Content Hub: Wann brauche ich für ein Keyword eine eigene Seite?

Ein Content Hub ist ein Knotenpunkt auf der Website und Zentrum vieler SEO- und Content-Marketing-Aktivitäten. Hier befindet sich ein Themen-Cluster aus  relevantem Content, strukturiert aufgebaut.

Hier ergibt sich eine Kernfrage in der Suchmaschinenoptimierung: Wann entwickle ich für ein Keyword eine eigene Seite – also ein eigenes Thema? Und wann ist es nur ein Abschnitt wert?

Schließlich bedeutet jedes Stück Content, das man aufbaut, viel Aufwand. Wann lohnt sich die Erweiterung des Content Hubs? Darüber sprechen wir auf dieser Seite. In der Podcastfolge erklären wir es anhand von Beispielen.

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Was ist ein Content Hub?

Ein Content Hub ist ein redaktionell erstellter Teil einer Website. Es wird auch Themen-Cluster genannt. Content Hubs werden häufig in Form eines Blogs oder eines Magazins umgesetzt, als Teil einer SEO-Strategie oder Content-Marketing-Strategie

Ein Content Hub ist also eine Ergänzung zu anderen, klassischen Bestandteilen einer Website wie Produkt-Landingpages, Informationen zum Unternehmen und Kontaktmöglichkeiten. Ziele sind, mehr und SEO Traffic und Leads über die Suchmaschinen zu erhalten, aber auch eine Beziehung zu seinen Kunden zu Beginn der Customer Journey aufzubauen. 

Innerhalb einer Website Struktur sollte man ein Content Hub einplanen. Das ist jedoch häufig nicht der Fall, da die Webagentur auf Design und IT spezialisiert ist, aber selten auf Online-Marketing.

Welche Vorteile hat ein Content-Hub für SEO?

Ein Content Hub hat mehrere Vorteile für SEO:

Wer zu einem Thema verschiedene Artikel schreibt, kann diese Artikel oder Content Stücke auch sehr gut untereinander verlinken. Und löst damit weitere wichtige Rankingsignale aus. Denn interne Verlinkung ist eine wichtige SEO-Maßnahme. Der Algorithmus versteht, dass dieses einzelne Stück Content offensichtlich wichtig und relevant ist.

Was ist eine Keyword Recherche

Aus einer umfangreichen Keyword-Recherche ergeben sich in der Regel eine Reihe von Artikelmöglichkeiten für ein Content Hub.

Drei häufige Fragen zu Content Hubs

Wie sollte man ein Content Hub planen?

Basis für ein Content Hub sollte immer eine Keyword Recherche sein. So stellt man sicher, dass man Content erstellt, nach dem auch wirklich gesucht wird. Content Produktion ist und bleibt aufwändig – vor allem, wenn man auf Qualität setzt. Außerdem sollte man auch die Content Distribution mitdenken, also wie man den Content nachher verteilt. Das ist Teil eines SEO-Konzepts oder Content Marketing Konzepts.

Was ist ein Beispiel für ein Content Hub?

Ein Geschäftsführer im B2B-Bereich will potenzielle Kunden früher in der Customer Journey ansprechen – noch bevor sie in der Phase des konkreten Produktvergleichs stehen. Dafür lässt er Keywords recherchieren und hilfreichen Content erstellen, der in einem Content Hub auf der Website verankert wird. Die Koordination und Umsetzung übernimmt das Marketing. Das Google Ranking baut sich über neun bis zwölf Monate auf. Die einzelnen Seiten werden nachoptimiert, um Top-Positionen zu erreichen. Das Ranking hält sich anschließend sehr stabil über Jahre hinweg.

Habt ihr einen schnellen Tipp für Content Hubs?

Mit einem Content Hub werden bestimmte Content-Ziele verfolgt, etwa mehr Besucher auf der Website, mehr Leads, Conversions oder Sales. Entscheidend ist hier die Einordnung in die Gesamtziele des Unternehmens und ein Website Monitoring für ein entsprechendes Reporting. Mit einem Content Hub lassen sich sehr gut Micro-Conversions erzielen, also ein Zwischenziel zwischen Besucher und Lead. Eine gängige Micro-Conversion in einem Content Hub ist etwa eine Newsletter-Anmeldung oder der Download eines Whitepapers. 

Wie man einen Content Hub erstellt: Kurze Checkliste

Ein Content Hub zu erstellen kostet Zeit und sollte strategisch geplant werden. Dazu zählen für uns aus SEO-Sicht:

  • Umfassende Keyword-Recherche
  • Clustern in Kategorien
  • Themen ausarbeiten
  • Content Format planen
  • Content Ziele definieren
  • Content erstellen
  • Content im CMS veröffentlichen
  • Content distribuieren (über Social Media, Newsletter)
  • Auswertung durch Website Monitoring
Keywords und Ranking für Content Hub mit einem Tool

Basis für ein Content Hub ist aus unserer Sicht immer eine ausführliche Keyword-Recherche. Daraus werden Themen und ein Content Plan abgeleitet. Genau solche Themen besprechen wir in unserer SEO-Academy. Außerdem entwickeln wir SEO-Konzepte für Unternehmen, die sich Content Hubs aufbauen wollen.

Wann erstelle ich in meinem Themen-Cluster ein neues Thema? Drei Herausforderungen

Content Aufwand

Jedes Stück Content bedeutet Aufwand. Ein Thema muss konzipiert werden, Keywords recherchiert und SEO-Briefings erstellt werden. Anschließend wird der Text geschrieben und korrigiert. Und im nächsten Schritt ins Content-Management-System eingebaut. Auch beim Content-Management gibt es SEO-Aspekte, die berücksichtigt werden sollten – etwa zum Google Snippet und zur internen Verlinkung. Dieser Prozess kostet Zeit und Geld. Daher stellt sich die Frage, ob es sich für das jeweilige Keyword lohnt.

