Internationales SEO: So kurbelt man das Auslandsgeschäft an

Internationales SEO: Viele deutsche Unternehmen haben ein starkes Auslandsgeschäft – und wollen weiter wachsen. Wie kann man kurzfristig und langfristig seine Website auf das internationale Geschäft ausrichten?

Darum geht es bei internationalem SEO, also einer Suchmaschinenoptimierung, bei der die Website des Unternehmens in vielen Ländern jeweils national bei Google rankt.

Über die technischen und strategischen Anforderungen sprechen wir in unserem Podcast und auf dieser Seite.

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Fragen zu internationalem SEO

Brauche ich für internationales SEO jeweils passenden Content?

Viele Unternehmen, die international aufgestellt sind, setzen neben Deutsch auf Englisch für ihre internationale Ausrichtung. Es macht aber viel Sinn, den Content in weitere nationale Sprachen zu übersetzen, um in dem dortigen Rankings der Suchmaschinen zu erscheinen. Dies gilt vor allem, wenn man in den Regionen eine große Kundschaft hat. Daher ist es entscheidend, einmal in qualitativ hochwertigen Content zu investieren – und dann zu übersetzen.

Brauche ich für jedes Land eigene Keyword-Analysen?

Im internationalen SEO zeigt sich immer wieder, dass die Keywordsets zwar ähnlich sind, aber sich auch signifikant unterscheiden können. Sowohl was die einzelnen Suchbegriffe angeht als auch das Suchvolumen. Auch die Suchergebnisse bei Google können anders strukturiert sein, mit anderen Content-Formaten. Eine international ausgerichtete SEO-Analyse vor der Content-Erstellung macht entsprechend Sinn.

Wie kann ich meine internationalen Google Rankings monitoren?

Für ein Monitoring von internationalen Google Rankings benötigt man ein professionelles SEO-Tool. Hier sind die Tools sehr unterschiedlich aufgestellt. Die SEO-Software Sistrix ist etwa im deutschsprachigen Raum und in Europa sehr stark, die SEO-Software SEMrush im US-Raum. Es macht Sinn, sich entsprechende Dashboards einzurichten. Dies ist aber häufig erst der dritte oder vierte Schritt.

Internationales SEO: Unsere Tipps

Mit schnellen Tipps ist es immer so eine Sache. Im Grunde muss man jede Website zuerst analysieren, bevor man konkrete Ratschläge gibt. Daher einige allgemeine Tipps:

  •  Mit hreflang-Attribut doppelte Inhalte vermeiden
  • Subdomains oder Verzeichnisse als Konzept auswählen
  • Internationale Keyword-Recherche
  • SEO-Briefings vor Content-Erstellung

In unserer SEO-Academy und in unseren SEO-Beratungen besprechen wir konkrete Keyword-Recherchen.

Internationale SEO-Strategien: Unserer Ansatz in der Beratung

Seit über 15 Jahren arbeiten wir als SEO-Berater für mittelständische Unternehmen. Industrie, Anlagenbau, Software – dort wo es kompliziert wird, steigen wir besonders gerne ein. Denn in diesen Unternehmen wird viel Wert geschaffen, für Kunden aus der ganzen Welt.

Häufig entwickeln wir SEO-Konzepte mit einer systematischen Keyword-Analyse und konkreten Handlungsempfehlungen für die Marketing-Verantwortlichen. Dazu gehört auch ein Technik-SEO-Check, ob die Website für internationale Rankings richtig aufgesetzt ist.

In unserer SEO-Academy bringen wir Marketing-Verantwortlichen bei, wie sie internationales SEO im Alltag steuern, die Google Rankings verbessern und für mehr Traffic und Leads sorgen.

Gerne können wir in einem ersten Gespräch klären, wie wir Ihnen am besten weiterhelfen können.

Fabian Jaeckert ist seit vielen Jahren SEO-Berater. Seine Kenntnisse in der Webentwicklung setzt er dafür ein, technische Anforderungen zu klären, die für internationales SEO umgesetzt werden müssen.

Nationales und internationales SEO aus der Praxis: Unsere Interviews mit SEO-Profis

Unser Content Performance Podcast gehört zu den führenden SEO-Podcasts in Deutschland. Regelmäßig interviewen wir Top-Speaker und Fachleute aus der Branche. Wir sprechen über konkrete SEO-Strategien und SEO-Maßnahmen.

