So planst du die perfekte Website Struktur

Wie plant und erstellt man eine Website-Struktur? Und zwar eine Website-Struktur, mit der man richtig gute Chancen auf Google Rankings hat – und damit auf Traffic, Leads und Conversions?

Darüber sprechen wir in der Podcastfolge und auf dieser Seite. Anhand von einem Beispiel und mit einer Vorlage.

Unsere Erfahrung: Oft werden Website-Strukturen geplant, ohne Suchmaschinenoptimierung (engl. SEO) zu berücksichtigen. Die meisten Internetseiten sind aber höchstens suchmaschinentauglich. Wie geht es besser?

Apple Podcast Logo
Spotify Logo

Was ist eine Website-Struktur?

Eine Website-Struktur ist der Aufbau eines Internetauftritts. Eine Website Struktur ordnet die Inhalte auf eine logische Art. So, dass die User die Website automatisch verstehen und Inhalte leicht finden, die sie suchen. Abgebildet wird dies in Form der Navigation, also den Menüpunkten auf der Website.

Es gibt eine Haupt-Navigation. Damit sind die Menüpunkte gemeint, die auf der obersten Ebene zu sehen sind. Darin eingerückt befinden sich Unterseiten, die thematisch zum Menüpunkt passen.

Eine Websitestruktur ist in zwei Situationen häufig Thema in einem Unternehmen: Bei einer Neuentwicklung einer Internetseite bzw. einer Microsite für ein bestimmtes Thema. Oder bei einem Relaunch oder Redesign einer bestehenden Website.

Für die Website-Verantwortlichen ist die Beschäftigung mit der Website-Struktur keine einfache Sache. Denn in der Regel macht man so etwas nur einmal. Das Thema SEO – also Suchmaschinenoptimierung – kommt dann noch obendrauf.

Viele sprechen auch von der Struktur der Homepage. Aber mit der Homepage ist in Fachkreisen die Startseite gemeint. Auch die Startseite braucht eine Struktur, wie jede einzelne Seite. Aber das Thema hier ist der Aufbau und die Hierarchie der gesamten Internetseite.

Als Webseite wird in Fachkreisen häufig eine eigene Unterseite bezeichnet. Trotzdem benutzen auch wir es häufig als Synonym für Website, also für den gesamten Auftritt. Denn das ist auch das Verständnis der meisten Menschen.

Hier eine grob visualisierte Websitestruktur, ausgehend von der Startseite. Ein „Thema“ ist in der Regel eine Kategorie oder ein Verzeichnis. Weiter unten dazu ein konkretes Beispiel. Wir arbeiten hierfür mit einem einfachen Mindmap-Programm (hier Mindmeister). Ein Tool ist aus unserer Sicht aber nicht zwingend nötig.

Die Struktur der Internetseite: Suchmaschinenoptimierung vs. Suchmaschinentauglichkeit

Eine wichtige Unterscheidung haben viele Unternehmen nicht auf dem Schirm:

Und zwar den Unterschied zwischen Suchmaschinen-Tauglichkeit und Suchmaschinen-Optimierung. Oft hören wir den Satz: „Ja, unsere Webagentur hat Suchmaschinenoptimierung beim Relaunch mitgemacht!“

Aber die Realität ist oft: „Nein, haben sie nicht.“

Im besten Fall wurde die Webseite durch ein ordentliches CMS, sprechende URLs und die Möglichkeit, Meta-Angaben zu bearbeiten, „Suchmaschinen-tauglich“ gemacht.

Aber das ist nur die Grundlage, sozusagen der Werkzeugkoffer, nur ohne den Handwerker. Dadurch bekommt man keine Top-Rankings und Traffic auf die Webseite.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist viel mehr: SEO ist ein Konzept, dass relevante Suchbegriffe strategisch auf der Webseite abbildet. SEO ist Content. SEO ist Fachpersonal. SEO ist ein professionelles Toolset. SEO sind iterative Optimierungsprozesse.

Es ist utopisch, zu erwarten, das Thema SEO durch ein paar technische Handgriffe abzufrühstücken. Es ist unprofessionell, Suchmaschinen-Tauglichkeit als SEO zu verkaufen.

Fabian Jaeckert arbeitet seit über 15 Jahren als Suchmaschinenoptimierer. Er ist technischer SEO mit viel Erfahrung in der Webentwicklung. Er hat zahlreiche Website Strukturen analysiert und im Hinblick auf SEO bewertet und optimiert.

Das muss eine Struktur für eine Corporate Website generell leisten

Eine Website braucht Raum für Entwicklung

Oft werden Websites bzw. einzelne Website Menüpunkte oder Kategorien zu eng geplant. Die Folge: Man hat kaum Möglichkeiten, die Website zu erweitern bzw. „flanscht“ irgendwo etwas dran.  Man braucht also die Möglichkeit, jederzeit einen Menüpunkt flexibel zu erweitern – und auch optisch zu gestalten. Diese Kompetenz sollte aus unserer Sicht möglichst inhouse im Unternehmen liegen und nicht bei einer externen Agentur.

Eine Website braucht einen roten Faden

Oft wird der Content von Fachabteilungen geliefert oder von der Führungsebene, die aber alle keine Textprofis sind. Eine Website sollte aber einen inhaltlichen roten Faden haben. Also ein konsistentes Wording und eine konsistente Struktur der einzelnen Unterseiten. Von der Homepage Struktur – also der Startseite – über die Produktseiten bis zu Ratgeber-Elementen.

Eine Website erfüllt verschiedene Ziele

Es gibt verschiedene Ziele, die eine Website erfüllt. Ein lockeres Interview mit dem neuen Azubi ist wichtig fürs Employer Branding – aber nicht für SEO. Eine ausführliche Themenseite ist wichtig für SEO-Traffic – und oft ein erster Touchpoint. Eine persönliche Über-uns-Seite schafft Vertrauen – und muss nichts verkaufen. Man sollte sich immer klar sein, was das primäre Ziel eines Stückes Content ist. Und wie es im Zusammenspiel funktioniert.

Website-Struktur planen: Drei häufige Fragen

Wer erstellt eine Website-Struktur?