Keyword Abgrenzung

Wer tief in eine Keyword-Recherche einsteigt, sieht es immer wieder: Viele Themen sind ineinander verschachtelt. Generell gibt es Hauptbegriffe und viele Nebenbegriffe. Sie sind nicht immer leicht voneinander abzugrenzen. Zudem gibt es häufig einen großen Longtail aus Begriffen mit relativ wenig Suchvolumen, die aber sehr wertvoll für das jeweilige Unternehmen sein können. Außerdem will man als SEO-Manager keine Keyword Kannibalisierung betreiben, muss also Themen voneinander abgrenzen.

Holistischer Content

In der Suchmaschinenoptimierung wird häufig mit holistischen Inhalten gearbeitet. Hintergrund ist, dass Suchmaschinen ausführliche, tiefe, nützliche Inhalte häufig vorne einsortieren, weil sie auf viele Fragen eingehen (allerdings kommt es hier auch immer auf die Suchintention an). Ein einzelnes Stück Content kann zu hunderten Keywords ranken. Gerade bei holistischen Seiten stellt sich die Frage, wann ein Keyword ein Abschnitt ist – und wann ein eigenständiges Thema. Man braucht einen klaren Fokus.

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Content Hub, SEO und die Themenverteilung – unsere Sichtweise

Taxonomie entwickeln

Jedes Thema hat aus SEO-Perspektive eine Taxonomie. Also ein System, wie die Keywords strukturiert sind. Es gibt suchvolumenstarke Keywords, Longtail Keywords und Keywords, die sich bei jedem Thema immer wieder finden. Diese Taxonomie muss man für sich klären. Daraus ergibt sich, in welcher Tiefe, in welchem Detailgrad man Keywords abdecken will und kann. Basis dafür ist eine professionelle Keyword-Recherche mit einem SEO-Tool, das Daten in der Tiefe anzeigt.

SERPs analysieren

Die SERPs sind die Suchergebnisse bei Google (Abkürzung für Search Engine Result Page). Wenn man ein Keyword googelt sieht man, ob es dazu bereits spezifischen Content gibt, der dazu vorne steht. Falls ja, wird es schwierig Top-Rankings zu erreichen, wenn man das Keyword nur mit einem Absatz auf einer allgemeinen Seite unterbringt. Der Wettbewerb ist zu stark. Umgekehrt kann es ein Wettbewerbsvorteil sein, eine spezifische Seite zu erstellen, wenn viele andere dies nicht machen.

Mit Content Templates arbeiten

Content zu erstellen ist und bleibt aufwendig. Daher ist es aus unserer Sicht sinnvoll, Content Templates zu entwickeln. Also eine bestimmte Struktur, wie man ein Stück Content produziert. Das erleichtert die Content Produktion und auch das Content-Management. In einem Content Template wird die Taxonomie abgebildet. Zugleich fragt man sich auch immer, wie es für den User am besten zu verstehen ist. Schließlich soll jedes Stück Content die User und die Suchmaschine zugleich überzeugen.

Diese SEO- und Content-Marketing-Profis haben Content Hubs entwickelt und sprechen hier darüber

In unserem Podcast sprechen wir mit erfahrenen Fach- und Führungskräften aus der Online-Marketing-Branche. Es ist ein operativer Podcast. Wir fragen also immer auch danach, wie es konkret geht, mit welchen Tools gearbeitet wird und vieles mehr.

Unsere Erfahrung mit Content Hubs mit Beispielen und Vorgehensweisen

Benjamin: Heute reden wir über ein Thema, mit dem sich wirklich viele rumquälen, und zwar, wann brauche ich für ein Keyword eine eigene Seite? #00:00:28-1#

Fabian: Ja, tatsächlich. Also häufige Frage, die uns zum Beispiel in unserer SEO-Academy gestellt wird oder auch generell mal im Gespräch mit Leuten, die an ihrer Seite arbeiten und die Keyword-Recherche machen. Und dann hat man da seine große Liste und überlegt, ja gut? Baue ich jetzt? Wie erstelle ich ein Content Hub? Diese Keywords sind ja irgendwie auch alle wichtig und baue ich dann tatsächlich für jedes Keyword eine eigene Seite, das ist ja auch ein Riesenaufwand. #00:00:51-1#

B: Du musst ja auch immer ein bisschen da schmunzeln, weil es ist ein bisschen sozusagen eine Geschichte, die sich ja wiederholt und täglich grüßt das Murmeltier beziehungsweise und jährlich. Also das ist ja schon eigentlich aus den Anfangstagen der Suchmaschinenoptimierung ein Thema oder nicht? #00:01:08-1#

F: Ja, wobei früher hatten wir diese Frage nicht. Aber wir hatten uns diese Frage // nie gestellt, da hast du einfach für jedes Keyword eine Seite geballert, das war die zentrale SEO-Maßnahme (lacht). Da haben wir uns aber auch nicht die Mühe gemacht, dafür einen eigenen Text zu schreiben. Sondern der kam dann aus der Datenbank. Das generell. Also ursprünglich ist es natürlich immer besser für Google für jeden Suchbegriff ein eigenes Stück SEO Content oder eine eigene Seite zu haben, weil du kannst dann diese Seite natürlich optimal auf dieses Keyword ausrichten. Das heißt, so vom Grundgedanken her macht es schon Sinn auch zu versuchen, diese Keywords abzudecken. Nur heute heißt es halt nicht Keyword, sondern, ja, eigentlich eher Suchintention. Ja, also was ist das Thema hinter der Suchanfrage und da ist es natürlich am besten, wenn man dafür auch eine eigenständige Antwort hat. Aber na das geht ja schon stark in Richtung Lösung. Es geht ja jetzt eher darum, wie geht man da generell überhaupt mit um, wenn man vor diesem Problem ist? Und tatsächlich ist es damals natürlich auch so gewesen, dass Google diese Seiten dann auch abgestraft hat, weil es war ja kein guter Content. Wir haben uns ja einfach nur einen schlanken Fuß gemacht, indem wir sozusagen die Abkürzung gegangen sind. Und hochoptimierte Seiten mit aber sehr schlechten Inhalten erstellt haben. Und das ist ja nicht das, was Google möchte. Und das heißt, das funktioniert heute nicht mehr. Das heißt, man ist so ein bisschen in der Zwickmühle drin, natürlich gerne möglichst optimale Seiten Google zur Verfügung zu stellen. Aber auf der anderen Seite natürlich auch sehr hochwertigen Content auf der Seite haben zu möchten. #00:02:39-8#

