Was bringt eine Microsite wirklich?

Sollten wir für ein neues Produkt, eine neue Zielgruppe auch eine neue Microsite anlegen? Nein bitte nicht.

Wir sprechen auf dieser Seite und im Podcast über eine Sache, die in praktisch jedem Unternehmen vorkommt: Es gibt neben der Haupt-Website noch mehrere weitere eigenständige Websites, oft Microsites genannt. Zum Beispiel für Kampagnen oder eben für neue Produkte.

Das Problem: Diese Microsites erscheinen als sehr einfache und gute Lösung. Allerdings sind sie langfristig fast nie rentabel und sorgen für reichlich Aufwand und Ärger. Nicht wenige Microsites enden als Content-Friedhof.

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Was ist eine Microsite?

Eine Microsite ist eine Website, die zu einem Unternehmen gehört, aber aus verschiedenen Gründen auf einer eigenen, separaten Domain liegt. Die Microsite existiert also neben der Haupt-Website des Unternehmens. Sie ist oft mit sehr wenigen Inhalten bestückt und behandelt nur ein Thema.

Microsites haben oft ein eigenständiges Design und laufen auch auf einem eigenständigen Content-Management-System wie WordPress. Häufig unterscheidet es sich von dem CMS der Mutter-Website.

Drei häufige Fragen zur Erklärung von Microsites

Was ist der Unterschied zu einer Landingpage?

Eine Microsite liegt auf einer eigenen Domain, also einer eigenen www-Adresse. Eine Landingpage hat zwar auch oft ein eigenes Layout, ist jedoch auf der Haupt-Website verankert, zum Beispiel in der Kategorie „Leistungen“ oder „Produkte“. Eine Landingpage ist auch nur eine einzelne Unterseite, während Microsites häufig drei, vier Unterseiten haben.

Was kostet eine Microsite?

Hier kommt es sehr auf das Unternehmen und die individuellen Ansprüche an. Wir selbst sind keine Webagentur, haben aber mit vielen mittelständischen Unternehmen zu tun, die wiederum Webagenturen für Microsites beauftragen. Günstige Microsites kosten einige tausend Euro. Aber mehrere zehntausend Euro bis zu hunderttausend Euro sind keine Seltenheit.

Was ist der Unterschied zu einer Website?

Eine Website ist nach unserem Verständnis ein umfangreicher Internetauftritt mit Informationen zum Unternehmen, zu den Produkten und weiteren hilfreichen Inhalten, etwa in Form eines Content Hubs. Solche Websites ranken in der Regel bereits bei Google und können Traffic vorweisen.

Ein Beispiel für eine Microsite

Wir nehmen hier ganz bewusst ein Beispiel von einem Unternehmen, mit dem wir nichts zu tun haben. Benjamin hat dieses Beispiel im Rahmen seines Content-Marketing-Seminars an der TH Köln mit den Studierenden diskutiert.

Hierbei handelt es sich um eine Krankenkasse, die für eine Kampagne eine eigenständige Microsite hat entwickeln lassen. Welche Agentur es umgesetzt hat, ist uns nicht bekannt – und spielt auch keine Rolle, weil wir das Phänomen grundsätzlich besprechen wollen. Das Beispiel besprechen wir auch in dem Video ausführlicher.

Man sieht an den Screenshots sehr klar, dass die Microsite eine junge Zielgruppe ansprechen soll – und das auf eine sehr kompromisslose und klare Art. In der Optik, aber auch in der Sprache. Das Thema „Gesundes Leben“ steht im Vordergrund und nicht die Krankenkasse als Unternehmen.

Wie die Kampagne gelaufen ist können und wollen wir nicht beurteilen. Was wir allerdings aus SEO-Sicht klar sehen: Die Microsite hat nur wenige erfolgreiche Google Rankings. Nur ein Blog-Artikel rankt wirklich gut. Die Microsite wird in diesem Beispiel wenig organischen Traffic und damit SEO-Wert generieren.

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Die Microsite „Gesundes-Miteinander“.

Auszug des Google Rankings der Microsite

Ein Viertel aller Rankings beruhen auf einem einzigen Blogartikel. Dahinter nimmt die Sichtbarkeit schnell ab. Insgesamt gibt es über 100 Artikel.

Pro: Was sind die Vorteile einer Microsite?

Es gibt einige Situationen, in denen Marketing-Verantwortliche sich dazu entscheiden, Microsites entwickeln zu lassen. Zu diesen Vorteilen zählen:

  • Kurzfristig keine „politischen“ Diskussionen
  • Größere gestalterische Freiheiten
  • Kompletter Fokus auf das neue Produkt
  • Haupt-Website muss nicht angepasst werden

All diese Vorteile betreffen aber vor allem die Ausgangslage im Unternehmen. Die mittel- bis langfristigen Folgen und die Wirtschaftlichkeit der Microsite wird selten diskutiert.

Contra: Was sind die Nachteile einer Microsite?

Es gibt eine Reihe von Nachteilen, die gegen eine Microsite sprechen. Dazu zählen:

  • Hohe Kosten für Gestaltung, Programmierung, Pflege der Microsite
  • Häufig keine Google Rankings von Microsites
  • Häufig kein Traffic und keine Leads über Microsites
  • Aufwendigeres Content Management durch unterschiedliche Systeme
  • Höhere Komplexität in der Ressourcenplanung für Content
  • Haupt-Domain wird vernachlässigt und nicht gewürdigt

Die Microsite erscheint also zwar kurzfristig attraktiv. Aber nach hinten heraus ergeben sich viele Probleme. Auch ist die Enttäuschung später oft groß, dass die Microsite so wenig „abgeworfen hat“, also zur Erreichung harter Ziele (Leads, Sales) beigetragen hat.

