Was macht ein SEO-Manager?

In der Suchmaschinenoptimierung (engl. SEO für Search Engine Optimization) geht es darum, dass eine Website möglichst viel Traffic über die Suchergebnisse von Google erhält. Ein SEO-Manager ist für die strategische Planung, Umsetzung und Steuerung aller SEO-Maßnahmen zuständig.

Die Maßnahmen, die ein SEO-Manager entwickelt und betreut, reichen von technischen Optimierungen über Keyword-Recherche bis zur Zusammenarbeit mit Content-Verantwortlichen und Linkaufbau-Tätigkeiten. Oft wird zwischen Onpage und Offpage unterschieden.

Viele Unternehmen wollen in Suchmaschinenoptimierung investieren und so die Reichweite ihrer Website erhöhen – und damit mehr Leads oder Sales generieren. Dafür überlegen manche Verantwortliche, einen SEO-Manager einzustellen.

Aus unserer Sicht ein guter Ansatz. In der Podcast-Episode diskutieren wir über falsche Stellenprofile, realistische Kompetenzen – und auch über Ressourcen, die man braucht, um in Suchmaschinenoptimierung langfristig erfolgreich zu sein. 

Apple Podcast Logo
Spotify Logo
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Was verdient ein SEO-Manager?

Das Gehalt eines SEO-Managers liegt zwischen 40.000 und 50.000 Euro Brutto pro Jahr. Das zeigen verschiedene Studien, unter anderem von Hays, Stepstone und Vertical Inhouse, einem Netzwerk für Inhouse-SEO-Manager (Stand 2023).

Es gibt verschiedene Faktoren, die sich auf das Gehalt auswirken. Hierzu zählen:

  • Qualifikation (Studium)
  • Berufliche Erfahrung
  • Branche des Unternehmens
  • Größe des Unternehmens
  • Region

Viele SEO-ManagerInnen haben einen kaufmännischen Hintergrund. Andere kommen aus der IT. Viele andere wiederum sind QuereinsteigerInnen, die sich ihre beruflichen Skills selbst angeeignet haben.

Typische Uni-Absolventen, die diesen Berufsweg einschlagen, haben ein Studium als Online-Redakteur, BWL mit Schwerpunkt Marketing oder  Medienwissenschaften abgeschlossen.

Ein häufiger Berufseinstieg von jungen SEO-Managerinnen und SEO-Managern ist die Arbeit in SEO-Agenturen. Dort arbeiten sie als Junior-SEO-Manager. In der Agenturwelt wird aber traditionell überschaubar bezahlt. Dafür sammelt man im Gegenzug sehr viel Erfahrung in sehr vielen Kundenprojekten.

Viele SEO-ManagerInnen wechseln später auf Kundenseite. Dort liegen die Gehälter häufig höher. Ein weiterer Gehaltssprung ist möglich, wenn man zum Team-Lead aufsteigt oder insgesamt zur Führungskraft im Online-Marketing.

In unserem Podcast haben wir viele erfahrene SEO-Profis interviewt. Sie berichten in den Gesprächen auch häufig von ihren persönlichen Berufswegen im SEO-Management. Hier geht es zu unseren Podcast-Interviews.

Häufige Berufsfelder für SEO-ManagerInnen sind große Online-Portale, Konzerne, spezialisierte B2B-Unternehmen und Publisher.

Wenn man als SEO-Manager bei einem größeren Onlineportal eine zentrale Rolle für Traffic und Erfolg des Portals spielt, sind auch deutlich höhere Gehälter möglich.

In welcher Abteilung arbeitet man als SEO-Manager?

Viele SEO-ManagerInnen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Produktabteilungen, Marketing und IT. Nicht selten in Form einer Stabsstelle, die eine starke koordinative Rolle hat.

Das hat seinen Grund darin, dass SEO in vielen Themenbereichen mitspielt. Einige Beispiele:

  • Bei einem Relaunch sind die Google Rankings einer Website häufig gefährdet, da es zu technischen Umstellungen kommt
  • Bei Produkteinführungen stellt sich die Frage, wonach die Kunden aktiv bei Google suchen
  • Bei der Erstellung von Website-Content wie etwa für Produktseiten stellt sich die Frage, wie man dort auch Traffic, also potenzielle Kunden, bekommt.

Viele Unternehmen arbeiten mit SEO-Agenturen zusammen, die dann das  operative SEO-Management übernehmen. Viele weitere Unternehmen setzen allerdings auch darauf, Inhouse-Expertise aufzubauen. Dann eigenen sich häufig Marketing-Mitarbeiter das Wissen an.

Für beide Wege gibt es gute Gründe.