B: Da hat man es einfach gemacht. // Genau. Also wir erklären glaube ich das Thema auch noch an ein, zwei konkreten Beispielen. Aber ich finde wirklich nochmal dieses Verständnis von früher, dass du halt tausende, zehntausende, hunderttausende Unterseiten automatisch generiert hast, mit Texten bestückt hast und sozusagen dann eben diese Welle kam, dass Google gesagt hat, das ist duplicate Content, das ist crap Content, den nehmen wir raus aus der Bewertung oder der wird gar abgestraft. Und dann eben gab es ja eine sehr große Welle, wo viele gesagt haben, holistischen Content, also umfangreichen Content bauen, das ist ja auch eine Philosophie, die wir vertreten, weil man eben mit umfangreichem Content auch viele, ja, einmal viele Keywords abdeckt aber eben auch für den User halt viele Informationen bietet. // Und das ist jetzt aber/ Genau. Auf diesen holistischen Seiten. #00:03:36-5#

F: Ja und diese Abdeckfrage, die stellt sich halt. Wie viele Keywords decke ich in einem Content Hub denn ab? Decke ich eher nur eins ab? // Aber, eben weil die umfangreich sind, ist es halt auch echt schwierig, immer für jedes Keyword eine eigene Seite zu bauen, ja. #00:03:47-0#

B: Genau. Also baue ich jetzt aus tausend Keywords tausend Unterseiten in meine bestehende Website Struktur? Oder baue ich eine Seite, mit der ich tausend Keywords abdecke? (lacht) Ja und das machen wir anhand ein, zwei Beispielen. Ich stelle die mal vor kurz. Okay? Und zwar viele Themen sind ja ineinander verschachtelt, also jeder der sich mit seinem Keywordset beschäftigt, kennt das, die Themen sind ineinander verschachtelt. Also Beispiel: Wir haben jetzt einfach mal ein Wort genommen für unser Content Hub, und zwar „Führungsstil“. Ja. Wahnsinnig viele Leute, die suchen nach Führungsstil und es gibt aber auch bestimmte Arten von einem Führungsstil, also kooperativen Führungsstil, autoritärer Führungsstil, laissez-faire Führungsstil. Und die Frage ist dann zum Beispiel: Wie decke ich das ab als Keywordset? Das war so ein Beispiel. Das andere Beispiel hast du, ich glaube das kommt so aus dem Shopbereich eher, oder? SEO ist für Onlineshops auch immer ein wichtiges Thema. #00:04:40-6#

F: Da haben wir uns für das Thema „Socken“ entschieden, weil das auch schöne Beispiele gibt und weil man das auch so schön ausdifferenzieren kann, weil es ja halt kein B2B SEO/ Also Führungsstil, komisch, dass wir beide darauf kommen, ohne Mitarbeiter, dass wir zum Thema Führungsstil was machen. Aber Socken haben wir alle, da ist es so, dass ist halt ein B2C Thema ist und ein Shopthema. Das heißt, es differenziert sich anders aus. Ja, also es gibt Socken, aber dann gibt es auch verschiedene Arten von Socken. Ja, zum Tennis spielen Tennissocken, Sneakersocken, dann gibt es da diese Füßlinge und so weiter und Anzugsocken. Aber das Prinzip ist eigentlich das gleiche, dass man einmal diesen Überbegriff hat und dann in die Konkretisierung geht. #00:05:26-7#

B: Und das sind sozusagen die zwei Beispiele, an denen wir das mal diskutieren und jetzt geht es sozusagen schon in das erste Grundproblem rein, wenn man so möchte, das hast du gerade eben schon angeschnitten. Nämlich, dass da ja hinter jedem Stück Content, also immer, wenn man eine eigene Seite baut, dann erzeugt das ja Aufwand. Das Content Hub wird riesengroß. #00:05:47-6#

F: Ja. Und ganz schön. Ja. Also, wenn man diesen holistischen Stil, ja, lebt, dann will man ja immer das beste Ergebnis zu dem bestimmten Suchbegriff liefern. Und das beste Ergebnis ist oft umfangreich und man muss in die Tiefe gehen und es ist ja nicht nur den Text runterzuschreiben, sondern es geht ja darum, das sind ja Prozesse, die da stattfinden. Von der Analyse über die Recherche, vielleicht werden Interviews geführt und so weiter. Und das ist ja ein Riesenaufwand. Das heißt die Ressourcenfrage, die finde ich steht immer am Anfang, weil man die ja auch einfach das umsetzen muss und je mehr Keywords man auf dem Tisch liegen hat, für die man einzelne Seiten, Content also auf einzelnen URLs bauen will, desto mehr Aufwand ist es, desto mehr Ressourcen braucht man. Die Frage ist, hat man die Ressourcen überhaupt? #00:06:37-6#

B: Ja und das ist dann immer so eine Aufwand-Ertrags Abwägung. Also soll ich diesen Aufwand jetzt gehen für das was es mir nach hinten raus bringt, nämlich Google Rankings, Traffic und dann eben in der Folge auch Leads oder Sales. // Aber, der Weg ist sozusagen/ Erstmal musst du am Anfang was tun dafür. #00:06:58-6#F