Beispiel: Die Haupt-Website dieses Unternehmens hat sehr gute Google Rankings. Weil das Unternehmen eine Marke ist und über Jahre viel Content und Vertrauen aufgebaut hat. Wesentliche Google Rankingfaktoren, die für Microsites nicht gelten.

SEO-Beratung bei Entscheidungen rund um Microsites

Seit vielen Jahren arbeiten wir als SEO-Berater für mittelständische Unternehmen. Hier einige Referenzen. Häufig werden wir auch angefragt, wenn es um Microsites geht. Auch wenn im Podcast und hier im Text eine klare Position vertreten: Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an.

Löst man eine Microsite wirklich auf? Und wenn ja, wie? Oder erhält man die Microsite und baut sie gezielt aus, um bessere Rankings, mehr Traffic und auch Leads zu erhalten? So etwas analysieren wir im Rahmen einer SEO-Beratung. Gerne können wir uns kennenlernen und darüber sprechen, wie eine solche Beratung abläuft (30 Min. Video-Call).

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Wir arbeiten auf digitalen Wegen mit Marketing-Verantwortlichen in ganz Deutschland, aber auch der Schweiz und Österreich zusammen. Als Berater und Sparringspartner geben konkrete Empfehlungen und Anleitungen, mit denen die Verantwortlichen dann wieder weiter arbeiten können. Mit der Sicherheit, dass es beim Thema SEO in die richtige Richtung geht.

Unsere Podcast-Interviews: Hier sprechen Profis aus Content Marketing und SEO über ihre Websites

SEO-Tipps und Webinare über unseren Verteiler

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Dort geben wir Tipps, zeigen konkrete Beispiele und laden zu unseren Live-Webinaren ein. Erfolgreiche Strategien & aktuelle Erkenntnisse aus über 15 Jahren SEO-Beratung.



Microsites: Diskussionen auf LinkedIn

In acht von zehn Fällen empfehlen wir Microsites aufzulösen, sagt Fabian. Hier der Beitrag und das Feedback.

Wie kommt es zu Microsites – und warum enden sie so oft als Content-Friedhof?Das diskutiert Benjamin hier.

Ein paar Tipps zum weiterlesen

Suchmaschinenoptimierung

Wir besprechen im Podcast und auf dieser Website insgesamt zahlreiche Themen aus der Suchmaschinenoptimierung in der Tiefe. Von der Keyword-Recherche, über Content Audits bis zu handwerklichen Themen wie das Texten von einem Google Snippet. In unserer SEO-Academy zeigen wir, wie Marketing-Verantwortliche SEO selbst in die Hand nehmen.

Content Marketing

Wir verbinden zwei Welten miteinander: Technisches SEO und der Blick aus der Perspektive des Content Marketing. Deswegen schauen wir im Podcast auch häufig über den Tellerrand hinaus: Wir sprechen über Clubhouse, Community Management, über B2B Influencer und vieles mehr.

Unsere Erfahrung mit Microsites

Benjamin: Heute reden wir über Microsites, also den Zoo von verschiedenen Websites, die Marketingverantwortliche gerne betreuen müssen. #00:00:27-0#

Fabian: Betreuen dürfen, müssen, // wollen, keine Ahnung. (lacht) Ja, genau, Microsites, neues Produkt oft und große Euphorie: Boah, da müssen wir jetzt unbedingt noch eine eigene Domain, eine eigene Website, ein eigenes Layout machen. Aber jetzt mal ganz im Ernst: Wie viele Microsites hat denn zum Beispiel so jemand wie Amazon oder Zalando, ja? Keine! Die arbeiten nicht mit Microsites. Die konzentrieren den kompletten Fokus auf ihre Domain. Und dementsprechend ja, obwohl uns halt diese Frage häufig einfach auch gestellt wird, ne? Wir haben hier eine Microsite. Wir haben hier mehrere. Du hast ja jetzt gesagt, den ganzen Zoo von Microsites. Ja, und die Frage ist: Ist das erfolgsversprechend, oder nicht? #00:01:49-0#

B: Genau. Also ihr ahnt schon, dass uns das stört ein Stück weit. Also was heißt, das stört? Aber dieser Trend, dass man immer weiter neue kleine Seiten anlegt für Projekte oder für neue Produkte, sprechen wir gleich noch drüber. Und wir wollen halt in dieser Folge wirklich mal auseinandernehmen, was wirklich aus unserer Sicht die Probleme dabei sind und wie wir sowas angehen würden. Also wie immer, die erste Hälfte nehmen wir das auseinander und versuchen euch auch Argumente an die Hand zu liefern und im zweiten Teil geht es um einen Lösungsansatz. Also, aber was sind denn überhaupt die Anlässe? Also warum haben so viele Unternehmen da draußen nicht nur immer eine Hauptdomain, sondern immer noch zwei, drei, vier, fünf oder auch noch mehr Microsites daneben, so Onepager oder halt so eine neue Seite mit drei, vier Unterseiten? Wie kommt das überhaupt zustande? #00:02:45-0#