In Unternehmen sind häufig Marketing-Verantwortliche dafür zuständig, Website-Strukturen zu entwerfen. Dabei sitzen sie zwischen allen Stühlen: Sie müssen interne Wünsche und Vorstellungen. Jede Fachabteilung will für ihr Thema möglichst viel prominenten Platz auf der Website. Von Webagenturen gibt es manchmal professionelles Feedback zur Websitestruktur. Das hängt von der jeweiligen Agentur ab.

Wird bei der Website-Erstellung SEO berücksichtigt?

Oft sind externe Webagenturen für die Erstellung von Websites zuständig. Sie geben häufig an, Suchmaschinen-Optimierung mit abzudecken. Unsere Erfahrung ist, dass hiermit vor allem Suchmaschinen-Tauglichkeit gemeint ist. Also die generelle Erreichbarkeit einer Website. Das ist aber etwas anderes als eine professionell SEO Strategie mit einer tiefen Recherche der Keywords und einer gezielten Content-Erstellung.

Was ist bei einer Website-Struktur Pflicht?

Auf jede Website gehört eine Information zum Unternehmen, eine Kategorie für die Produkte und eine Kontaktmöglichkeit. Hinzu kommen gezielte Seitentypen und Content-Formate für SEO. Das Zusammenspiel ist entscheidend. Es geht darum, das beste Ergebnis für den User und für die Suchmaschine zu entwickeln. Auch die Homepage Struktur – also die Struktur der Startseite – ist wichtig für die interne Verlinkung.

SEO Struktur: Wie muss eine Website für SEO aufgebaut sein?

Unter Suchmaschinenoptimierung versteht man alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu erhöhen. Der Kern davon ist, die Keywords, also die Suchbegriffe mit einem professionellen Tool zu recherchieren.

Wer die Suchbegriffe kennt, weiß, welche Begriffe potenzielle Kunden wirklich suchen. Man versteht, welche konkrete Nachfrage vorhanden ist. Anschließend deckt man diese Nachfrage durch gezielten Content auf der Website ab. Hier kommt die Website-Struktur ins Spiel. Denn man braucht passenden „Platz“ auf der Website. Hier spricht man auch von einer SEO Struktur.

Beispiel für Keywords (Screenshot): Rund um den Begriff Warenwirtschaft gibt es hunderte von verschiedenen Suchbegriffen, die mal mehr, mal weniger gesucht werden. In der Spalte CPC steht der Klickpreis bei Google Ads. So viel zahlt man also für einen einzigen Klick bei Google, wenn man auf den Suchbegriff eine Anzeige schaltet. Jeder Klick dagegen, der über SEO reinkommt, muss nicht bezahlt werden.

3 Gründe, warum dir eine gute Websitestruktur hilft, Top-Rankings bei Google zu bekommen

Du hast deine Keywords auf dem Schirm

Wenn du SEO mitdenkst, ergibt sich deine Struktur aus deinem Keywordset. Deine Webseite bildet automatisch die Taxonomie oder SEO-Struktur deiner Suchbegriffe ab. Extrem Praktisch beim planen deiner Webseite. Du musst dazu deine Keywords recherchieren und aufarbeiten.

Google findet deine wichtigen Seiten

Wenn du für deine wichtigen Themen zentrale Seiten hast, wirst du sie automatisch zentral einbinden. In der Navigation. Auf der Startseite. Dadurch hat Google keine Probleme, sie zu finden. Und du sendest der Suchmaschine Signale, dass diese Seiten für dich und dein Unternehmen wichtig sind.

Du triffst die Suchintention deiner User

Ratgeber, Glossar, Produktseite? Wenn du dir Gedanken über Seitenstrukturen und Formate machst, bietest du deinem User den Content, den er gerade braucht. Google liebt das. Weil du die Suchintention triffst – also die Absicht hinter der Suche und dem Keyword, das der User eingibt.

Welche optischen Website-Strukturen gibt es?

Wir sprechen auf dieser Seite von der Konzeption, der grundsätzlichen Struktur einer Website. Eine Website hat aber auch optische Strukturen:

  • Ein Header (Kopfbereich)
  • Eine Navigation (oft oben)
  • Den Content-Bereich (mit Texten und Bildern)
  • Einen Footer (Abschluss der Website)

Bei diesen Elementen geht es aber um die „optischen“ Website-Strukturen. Nicht um die Architektur, also den inhaltlichen Aufbau der gesamten Website. Man sieht einmal mehr: Es gibt viele Ebenen zu beachten.

In unseren SEO-Konzepten empfehlen wir auf Basis einer Keyword-Analyse häufig eine Erweiterung oder Änderung der Website-Struktur. So, dass die Strukturen auf die User und ihre Informationsbedürfnisse ausgerichtet sind. Man spricht dann auch von einer ergänzenden SEO-Struktur.

Website-Struktur und Website Content: Wer hält die Fäden zusammen?

Aus unserer Sicht braucht es in jedem Unternehmen mindestens eine Person, die den Überblick über die Website und die Strukturen hat. Die Person moderiert interne Wünsche, achtet auf Konsistenz im Design und im Wording, entwickelt neue, nutzwertige Content-Formate, hat die Rankings und den Traffic und die Conversions im Blick. Ein Riesenjob.

Oft sind dies Allround-Marketing-Managerinnen und -Manager, die sich auch um die Digitalisierungsthemen kümmern. Nicht selten auch der Vertrieb oder die Geschäftsführung selbst. In manchen Unternehmen sind  Content-Marketing-Manager oder Online-Marketing-Managerinnen eingesetzt.

Genau solche Unternehmen unterstützen wir mit unserer SEO-Beratung. Gerne können wir uns in einem Zoom-Call kennenlernen.

Dein Name*
Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Dieser Content hier wurde von Benjamin erstellt. Er kümmert sich um die Content Produktion, also um Keyword-Recherche, die Texte und den Einbau in WordPress und die interne Verlinkung.

Besucher über Google sind für uns ein wichtiger Kanal. Fabian und Benjamin haben uns dabei geholfen, SEO auf eine neue zu Ebene zu bringen und intern zu verankern, mit einem klaren SEO-Konzept und innovativem Content.