: Ja, eher schon ein Stück, sorry, dass ich da so bisschen reingrätsche, aber ich finde das ist sogar noch ein Stück vorher. Also ich glaube, dass die Kollegen, die daran arbeiten sich vom Aufwand und Ertrag schon ziemlich sicher sind, dass das was bringt. Ja, aber die Ressourcen sind einfach nicht da. Also man möchte gerne natürlich so viele Keywords wie möglich abdecken und coolen Content dazu machen. Es gibt ja auch coole Cases von Unternehmen, die das sehr erfolgreich machen. Aber klappt einfach nicht. Also es ist einfach wahnsinnig schwierig, den Content auf die Piste zu kriegen und von daher ist es da halt wichtig irgendwie auch zu priorisieren, kommen wir gleich noch zu. #00:07:35-3#

B: Ja, das zweite ist halt die Abgrenzung, finde ich. Also wir haben jetzt Führungsstil und Socken als Beispiele, die sind relativ klar in der Abgrenzung. Also man hat einen Oberbegriff und man hat dann Teilaspekte oder Unterbegriffe, die sich darunter einsortieren. Das ist ja, wenn man so will, schon die Idealsituation, aber trotzdem ist es gar nicht so einfach, wenn man dann in die Diskussion geht und sagt, ja, da brauchen wir ein eigenes Stück Content für. Das habe ich eigentlich am häufigsten auf dem Tisch, deswegen kann ich eigentlich auch direkt weitersprechen. Also was man dann halt oft in der Diskussion hat, ist, dass man sagt, ja, das ist doch das Gleiche. Der Teilaspekt ist doch das Gleiche wie der Oberbegriff. Was soll ich denn da jetzt Eigenes zu schreiben? #00:08:22-9#

F: Hast du da mal ein Beispiel oder sowas? #00:08:24-7#

B: Ja, also Führungsstil, kooperativer Führungsstil. Ja, kooperativer Führungsstil ist halt ein Führungsstil, was soll ich denn da anderes schreiben? Der erste Reflex ist immer, dass einige dann sagen, ja das ist zu ähnlich. Wie, soll ich jetzt genau das Gleiche schreiben? Und das darf man natürlich nicht. Also wenn du duplicate Content machst, dann hast du halt auch ein Rankingproblem durch häufig Keyword Kannibalismus. Also von daher. Es ist aber alles immer dann auch wieder eine Frage der Recherche und des wie sehr setze ich mich damit auseinander, weil der kooperative Führungsstil kann man schon sehr gut was Eigenes zu schreiben. So. #00:09:03-3#

F: Also meinst du, das ist eher auch so eine wenig Erfahrung mit Content, oder? #00:09:08-5#

B: Ja, sich mal tiefer Gedanken zu machen über diesen spezifischen Begriff. Und wenn man drei, vier Nachfragen stellt, dann kommt relativ schnell heraus, also wenn ich einen allgemeinen Text über Führungsstil schreibe, kann ich ja alle Führungsstile anfeaturen zum Beispiel oder generell sagen, was einen Führungsstil überhaupt ausmacht so. Und beim kooperativen Führungsstil das ist ja eine bestimmte Art, eine Philosophie zu führen. Und die kann ich ja schon in der Tiefe auch sehr gut und in den spezifischen Situationen, die man dann hat, auch diskutieren. So. Aber das sind so, finde ich, noch relativ einfache Abgrenzungen. Es gibt aber teilweise auch so diese Frage mit den Synonymen. Oder Einzahl, Mehrzahl. Wie siehst du das denn da? #00:09:51-2#

F: Ja, da finde ich kann man schon bisschen was einsparen, da ist oft Einsparpotential, sage ich mal so. Also wir haben jetzt auch ein Beispiel aus der Praxis aus unserer Academy, was uns halt über den Weg gelaufen ist, jetzt genommen, um Synonyma zu erklären. Wir haben zum Beispiel, da optimieren wir auf Firma kaufen. Also ich möchte eine Firma kaufen und da gibt es sehr viel Suchvolumen zu, im vierstelligen Bereich. Und dann gibt es aber auch den Suchbegriff Unternehmen kaufen und da gibt es auch vierstelliges Suchvolumen zu. Aber unterschiedliches Suchvolumen, ja. Also, keine Ahnung, tausend suchen nach Firma kaufen und tausend suchen nach Unternehmen kaufen. Und da stellt sich wirklich die Frage, mache ich da zu beiden Begriffen eine einzelne Seite? Und da würden wir jetzt zum Beispiel sagen, nein, das sind Synonyme Unternehmen und Firma und das kann man super auf einer holistischen Seite abdecken. Ja, weil dann rotiert man das einfach durch und nimmt mal das eine und mal das andere, weil es eigentlich vom/ Weil dadurch würde tatsächlich auch duplicate Content oder zumindest sinngemäß ähnlicher Content entstehen, weil man nicht zwei unterschiedliche riesige Seiten schreibt, einmal über das Unternehmen, einmal über die Firma, weil, das ist das Gleiche letztendlich. Ja und ich finde schon, dass man da wirklich bei den Synonymen auch sich wirklich genau angucken muss, wenn es das Gleiche bedeutet, macht es auch oft Sinn, das auf einer Seite abzudecken, oder? #00:11:19-1#

