auch, ja, man muss einfach tiefer in das Unternehmen eintauchen. Dann ist das halt nicht einfach nur, ein Keyword ist nicht einfach nur ein Keyword, sondern du musst darauf prüfen, ob das für den Kunden wirklich passt, für das Unternehmen wirklich passt, und was da die Expertise ist. Und was die Suchintention angeht – ein Thema, das wir auch schon mit Johannes Beus besprochen haben. Ja, all diese Themen.

B: Genau. Ne, aber jetzt wollen wir nicht vorweggreifen. Also wir haben jetzt schon, jetzt haben wir ordentlich auf die Kacke gehauen, und musste aber auch mal sein, weil es einfach echt, es musste irgendwie raus. Und jetzt, aber wir sind ja nie so, dass wir jetzt einfach nur draufhauen, sondern wir sagen auch immer, wie wir es machen würden. Und das diskutieren wir auch immer gerne. Und da gehen wir jetzt mal wieder mal genauso durch, würde ich sagen, wie / Also diese drei großen Themen, Onpage Optimierung, Linkaufbau und Content. Und wir starten jetzt auch mal wieder mit dem Onpage. Also was sagst du denn jetzt zum crawlen? #00:19:13-5#

F: Ja, das ist eine total wichtige Sache, und wir haben da auch schon oft drüber gesprochen, zuletzt mit Markus Hövener, der da nun wirklich ja auch ein Superexperte in dem Bereich ist. Es ist ja kein Fehler, zu crawlen. Und es ist auch kein Fehler, das regelmäßig zu machen.

Aber ich finde, meine Erfahrung ist jetzt, aus der technischen Sicht, dass es in bestimmt 80 Prozent der Fälle es keine gravierenden Probleme gibt. Im Bereich Technik. Und das hat auch damit zu tun, dass viele Unternehmen mit Software arbeiten, mit Content Management Systemen, mit fertigen Lösungen wie WordPress, Typo3 oder Drupal oder viele Shops haben mittlerweile Shopify oder Shopware. Ich meine, die fangen ja auch nicht erst seit gestern an, ihre Seite technisch zu optimieren. Das sind gestandene Lösungen, die alle schon seit Jahren gut funktionieren. Da ist nicht so viel im Argen, normalerweise. Ja? Und die meisten Unternehmen haben eben keine krassen Spezialfälle mit einem Shop, der eigenentwickelt ist, oder mit einer zehnsprachigen Webseite oder so.

Da ist es natürlich wichtig, dass man auch diese ganzen Themen abklopft. Und da will ich auch gar nicht das abstreiten, dass es wichtig ist, das im Blick zu haben, und einen Crawl zu machen, und wenn da Fehler auftreten, sich auch um diese Fehler zu kümmern. Ja? Aber es wird in vielen Fällen wird es einfach vorgeschoben. Und dann werden daraus Arbeitsschritte abgeleitet, die einfach unsinnig sind. Ja? Und trotzdem müsst ihr natürlich solche Sachen wie zum Beispiel, wenn ihr Onpage arbeitet, müsst ihr gucken, dass ihr eine vernünftige Ladezeit habt. Das ist wahnsinnig wichtig. Dass, wenn ihr größere Seiten habt, und Shopseiten habt, mit Parameter arbeitet, dass ihr auf euer Crawlbudget achtet, dass da keine Endlosschleifen sind, dass die wichtigen Seiten in der Navigation natürlich weiter oben sind. Dass ihr solche Sachen über die internen Links natürlich auch steuert. Und das kriegt ihr über einen Crawl raus. Ja? Also es macht schon Sinn, das zu machen und sich damit auseinanderzusetzen.

Aber das sind oft Fortgeschrittenen-Themen. Und Unternehmen, die eine mehrsprachige Seite haben, die viel Content haben, die einen Shop haben, die haben ja in der Regel auch schon erfahrene Kollegen, und die haben auch gute Techniker, die mit solchen Problemen auch umgehen können. Aber viele sind halt noch gar nicht so weit. Und deswegen ist dieses ganze Onpage Thema in der Regel nicht der größte Hebel, um den man sich wirklich kümmern muss. #00:21:36-7#

B: Ja. Also, ich finde auch, einfach mal zu sagen, Haken dran, ihr habt da keine großen Probleme, klar, man könnte jetzt hier noch was dran tun, aber das ist jetzt nicht der größte Hebel für euch. Oder umgekehrt, du findest was raus, wir machen ja auch bei jedem Projekt immer ein Crawling. Also es ist ja immer das Gleiche. Wir kriegen ein neues Projekt, und ich sage: “Ja, ich habe schon die Idee, die Idee, die Idee.” Und du sagst so: “Ja, ich mach jetzt erstmal ein Crawling.”