Tyrone Winbush

CMO, Technisat Digital GmbH

Vorlage für eine Website-Struktur

Die Konzeption einer Website-Struktur startet mit der Homepage, also der Startseite, hier groß in dunkelblau. Es gibt einzelne Punkte wie „Über uns“, „Blog“ oder Kontakt“, die zu jeder Website-Struktur eines Unternehmens gehören sollten..

Neben diesen üblichen Funktionsseiten zum Unternehmen gibt es auf unserer Vorlage auch mehrere Kategorien mit einem klaren SEO-Fokus. Hierzu zählen die Produktseiten, die auf transaktionale Keywords optimiert werden. Und  Themenseiten, die zu allgemeinen generischen Themenbegriffen optimiert werden sowie ein Glossar, bei dem Fachbegriffe erklärt werden. Eine solche Struktur ergibt sich aus der Keyword-Recherche, die auch Longtail-Keywords und die Customer Journey des Kunden berücksichtigt.

Für jede Kategorie und die einzelnen Seiten benötigt man ein Content Template als Vorlage. Also einen Ansatz, welcher und wie viel Content dort aufgebaut wird. Auch die Homepage ist eine einzelne Seite, die eine Struktur benötigt.

Viele Marketing-Verantwortliche fragen sich auch, ob sie eine Sitemap hinterlegen müssen. Zum Beispiel in der Google Search Console. Wenn die einzelnen Unterseiten aber gut intern verlinkt sind, ist eine Sitemap nicht notwendig.

SEO-Tipps und Webinare über unseren Verteiler

Du willst besser in SEO werden? Dann trage dich in unseren E-Mail Verteiler ein!

Dort geben wir Tipps, zeigen konkrete Beispiele und laden zu unseren Live-Webinaren ein. Erfolgreiche Strategien & aktuelle Erkenntnisse aus über 15 Jahren SEO-Beratung.



Unsere Podcast-Interviews: Profis aus der Branche sprechen über Website-Struktur und SEO

Website Struktur: Unsere Tipps

Benjamin: Heute sprechen wir über die perfekte Website-Struktur für SEO.

Fabian: Die perfekte Website-Struktur für SEO. Weil ohne geht es nicht. Sorry, aber wenn die Webseite nicht eine perfekte Struktur bekommt, dass sie bei Google nicht gut ranken kann, dann gibt es halt auch in der Regel keinen SEO Traffic und keine Sales und keine Leads. Und darum ist das Thema so wichtig. Und darum ist es uns auch so wichtig, noch mit euch darüber zu sprechen, wie so eine perfekte Struktur aussehen kann, weil viele Webseiten haben diese perfekte Struktur einfach noch nicht für sich gefunden. Und es ist auch nicht ganz trivial, ne? Du hast gerade die SEO Academy vorgestellt, da ist Website-Struktur ja auch ein Riesenthema, ist eigentlich fast fünfzig Prozent unserer Roadmap ist nur Struktur. Und weil das so wichtig ist und weil viele da Probleme mit haben, sich das aufzubauen, ja, reden wir heute nun mal darüber, oder? #00:01:50-0#

B: Genau, das machen wir auch noch nach hinten raus, noch an ein paar konkreten Beispielen, aber vorab wie immer erstmal müssen wir die Situation schildern, in der viele stecken, wenn sie eine Website-Struktur entwickeln. Und zwar denken wir da insbesondere an Marketing-Verantwortliche, die dann halt auch noch die Website auf dem Tisch haben so oder halt auch Selbstständige oder Solopreneure. So. Wenn wir jetzt die nicht so an die Marketing-Verantwortlichen denken oder auch Vertriebs-Verantwortlichen, die sind dann halt onlineaffin und dann hat man halt diese Website auf dem Tisch liegen und dann geht es los, dann kommen interne Wünsche. #00:02:29-0#

F: Wo du sagst. Die Solo-Selbstständigen haben keine internen Wünsche, die haben nur eigene Wünsche und können machen, was sie wollen. Aber wenn man in einer Struktur arbeitet in einem Unternehmen, dann gibt es viele Wünsche, ne? Keine Ahnung. Der Chef will kacheln zum Beispiel.  Oder der Vertrieb will nur Produkte auf den Produktseiten, am besten die ganze Datenbank online, wo man dann schnell draufklicken kann im Verkaufsgespräch. Was gibt es noch tolle Beispiele? #00:02:58-0# 

B: Genau. Oder die Fachabteilung will einfach alle PDFs online, weil dann liegen die da schon mal, und das ist ja auch gut, weil die nutzt man ja auch im Vertriebsgespräch. Das hat man gerne und der Chef will Kacheln. Das sind dann halt so optische Wünsche, ne? Also da wird dann / ja die muss modern aussehen, ja? Also so ganz, man hat so oft total schwammige Wünsche oder halt dann wird sich an irgendwelchen Elementen aufgehangen so, oder was man auch leider hat, ist das halt, vielleicht auch eine bestimmte Fachabteilung gar nicht kooperiert, also die sagen halt gar nicht richtig, was sie eigentlich brauchen und haben auch keine Lust, was zuzuliefern, ja?  Und man sagt jetzt, ja okay, aber ich muss ja auch irgendwo irgendwie abbilden auf dieser Webseite so wie ein Stocher sozusagen im Nebel. #00:03:48-0#

F: Ja, das ist hart. Also es ist auch wirklich, ohne dass jetzt irgendwie ins Lächerliche zu ziehen, das ist auch harte Arbeit und viel Überzeugungsarbeit und frustrierend, wenn man schon von vornherein weiß, dass wenn man das und das nicht mitdenkt, gibt es nachher wieder Ärger, weil dann fragt wieder jeder, warum bin ich da jetzt nicht drauf? Oder so, ja? Weil du nicht Bescheid gesagt hast, weil dir das vorher egal war im Prozess. Das ist so das eine Problem und das und das andere ist auch oft, dass es auch manchmal auch so tot theoretisiert wird, finde ich diese ganze Strukturdebatte, ja dann müssen und in Kombination mit dem Layout, ne? Da muss dann kacheln, aber wir brauchen trotzdem, da muss sich jeder wiederfinden und die Struktur und die Jobanzeigen müssen auch auf die Startseite. Und der Mitarbeiterbrief auch und die PDFs müssen dann auch überall eingebunden werden. Aber dann dürfen die PDFs auch nicht mehr als normales HTML drauf. Ah, das ist wahnsinnig schwierig, das alles intern zu koordinieren, ja? Also (unv.) #00:04:42-0#