F: Ja. Ist oft so. Ja genau können wir jetzt gleich nochmal in die Details sozusagen weiter reingehen. Ähnlich, finde ich, ist es bei Einzahl, Mehrzahl. Da stellt sich auch immer die Frage, brauche ich dafür wirklich dann nochmal eine eigene Seite? So, das sind so Sachen, die, finde ich, relativ schnell zu beantworten sind. Aber das Kernproblem ist wirklich bei diesen Oberbegriffen und bei den Teilaspekten. Und die Frage, lohnt sich dann jetzt dieser Aufwand noch zu dem Teilaspekt, wie halt eben Tennissocken oder kooperativer Führungsstil, dazu noch mal ein eigenes Stück Content zu machen? Und das Dritte sind vielleicht auch nochmal diese holistischen Seiten. Ich finde, das Konzept können wir auch nochmal kurz erklären. Was ist das eigentlich eine holistische Seite? #00:11:59-6#

B: Ja, weil ich ja der Contentmensch bin. Also, eine holistische Seite ist wirklich eine umfangreiche Seite, die eben nicht nur aus ein, zwei Absätzen besteht, sondern aus vielen Abschnitten, wo das Thema in der Tiefe besprochen wird. So, und oft wird dann gesagt, ja wieviel Zeichen, wieviel Wörter muss ich denn jetzt produzieren? So, ja? Aber das ist eigentlich noch nicht mal die Sache, sondern es geht darum, dass man halt versteht, dass die User, wenn die was bei Google eingeben, dass die halt eben oft ein informationelles Bedürfnis haben und dass man denen halt viele Anknüpfungspunkte gibt, dass sie wirklich auf den Seiten Ihnen wirklich weitergeholfen wird. Und diese holistischen Seiten haben halt in vielen Keywordsets halt auch sehr gute Rankingchancen. Also das sieht man auch selber, wenn man dann ein Thema googelt und man sieht dann halt auf den ersten fünf bis zehn oder zwanzig Ergebnissen sind es halt viele ausführliche Seiten.vorne und Google sieht halt, ah ok, da hat sich jemand in der Tiefe Mühe gemacht. #00:13:05-8#

F: So und solche Seiten können ja auch zu sehr vielen unterschiedlichen Keywords ranken. Das spricht so ein bisschen gegen die These auch, für jedes Keyword eine eigene Seite zu machen, wenn man eine holistische Seite hat, die zu fünftausend Keywords rankt, oder? #00:13:19-5#

B: Ja, genau. Das kann halt sein. Aber die Frage ist ja dann auch wieder auf welcher Position? Ja, also und wenn ich dann sehe, dass ich halt zu vielen Teilaspekten eben in den Top Twenty hängen bleibe sozusagen und die nicht nach vorne kriege, dann hat eben so eine holistische Seite auch Grenzen. Also, die hat eine Rankingchance aber halt nur bis zu einem gewissen Punkt. Und den muss man halt sehen, finde ich. Und wenn man dann sieht, wir haben da Teilaspekte drauf, zu denen kommen wir einfach nicht nach vorne und man will ja dann auch nicht die ganze holistische Seite wieder umstricken, so, ja. Oder sozusagen der einen ganz anderen Spin geben, dann hat man ja auch wieder sozusagen Sorgen, dass man sich kannibalisiert. Und so, ja, arbeiten halt viele mit diesen holistischen Seiten und stoßen da halt aber auch wieder an Grenzen. Und genau, wenn diese Grenzen kommen, dann kann man sich halt auch fragen, gehe ich jetzt nicht einen Weg und baue nochmal eine neue Seite? #00:14:16-3#

F: Aber jetzt mal konkret. Wie würde ich sowas denn jetzt angehen innerhalb meines Content Hubs? Also, ich möchte ja eigentlich am liebsten für alle meine wichtigen Keywords eine Möglichkeit haben, auch in die Top fünf reinzukommen. Also und eben nicht mit einer holistischen Seite auf zwanzig hängen zu bleiben. Wie würden wir das angehen? #00:14:36-6#

B: Genau, also der erste Begriff, den wir hier mal reinwerfen möchten, ist die Taxonomie. Ja, und also eine Taxonomie ist ein System, das sich in den Keywords zeigt, in der Keywordrecherche. Ihr macht eine ausführliche Keywordrecherche und dann erkennt ihr darin ein System, eine bestimmte Kombination von Keywords, die eben zu sehen ist. Wie würdest du das an unseren Beispielen erklären? #00:15:033-4#

F: Ja, also wir haben ja sozusagen die Grundtaxonomie oder diese Hauptbegriffe haben wir ja schon so ein bisschen auseinandergedröselt, hast du ja auch schon erklärt. Führungsstil, kooperativer Führungsstil. Wenn wir das jetzt mal so als diese Hauptbegriffe nehmen würden, wo wir sagen, dafür machen wir auf jeden Fall eine eigene Seite, dann erkennt man in den Keywords, dass zu jedem dieser Hauptbegriffe auch immer Beispiele gesucht werden. Ja, also die Leute suchen nach Führungsstil Beispiele, die suchen aber auch nach kooperativer Führungsstil Beispiele, nach autoritärer Führungsstil Beispiele, nach, was hatten wir noch, laissez-faire Führungsstil Beispiele. Das heißt, in jedem Hauptbegriff ist auch immer diese Beispielkombination und das ist eine Taxonomie. Da sieht man, dass eigentlich jedes Mal, dass die Suchintension von vielen Menschen, je nachdem in welchem Bereich sie suchen, auch immer nach Beispielen sozusagen ausschlägt und dass das ein Thema ist, was man dann halt holistisch auf den Seiten abdecken kann. Weil es sich wiederholt. Weil es eine Taxonomie ist #00:16:10-1#.