Microsites erstellen: Häufige Diskussionsgründe in Unternehmen

F: Also ich würde jetzt ungern so polemisch werden, ne? Weil das sind tatsächlich oft gute Gründe, weswegen man sich dann doch irgendwie dafür entscheidet, das so zu machen. Man ist mit dem bestehenden Layout der Website nicht zufrieden, weil einfach zu wenig auch in Layout und Design investiert wird, was die Hauptseite angeht. Und dann ist es vielleicht auch einfacher zu sagen: Komm, wir machen gerade ein neues Projekt. Da haben wir noch mal ein bisschen Budget. Machen uns ein geileres Design. Keine Ahnung, die Werbeagentur findet es auch gut, dass es ein neues Projekt gibt. Ja? Und da soll so ein bisschen mehr Fokus, ein bisschen fresh, frischer Wind reinkommen, ne? Das ist ja prinzipiell, finde ich, auch ein valides Argument, oder nicht? #00:03:22-0#

B: Ja, ne? Also da kommt ja jetzt ein neues Produkt. Da wird irgendwas ausgegliedert oder eben neu gelauncht und dann heißt es halt: Boah, jetzt, und wie, das auf unserer Hauptseite und dann ist es nicht sichtbar. Wo sollen wir die Kampagne drauf machen und so? Und dann wird eben eine neue Microsite angelegt, wo es dann wirklich nur um das neue Produkt geht, ne, so. Und auch oft mit super viel Euphorie dabei, ne? Also so im Unternehmen selbst wird dann gesagt: Hier, unsere neue Microsites, unsere neue Themenseite oder wie auch immer man das nennt. Das ist halt das eine, finde ich, neue Produkte oder es hat halt richtige unternehmensstrategische oder strukturelle Gründe. Also zum Beispiel, ja, wir haben jetzt ein neues Angebot, aber das kannibalisiert halt in gewisser Weise ja andere Teilbereiche des Unternehmens. Ja? Also wir machen jetzt einen eigenen/ Wir verkaufen jetzt selbst, direct to Consumer, aber unser Fachhandel, dem wird das nicht so gefallen, mit dem wir ja schon seit Jahrzehnten kooperieren. Also bauen wir mal schnell noch eine eigene Seite, um sozusagen das von unserer Hauptseite zu trennen, um sozusagen, ja, weniger angreifbar zu sein, ne? #00:04:29-0#

F: Deswegen ist das Beispiel Amazon, Zalando auch ein bisschen unfair, wenn man ein Unternehmen ist, was einfach schon seit sechzig Jahren klassisch analog auf dem Markt ist, und natürlich die Website jetzt vielleicht auch ein bisschen stiefmütterlich erstmal behandelt und jetzt geht es halt darum, wie du schon sagst so: Hm, was sagt denn unsere bestehende Vertriebsstruktur dazu? Können wir das denn so offensichtlich alles machen? Oder aber halt auch einfach intern, dass dann der Chef sagt, das neue Produkt, das wird sowieso ausgegliedert oder so und da hätte ich gern was Neues. Manchmal hat man da als Marketing-Fachkraft auch einfach nicht den Zugriff drauf, auf diese Entscheidungen, aber das heißt ja nicht, dass es gute Entscheidungen sind, ne? #00:05:09-0#

Kosten von Microsites: Oft fünfstellig

B: Genau. Lass uns auch kurz was zu den Kosten sagen, also weil wir das ja auch viel in Projekten auch so mitbekommen oder in Diskussionen aus der Branche, wenn man mit Kolleginnen und Kollegen redet, dann geht halt für so eine kleine Microsite gehen halt schnell mal fünfzig- bis hunderttausend Euro sozusagen raus, plus natürlich Werbebudget. Da muss ja auch noch irgendwas drauf passieren, auf der Seite. Also das sind jetzt schon so Preise, die wir schon so auch hören.

F: Plus den ganzen Personalaufwand, // der ja da nicht mit einkalkuliert ist, ne, der im Unternehmen ansteht. #00:05:44-0#

B: Genau. Damit geht es ja eigentlich schon los, ne? Also diese Microsites, die sehen schmal aus, aber die produzieren halt einen hohen Aufwand, weil das ist eine neue Domain, ein neues Content-Management-System, ein neues Design. Das soll auch alles schicker sein. Da muss Content drauf. Also da muss man Angebote reinholen für eine Webagentur, wenn es nicht die Hausagentur macht oder Inhouse, ja? Das muss alles koordiniert werden. Das sind alles so/ Ja, also, wenn man so mit den Leuten spricht, die solche Microsites dann halt aufbauen und müssen oder aufbauen als/ Oder was heißt müssen? Aber die das dann einfach als Aufgabe haben, so, dann merkt man schon, ja, das ist jetzt so/ machen wir nicht mal so eben. #00:06:29-0#