B: Und dann hast du halt ganz viele Kategorien, ne? Dann hast du die normale Kategorien und dann wird da, wo manchmal auch noch oben drüber nochmal so eine Spalte eingebaut, wo man dann auch nochmal so nochmal neue Menüführung hat also, und das passiert halt auch oft, weil wir super gewachsene Strukturen haben. Also das sind dann Websites von Unternehmen, die gibt es jetzt fünfzehn bis zwanzig Jahre. Ich sag mal, die meisten Websites von jetzt etwas älteren Unternehmen, die sind 1998 angemeldet worden das erste Mal und haben diverse Phasen durchlaufen und wurden auch von ganz verschiedenen Mitarbeitern betreut. So. Die Produkte haben sich geändert oder kürzlich hatten es auch einen Fall, das sind sozusagen mehrere Unternehmen fusioniert so und dann wird halt nochmal eine Website entwickelt und dann finden da halt auch ohne Ende politische Diskussionen statt, wer jetzt wie viel Sichtbarkeit bekommt also oder wer wo in einem Menü aufgehängt wird, ja? #00:05:38-0#

F: Da spielt Suchmaschinenoptimierung überhaupt gar keine Rolle erstmal. #00:05:40-0#

B: Nee, genau, das ist eigentlich schon der Kernpunkt, ist ja fast immer so. Jetzt haben wir kürzlich über Microsites eine Folge gemacht. Es ist auch so, dass SEO ja da drin überhaupt nicht berücksichtigt wird. Also alle möchten natürlich gerne nach hinten raus ganz auch viel Traffic auf der Seite haben und sozusagen der Vertrieb möchte gerne auch darüber Leads generieren, oder Sales stattfinden im Online-Shop, aber vorne, wenn es um die Struktur geht, da findet SEO eigentlich fast nie richtig statt. #00:06:13-0#

F: Ja, weil es die Sache halt nochmal komplexer macht. Also manchmal ist es einfach auch, einfach es findet nicht statt, weil es nicht auf dem Tisch liegt. Aber manchmal eben auch, weil man sagt, ja okay, dann machen wir erst mal hier unseren internen Laden, versuchen wir abzudecken. Und dann denken wir vielleicht SEO nachher nochmal mit in anderen Formaten vielleicht. Danach oder,  ja, manchmal gibt es auch so, wie soll ich das jetzt beschreiben, so ein falsches Verständnis von SEO oder in welchem Kontext wird jetzt die Webseite überhaupt geändert? Machen wir ein Relaunch mit SEO oder erweitern wir was? Machen wir eine Fusion oder diskutieren wir einfach nur so über unsere Struktur? Kommt ja auch immer darauf an, wie man gerade in welchem Kontext man gerade steckt. Aber wenn dann zum Beispiel auch einen Relaunch kommt oder man irgendwas auch neu machen möchte, dann kommt ja auch von Agentur-Seite auch oft ja, SEO, das ist mit drin. Haben wir schon mit gedacht so, ja? Und / Aber es ist eigentlich gar nicht richtig SEO, oder? #00:07:18-0#

B: Ja. Also das hat man dann auch oft. Ja, wir haben / da ist jetzt / Ja, jedes Unternehmen arbeitet mit einer Webagentur zusammen. Das ist auch gut so und ist auch richtig so. Und es gibt super viele gute Webagenturen da draußen, ohne Frage. Aber was wir ja super oft hören, ist, dass gesagt wird, ja, im Angebot, das haben wir extra ins Angebot reingeschrieben, dass Suchmaschinenoptimierung ist mit abgedeckt. So. Gut, das heißt dann in der Regel, Suchmaschinentauglichkeit ist mit abgedeckt. Also Google kann diese Seite dann auch indexieren, wobei wir das auch manchmal sehen, dass das auch nicht der Fall ist. (unv.) Also dann ist sozusagen, gar nichts funktioniert, so, aber wenn, dann ist sozusagen wird sichergestellt, dass die Webseite crawlbar ist. #00:08:04-0#

F: Aber selbst das noch nicht. Also das ist dann, wie wir ja schon sagen, wie du ja auch gerade gesagt hast auch teilweise, selbst das ist dann nicht gewährleistet, weil dann wird mit Technologien gearbeitet werden, die nicht crawlbar sind oder nur schlecht. Nein, es geht auch darum, ja, gut, man kann halt seine Metatags pflegen, ja? Oder es gibt vielleicht sogar eine Funktion, wo man strukturierte Daten auf die Seite bringen kann. Das ist meistens ja auch sehr technisch oder man kann in Bildern alt-Tags hinzufügen oder was weiß ich, was. Ja das ist dann oder es werden sehr entsprechende URLs generiert. Ist doch alles gut, ist doch alles fein. Aber das ist, wie du sagst, Suchmaschinentauglichkeit. Aber das hat mit der Struktur an sich ja nichts zu tun ja oder mit einer Struktur, die darauf ausgelegt ist, Google-Rankings anzugreifen. Das ist dann eben nur die Tauglichkeit, weil es halt dann schon im Angebot mit drin steckt oder drin steht, liegt dann ja der Schluss nahe, ja, gut, dann müssen wir uns um SEO ja nicht mehr kümmern. Aber wenn der Traffic nachher eben nicht kommt, dann wundert man sich, wir haben doch SEO gemacht. #00:09:07-0#

B: Ja und das sind eben / genau, das sind sozusagen die Basics, die dann eine gute Werbeagentur auch gut umsetzt so. Und oft ist es aber auch, wir werden ja regelmäßig auch von Werbeagenturen angefragt oder haben da dann Projekte, wo die sozusagen mit an Bord sitzen die Verantwortlichen, ist das auch super, arbeiten wir gerne zusammen. Also wenn sozusagen die Werbeagentur auch wissen will, was da passiert oder was sie zu tun hat, um SEO wirklich abzudecken. Aber es ist sozusagen inhouse keine SEO-Expertise in dem Sinne vorhanden. Und bei den Webagenturen halt auch nur manchmal so. Und dann hast du halt die Situation, dass du sozusagen die Website-Struktur, du (willst?) schon die Marketing-Managerin oder Marketing-Manager, die das dann organisieren, die sitzen zwischen allen Stühlen, versuchen, alle Wünsche abzudecken, versuchen, überhaupt erst die ganzen internen Wünsche zu verstehen, kämpfen sich durch gewachsene Strukturen und SEO können sie nicht abdecken, weil es eben komplex ist so. Und dann hast du halt eben nicht die perfekte Website-Struktur für SEO, also für wirklich richtig organischen Traffic, der wirklich dann auch etwas bringt. #00:10:17-0#