B: Genau, du hast eine Überblickseite Führungsstil und da drunter hast du die einzelnen Arten. Also autoritärer Führungsstil, laissez-faire und so weiter. #00:16:18-7#

F: Im Content Hub da drunter eingehängt, meinst du als eigene Seite? #00:16:21-2#

B: Genau, als eigene Seite. Und auf jeder Seite gibt es dann wieder das Thema, den Aspekt Beispiel. So. Und das ist halt eine Taxonomie. Wie ordne ich die Keywords an und wo bringe ich die unter? #00:16:34-7#

F: Der Begriff Aspekt gefällt mir gut an der Stelle. Also eine Taxonomie ist immer ein sich wiederholender Aspekt, sozusagen. #00:16:42-6#

B: Und mal so ganz kurz am Rande. Hattest du schon mal eigentlich einen Chef oder Chefin mit einem laissez-faire Führungsstil? #00:16:51-2#

F: Ja, ich mich selber. (lacht) #00:16:53-3#

B: (lacht) Ich hatte mal ganz am Anfang meiner Selbständigkeit, hatte ich einen Kunden, der einen ganz krassen laissez-faire Führungsstil gepflegt hat. Das war mega anstrengend. Also, weil immer so, ja, soll ich das jetzt soundso machen oder soll ich das jetzt soundso machen? Habe ich also ausführliche E-Mail geschrieben und dann war so die Antwort: Mach wie du willst. (lacht) Ich so, what? Was? Wie? Ich habe keine Ahnung, wie ich es machen soll. Also, das war echt interessant, sozusagen, mal die verschiedenen Führungsstile so zu erleben. #00:17:22-4#

F: Also ich persönlich muss sagen, ich hatte auch so einen Chef und ich muss sagen, ich habe mich da sehr wohl gefühlt. #00:17:26-6#

B: (lacht) Ja, genau, weil du einfach machen konntest. #00:17:29-1#

F: Das ist aber auch Typsache. Also, weil ich mich offenbar selbst gut motivieren und strukturieren kann, fand ich das super. Weil, das war nämlich auch so. Ja, mach einfach. Kaltes Wasser einmal reingeschmissen und darüber habe/ Also ich habe da auch persönlich sehr viel gelernt, muss ich sagen. Weil ich // das Problem lösen wollte, aber/ Muss man dann. Da hast du halt so lange nachgehakt, bis du es irgendwann raushattest. Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass es andere Menschen gibt, die sagen, ich fühle mich wohler, wenn ich vom Wissen anderer Leute mehr profitieren kann und von so Strukturen. Das ist, glaube ich, echt so ein bisschen Typsache. #00:18:02-4#

B: Ja ich auch, auf jeden Fall. Ja genau, muss man dann. // So, das wäre jetzt, ihr habt gemerkt, wir hätten jetzt eine eigene Seite gebaut zum Thema laissez-faire Führungsstil und wir hätten da ein Beispiel eingebaut. #00:18:10-1#

F: Und hätten die selbst vertextet und keine Experten gefragt. #00:18:12-2#

B: Und hätten die selbst vertextet und hätten darüber jetzt philosophiert, was die Vorteile und Nachteile von einem laissez-faire Führungsstil sind. So. Und wann das für welchen Mitarbeiter vielleicht der richtige Führungsstil ist. Und so zeigt sich ja jetzt schon, dass man auf einer einzelnen Unterseite einen sehr spezifischen Content auch packen kann. Und das ist das eine, die Taxonomie. Den zweiten Begriff, den wir jetzt reinwerfen würden, ist die SERP-Analyse. Willst du das mal erklären, was das ist? #00:18:44-3#

F: Ja. Also da gibt es tatsächlich auch eine Methode, die viele Kollegen auch anwenden, den SERP Overlap Score, wo man, einfach gesagt, abprüft, wie unterschiedlich sind denn die Suchergebnisse zu zwei spezifischen Keywords. Und wenn die nicht sehr unterschiedlich sind, wenn da die gleichen URLs für zwei Keywords ranken, dass das ein Zeichen dafür ist, dass man keinen extra Content in seinem Content Hub braucht. Ja. Weil, das unterscheidet sich ja nicht groß zwischen den beiden Begriffen. Und je unterschiedlicher die Suchergebnisse sind, also je unterschiedlicher auch die URLs sind, die da ranken und die Domains, desto eher ist das ein Zeichen dafür, dass man auch für die einzelnen Keywords unterschiedliche Stücke Content braucht. Und da gibt es dann irgendwie, keine Ahnung, ab einem Overlap Score von dreißig, vierzig oder so Prozent machst du was Eigenes, Und wenn der irgendwie bei über fünfzig Prozent ist, dann machst du nur ein Stück Content. Das ist so eine Systematik, die sich da so etabliert hat, wobei ich sagen muss, dass ich diese Systematik nicht benutze in der Keywordrecherche. #00:19:54-8#

B: Ja, ich würde nochmal das an unserem Beispiel erklären. Also SERP ist ja die Search Engine Result Page, also die Suchergebnisseite und ich gebe jetzt Führungsstil bei Google ein. So, und dann sehe ich ja, da ranken bestimmte Seiten zu. Und dann gebe ich kooperativer Führungsstil ein und dann vergleiche ich, welche Seiten jetzt dazu ranken. So, ja, also wenn da sozusagen die gleichen ranken mit der gleichen URL auch, also die gleichen Websites mit der gleichen URL, dann sagt man, ja, das Thema scheint jetzt nicht so ein eigener Aspekt zu sein, sondern Google spukt da sozusagen die allgemeinen Seiten zu aus. Tatsächlich ist es aber wirklich oft so, finde ich, dass du (unv.) was Spezifischeres suchst, dass du dann auch spezifischere Suchergebnisse bekommst. #00:20:39-6#

F: Ja, meine ganze Erfahrung bei Google ist, dass sich das wirklich super krass unterscheidet. Also jede Suchanfrage, jeder Kontext ist ja auch immer anders. Also darum halte ich da jetzt auch nicht so viel von. Aber ich würde tatsächlich auf der anderen Seite auch sagen, dieses Beispiel Firma kaufen und Unternehmen verkaufen, da würde es mich nicht wundern, wenn sich die Suchergebnisse auch da krass unterscheiden würden. Aber trotzdem wäre das für mich nicht unbedingt ein Grund, dafür zwei Stücke Content zu machen. Also das ist irgendwie, ich kann damit jetzt nicht so viel anfangen. Einfach aus der Praxis heraus, das ist so Praxiserfahrung. #00:21:13-4#

