Content Hub: Wann brauche ich für ein Keyword eine eigene Seite?

Ein Content Hub ist ein Knotenpunkt auf der Website und Zentrum vieler SEO- und Content-Marketing-Aktivitäten. Hier befindet sich ein Themen-Cluster aus  relevantem Content, strukturiert aufgebaut.

Hier ergibt sich eine Kernfrage in der Suchmaschinenoptimierung: Wann entwickle ich für ein Keyword eine eigene Seite – also ein eigenes Thema? Und wann ist es nur ein Abschnitt wert?

Schließlich bedeutet jedes Stück Content, das man aufbaut, viel Aufwand. Wann lohnt sich die Erweiterung des Content Hubs? Darüber sprechen wir auf dieser Seite. In der Podcastfolge erklären wir es anhand von Beispielen.

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Drei häufige Fragen zu Content Hubs

Was ist ein Content Hub?

Ein Content Hub ist ein redaktionell erstellter Teil einer Website. Es wird auch Themen-Cluster genannt. Content Hubs werden häufig in Form eines Blogs oder eines Magazins umgesetzt, als Teil einer SEO-Strategie oder Content-Marketing-StrategieEin Content Hub ist somit eine Ergänzung zu anderen, klassischen Bestandteilen einer Website wie Produkt-Landingpages, Informationen zum Unternehmen und Kontaktmöglichkeiten. Ziele sind, mehr und Traffic und Leads über die Suchmaschinen zu erhalten, aber auch eine Beziehung zu seinen Kunden zu Beginn der Customer Journey aufzubauen. 

Was ist ein Beispiel für ein Content Hub?

Ein Geschäftsführer im B2B-Bereich will potenzielle Kunden früher in der Customer Journey ansprechen – noch bevor sie in der Phase des konkreten Produktvergleichs stehen. Dafür lässt er Keywords recherchieren und hilfreichen Content erstellen, der in einem Content Hub auf der Website verankert wird. Die Koordination und Umsetzung übernimmt das Marketing. Das Google Ranking baut sich über neun bis zwölf Monate auf. Die einzelnen Seiten werden nachoptimiert, um Top-Positionen zu erreichen. Das Ranking hält sich anschließend sehr stabil über Jahre hinweg.

Habt ihr einen schnellen Tipp für Content Hubs?

Mit einem Content Hub werden bestimmte Content-Ziele verfolgt, etwa mehr Besucher auf der Website, mehr Leads, Conversions oder Sales. Entscheidend ist hier die Einordnung in die Gesamtziele des Unternehmens und ein Website Monitoring für ein entsprechendes Reporting. Mit einem Content Hub lassen sich sehr gut Micro-Conversions erzielen, also ein Zwischenziel zwischen Besucher und Lead. Eine gängige Micro-Conversion in einem Content Hub ist etwa eine Newsletter-Anmeldung oder der Download eines Whitepapers. 

Wie man einen Content Hub erstellt: Kurze Checkliste

Ein Content Hub zu erstellen kostet Zeit und sollte strategisch geplant werden. Dazu zählen für uns aus SEO-Sicht:

  • Umfassende Keyword-Recherche
  • Clustern in Kategorien
  • Themen ausarbeiten
  • Content Format planen
  • Content Ziele definieren
  • Content erstellen
  • Content im CMS veröffentlichen
  • Content distribuieren (über Social Media, Newsletter)
  • Auswertung durch Website Monitoring
Keywords und Ranking für Content Hub mit einem Tool

Basis für ein Content Hub ist aus unserer Sicht immer eine ausführliche Keyword-Recherche. Daraus werden Themen und ein Content Plan abgeleitet. Genau solche Themen besprechen wir in unserer SEO-Academy. Außerdem entwickeln wir SEO-Konzepte für Unternehmen, die sich Content Hubs aufbauen wollen.

Wann erstelle ich in meinem Themen-Cluster ein neues Thema? Drei Herausforderungen

Content Aufwand

Jedes Stück Content bedeutet Aufwand. Ein Thema muss konzipiert werden, Keywords recherchiert und SEO-Briefings erstellt werden. Anschließend wird der Text geschrieben und korrigiert. Und im nächsten Schritt ins Content-Management-System eingebaut. Auch beim Content-Management gibt es SEO-Aspekte, die berücksichtigt werden sollten – etwa zum Google Snippet und zur internen Verlinkung. Dieser Prozess kostet Zeit und Geld. Daher stellt sich die Frage, ob es sich für das jeweilige Keyword lohnt.