F: Ja, das ist das Problem und das ist das Kernproblem bei vielen Webseiten wirklich. Darum machen wir das auch heute. Und viele weichen dann auf Blog Marketing aus und sagen, ja, da machen wir jetzt SEO im Blog oder irgendwie sowas, haben wir ja auch schon oft darüber gesprochen. Aber das ist nicht die perfekte Website-Struktur für SEO. #00:10:36-0#

B: Ja, und jetzt zum Beispiel auch ein typischer Fall ist, dass dann in der Google-Search-Konsole geguckt wird und dann stellt man halt fest, okay, die Suchbegriffe, die sozusagen da die User eingeben, die bei uns auf der Webseite landen, und da werden ja überhaupt nicht die wichtigen Begriffe genannt, sondern da wird eigentlich nur wenn sozusagen die Suche nach unserem Unternehmen selbst und dann das steht natürlich auf Platz eins so, wenn du nach dem Markennamen des Unternehmens suchst, nach dem Namen. Aber ansonsten sind da halt eigentlich keine relevanten Keywords, die da abgedeckt sind. Das sind so oft Gefühle oder Situationen, wo dann gesagt wird, okay, wir brauchen jetzt echt irgendwie einen SEO-Ansatz so. Und wie sieht er aus? #00:11:19-0#

F: Wie sieht er aus? Beispiel starten, würde ich sagen oder beziehungsweise / #00:11:23-0#

B: Ich würde doch gerne erstmal generell erklären. Wir haben ja jetzt schon gerade gesagt, was Suchmaschinentauglichkeit ist. Was ist denn aus deiner Sicht Suchmaschinenoptimierung, Fabian? Wo geht es denn? Wo fängt jegliche Suchmaschinenoptimierung an? #00:11:40-0#

F: Mit den Keywords, definitiv, mit der Keyword-Recherche, mit dem Keywords-Set, was man kennt als Marketingmanager, weil man darauf auch gut argumentieren kann. Wenn man weiß, über diese Keywords kommen tausende Besucher, können potentiell tausende Besucher auf die Seite kommen, habe ich in der Argumentation, dass ich das irgendwo auf der Seite unterbringen muss, auch viel bessere Argumente, als wenn ich das nicht weiß. Das heißt, ich muss eigentlich, wenn ich eine perfekte oder eine annähernd perfekte Struktur für Suchmaschinenoptimierung auf meiner Seite zukünftig haben will, muss ich immer erst einmal mit den Keywords anfangen. Und ich muss mir nach Möglichkeit alle meine Keywords recherchieren und daraus ableiten, wie die Struktur auszusehen hat. Das ist das, das ist fünfzig Prozent unserer Academy, das ist immer fünfzig Prozent unserer Arbeit, oft auch in der Beratung, wenn es darum geht, neu was zu konzeptionieren, zu sagen, wie bildet sich aus meinen Keywords meine Struktur, ja? Und das nennen wir dann auch oft Taxonomie, weil es halt auch Dinge gibt, die sich wiederholen, weil es ein bestimmtes System oft gibt, das kommt auf die Branche an, je nachdem, was man macht. Und das abzubilden auf der Seite, das ist der erste Schritt beziehungsweise der erste Schritt ist nicht, das abzubilden, sondern erst einmal sich darüber klar zu werden, was habe ich denn überhaupt? Wo will ich denn überhaupt hin? Welche Keywords will ich denn überhaupt ranken? Und da geht es eben nicht um zwei Keywords, nicht um drei Keywords. Da geht es um hunderte, um tausende Keywords, die man für sich erarbeiten muss und danach wieder in eine Struktur fassen muss. Das ist echt viel Arbeit, das ist Aufwand, den man betreiben muss, aber es lohnt sich nach hinten raus. #00:13:21-0#

B: Genau, das weil dann hast du ein bestimmtes Keyword aus von mir aus zwei Wörtern und dann, wir machen ja nachher noch Beispiele,  aber nochmal ich finde das auch wichtig, in der Theorie erstmal zu verstehen, und dann hast du da, weiß ich nicht, fünfhundert Suchen oder achthundert Suchen oder 1500 Suchen. Es spielt eigentlich keine Rolle, aber du sagst, das ist für mich ein relevantes Keyword und jeder kennt das, du googelst das und dann stehen da halt vorne zehn relevante URLs. Also eine Unterseite, ein Seitentyp und das musst du halt abbilden auf der Seite, und das geht halt nicht, indem du sagst, ja, ich schreibe das mal eben noch irgendwie in den Seitentitel rein das eine Keyword, oder ja, das haben wir auf der Startseite auch zweimal genannt. Jo, aber das ist halt oft überhaupt nicht / also das ist dann so wahllos werden verschiedene Begriffe irgendwo eingebaut. #00:14:17-0#

F: Das ist Nacharbeit, ja? So ein Typ SEO-Ampel. Die SEO-Ampel ist in irgendeiner Seite auf Rot. Da muss man noch ein paar Keywords dran schreiben. Nein, es geht darum, dass die Seite strategisch von Anfang an oder eine 15 Jahre alte Seite kann man nicht von Anfang an denken. Aber man kann anfangen, sich einmal diese Strategie einmal zu entwickeln und dann zu versuchen, dieser Strategie entgegenzuarbeiten. Du hast jetzt auch noch etwas ganz Wichtiges gesagt, nämlich dass man sich auch die Formate in den Suchergebnissen angucken muss. Also nicht nur Keywords, sondern auch, was denn dafür vier Seitentypen. #00:14:50-0#