Wer den Inhouse-Weg geht, hat meistens engagierte Marketing-Fachkräfte, die sich beruflich weiterentwickeln möchten. Zum Beispiel Online-Marketing-ManagerInnen, Digital Marketing ManagerInnen oder Content-Marketing-ManagerInnen, die bereits Erfahrung mit Online-Werbesystemen, Webanalyse und Content haben.

Besonders B2B-Unternehmen setzen häufig auf Inhouse-Lösungen, da sie komplexe Produkte oder Dienstleistungen anbieten.

Wir selbst sind Verfechter von Inhouse-Lösungen und helfen vielen unserer Kunden, entsprechende Expertise aufzubauen – durch unsere SEO-Beratung und unsere Academy.

Ein häufiger Weg, den unsere Kunden gehen: Sie lassen sich eine SEO-Strategie entwickeln und setzen anschließend die SEO-Maßnahmen selbst um und lernen hierbei den Umgang mit Tools.

Unser Input für angehende SEO Manager

Wie kann ich als Marketing Manager oder Verantwortlicher für Vertrieb mir SEO-Wissen aneignen? Wie kann ich als Trainee oder Azubi zum SEO-Manager aufsteigen?

Dafür haben wir unsere SEO-Academy entwickelt. In einem Online-Kurs erklären wir Stück für Stück, wie man eine SEO-Strategie entwickelt, wie man mit SEO-Tools arbeitet, SEO-Maßnahmen plant und Content entwickelt oder beauftragt. In Live-Webinaren beantworten wir Fragen.

Die Online-Akademie ist so aufgebaut, dass man die Aufgaben während seines Jobs erledigen kann – und vor allem direkt anwenden kann auf das eigene Unternehmen. Mit zahlreichen Praxisbeispielen aus der operativen Suchmaschinenoptimierung.

Wie werde ich SEO-Manager?

Der SEO-Manager hat weder ein einheitliches Berufsbild noch eine  standardisierte Ausbildung oder gar einen eigenen Studiengang.

Es gibt die Möglichkeit Zertifikate durch Weiterbildungen oder berufsbegleitende Studiengänge zu erlangen.

Die meisten werden SEO durch praktische Tätigkeiten, häufig in Online-Marketing-Agenturen. Ebenso häufig sammeln Marketing-Manager oder Content-Verantwortliche praktische Erfahrung in SEO und “rutschen” in dieses Themenfeld hinein.

Die Weiterbildungen in diesem Bereich reichen von einigen hundert Euro bis zu höheren vierstelligen Beträgen.

Zwar suchen viele nach entsprechenden “offiziellen” Weiterbildungsangeboten. Aus unserer Sicht macht aber ein “Training on the job” viel mehr Sinn.

Professionelle SEO-Tools gibt es ab ca. 100 Euro pro Monat. In unserer Academy zeigen wir, wie man eine SEO-Strategie aufsetzt. Man sollte möglichst viel selbst testen und lernen. Das bringt meistens mehr als reine “Theorie”.

Was mache ich als SEO-Manager?

Technik und Webanalyse

Als SEO-ManagerIn arbeitet man zum Beispiel mit der Google Search Console. Dort werden zum einen technische Aspekte angezeigt, wie etwas der Status der Google Indexierung, Weiterleitungen, Fehlerseiten oder ob die Website die Core Web Vitals erfüllt. Auch aktuelle Google Rankings werden dort festgehalten. Größere Websites können zu zigtausenden Keywords ranken. Die Keywords wiederum lösen unterschiedlich stark SEO-Traffic aus.

Schulung und Beratung

In Unternehmen erstellen viele Personen digitale Inhalte. Zum Beispiel der Vertrieb, die Produktabteilungen oder auch der Support. Als SEO-ManagerIn hat man bei diesem Content immer den Fokus darauf, ob dies die Google Rankings fördert – oder gar schadet, etwa durch Duplicate Content. Wird neuer Content erstellt, recherchieren SEO-ManagerInnen in der Regel vorab die Keywords oder erklären, wie die Verantwortlichen selbst Suchbegriffe recherchieren.

Entwicklung und Koordination

Viele Unternehmen haben einen Engpass in der Content-Erstellung. Doch genau dieser Content wiederum ist die Basis für erfolgreiche Google Rankings. Daher koordinieren viele Inhouse-SEOs die Content Produktion, etwa indem sie gezielt mit Freelancern zusammenarbeiten. Auch Digital Relations ist für Suchmaschinen-Rankings relevant. Hier stoßen viele SEO-ManagerInnen allerdings an Grenzen, da dies mittlerweile stärker PR-getrieben ist als rein technisch.

Was muss ich als SEO-Manager können?