F: Ja, und daraus entsteht ja aber auch, finde ich, Folgeaufwand. Also das sind da/ die Opportunitätskosten, die gehen ja noch weiter: Du hast ja auch das neue CMS. Das ist oft nicht das, was man auf der Hauptseite hat. Oft wird dann ein schmaleres CMS genommen, aber auch das muss ja auch gepflegt werden und betreut werden und geupdatet werden. Und man muss sich da auch erstmal reinarbeiten. Wie funktioniert denn das überhaupt? Wie arbeite ich damit und auch über einen längeren Zeitraum? Das ist so ein Aufwand, eine Microsite zu bauen. Und aber du hast ja schon gesagt, man sieht es ihr eigentlich dann auch nicht an, ne? Weil es ist ja dann auch so schmal auf ein Produkt zugeschnitten, aber alles, was dahintersteckt/ Dann werden ja auch noch oft Videos gemacht, ne, ist ja auch was, was dann oft noch mit dazukommt, irgendwelche Imagevideos, Produktvideos und so weiter, die auf die Seite exklusiv dann draufkommen, teilweise sogar mit einem eigenen Branding. Da steckt schon viel Arbeit drinnen. #00:07:24-0#

B: Ja. Und jetzt kommen wir natürlich zu dem Punkt: Wie betrachten wir das denn aus SEO-Sicht, Fabian? #00:07:29-0#

Microsites senden schwache Signale an Google

F: Ja, also extrem negativ, muss ich sagen, wirklich supernegativ. Also aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung muss man ja einfach mal festhalten, dass da eine neue Domain angelegt wird. Das heißt, man fängt ja bei null an. Also Google kennt die Domain nicht. Die hat überhaupt gar keine Historie, keine Links, kein Trust, keine Autorität, kein E-A-T für Google keinen Content, nichts, ja? Da ist überhaupt nichts da und das muss sie sich halt erstmal aufbauen. Das heißt, man startet letztendlich bei null. Das ist so, wie wenn man seine Firma neugründet und eine Website anmeldet. Und wenn man dann auch dann nur noch/ Oft ist so eine Microsite ja auch dadurch/ zeichnet sich ja auch dadurch aus, dass da auch gar nicht so viel Content draufkommt. Das ist dann so ein Onepager oft und so. Das heißt, man hat auch noch wenig Content. Man kriegt diese Themenrelevanz, diese Thementiefe gar nicht richtig hin, die Themenautorität. Und ja, also aus SEO-Gesichtspunkten ist das eine Vollkatastrophe. #00:08:27-0#

B: (lacht) Ja, wir haben letztens ja noch mal eine Folge gemacht kürzlich über Content Hubs für SEO. Das ist halt einfach so, du brauchst ein Topic Cluster oder wie auch immer man das nennen will als SEO-Maßnahme, dass du halt nicht nur eine Seite hast, wo alles draufsteht, sondern du brauchst eine Tiefe, damit der Algorithmus auch einfach sieht: Aha, okay, das ist eine Domain, eine neue Domain, die setzt sich offensichtlich mit diesem spezifischen Thema auseinander und zwar in der Tiefe, so. Und wie du sagst, das ist nicht gegeben. Und intern kommt im Unternehmen/ wird gesagt: Ja, das ist eine Microsite, wir sind ein großes Schlachtschiff, ja, jetzt bauen wir das noch dazu. Aber für Google ist es wirklich so, ja, okay, wer ist das? Also und dann hast du halt keine Rankings und dann hast du in der Folge auch keinen Traffic, also keinen organischen Traffic und dann, um noch den Bogen zu Ende zu spannen, hast du halt auch letzten Endes keine Erträge. Also die Dinger, die Microsites, die sind nicht wirtschaftlich. Und das ist, glaube ich, auch das, was uns so aus Performance-Gründen halt so wurmt, dass die keine Erträge abwirft. Also du hast super viel Aufwand am Anfang und dann passiert nichts. Und dann sozusagen erwirtschaftet diese Microsite nichts und abgefedert wird das dann vielleicht durch eine Ads-Kampagne, also dass man dann sagt: Wir machen Social Media Ads oder Google Ads oder sonst irgendwas, um da halt irgendwie Traffic drauf zu kriegen. Aber das ist ja auch letzten Endes wieder auch noch mal neu reingepumpt und das Ding an sich lebt halt nicht. So, und das ist halt das, was uns wirklich wurmt. #00:10:03-0#

F: Naja, jetzt, wo du es sagst, ich habe ehrlich gesagt noch nie eine Microsite gesehen, auf die eine laufende Google Ads-Kampagne da war. Also irgendwie ist die immer irgendwann abgeschaltet worden komischerweise. Ja? Also das ist dann, glaube ich, auch dieser Kampagnencharakter, den so eine Microsite oft hat, festes Budget, fester Ablaufplan, Produkt wird dann gelauncht und irgendwann ist die Euphorie verflogen, ja, irgendwann ist das dann so ein bisschen eingenordet – Produkt hat funktioniert oder nicht, weiß man nicht genau. Aber dann werden die Kampagnen auch irgendwann abgeschaltet und die Folge ist dann wirklich, dass die Seite dann letztendlich stirbt, oder? #00:10:40-0#