B: Ja, ganz wichtig finde ich das, was für Seitentypen stehen da vorne. Also ich google einen bestimmten Begriff, stehen da dann zum Beispiel Kategorie-Seiten vorne oder stehen da Ratgeber-Texte vorne? Stehen da Themenseiten vorne? Da gibt es so ganz verschiedene Seitentypen eben. Und daran lässt sich ja schon ablesen, was der User da offensichtlich sehen will vorne, weil es ist immer klar, zu jedem Keyword sagt Google, was sind da die besten Ergebnisse für? Und die besten Ergebnisse sind eben oft, sehr oft wirklich sehr spezifische Seiten, die dieses Keyword, die diese Suchintention dahinter eben auch abdecken so. Und wir haben das super oft, das ist halt, dass sozusagen SEO auch nachgearbeitet wird. Das ist total oft der Fall und dann gibt es halt / ich finde, es gibt so zwei erstmal so grundsätzliche Richtungen, was so eine Website-Struktur angeht. Das eine sind so typische navigationale Seiten, die auf jeder Webseite drauf gehört, und das andere sind halt Seitentypen mit einem SEO-Fokus. Und das würde ich gerne nochmal so ein bisschen auseinander dröseln. Was denkst du? #00:15:59-0#

F: Jetzt könnte ja die Kritik kommen. Ja gut, wenn ich jetzt nur SEO-Seiten machen will, was ist dann mit meinen alten Seiten? Was ist mit meinem Unternehmensporträt? Mit der „Über uns“-Seite? Mit den Referenzen? Muss ich die alle rausschmeißen, oder was? #00:16:10-0#

B: (Lachend) Genau. Nein, bitte nicht, weil jeder User, der auf eine Seite geht, auf eine Webseite geht, der will auch wissen, mit was für Unternehmen habe ich da zu tun? Da kann man super viel Energie reinstecken. So viele „Über uns“-Seiten sind so was von lieblos, ja? Das ist so viel verschenktes Potenzial. Oder umgekehrt, man kann seine Mitarbeiter vorstellen, ja? Man kann sozusagen auch erklären, was gibt es da für Stellenpositionen, wie läuft eine Ausbildung ab, wenn man Azubis sucht, ja? Auch eine Referenz-Seite oder eine Seite, wo Case Studies gezeigt werden, super wichtig für jeden User. Auf Referenzen klicken alle drauf so, und Kontaktseiten, dass die halt gut sind, dass sie funktionieren. Das sind, so finde ich, navigationale Seiten, die gehören auf jede Webseite drauf so. Und was man dann da reinschreibt und so, da können auch, finde ich, da können ruhig alle Wünsche abgedeckt werden, die aus allen möglichen internen Abteilungen kommen. #00:17:15-0#

F: Aber diese Seiten haben keinen SEO-Fokus. Das muss man auch verstehen. Also wir werden auch ganz oft gefragt, ja wo soll ich denn auf der „Über uns“-Seite Keywords unterbringen oder sowas? Das ist Quatsch. Die haben mit SEO erstmal nichts zu tun. Das sind Funktionsseiten. Also die haben eine Funktion – und zwar für den User – und die sind ganz, ganz wichtig. Aber die haben keine SEO-Funktion. #00:17:39-0#

B: Ja, genau. Aber dann gibt es noch Seiten und die haben eben eine SEO-Funktion. Willst du dir mal vorstellen? Was kann denn das sein für Seiten? #00:17:48-0#

F: Das kommt halt drauf an, welche Seitentypen zum Beispiel gefragt sind, ob ich mich mit einem Online-Shop jetzt zum Beispiel bewege oder ob ich im B2B-Bereich und damit in B2B SEO bin und halt Produkte vorstelle oder Dienstleistungen vorstelle oder eine Software habe, die ich vorstelle, ja? Es gibt Produktseiten, die man sehr schön auf einen generischen Fokus auch drehen kann, ja? Wenn ich ein Warenwirtschaftssystem anbiete, dann könnte ich meine Produktseite zu meinem Warenwirtschaftssystem natürlich auch auf Warenwirtschaftssystem optimieren oder auf Warenwirtschaftssystem-Software zum Beispiel. Wenn ich ein bisschen tiefer gehe und die Warenwirtschaft, die bespreche ich vielleicht in einem Ratgeber, ja? Also man muss halt immer schauen, wie kann ich auch effizient diese Keywords abdecken – auch die Longtail Keywords. Es geht nicht darum, immer für jedes Keyword eine eigene Seite zu bauen, sondern ein stimmiges Content Hub für SEO und auch zu schauen, für welche generischen Keywords, wie zum Beispiel Warenwirtschaftssystem-Software, habe ich denn genau die Lösung anzubieten, nämlich meine Software XYZ, die so heißt, wie sie heißt, ja? Und dann möchte ich natürlich für diesen sehr spitzen generischen Begriff mit meiner Produktseite vorne stehen. So macht es jeder Online-Shop ja auch. Oder wenn man sagt, ich möchte gerne das Thema auch größer aufspannen, ich möchte gerne solche großen Begriffe wie zum Beispiel nur Warenwirtschaftssystem, wo er vielleicht erst einmal Leute danach googeln, die noch nicht noch nicht genau wissen, brauche ich jetzt eine Software, was ist das überhaupt, wo ich diese Leute anspreche, die kann man auch mit anderen Formaten ansprechen, oder? #00:19:22-0#