Technisches Verständnis

Viele SEO-ManagerInnen haben einen klaren technischen und kaufmännischen Hintergrund. Die Arbeit mit Excel-Listen fällt ihnen leicht. Sie können sich für den Umgang mit Tools und Software begeistern. Wer Programmierkenntnisse hat, ist klar im Vorteil. Wenn dies nicht vorhanden ist, braucht man zumindest ein gutes technisches Verständnis, etwa von Content-Management-Systemen. Gleichzeitig brauchen “moderne” SEO-ManagerInnen viel mehr als nur technisches Know-how. Sie arbeiten in Schnittstellen-Positionen.

Kommunikative Fähigkeiten

Auf der Führungsebene ist Google zwar jedem ein Begriff. Welche konkreten Aufgaben und Maßnahmen an erfolgreichen Google Rankings hängen, ist aber in der Regel unklar. Das heißt: Man braucht als SEO-ManagerIn auch starke kommunikative Fähigkeiten, muss begeistern – und oft auch überzeugen. Denn SEO ist ein sehr wertvoller und auch stabiler Kanal. Gleichzeitig ist es eine sehr etablierte Disziplin. Der Wettbewerb ist groß. Und Ergebnisse sind oft erst mittelfristig erkennbar – im Gegensatz zu klassischem Performance-Marketing wie Google Ads.

Wie arbeiten SEO-Manager in der Praxis? Unsere Interviews

Kompetenzen von SEO-Managern: Häufige Irrtümer 

Ein SEO-Manager ist kein Programmierer

Ein SEO-Manager braucht aus unserer Sicht definitiv Kompetenzen in der Webentwicklung. Er muss verstehen, woran und wie Programmierer arbeiten. Aber ein SEO sollte selbst nicht programmieren. Er ist eine Fachkraft im Online-Marketing. Dafür arbeitet er in Tools wie der Search Console, Google Analytics und Keyword- und Ranking Tools. Er arbeitet mit Content-Verantwortlichen und der PR-Abteilung zusammen. 

Ein allein gelassener Azubi wird nicht reichen

Ein weiterer Ansatz, der uns regelmäßig begegnet: Die Azubi-Strategie. Ein junger Mitarbeiter wird auf das SEO-Thema gesetzt und soll sich darum kümmern. Generell ein guter Ansatz. Allerdings muss auch sichergestellt werden, dass der Azubi einen Mentor hat, eine Person, die ihm operativ auf der Website und für das Unternehmen unterstützt. Diese Person ist im Unternehmen selbst nicht vorhanden. 

SEO Manager: Wie steht es um den Beruf? Unsere Diskussion auf LinkedIn

Auch auf LinkedIn haben wir die Folge zu SEO-Managern und ihren Aufgaben diskutiert – mit sehr großem Feedback. Der Tenor: Viele kleinere Unternehmen haben nicht die Möglichkeiten, ganze Teams aufzubauen. Auf der anderen Seite haben sich auch viele erfahrene Digital-Manager und Online-Marketing-Manager gemeldet, die alle berichten, dass sie einfach viel zu viele Aufgaben auf dem Tisch liegen haben.

“Viele Unternehmen scheitern bereits an der Stellenausschreibung”: Hier geht es zum LinkedIn Beitrag von Benjamin.

“Gesucht: Der Online-Marketing-Superheld!” LinkeIn Beitrag von Fabian.

SEO-Beratung: Wir helfen, Kompetenzen aufzubauen

Seit vielen Jahren arbeiten wir als SEO-Berater. Wir erstellen SEO-Konzepte, geben SEO-Kurse oder werden als SEO-Sparringspartner dazugeholt.

Unser Ansatz: Wir geben unser Wissen weiter! In unserem Podcast geben wir Tipps und sprechen mit Suchmaschinenoptimierern aus der Praxis.

In der Zusammenarbeit entwickeln wir Strategien, zeigen aber auch, wie wir mit Tools arbeiten. Auch bei Stellenausschreibungen helfen wir. Wir freuen uns immer, wenn Unternehmen selbst Kompetenzen aufbauen.

Hier mehr über unsere Sichtweise auf erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.

Übrigens: Gerne können wir uns auf LinkedIn vernetzen.

LinkedIn Fabian Jaeckert 

LinkedIn Benjamin O’Daniel

SEO im Mittelstand: Das ist häufig die Ausgangslage im Marketing

Vertrieb und Marketing

Viele klassische Mittelständler aus Maschinenbau, Anlagenbau und verwandten Branchen sind sehr “klassisch” aufgestellt. Heißt: Ein Vertrieb mit vielen Außendienstmitarbeitern, die für Regionen und Produkte zuständig sind. Und ein schlankes Marketing, dass sich vor allem um Messen und Print-Broschüren kümmert – und obendrein um die Website. Viele Messen fallen durch Corona aus.