B: Ja. Genau, du hast einen Content-Friedhof. Ja? Also es findet eine laufende Optimierung, findet nicht statt, nur so die nötigste Pflege: Oh, okay, wir müssen mal wieder ein technisches Update machen. Wenn überhaupt, ja, so, aber die Euphorie, die verfliegt halt, ja? Du hast halt diesen Content-Friedhof oder diese Microsite, die auch gerne dann so in den Diskussionen auch/ Es ist ja logisch: Wir alle haben viel zu wenig Zeit. Super viele Marketingteams sind relativ schmal aufgestellt, muss man echt sagen. Es sind wirklich wenige Leute immer im Marketing. Und dann sagst du: Boah, diese Microsite, ist die jetzt wirklich Prio eins, zwei, drei, so? Nein, die ist halt eher Prio, weiß ich nicht, acht, neun, zehn und dann rutscht die einfach nach hinten. Aber die ganze Arbeit, die gemacht wurde, das ganze Geld, das investiert worden ist, ist letzten Endes halt nicht in die Hauptwebsite geflossen, so. Und dazu kommt dann noch, dass die nächste Microsite dann ja oft auch schon wieder ansteht. Dann ist wieder Zeit vergangen und dann wird es halt wieder intern sozusagen Druck gemacht, dass man vielleicht noch mal eine neue Microsite baut. So, und dann hast du das nächste Ding an der Backe. Und dann kümmerst du dich natürlich auch nicht um die alte Microsite noch, so. #00:12:01-0#

Was wäre, wenn die ganze Arbeit und das Budget in die Haupt-Website fließen würde?

F: Also ich finde, eine ganz große Schwäche, was du gerade angesprochen hast, ist wirklich das, dass dieser ganze Aufwand nicht in die Hauptwebsite fließt. Also das ist eine Schwäche. Wir gehen da gleich noch drauf ein, wie man es ja auch besser machen kann. Aber jetzt einfach nur mal, um das festzuhalten: Das ganze Geld, das ganze Budget, der ganze Content, die ganze Technik, das ganze Knowhow, das geht eben nicht auf die Hauptwebsite. Ja? Und wenn ihr euch fragt, oder wenn man sich generell fragt: Warum ist Amazon so erfolgreich? Warum ist Zalando so erfolgreich? Dann ist es, weil die halt auch ihren Fokus haben, weil die sich konzentrieren, und weil die eben nicht so zerfasern. #00:12:38-0#

B: Und das finde ich das Brutale: Die haben // ich sage mal so richtig große Player. Die haben halt, ich sage mal, die haben halt nicht fünf Leute, sondern dann haben die fünfzig auf dem offenen Projekt, ja? Oder weiß ich nicht, was, oder fünfhundert. Aber die sozusagen, die nur zu fünft sind, die gönnen sich, in Anführungszeichen, jetzt ein bisschen polemisch gesagt, noch mal vier, fünf, zehn Microsites, ja, so. (lacht) Also viel kleineres Team, das aber dann halt total zerfasert. Ja? Und während sozusagen die richtig Großen, richtig Erfolgreichen halt wissen: Wir haben eine Seite und die powern wir voll rein, so, und da arbeiten wir richtig granular dran, am Ranking, an den Kampagnen, an allem, so, am Content und diese Hauptdomain, dass wir wirklich/ Also unser Plädoyer ist: Wenn jetzt eine neue Diskussion über eine Microsite aufkommt, wirklich auch mal zu versuchen, dagegen zu argumentieren und mit den Argumenten, die wir gerade genannt haben. Aber es stellt sich natürlich jetzt trotzdem die Frage: Wie kriege ich das denn jetzt in meine Hauptdomain integriert, das neue Produkt, ja? Also was mache ich da? #00:13:48-0#

F: Ja, also auf der Hauptdomain/ Es ist ja letztendlich eigentlich ganz einfach: Man integriert das auf die Hauptdomain, da, wo die anderen Produkte auch sind, ja? Also ob man das jetzt/ Im Unterverzeichnis, denke ich mal, ne? #00:13:59-0#

B: Ja, ein Unterverzeichnis und dann kann man ja auch durchaus mal sagen: Hey hier, wir haben hier was Neues, das bekommt jetzt mal einen prominenten Platz auf der Startseite, so. Die Startseite muss ja im Übrigen auch nicht immer nur ein Slider sein und da drunter ist nichts mehr. Ja? Also oder man sagt, wir haben einen Newsletter und darüber featuren wir jetzt auch mal das neue Produkt eine Zeit lang an, ja? Also einflechten in den bestehenden Content. #00:14:26-0#

F: Ist ja auch ein Vorteil, dass man das überhaupt kann, ja? Ihr habt ja schon bestehenden SEO Content auf eurer Seite mit bestehendem SEO Traffic und da ist es ja viel sinnvoller, dann das neue Produkt direkt mit einzuflechten, ja. Das ist ja auch/ Dann hat man ja einen Teil des Marketings sogar schon erledigt, ja? Dass man einfach sagt: Hier ist das neue Produkt und von vielen Stellen, wo es Sinn macht, gibt es halt auch direkt auch schon die Querreferenz. Also für mich macht das total Sinn. #00:14:50-0#

B: Ja. Und das aus SEO-Sicht ist es ja auch, sage ich mal, viel ertragreicher, oder nicht? #00:14:57-0#

F: Na klar. Also wenn ich den Content, den ganzen Content, den ich auf der Microsite habe, wenn ich den auf der Hauptdomain hätte, dann braucht ja nur der Google Crawler einmal drüber zu fahren und sofort ist das Zeug im Index, ja? Also es geht ja viel, viel schneller, weil eure Hauptdomain, die ist ja in der Regel schon richtig alt und gut verlinkt und da kommt der Crawler oft vorbei. Und wenn der neue Inhalte da entdeckt, da freut er sich und die sind sofort im Index und profitieren sofort von der ganzen Power, die ihr euch über die Jahrzehnte aufgebaut habt. Also das ist vom/ #00:15:26-0#