B: Du bist schon so in unser Beispiel jetzt reingegangen. Ich finde das eigentlich sehr spannend, weil jetzt könnten wir das eigentlich auf alle Seiten mit SEO-Fokus mal durchdeklinieren. Also wir haben ein Unternehmen, das hat eine Software für Warenwirtschaft. Heißt einfach, wer wirklich vor / bevor wir jetzt fünf Minuten bevor wir auf den Aufnahmeknopf gedrückt haben, uns das rausgesucht, ja? Das ist relativ spontanes Beispiel. Aber du hast in einem Unternehmen eine Software für Warenwirtschaft und dann hast du eine Warenwirtschaft-Software. Danach suchen die Leute so. Also bildest du das dann auf einer zentralen Produktseite ab, wo du beschreibst, was du für eine Software für Warenwirtschaft hast. Dann wollen sich die Leute allgemein darüber informieren, was eigentlich eine Warenwirtschaft genau ist und was da alles für Themen dran hängen. Das könntest du zum Beispiel in einem Glossar abbilden, ja? Du könntest aber auch, und jetzt geht es eigentlich weiter in die Taxonomie, und das ist halt, finde ich, jetzt auch ein schönes Beispiel dafür, was eigentlich eine Taxonomie ist. Wenn man dann tiefer in die Keyword-Recherche einsteigt, dann merkt man, ah, es wird auch in Warenwirtschaft wird in Verbindung mit Branchen gesucht, Warenwirtschaft – Apotheke, Warenwirtschaft – Onlineshop, Warenwirtschaft – Gastronomie, Warenwirtschaft – Einzelhandel. Also könnte man auch sagen, zu diesen verschiedenen Branchen bauen wir Themenseiten und diese Themenseiten die klinken wir halt auch fest ein, ja? Dann hat man vielleicht in der Menüführung um, ist da noch eine Kategorie Branchen und Branchen sind die zehn, fünfzehn relevanten Branchen, die man eben auch abdeckt mit seiner Software. Und so entsteht auf einmal eine richtige SEO-Struktur. Du hast oben hast du diese Funktionsseiten „Über uns“, „Referenzen“, „Case Studys“ und dann hast du aber eben auch noch ein Glossar, wo du bestimmte Hauptbegriffe abdeckt. Du hast Produktseiten und alles ist sozusagen der Glossar, die Produktseiten und die Themenseiten. Damit deckst du dann halt eben bestimmte Keywords auch ab. So. Und dann hast du eine Chance. Dann hebt so eine Seite eben auch ab, weil du eben auch bestimmte Seitentypen hast, wo du eben bestimmte Keywords mit, ja, angreifst. #00:21:39-0#

F: Ja, und oft kommt ja das Argument, ja, dann ist das ja so technisch und ich arbeite ja nur für Google und an den Keywords. Aber ihr dürft doch nicht vergessen, dass das auch alles Menschen sind. Das sind eure Kunden, die danach suchen, ja? Das sind Apotheker, die „Warenwirtschaft Apotheke“ eingeben. Und das ist doch cool, wenn man für die einen Content hat und denen genau sagen kann, was man mit der Software alles Spannendes in der Apotheke anstellen kann. Also das macht auf den ersten Blick manchmal so ein bisschen technischen Eindruck, aber es ist eigentlich gar nicht, ist eigentlich super nah, super hart am Kunden dran. #00:22:12-0#

B: Ja. Und dieses Branchen-Beispiel ist eben auch ja ein Beispiel für eben eine Taxonomie, wo man sagt, es gibt in den Keywords bildet sich ein System ab, ein System, nachdem die Leute suchen. Und dieses System wollen wir eben auf die Website bringen, weil auch immer klar ist, wenn jetzt zum Beispiel jemand „Warenwirtschaftssystem Großhandel“ eingibt oder so und man hat dafür eine eigene Unterseite, dann spricht man halt auch wirklich genau den User an und man kann dann wieder in die Fachabteilung gehen und sagen, sag mal, wir haben vielleicht einen Kunden aus einem Großhandel, oder? Ja, haben wir echt selten, aber wenn, dann sind die Leads echt die sind wertvoll, weil die bringen super viel, sagt dann zum Beispiel die Fachabteilung. Ach echt? Die bringen super viel? Ah, sehr gut. Okay, das Suchvolumen ist zwar sehr klein, aber die Leads können super wertvoll sein, ja? Dann sagst du, wir brauchen wir auf jeden Fall eine Unterseite für. Ist ja klar, plane ich schon direkt in die Website-Struktur ein. Dann quetscht man, ich sage jetzt so salopp, quetscht man die Fachabteilung aus und sagt, ja, was sind denn die Probleme von einem Großhändler? Weil in Bezug auf das Warenwirtschaftssystem? Und dann kriegt man im Idealfall auch eben die Schmerzpunkte erklärt aus der Fachabteilung heraus oder die Situation, in der dann halt so ein Großhändler steckt, und schon kann man halt ein gutes Stück Content dafür machen. So. Und dann entfaltet sich das. Und ich finde auch einen Punkt, den wir jetzt auch / wo wir darüber sprechen, auch nochmal klar wird, ist, dass so eine Website-Struktur nicht in Stein gemeißelt ist, sondern dass man auch die Möglichkeit haben muss, diese zu erweitern, weil man vielleicht immer tiefer in die Keywords einsteigt, ne? Du hast jetzt ja am Anfang gesagt, man muss alle Keywords kennen, aber im echten Leben ist es ja so, dass man sich damit Monate und Jahre auseinandersetzt und immer wieder tiefer in dieses Keywordset einsteigt. #00:24:05-0#

F: Ich ergänze, das sollte das langfristige Ziel sein, alle Keywords zu kennen. #00:24:10-0#

B: Ja, finde ich auch. Und dann sagst du vielleicht, ach guck mal hier, wir haben noch drei Wettbewerber, die checke ich jetzt gerade mal ab. So. Wie stehen die denn im Ranking? Welche Keywords decken die denn ab? Haben die eine SEO-Strategie oder nicht? Und so kommt man halt super oft eben immer tiefer in die Keywords rein Stück für Stück. Und wichtig ist aber, dass du halt eine, ja, dass du Kategorien hast oder eine Struktur aufbaust, die eben auch erweiterbar ist. Ein Glossar kann man mit zehn Artikeln starten und der kann vielleicht nach hinten raus. Nach fünf Jahren hat er dann vielleicht hundert Artikel, ja? Aber wenn du sozusagen das nicht hast, dann stocherst du sozusagen immer wieder auf den drei oder fünf Unterseiten rum, die du hast, und versuchst da irgendwo irgendwelche Keywords reinzupflantschen. #00:24:57-0#

F: Ja, zum Thema Glossar haben wir auch mal eine Podcastfolge gemacht und sehr spannendes Interview mit dem Jan, der über einen Glossar auch sehr viel SEO-Traffic aufgebaut hat und der das gleiche Prinzip auch verfolgt hat, auch sukzessive daran zu arbeiten über die letzten zehn Jahre. Ist einfach so viel Arbeit, aber dann nachher hatte ich nicht den Eindruck, dass er noch groß drüber diskutieren müsste, dass seine Arbeit Sinn macht, die er da reingesteckt hat. #00:25:20-0#