Website und IT

Die Website wird von der Marketing-Abteilung betreut, die in der Regel einmalig – und mit großem Abstimmungsaufwand – Texte erstellt. Auf der technischen Ebene steht fast immer eine externe Web/IT-Agentur bereit. Unsere Erfahrung: Diese Agentur sorgt allerdings nur dafür, dass die Website suchmaschinentauglich ist – also generell auffindbar. Eine Webanalyse findet nur sporadisch statt. 

SEO-Manager nicht vorhanden

Das hat aber mit Suchmaschinenoptimierung noch sehr wenig zu tun. Denn hier geht es ja darum, auf Basis einer SEO-Strategie gezielt und kontinuierlich die Sichtbarkeit zu erhöhen, mehr Besucher und auch Leads zu generieren. Wird dies erkannt, entsteht der Impuls, mit SEO-Beratern oder einer SEO-Agentur zusammenzuarbeiten. Oder sich im Haus selbst Kompetenzen aufzubauen – und in der Folge einen SEO-Manager einzustellen. 

Zwei weitere Bereiche, die für SEO elementar sind – und die man optimieren muss

Content

Oft gibt es in den Unternehmen niemanden, der sich um den Content kümmert. Also eine Person, die jeden Tag an Texten auf der Website arbeitet. Das können Produktseiten sein, aber auch Themenseiten, Whitepaper (Lead Formate) oder Blogartikel. Content ist ein zentraler Hebel für erfolgreiche Rankings. Denn nur wer hilfreiche Inhalte veröffentlicht, wird von Google auch vorne angezeigt.

PR

Ein zweiter wichtiger Erfolgsfaktor ist die Frage, wie bekannt das Unternehmen ist – und zwar im Netz. Es geht darum, ob man zu seinem fachlichen Thema eine Autorität ist. Oft stellen wir fest, dass das Unternehmen zu den Branchenführern gehört – aber im Netz praktisch nicht existent. Das muss eine verantwortliche Person ändern, die im Marketing oder in der PR-Abteilung arbeitet oder in der Geschäftsführung.

SEO Management aus der Praxis – Infos über unseren Verteiler

Du willst besser in SEO werden? Dann trage dich in unseren E-Mail Verteiler ein!

Dort geben wir Tipps, zeigen konkrete Beispiele und laden zu unseren Live-Webinaren ein. Erfolgreiche Strategien & aktuelle Erkenntnisse aus über 15 Jahren SEO-Beratung.



SEO Webinare und Livestreams mit Benjamin und Fabian

Online-Marketing – der Überblick

In vielen mittelständischen Unternehmen sind die Fachbereiche im Online-Marketing unklar. Deswegen folgende Tipps: Diese Aufgabenbereiche gehören zu Suchmaschinenoptimierung. Social Media: Warum LinkedIn für B2B interessant ist. Was alles zu einer Online-Marketing-Strategie gehört.

SEO ist nicht Ads

Suchmaschinenoptimierung und Ads haben eine große Gemeinsamkeit: Die Suchbegriffe. Danach hören die Gemeinsamkeiten aber auch schnell auf. Ein Ads-Manager hat im Alltag komplett andere Aufgaben zu erledigen als ein SEO-Manager. Mehr dazu: SEA vs. SEO.

Neu in unserer SEO-Academy

Nischen-Keyword-Strategien

Viele Keywords sind hart umkämpft. Aber in der Nische gibt es immer etwas zu holen – vor allem, wenn man systematisch vorgeht. Wir sprechen darüber, wie man solche Nischen-Keywords identifiziert, mit einem SEO-Tool recherchiert und auf der Website abdeckt.

Wie du deine Startseite optimierst – für Kunden und SEO

Die Startseite ist das zentrale Schaufenster – und für Marketing-Verantwortliche eine besondere Herausforderung. Der interne Abstimmungsbedarf ist groß. Schließlich landen hier viele Besucher und Kunden. Obendrein spielt auch SEO auf der Startseite eine wichtige Rolle. Wie kann man all diese Anforderungen vereinen? Das besprechen wir an Beispielen.

So funktioniert ein SEO-GPT

Mit einem CustomGPT kannst du externe Datenquellen anschließen und abfragen. Das haben wir mit der Google Search Console gemacht. Wir zeigen, wie du live mit deiner Search Console chatten kannst. Und dadurch ganz neue Möglichkeiten der SEO-Analysen und Reports erhältst.

Der Autor

Linkbuilding, SEO Tools, Technisches SEO