B: Das muss man sich wirklich noch mal klarmachen. Sorry. Das ist richtig. Du hast das gleiche Stück Content auf einer neuen Domain oder auf einer schon bestehenden Domain. Und das gleiche Stück Content schlägt halt auf der alten Hauptdomain halt viel stärker ein, kommt viel schneller nach vorne, viel schnellere, viel bessere Google Rankings, viel konstantere Rankings. Das ist einfach Wahnsinn, was du dann halt/ weil du eben aufsetzt auf dem, was schon da ist. #00:15:56-0#

F: Ja, und dazukommt, wenn das halt wirklich auch einen Kampagnencharakter hat, was ihr vorhabt, oder was da generell aufgebaut wird, ist es ja auch so, dass alle Maßnahmen, die man in dieser Kampagne fährt, von Ads, über PR, über Link-Aufbau, Seeding, keine Ahnung, was ihr alles macht, zahlt ja auch alles wieder auf die Hauptdomain ein. Das heißt, nicht nur die bestehenden, der neue Content profitiert davon, sondern auch der alte Content, der bestehende Content profitiert davon, von allem, was man macht. Weil immer die Hauptdomain verlinkt wird, weil immer die Hauptdomain referenziert wird, weil der neue Traffic auf der Hauptdomain aufschlägt. Ja, also auch Branding und so weiter, die ganzen Aspekte kommen da ja auch mit rein. Also nicht nur, dass der neue Content viel besser einpflegt, sondern auch dass alles Alte davon profitiert. #00:16:45-0#

B: Ja, ne? Also der neue Bereich wird durch das Alte hochgezogen und das Alte profitiert aber auch durch den neuen. #00:16:52-0#

Themenautorität steigern

F: Und auch, was die Themenautorität angeht, oder? #00:16:54-0#

B: Absolut. Du kannst ja genauso auch ein Themencluster, ein neues Themencluster innerhalb der Website Struktur anlegen oder dein bestehendes Themencluster erweitern. Auch da vertiefst du deine Themenautorität, du vertiefst sie und erweiterst sie, also gehst in die Breite und in die Tiefe. Und auch das ist sozusagen superhilfreich für das Ranking. Und du hast halt auch diese laufende Optimierung dann auch. Das geht dann ja auch nicht flöten, weil das ist auf der Hauptdomain. Und im Idealfall muss man auch sagen, auch wenn das oft nicht der Fall ist, aber dass du halt auch jemanden hast, der sich um die bestehenden Inhalte kümmert und die halt auch laufend optimiert. Und das hast du halt viel eher, wenn du auf der Hauptdomain arbeitest. #00:17:36-0#

F: Finde ich auch, ne? Man kennt sich mit dem CMS aus, man hat direkt einen Zugriff drauf. Oft ist es ja auch so, wir kennen das ja auch aus unserer täglichen Arbeit, dann fällt einem, weil man halt so oft auf der Seite ist, fallen einem dann halt auch Fehler auf oder irgendwas klappt nicht richtig und dann arbeitet man das gerade nach. So arbeitet man ja auch oft, ne, dass einem was auffällt und dann wird es halt optimiert im Arbeitsalltag. Aber das kann nicht funktionieren, wenn es irgendwo eine Seite gibt, auf der man seit einem halben Jahr nicht mehr war. Dann fällt einem das halt auch nicht auf. Das heißt, der ganze Prozess ist viel smoother, wenn man den Content da hat, wo er halt irgendwie auch hingehört, oder wo man selber halt auch den ganzen Tag ist. Ja, also finde, das Organisatorische ist auch ein starkes Argument. #00:18:20-0#

B: Absolut. Und das Projektmanagement, ja? Also es ist ja sowieso schon immer sauschwierig, seine Zeit zu allokieren. Mache ich jetzt A, B oder C? Was ist jetzt hier wichtiger? Was hat jetzt den größten Effekt? Und wenn du halt eben einen Zoo von Microsites hast, wird das so komplex, also es wird ungeheuer komplex im Alltag. Und diese Komplexität zu reduzieren und sich wirklich auf die Hauptdomain zu konzentrieren, das ist, ja, unsere Erfahrung, dass das auf der einen Seite eben viel mehr bringt, also wirklich auch Erträge bringt, und eben gleichzeitig die Komplexität reduziert. Aber jetzt müssen wir trotzdem noch mal die Schleife drehen. Wir sind ja auch nicht naiv. Wir wissen ja, dass es diese ganzen Microsites jetzt gibt. Ja? Also eine neue Microsite kann man jetzt noch mal diskutieren auf Basis vielleicht von dem, was wir jetzt besprochen haben. Aber was machen wir denn jetzt mit all diesen Sites da draußen, die schon da sind? #00:19:16-0#

Microsite auflösen, erweitern oder reduzieren?