B: Ich fand das super spannend. Er hat gesagt, wir investieren in einen Glossar-Artikel. Also die bauen super ausführliche Glossar-Artikel. Und da sagt er, haben wir ihn gefragt, wieviel Zeit investierst du? Und dann hat er gesagt, pro Artikel drei bis vier Arbeitstage mit seinem Team, mit Keyword-Recherche, mit Interviews mit der Fachabteilung, mit Infografiken erstellen, mit Beispielen erstellen, ja? So. Aber dann rankt so ein Artikel dann halt auch über Jahre und bringt richtig Traffic und bringt auch Leads. So. Und das ist halt eben das Superspannende an SEO generell, dass du halt am Anfang natürlich reinbutterst, aber nach hinten raus ist es halt ein super effizienter Kanal. #00:25:59-0#

F: Aber das Reinbuttern, das  muss halt in eine Struktur fließen. Das ist die Website-Struktur. Das ist das Wichtige, dass ihr diese Struktur, dieses Förmchen sozusagen vorher einmal aus euch baut, in das ihr dann reinarbeiten könnt, ja? Weil sonst geht es wieder nach links und rechts und zerfasert und man kann nicht argumentieren. Und das Schlimmste ist natürlich, wenn man arbeitet und nach zwei Jahren merkt man, es passiert überhaupt nichts. So. Das ist natürlich worst case, aber mit einer Struktur ist uns das eigentlich noch nie passiert, dass dann nichts passiert ist, weil man es halt gut vorbereitet hat. Google mag das total gerne, wenn klar ist, wie eine Seite aufgebaut ist, auch wie die thematisch aufgebaut ist, dass es zentralen Content gibt, weil über die Struktur habt ihr auch die Möglichkeit, auch intern Links vernünftig zu setzen und zu organisieren, dass das fließt alles ineinander zusammen. Und da kann die Seite eigentlich gar nicht anders, als bessere Rankings zu bekommen als vorher. Es geht eigentlich gar nicht anders. #00:26:57-0#

B: Ja, und auch nun mal von einer anderen Perspektive. Wir sagen ja auch immer, ihr braucht guten Content. Ja, was ist guter Content? Ja, so können wir jetzt, können wir auch ewig darüber diskutieren. Aber ein Kernelement meiner Meinung nach ist, dass der Content die Suchintention abdeckt. Also wenn jetzt jemand „Warenwirtschaft Apotheke“ googelt und er kommt auf eine Unterseite und da geht es um Warenwirtschaft bei Apotheken, und da stehen nützliche Informationen, dann ist das guter Content, weil der deckt genau die Suchintention des Users ab, ja? Und der Content, der über alles Mögliche schreibt auf dieser Seite und zwischendurch auch mal einmal Apotheken schreibt, der deckt halt nicht genau die Suchintention ab, ja? Also wirklich den User / Erst find ich, das ist halt auch das große Geheimnis von SEO ist, dass du dich für Kunden fokussiert bist. Du sagst, nach was suchen eigentlich unsere Kunden, ja? Und unsere oder unsere potentiellen Kunden? Und wie richten wir unsere Webseite darauf aus? Und das ist halt eben komplett anders herum als dieses salopp „Der Chef will Kacheln“, ja? Oder die Fachabteilung will die PDFs. Ja, das sind dann alles irgendwelche internen Wünsche. Aber bei SEO drehst du den Spieß um und sagst, ja, was wollen eigentlich unsere Kunden? Und dann kann man, finde ich, auch ganz anders intern argumentieren. Dann kann man sagen, ja, alles klar, von mir aus kann ich alle eure Wünsche abdecken. Aber ich würde gar nicht gerne mehr Traffic, Leads und Sales haben. So. Also von mir aus machen wir auch alles anders. Aber dann kann ich dafür halt nicht garantieren, dass die Seite dann auch mehr ist als eine Visitenkarte, ja? Sondern dass sie halt auch wirklich was bringt. #00:28:33-0#

F: Ja, man kann es dann ja auch von, also wenn ihr mit guten Tools arbeitet, mit einer guten Datenbasis, könnt ihr auch von Anfang an auch schon mit Zahlen argumentieren. Also man muss gar nicht so bisschen zynisch sein und sagen, ja, wenn ihr keinen Traffic wollt… / #00:28:48-0#

B: Ja, stimmt. Das ist auch sehr konfrontativ. Wir sind ja hier unter uns. #00:28:52-0#

F: Ich mag ja das Konfrontative auch gerne, aber man kann ja auch konstruktiv konfrontativ sein und sagen, ja, aber dann verzichten wir halt auf die 10 000 Besucher jeden Monat, die ich hier recherchiert habe, die wir theoretisch haben könnten, ja? Oder wir bezahlen bei Google Ads weiterhin so viel, ohne uns halt parallel den organischen Kanal aufzubauen. Oder ihr sagt, ja, aber der Jan von „Next Kraftwerke“ der macht es aber anders, der kriegt wahnsinnig viel Besucher darüber. Hör dir doch mal das Interview an. Also ich finde, es gibt genug Zahlen mittlerweile, mit denen man argumentieren kann, und braucht gar nicht mehr so polemisch zu sein. #00:29:30-0#

B: Nee, erst recht. Und auch jede Führungskraft ist offen für solche Zahlen. Das haben wir ja auch gemerkt. Wenn man aus der Richtung argumentiert, dann hat man einfach verdammt gute Argumente in der Hand. Und diese Argumente muss sich jeder besorgen, der eben an einer Website-Struktur arbeitet aus unserer Sicht. Okay. Ich meine, das war es. Ich würde sagen, wir sind durch, sind wie immer gespannt auch auf euer Feedback und gerne auch auf Linkedin, denn wir sind ja auch immer auf Linkedin aktiv. Vernetzt euch da mit uns, diskutiert mit uns und / #00:30:05-0#

F: Ja, und wenn ihr jemanden kennt, für den diese Folge auch vielleicht interessant sein könnte, schickt die auch gerne mal durch. #00:30:10-0#

B: Ja, perfekt. Das war es diese Woche. Macht es gut. Wir hören uns nächste Woche. Bis dann. Ciao. #00:30:15-0#

Der Autor

, ,
Menü