Keyword Abgrenzung

Wer tief in eine Keyword-Recherche einsteigt, sieht es immer wieder: Viele Themen sind ineinander verschachtelt. Generell gibt es Hauptbegriffe und viele Nebenbegriffe. Sie sind nicht immer leicht voneinander abzugrenzen. Zudem gibt es häufig einen großen Longtail aus Begriffen mit relativ wenig Suchvolumen, die aber sehr wertvoll für das jeweilige Unternehmen sein können. Außerdem will man als SEO-Manager keine Keyword Kannibalisierung betreiben, muss also Themen voneinander abgrenzen.

Holistischer Content

In der Suchmaschinenoptimierung wird häufig mit holistischen Inhalten gearbeitet. Hintergrund ist, dass Suchmaschinen ausführliche, tiefe, nützliche Inhalte häufig vorne einsortieren, weil sie auf viele Fragen eingehen (allerdings kommt es hier auch immer auf die Suchintention an). Ein einzelnes Stück Content kann zu hunderten Keywords ranken. Gerade bei holistischen Seiten stellt sich die Frage, wann ein Keyword ein Abschnitt ist – und wann ein eigenständiges Thema. Man braucht einen klaren Fokus.

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Content Hub, SEO und die Themenverteilung – unsere Sichtweise

Taxonomie entwickeln

Jedes Thema hat aus SEO-Perspektive eine Taxonomie. Also ein System, wie die Keywords strukturiert sind. Es gibt suchvolumenstarke Keywords, Longtail Keywords und Keywords, die sich bei jedem Thema immer wieder finden. Diese Taxonomie muss man für sich klären. Daraus ergibt sich, in welcher Tiefe, in welchem Detailgrad man Keywords abdecken will und kann. Basis dafür ist eine professionelle Keyword-Recherche mit einem SEO-Tool, das Daten in der Tiefe anzeigt.

SERPs analysieren

Die SERPs sind die Suchergebnisse bei Google (Abkürzung für Search Engine Result Page). Wenn man ein Keyword googelt sieht man, ob es dazu bereits spezifischen Content gibt, der dazu vorne steht. Falls ja, wird es schwierig Top-Rankings zu erreichen, wenn man das Keyword nur mit einem Absatz auf einer allgemeinen Seite unterbringt. Der Wettbewerb ist zu stark. Umgekehrt kann es ein Wettbewerbsvorteil sein, eine spezifische Seite zu erstellen, wenn viele andere dies nicht machen.

Mit Content Templates arbeiten

Content zu erstellen ist und bleibt aufwendig. Daher ist es aus unserer Sicht sinnvoll, Content Templates zu entwickeln. Also eine bestimmte Struktur, wie man ein Stück Content produziert. Das erleichtert die Content Produktion und auch das Content-Management. In einem Content Template wird die Taxonomie abgebildet. Zugleich fragt man sich auch immer, wie es für den User am besten zu verstehen ist. Schließlich soll jedes Stück Content die User und die Suchmaschine zugleich überzeugen.

Diese SEO- und Content-Marketing-Profis haben Content Hubs entwickelt und sprechen hier darüber

In unserem Podcast sprechen wir mit erfahrenen Fach- und Führungskräften aus der Online-Marketing-Branche. Es ist ein operativer Podcast. Wir fragen also immer auch danach, wie es konkret geht, mit welchen Tools gearbeitet wird und vieles mehr.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo

    Zwar vielleicht nicht ganz der richtige Ort, aber mich würde eine Episode zum Gendern und SEO interessieren. Habt ihr Erfahrungen damit? Bei einigen Arten ist es ja klar aber spielen Gendersternchen und großes i eine Rolle. Spielt die weibliche Form überhaupt eine Rolle im Suchvolumen also wertet Google Unternehmerin anders aus als Unternehmer oder UnternehmerIn und Unternehmer*in auch im Bezug auf die Suchintention. Als Beispiel: Geht Google bei „UnternehmerIn werden“ davon aus, dass ich Content speziell für Frauen suche (und ignoriert das große i) oder spielt das kaum eine Rolle?

    Grüße

    Sven

    Antworten

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