F: Ja, das ist eine häufige Frage auch in unseren Beratungsprojekten, ne, weil, wir fischen da ja nicht einfach irgendwas aus dem Wasser, sondern das sind ja Dinge, uns auch jeden Tag im Alltag widerfahren. Das heißt, in der Regel ist es so, dass wir empfehlen, so eine Microsite aufzulösen, ja, weil der Content, der ist ja da und der ist in der Regel ja auch gut. Das heißt, man kann ja auch nachträglich immer noch sagen, ich möchte diesen Content, in den so viel Arbeit reingesteckt ist, ich möchte davon trotzdem noch profitieren. Und man bringt das dann sozusagen auf die Hauptwebsite nachträglich und arbeitet da mit Weiterleitung und kann dann halt sagen: Okay, wir fangen jetzt an, diesen Zoo sukzessive abzuarbeiten. Da muss man halt noch mal Arbeit reinstecken, ne? Ist also noch mal ein Investment. Nachträglich vielleicht auch auf ein Produkt, was nicht mehr so viel Spaß macht, aber man sagt, okay, der Content ist halt noch gut, er ist noch relevant, das Produkt ist noch relevant, dann ziehen wir diesen Schritt sozusagen nach und integrieren die Microsite auf unsere Hauptdomain. #00:20:22-0#

B: Genau, ich würde auch sagen, so/ #00:20:24-0#

F: Unter bestimmten Voraussetzungen, ne? // Ist natürlich/ #00:20:24-0#

B: Unter bestimmten Voraussetzungen, muss man auch mal sagen. Es ist wirklich ein Individualfall und ich würde sagen, so, sieben von zehn Fällen empfehlen wir das, würde ich jetzt so einfach mal aus dem Bauch heraus sagen. Denn, wenn es wirklich tiefe strukturelle Gründe hat, ja? Also wenn man sagt wirklich, das ist/ Oft ist es ja nicht nur ein eigenes Produkt, sondern da wird wirklich noch mal eine neue Firma draus gegründet, neues Unternehmen, neue GmbH oder sonst irgendwas, neue Struktur wird da aufgebaut. Oder man sagt wirklich, das ist so hochpolitisch bei uns, das fliegt uns um die Ohren, wenn wir das auf unserer Hauptseite machen. Okay, dann gibt es eine neue Domain, dann gibt es eine neue Seite mit all dem Aufwand, aber dann sollte man auch realistisch von Anfang an auch die Folgeaufwände einschätzen, also auch dann sagen: Wer kümmert sich um dieses Projekt dauerhaft? Wie viel Zeit hat der zur Verfügung? Was für ein Budget hat der zur Verfügung? Wir wollen, dass diese neue Seite auch in das Ranking einsteigt und auch dauerhaft wirtschaftlich ist und auch relevanten Traffic auslöst. Was müssen wir dafür tun? Ja? Also das kann man auch machen. Es ist einfach so. Dann wird wirklich was komplett Neues angestoßen. Dann macht mal eine neue Seite, aber dann eben halt auch richtig und nicht: Ja, da bauen wir jetzt mal eine Microsite, machen eine Kampagne und dann läuft das schon. #00:21:46-0#

F: Es ist dann keine Microsite mehr. Ich finde, das hat auch was mit der Namensgebung zu tun. Das ist dann ein Projekt. Finde ich auch. #00:21:54-0#

B: Ja, ein Projekt oder wirklich neue Hauptdomain, die dann auch wirklich fest betreut wird mit bestimmten Strukturen dahinter. Und dann stellt sich aber auch die Frage: Wie ist unsere SEO-Strategie? Auf welche Keywords gehen wir? Welche Chancen haben wir bei welchen Keywords? Welchen Content bauen wir auf und wie bauen wir Links auf, ja? Also da macht man das ganze SEO, die ganzen SEO-Themen macht man dann halt auch richtig da drauf, ja? Oder Social Media eigene Accounts anlegen oder sagen, wir bauen da einen eigenen Funnel drauf oder ein eigenes System mit einem Newsletter oder so, dass wir vielleicht den Kunden auch binden können darüber. Also dann muss das Ding auch schon richtig zum Leben erwecken, damit es eben kein Content-Friedhof wird. #00:22:41-0#

F: Ja, mit allem, was dazugehört, ja. Es ist also tatsächlich eine Sache, die manchmal wirklich ist: Du hast jetzt die strukturellen Gründe angesprochen. Manchmal rankt die Seite schon auch. Dann wird es knifflig. Oft spitzer, ne, so, und geht dann tatsächlich doch mehr in die Tiefe, ne? Darum ist die Sache ja auch so knifflig. Darum sagen wir, es kommt halt auch darauf an. Und in sieben von zehn sagen wir vielleicht auflösen, aber es gibt halt auch Fälle, wo wir sagen, nein, komm, lass mal lieber. Also das ist manchmal wirklich so eine Gradwanderung, wie man damit umgeht. Wir haben es tatsächlich auch schonmal erlebt, dass wir das Thema angestoßen haben, haben empfohlen, lasst die Seite so, wie sie ist, und da hat das Team nachher irgendwann nach einem Jahr intern entschieden, jetzt ziehen wir es doch um. Wir trauen uns das, weil wir einfach diesen coolen Content, diese coolen Rankings, wir wollen die auf unserer Hauptdomain haben, ja? Manchmal stößt man auch so einen Prozess an, dass man auch noch ein bisschen braucht und intern noch diskutieren muss, weil also einfach so jetzt mit dem Rasenmäher da ranzugehen und das jetzt hardcore umzuziehen, macht manchmal auch keinen Sinn, weil man die bestehenden Rankings vielleicht nicht gefährden möchte, oder weil man halt auch sagt, wir brauchen noch ein bisschen Zeit, um das intern zu besprechen, was denn passiert, wenn man vielleicht auch ein paar Positionen verliert während des Umzugs, und ob das Team bereit ist, die Konsequenzen auch zu tragen intern. #00:24:06-0#