B: So rum gebe ich dir recht. Aber andersrum finde ich, wenn man jetzt sag, oh nein, kooperativer Führungsstil, das ist nur ein Absatz, den baue ich einmal kurz ein. Eine kurze Zwischenüberschrift und einen Absatz. Und dann googelt man das und man sieht die ersten Top drei oder Top fünf Ergebnisse sind spezifische, ausführliche holistische Seiten. Dann wird es schwer mit einem Absatz, da nach vorne zu kommen. Sehr schwer. #00:21:39-1#

F: Genau, ja. Also ich sage nicht, dass man sich nicht die Suchergebnisse angucken soll. Auf jeden Fall. Ja. Also klar, es ist wichtig zu gucken, wer rankt denn da? Und du hast recht, also wenn da spezifische holistische Seiten ranken, habe ich mit meinem Absatz keine Chance. Ja, klar. Aber ich mag diese Systematik dahinter nicht so gerne. Also man muss halt selber gucken und in jedem Einzelfall, finde ich, muss man entscheiden, mache dazu was oder mache ich dazu nichts. Also es kann ja auch von Vorteil sein, wenn die Suchergebnisse sich sehr ähneln, dass man trotzdem was Gleiches dazu macht, oder? #00:22:14-7#

B: Genau, also es ist ja vielleicht ein Wettbewerbsvorteil. Wenn ich jetzt sage, ich habe hier ein Longtail-Keyword, das für mein Unternehmen oder für mich sehr wertvoll ist. Da sind garantiert super relevante Kunden für mich dahinter. Und ich sehe, dass sozusagen in den Top Ten sehr viele Seiten sind, die das Thema nur am Rande behandeln, also quasi nur einen Absatz. Ja, ich gebe laissez-faire Führungsstil ein und sehe, dass alle die Top Ten alle nur allgemeine Führungsstilartikel sind und laissez-faire immer nur am Rande behandeln. Und ich sage aber, das ist genau mein Thema. Laissez-faire so. Ich will, sozusagen diesen laissez-faire Führungsstil in die Welt tragen, weiß ich nicht, ist jetzt ein bisschen platt, ja. Bei den Socken ist es glaube ich einfacher. Ich habe wirklich/ Ich bin spezialisiert auf Tennissocken und die habe ich jetzt super im Angebot. So, dann baue ich dazu natürlich eine eigene Seite, weil es halt ein Wettbewerbsvorteil ist. Ich baue ein ausführliches Stück Content zu einem spezifischen Thema und alle anderen um mich herum machen nur allgemeinen Content. So. Und dann wird Google sagen: Ach guck mal an, da ist jemand, der hat sich das Thema ein bisschen genauer angeguckt. Und es ist natürlich so, dass man dann gute Rankingchancen hat. #00:23:32-7#

F: Und wenn man da den SERP Overlap Score benutzt hätte, hätte man vielleicht gesagt: Nein, ich brauch ja gar nichts spezifisches. #00:23:38-6#

B: Also es ist wie immer. Du kannst so ein Tool nutzen, finde ich, oder so einen Score nutzen. Aber was du daraus ableitest, ist dann jetzt immer nochmal eine andere Frage, so. Und das Dritte ist der Aufwand. Um den kommt man ja nicht herum. Und was ist da unsere Antwort? #00:23:59-0#

F: Ja, also auch da kann man sich ja auch versuchen, ein bisschen einfacher zu machen oder was heißt einfach ist das ja nicht. Aber, wenn ich schon sehe, dass es da viele Keywords gibt, für die ich potenziell Content entwickeln kann, dann muss ich die natürlich priorisieren. Und die kann ich nur priorisieren, wenn ich vorab eine SEO-Strategie mir entwickelt habe. Also eine vollständige Keywordrecherche habe, die Keywords nach Themen sortiert habe und so weiter. Und dann kann ich sagen, okay, womit fange ich denn jetzt an? Was ist denn das Wichtigste? Also ich muss irgendwie vorab mir so eine Datengrundlage schaffen und erarbeiten, auf der ich halt die Entscheidung treffen kann, für welche Keywords mache ich denn jetzt aber was Eigenes und welche kann ich irgendwo anders unterbringen. Also ich muss erst mal ein bisschen Basisarbeit leisten und dann kann ich natürlich auch schauen, dass ich/ Vielleicht habe ich da ja auch dann Begriffe, wo sehr viel Suchvolumen ist. Wo ich aber sage, nein, die stelle ich hintenan, weil, ich habe andere Begriffe mit weniger Suchvolumen aber mit mehr Relevanz für mein Geschäft, mit denen ich dann anfangen kann. Zum Beispiel. #00:25:06-5#