Und dann kommt das halt zusammen. So. Die Ideen, die ich im Content sehe oder im Linkbereich oder so, und du guckst das Technische, und dann machen wir Pingpong, so. Und aber wie, ne, dass du halt auch oft einfach sagst, jo, Haken dran. Ist erledigt. Oder halt wirklich, dass du wirklich einen Fehler siehst, wie jetzt fehlende Sprachauszeichnung oder irgendwie sowas.

F: Dass dann, dass es wirklich aus einem technischen Grund heraus man irgendwie überhaupt keine Sichtbarkeit in einem bestimmten Land hat, oder sowas. Also, das sind ja dann schon superwichtige Dinge, die du auch rausfindest, dann. #00:22:42-0#

F: Ja, aber da hat der Kunde halt auch vorher gesagt: “Leute, ich möchte gerne international, also mit SEO im Ausland angreifen, bitte achtet darauf.” Und dann haben wir das halt für ihn auch konkret analysiert. Da war das eine Anforderung. Die vom Kunden geäußert wurde, und da war das superwichtig, dass da alles tutti ist in dem Bereich.

Aber dafür musste ich halt auch erstmal wissen, was die Anforderung ist, und so weiter. Und dann muss man sich mit den geschäftlichen Zielen auseinandersetzen. Das ist halt irgendwie das, was man erstmal machen muss. Wenn das Unternehmen dann aber vielleicht sagt, ja, ich, eigentlich ist Deutschland mein wichtigster Markt, ich habe auch so einen englischsprachigen Bereich, und ja, dann muss man das natürlich auch abprüfen. Aber dann ist das nicht Prio A. Dann. In dem Fall. Also ich finde, man muss das auch immer, die Maßnahmen, oder die Ergebnisse, die man hat, muss man auch immer mit den geschäftlichen Zielen abgleichen. #00:23:29-2#

B: Ja. So, das ist jetzt das Onpage Thema. Dann das Thema Linkaufbau. Wer macht es? Wer springt zuerst in die Bütt? #00:23:37-6#

F: Ja, mach du.

B: Hier steht EAT-Aufbau bei uns in der Mindmap. Also EAT haben wir auch mal eine Folge gemacht, EAT-Modell, Expertise, Autorität und Trust, also Vertrauen. Ist ja ein großes Thema, auch schon länger in der SEO-Branche. Also wir haben dazu auch mehrere Folgen gemacht.

Und da gibt es eben diese drei Bereiche, was hat er für eine Expertise, was steckt da für eine Autorität hinter, und was gibt es für vertrauensbildende Signale?

F: Genau, das kommt aus den Quality Rater Guidelines von Google. Die sozusagen auch manuell bewerten, was eine gute Seite ausmacht. Und es geht letzten Endes darum, ja, wie vertrauensvoll oder wie ist der Content, sozusagen und sind die Inhalte auf der Seite. Jetzt mal vereinfacht gesagt. Und da gibt es eben diese drei Bereiche, was hat er für eine Expertise, was steckt da für eine Autorität hinter, und was gibt es für vertrauensbildende Signale? Und darin eingebettet sind natürlich auch das Thema Links.

B: Aber eben, das ist auch unsere Erfahrung, hochwertige Links. Und zwar Links, die du, ja, die freiwillig gesetzt sind. Ja, also die den Googlerichtlinien entsprechen. Und diese freiwilligen gesetzten Links, die können halt auch nicht kopiert werden vom Wettbewerber oder so. Sondern die hat man sich erarbeitet, die hat man sich verdient. Durch vielleicht zum Beispiel guten Content. Und das ist einfach, das Thema ist komplexer geworden. Und das ist halt nicht mehr: “Ja, ich kauf mir jetzt für tausend Euro so und so viel Links ein.” Oder “Ich miete mir jetzt pro Monat für fünftausend Euro so und so viele Links.” Das ist eine komplett andere Welt, ich versuche mir wirklich hochwertige Links zu erarbeiten, zu verdienen.

Da brauche ich andere, komplett andere Strategien. Und zwar aus dem PR, eher. Oder eben aus dem Content-Marketing heraus. Und das ist, da kann man auch, da muss man ja erstmal auf einer kreativen Ebene Maßnahmen entwickeln, oder Ideen entwickeln, und die dann ausprobieren.