B: Ja, wir haben ja jetzt kürzlich auch eine Folge gemacht: Wie läuft eine Beratung im Bereich von professioneller SEO ab? Einfach noch mal, um da so typische Fragen zu klären, die einfach da sind. Eine Ranking-Analyse ist immer ein Teil von einer Beratung, dass man sich die Rankings anguckt. Kürzlich hatten wir eine Microsite und da stehen halt wahnsinnig viele Chancenrankings, superviel, ich sage mal, zwischen Platz drei und Platz zwanzig. Ja, dann sollte man vielleicht auch gucken, ob man an diesen Chancenrankings arbeitet. Das ist der eine Weg, also quasi aus der Microsite ein richtiges Projekt machen oder die Microsite auflösen und in die Hauptdomain integrieren, ja, so. Aber wenn du da eine Hand voll Rankings zwischen Platz drei und Platz zwanzig hast, dann, ja, stellt sich halt einfach die Frage, ob das jetzt reicht. Also das ist dann so ein ganz kleines Pflänzchen und da muss man sich halt schon fragen: Mache ich da jetzt einen richtigen Garten draus, so, oder topfe ich das Pflänzchen um? #00:25:08-0#

F: Ja, und letztendlich, wenn man jetzt mal ganz ehrlich ist, die Ressourcen – du hast es ja auch schon angesprochen – sind so krass begrenzt in den Teams, ne? Also dass man wirklich gucken muss, dass man sich auf das konzentriert, was das bringt, und wo der größte Hebel ist und das ist eigentlich immer auf der Hauptdomain. Also man kann fast schon sagen: Lasst die Finger von den Microsites! Lasst das bleiben! Macht keine Microsites, es sei denn, ihr habt unbegrenzt Budget und wollt das unbedingt ausprobieren, aber das habe ich noch nie irgendwo gesehen oder selten mal, dass das wirklich so egal war und selbst dann. Also es spricht wahnsinnig wenig dafür, mit Microsites zu arbeiten. #00:25:48-0#

B: Und ich bin auch immer wieder ein Stück weit schockiert, wie locker, in Anführungszeichen, für fünfzig- bis hunderttausend Euro so eine Projektwebsite, so eine Microsite aus dem Boden gestampft wird und wie selten dann jemand sagt, wir tun jetzt mal hunderttausend einfach in den Content rein, ja? (lacht) Bauen uns ein Content-Team auf, zum Beispiel. Das sehen wir ungleich seltener. Und da sieht man halt schon auch, dass, ja, das eine vielleicht überschätzt wird im Wert und das andere halt unterschätzt wird. #00:26:19-0#

F: Ja, das ist manchmal auch diese Euphorie, die dann in dem Produkt mitschwingt, was dann auch im ganzen Unternehmen für eine gewisse Euphorie sorgt, ja. Aber in Content zu investieren oder allein sich auch mal ein professionelles SEO-Tool zu besorgen oder so, da hakt es ja manchmal auch schon dran, also. #00:26:35-0#

B: Ja, genau, ne? Und das ist halt, bei uns ist anders: Bei uns setzt die Euphorie ein, wenn der Traffic kommt. Und wenn die Leads kommen über organische Kanäle, weil das halt einfach der profitabelste Kanal dann ist, ja? Und nichts, in Anführungszeichen/ Man hat nicht pro Klick bezahlt, ja, für einen Besucher, sondern der ist halt so gekommen und das löst halt bei uns Euphorie-Schübe aus. (lacht) Also das sehe ich komplett einfach aus einer anderen Ecke. Gut. #00:26:59-0#

F: Ja, wobei, wir haben unsere Academy ja auch vor ein paar Monaten gelauncht. Ich meine, wir haben das jetzt natürlich nicht auf einer Microsite getan, sondern ganz ordentlich, wie wir immer empfehlen, bei uns auch auf der Seite. Aber klar löst das Euphorie aus, wenn man was Neues macht. Das ist // natürlich klar, brennt man dafür und will natürlich auch richtig Gas geben und so, ist ja klar. Aber wenn man das in die richtigen Bahnen lenkt, die Energie, hat man einfach mehr davon. #00:27:24-0#

B: Also ich packe jetzt mal auf unsere Episodenseite noch so ein Pro und Kontra und dann hat man das vielleicht als Referenz und ihr könnt das vielleicht euch copy-pasten in eurer internen Diskussion oder sonst irgendwas. Da baue ich ein bisschen die Episodenseite aus. Das nehme ich mir jetzt mal vor. #00:27:40-0#

F: Ich habe mal ein Buch gelesen von Allen Carr – Endlich Nichtraucher. Ich habe auch mal, auch vor Ewigkeiten geraucht. Im ganzen Buch beschreibt er, was die Nachteile vom Rauchen sind und eine Seite hat er, das sind die Vorteile vom Rauchen und die ist leer. (beide lachen) Ich habe die Befürchtung, dass deine Pro- und Kontraliste ähnlich aussehen wird. Aber // wir warten mal ab. #00:28:03-0#

B: Schauen wir mal. (beide lachen) // Okay, alles klar. Macht es gut! Wir hören uns nächste Woche. Bis dann! Tschau! #00:28:09-0#

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