B: Ja und dann in der Umsetzung, am Ende geht es ja dann doch wieder darum, wer macht den Content und wie macht er den Content? Und dieses Stichwort einfach machen, finde ich, das fällt da auch rein, wenn man dann sagt oder wir sagen, erschafft euch ein Content Template. Wenn ihr wisst, ich mache Führungsstil und dann mache ich die vier Arten des Führungsstils und dahinter mache ich noch fünfzig andere Seiten, dann ist es supergut, wenn man mit einem Content Template arbeitet. Also einer klaren Vorstruktur für den Text, den man zum Beispiel produziert oder für die Absätze, für die Content Formate, die man da einbaut. Damit man nicht jedes Mal das Rad neu erfinden muss. Wir sind halt keine Künstler, sondern Handwerker. So, und wenn man ein Content Template hat, dann reduziert sich automatisch der Aufwand und jeder kennt das. Du sitzt vor einem leeren Worddokument und müsst euch was aus den Fingern saugen. Also keine Ahnung, ihr schreibt das erste Mal/ Ihr schreibt irgendwie eine Rede für einen runden Geburtstag von einem Verwandten. Dann sitzt man davor und quält sich. Und das darf halt so meiner Meinung nach SEO-Content Arbeit nicht sein. Sondern du musst dein Template aufmachen und musst sagen, ja alles klar. In den ersten Absatz da gehe ich immer so rein. In den zweiten Absatz gehe immer so rein und in den dritten gehe ich so rein. Ja. Und dann kannst du es darin individualisieren. Ja, so wie wir es vorhin am Beispiel von laissez-faire Führungsstil ein bisschen salopp im Dialog gemacht haben. Ja. Aber, dass du halt diese Grundstruktur hast, weil dann kannst du sozusagen den Aufwand reduzieren und kannst es vor allen Dingen auch messen. Dann kannst du sagen, okay, für ein Stück Content brauche ich X Stunden. So, und ich die Infos, die kriege ich von dem Kollegen oder von der Kollegin und dann für den eigentlichen Schreibprozess brauche ich so viel Stunden und für das Onlinestellen brauche ich so viel Stunden. Und dann merkt ihr schon sofort, alles klar, das kann ich kalkulieren. Ja und das kann ich abarbeiten. Und das kann ich mir reinlegen in meinen Kalender, so, und dann wird da halt ein Schuh draus. #00:27:18-2#

F: Jetzt hast du die Prozesse auch schon angesprochen. Content Template // und die Prozesse, die da reinarbeiten und, ich finde, da wird auch nochmal diese SEO-Strategie wichtig, weil, es ist ja auch die Taxonomie, aus der sich das Template ergibt. Und du hast ja gerade eben gesagt, okay, was hilft mir mit meinem Weißenblattproblem? Einmal das Template und die Taxonomie. // Letztendlich. #00:27:40-6#

B: Ja. // Genau und das ist sozusagen der Rahmen, in dem ihr arbeitet. Und wenn ihr das habt, wenn ihr die Taxonomie habt und die Suchergebnisse analysiert habt und das Content Template habt und die Prozesse klar habt, dann könnt ihr immer wieder sagen: Alles klar, hier habe ich ein Keyword, machen wir dazu eine eigene Seite, ja oder nein? Das fällt dann relativ schnell diese Entscheidung und ihr legt es euch rein. Und das Coolste ist, finde ich dann ja immer noch, wenn man dann auch sieht, guck dir das an, die Seite schlägt ein. Ja, du hast das Ranking im Blick und du siehst die vorne, das wächst ja, so. Und dann siehst du halt in der Folge den Traffic, der da rüberkommt und dann hast du dir halt dieses Asset wieder aufgebaut. Dieses Content Asset, was dir, wenn es gut läuft, kann dir das über Jahre Traffic bringen und alles was dahinter dranhängt eben auch. Und das ist dann halt das, was mich persönlich immer megamäßig freut, wenn man sich dann dafür entscheidet, eine eigene Seite zu einem Keyword zu machen und es funktioniert. So, und der Rahmen war da und dann sagt man sich rückblickend war es eigentlich doch gar nicht so viel Arbeit. (lacht) Dafür, dass es ja Jahre lang Traffic bringt. #00:28:48-3#

F: Ja, also ich finde als Fazit muss man wirklich sagen, dass erfolgreiche Unternehmen, ja, gerade auch aus den USA, die super erfolgreich SEO und Content Marketing machen, dass die dieses Prozessproblem und Taxonomieproblem für sich einmal richtig gelöst haben. Und dann ihre Ressourcen darauf allokieren. Das ist deren Trick. Ja. Wie die diese massive Sichtbarkeit kriegen, wie die diese massive Outreach und diesen Traffic pumpen, das ist eben, weil die das wissen, weil die ihre Taxonomie kennen und weil die ihre Prozesse im Griff haben und da richtig Ressourcen reinarbeiten können. #00:29:27-6#

B: Und sich über Jahre dann was aufgebaut/ #00:29:29-9

F: Über Jahre, ja natürlich. Aber über diese Hürde da muss einmal so ein Stück weit auch rüber und sich committen. Und dann ist es natürlich jahrelange Arbeit, auch dann in die Prozesse reinzuarbeiten. Aber wenn man diese Prozesse nicht hat und man arbeitet irgendwo rein, dann kann man diese Ergebnisse meiner Meinung nach auch nicht so strukturiert produzieren, wie das die erfolgreichen Unternehmen machen, die immer durch die Presse geistern, als wenn das so von Geisterhand passieren würde. Also deren zumindest Sichtbarkeit bei Google. #00:29:59-0#

B: Das war es diese Woche unsere Folge. Ich würde sagen: Content Hub ist ein superwichtiges und auch spannendes Thema. Wir freuen uns auch wie immer auf Feedback da von euch und sonst hören wir uns dann wieder nächste Woche. Bis dann, tschau. #00:30:40-1#

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo

    Zwar vielleicht nicht ganz der richtige Ort, aber mich würde eine Episode zum Gendern und SEO interessieren. Habt ihr Erfahrungen damit? Bei einigen Arten ist es ja klar aber spielen Gendersternchen und großes i eine Rolle. Spielt die weibliche Form überhaupt eine Rolle im Suchvolumen also wertet Google Unternehmerin anders aus als Unternehmer oder UnternehmerIn und Unternehmer*in auch im Bezug auf die Suchintention. Als Beispiel: Geht Google bei „UnternehmerIn werden“ davon aus, dass ich Content speziell für Frauen suche (und ignoriert das große i) oder spielt das kaum eine Rolle?

    Grüße

    Sven

    Antworten

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