Und dann können da auch Links dabei rauskommen, aber man weiß es nicht. Es gibt keine Garantie dafür. Und aber umgekehrt sehen wir halt manchmal, dann gucken wir uns ein Projekt an und sagen: “Ja, krass, guck mal wie viele gute Links der bekommen hat, und der hat die einfach bekommen, weil er gut war.” #00:25:56-8#

F: Viele sagen, das kann nicht sein. Aber das stimmt nicht, das können wir sogar beweisen, dass man solche Links bekommen kann. Und letztendlich, wenn ihr auf eure erfolgreichen Projekte guckt, dann werdet ihr auch sehen, dass ihr solche Links auch schon bekommen habt.

Und das Besondere ist wirklich, wie du schon gesagt hast, dass es eben Links sind, die nicht kopiert werden können. Und weil man sich da auch nicht einkaufen kann. Ja? Weil ihr den Link aus einem ganz besonderen Grund bekommen habt, den eure Konkurrenz nicht liefern kann. Und das muss das Ziel sein, und auch das kann man in eine bestimmte Form von einer Strategie fassen. Dass man sagt, ich möchte es gerne unterstützen, dass ich diese Links bekomme. Das kann man machen.

Aber das sind eben ganz andere Maßnahmen und ganz andere Herangehensweisen, wie die, die man halt noch vor 15 Jahren als SEO gemacht hat. Aber da müssen auch wir SEOs uns weiterentwickeln. Und open-minded sein. Wie man das halt auch anders regeln kann. Und auch da kann man sich auch mal Beispiele von anderen erfolgreichen Kollegen angucken, wie die das gemacht haben, die gibt es nämlich auch. #00:27:11-3#

B: Und ich wechsle jetzt noch mal die Perspektive. Es gibt auch noch eine andere Gruppe, nämlich etabliert Marken, die ja auch schon PR machen. Die ja auch schon Branding machen. Die sich auch dem Wert klar sind, was so eine Marke ja ausstrahlt und bewirkt. Und aber da fehlt dann halt oft dieser Dreh noch zur Online-Marketing-Strategie bzw. zu SEO. Also, dass man da halt aus einer coolen PR Aktion eben auch Links generieren kann. Und auch das zu verstehen und sich da die Maßnahmen anzugucken und weiterzuentwickeln. Da steckt auch wahnsinnig viel Potential drin. Weil die etablierten Marken, die kaufen ja sowieso keine Links ein. Oder sonst irgendwas. Also behaupte ich jetzt einfach mal. Und da halt aber, ja, dieses, schon das bekannte Marketing, was man macht, halt noch mal dahingehend zu prüfen und zu gucken, wie kann ich damit jetzt gezielt Links aufbauen, und zwar auch in die Bereiche, die für mich eben hochrelevant sind. #00:28:24-2#

F: Ja, es ist natürlich aber das, es hört sich nicht leicht an, und es ist auch nicht leicht. Ja? Also, es ist natürlich einfacher, Geld in die Hand zu nehmen und sich einen Link zu kaufen. Das ist so. Aber / #00:28:37-1#

B: Ich muss noch sagen, mir macht das super Spaß, immer, dieses Thema. Ich bin ja, komme ja sowohl aus der redaktionellen Ecke, ich habe ja sozusagen auch als Redakteur gearbeitet, früher, habe aber auch viel PR gemacht. Und PR und Marketing, und diese, ja, diese auch sehr traditionsreichen Bereiche in der Kommunikation halt, ja, da die auch noch mal neu zu erfinden, oder noch mal neu zu sehen, das finde ich megaspannend. #00:29:05-7#

F: So, jetzt kommt der dritte Punkt. Der Content. #00:29:33-0#

B: Also, da, ihr ahnt es schon, den Content in direkter Absprache mit einem Kunden entwickeln. Oder mit euch. Also es bringt nichts, wenn da irgendeiner auf der Seite rumfummelt, und man weiß nicht, was der eigentlich macht. Sondern man muss es in direkter Absprache mit dem Kunden entwickeln. Und das ist am Anfang meistens aufwendiger, und nach hinten raus läuft es wie am Schnürchen.

Aber am Anfang das zu erarbeiten, dass derjenige, der den Content produziert es wirklich auch versteht, das Unternehmen versteht, das ist total wichtig.

Was sind die Stärken der Produkte? Wie können wir jetzt auch argumentieren, und zwar auch gut argumentieren? Ganz viel, ja, in den Unternehmen ist super viel Wissen vorhanden. Die haben eine wahnsinnige Expertise, die steckt aber alles in den Köpfen der Mitarbeiter, der Geschäftsführer, der Vertriebsleute, des Supports. Und das halt, dieses Wissen zu heben und auf die Seite zu bringen. Es bringt nichts, einfach nur irgendwas, irgendeinen Text da reinzukleben. Sondern, das muss gemeinsam entwickelt werden. Und in die Markenkommunikation eingepasst werden. #00:30:53-8#

F: Aber das ist natürlich, das ist aber auch Handwerk, ne? Ich meine, das sagst du jetzt so, du machst das schon sehr lange, aber es ist auch ein Handwerk, finde ich, dieses Wissen zu heben und auch die Markenkommunikation zu verstehen. Und das Wording. Und zu verstehen, okay, dieser Satz oder diese Form des Ausdrucks, das ist speziell für diese Marke auch entwickelt worden. Zum Beispiel. Das ist auch elementar für die Content Performance. #00:31:19-0#

B: Absolut. Und superspannend finde ich dann auch total oft, wenn man dann einmal richtig tief drin ist im Thema, dass man dann sagt, ja, ihr habt doch, wir sprechen jetzt schon das dritte, vierte Mal miteinander, und wenn ich mir eure Startseite angucke, dann fehlt dieser Aspekt ja völlig. Und dann kommt raus, dann oft: “Ja, stimmt, unsere Startseite, die haben wir jetzt schon seit zwei Jahren nicht mehr richtig angepackt, so. Also und dabei haben wir jetzt in den letzten zwei Jahren haben wir noch krasse neue Projekte oder Produkte entwickelt, und weiß ich nicht was, ja? Also, es ist auch da wieder so ein Pingpong. Und Impulse, die man irgendwie setzen kann. Und das kannst du halt nur, wenn du wirklich in direkten Gesprächen bist. Und nicht, wenn du, ja, über eine längere Strecke mit Subdienstleistern, die irgendwelche Texte produzieren, aber eigentlich keine Ahnung haben, das geht da einfach verloren, auf solchen langen Strecken. #00:32:15-5#

F: Wir haben ja auch ein Beispiel von einer richtig spannenden Anfrage, die wir selber mal bekommen haben, ne? #00:32:19-9#

B: Jetzt erwischst du mich / Ach so, mit Content oder wie, ne? #00:32:24-7#

I: Genau, das stimmt. Ja, das war ein eigenes Projekt, wir haben ja auch, ihr wisst, wir haben ja auch immer so unsere eigenen Projekte, also keine Kunden direkt, sondern eigene Contentportale, die wir zum Beispiel aufsetzen, und wo wir einfach mal was ausprobieren. Und das war ein Portal für Freiberufler, also so eine kleine Website für Freiberufler, mit zehn, zwanzig Unterseiten. Und da haben wir ja so ein bisschen drauf experimentiert. Und irgendwann kam eine Anfrage von der Brand eins.  Und wieso, Brand eins?  “Ja, wir machen gerade einen Schwerpunkt zum Thema Freiberufler, und was Sie da geschrieben haben, das fanden wir ziemlich spannend, können wir uns mal unterhalten?” So. Ja klar. Dann waren wir in der Brand eins drin. #00:33:08-9#

B: Weil wir da auch halt auch ein bisschen auch was zu zu sagen hatten. Das war halt eben diese Kombination, dass wir halt auch echt spannende Themen, finde ich, auch aufgearbeitet haben, da ging es, glaube ich, auch um Honorare und um Stundensätze und so weiter. Und natürlich auch was dazu sagen können. Und das aber dann eben auch so auf der Seite präsentiert haben, dass das halt auch irgendwie Hand und Fuß hat. Und auch eine Expertise dahinter steht, ne? #00:33:35-1#

F: EAT-Modell, da war dann Expertise drin, und aus der Expertise ist eine Presseanfrage geworden, aus der Presseanfrage ist ein Bericht geworden. So. Und eine Nennung. Und das sind so eben Effekte, die man aufbauen kann, und auch aufbauen sollte. So. Und ja. Das ist, das ist zumindest unser Verständnis von Content. Und dann ist klar, dass es eine andere Form von Arbeit ist, als wenn man halt sagt, ja, ich kauf mir jetzt hundert Texte ein, die von irgendwem geschrieben werden, das ist mir auch sozusagen / Und die werden dann irgendwie auf die Seite geflanscht. Das ist, ja, es ist einfach eine andere Form. So. Das ist Content. Jetzt reden wir noch mal über den Vertrag, oder? Den Zweijahresvertrag. #00:34:21-7#

B: Ja, wir wollen das ja auch nicht prinzipiell ablehnen, dauerhaft zusammenzuarbeiten. Ganz im Gegenteil, wir arbeiten ja mit allen unseren Kunden dauerhaft auf eine gewisse Art und Weise zusammen. Und das ist auch sinnvoll. Aber das macht halt nur Sinn, wenn die Aufgaben halt auch klar definiert sind, finde ich. #00:34:42-8#

F: Ja. Also, ne, es muss klar sein, also wenn wir jetzt, wenn jetzt in einem Konzept rauskommt, das und das und das sind deine Baustellen. Dann stellt sich ja die Frage, ja, macht das das Unternehmen alleine, oder wie kann uns ein Dienstleister da jetzt unterstützen. Und dann muss man das halt gemeinsam besprechen, wie viel Kompetenzen oder auch Zeitressourcen eben im Unternehmen vorhanden sind, oder eben auch nicht.

Und daraus ergeben sich dann die Aufgaben. Und die größten Hebel, wie man wirklich im Ranking nach vorne kommt. So. Und daraus kann sich dann eben auch eine dauerhafte Zusammenarbeit entwickeln. Wir haben, letztens haben wir ja ein Interview, ne, SEO im Softwareunternehmen mit Beat Köck, das war ja auch ein Kunde von uns, oder ist ein Kunde von uns, und da ist ganz klar eine dauerhafte Zusammenarbeit da. So. Und aber genauso gibt es Aufträge, da entwickelt man einmal eine richtige Strategie, und danach sagt das Unternehmen: “Ja, okay, den Rest, den machen wir jetzt.” Oder wir bleiben einfach so in Kontakt, und es ergibt sich später noch mal was. Das sind irgendwie, ja, das muss man wirklich darauf anpassen, was nötig ist. #00:35:58-3#

F: Und es ist wirklich, ich finde das jetzt super wichtig, dass jeder halt versteht, was zu tun ist. Und, dass man halt eben nicht, wie du sagst, so SEO Magic mäßig unterwegs ist, sondern, dass, wir sagen auch immer, wenn es / “Habt ihr noch eine Frage?” Ne? Was ist der Punkt? Dann können wir auch immer noch sagen: “Ja, wir haben hier noch die und die und die Podcastfolge, da erklären wir das noch mal genauer”, oder wir erklären es noch mal in einem persönlichen Gespräch. Also, dass wirklich immer klar ist, wirklich, was zu tun ist. Und dann, das kann man auch dauerhaft machen, so, ja? Weil SEO wirkt halt auch dauerhaft und ist ein irrsinniger Bringer von SEO-Traffic und ist ein strategischer Vorteil.

F: Ja. Also, erstmal, danke, dass ihr das ertragen habt, dass ihr hier unsere Wut sozusagen euch angehört habt. Aber was heißt Wut, es ist einfach so ein bisschen auch eine Fassungslosigkeit gewesen, der wir mal so ein bisschen Raum geschaffen haben, und haben aber ja auch gesagt, wie wir es machen würden, oder wie es auch oft für die Unternehmen Sinn machen. Ja. Wenn ihr selber Erfahrungen gemacht habt, ja, dann schickt uns die doch einfach mal. Ja? Oder schickt uns doch mal, was bei euch gut geklappt hat, und was bei euch nicht so gut geklappt hat. Dass wir auch mal ein Gefühl dafür bekommen, wo ihr steht. Und was eure Ansatzpunkte im Moment sind, und woran ihr arbeitet. #00:38:02-4#

I: Genau. Jetzt, ich hätte fast gesagt, oder schreibt uns einfach eine Mail, wir können uns auch gerne einfach mal so bei Zoom treffen. Und uns einfach mal unterhalten. Aber auch so, schickt uns doch eure Erfahrungen, wir haben da oft dann, meistens ergibt sich dann noch mal die nächste Episode für unseren Online-Marketing-Podcast, wobei, wir haben schon so für die nächsten Wochen echt schon noch so ein, zwei, drei, vier, fünf Themen mindestens, die uns echt auch unter den Nägeln brennen. Insofern würde ich einfach sagen, ja, wir hören uns nächste Woche. Bis dann, Ciao. #00:38:30-9#

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