Internationales SEO: Die Stichpunkte zur Folge

Einstieg

  • B2B Leads frühere Folge
  • Website als Neukundenkanal
  • Häufig internationales Umfeld
  • Ausland stärkstes Umsatzfeld
  • Typisch „Made in Germany“
  • Häufig noch keine Suchmaschinenoptimierung gemacht

Ausgangslage

  • Manche Unternehmen sehr weit im Online-Marketing
  • Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing zum Teil „Alte Schule“
  • Viele sehr engagierte Verantwortliche
  • Aber Strategie noch unklar
  • Website nicht für Vertrieb optimiert
  • Mehrere Microsites im Einsatz
  • Technisch fehlerhafte Umsetzung
  • Fehlende Übersetzungen
  • Zu wenig Content

Übersetzungs-Struktur

  • Eigene Domains (.de, .fr, .com etc.)
  • Unterverzeichnisse als Alternativen
  • Subdomains als Alternativen
  • Verweise zu Übersetzungen (href-lang)

Lösungsansatz 1: AdWords und Bing

  • Kurzfristige Sichtbarkeit im Ausland
  • Adwords-Budget auf Länder flexibel verteilen
  • Aussteuern entsprechend des Wettbewerbs und Umsatz
  • Return on Invest auf einzelne Länder

Lösungsansatz 2: SEO

  • Mittel- bis langfristige Maßnahme
  • Kostenlose Besucher als Ziel
  • Für jedes Angebot eine eigene Landingpage
  • Landingpages optimieren mit holistischem Content
  • Content optimieren für bessere Konversionen
  • Fachgerecht übersetzen
  • AdWords-Kampagne später reduzieren

Fazit

SEO-Tipps und Beispiele über unseren Verteiler

Ja, Ich möchte besser in SEO werden und in euren E-Mail Verteiler. Wir schicken dir auch unser aktuelles Whitepaper zu.






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Internationales SEO: Unsere Erfahrung

Benjamin: Ja, in einer unserer ersten Folgen haben wir ja über B2B-Leads gesprochen, also wie mittelständische Unternehmen über ihre Website kontinuierlich neue Kundenanfragen generieren. Und was mich auch damals gefreut hat oder uns, das war, dass wir auch ein Hörerfeedback bekommen haben und das möchten wir heute halt gerne aufgreifen. Und zwar hat uns damals eine Sales-Verantwortliche geschrieben von einem Unternehmen, die stellen biotechnische Produkte her und vertreiben die, aber eben in fünfzig Ländern. Und das ist ja irgendwie so typisch für Made in Germany, dass halt viele Mittelständler im internationalen Umfeld aktiv sind. Ist ja auch klar: Der Markt ist viel größer. Die Aufträge haben ein viel höheres Volumen. Da will man natürlich rein. Oder wie ist da dein Eindruck, Fabian? #00:01:23-0#

Fabian: Ja, auf jeden Fall. Also die Erfahrung, die machen wir ja fast täglich, dass wir bei dem Kunden sitzen und wir schauen uns dann die Webseite an und dann sprechen wir ganz viel über die Aufteilung, über die Struktur auch gerade. Und dann hat man die deutsche Produktseite dann irgendwie auf und spricht und spricht. Und dann kommt irgendwann die Frage von uns: „Ja, wie viel Geschäft machen Sie denn in Deutschland?“ – „Ja, so zehn Prozent und neunzig Prozent machen wir im Ausland.“ Und dann: „Ja, wieso unterhalten wir uns eigentlich noch hier über den deutschen Bereich? Eigentlich ist doch international viel interessanter für Sie, auch was die SEO-Strategie angeht.“ Das ist immer so eine typische Situation und daran merkt man eben auch, was du schon gesagt hast, dass der Fokus eigentlich ein ganz anderer ist, was die Lead-Generierung angeht, dass man eigentlich viel mehr, dass die Unternehmen viel mehr Interesse daran haben, Leads aus dem Ausland zu bekommen, über ihre Webseite natürlich. Das ist dann halt der erste Akquise Kanal, aber der hat natürlich auch so seine Herausforderungen, definitiv. #00:02:23-0#

B: Ja, genau, super. Das ist ja eigentlich auch das, worüber wir jetzt heute sprechen. Internationales SEO – als eine Strategie in der Suchmaschinenoptimierung. Und vielleicht steigen wir schon noch erstmal wieder zum Einstieg so ein bisschen da so ein, dass wir sagen, wie ist denn die Situation gerade in Mittelständlern im Online-Marketing. Ja, wie erlebst du das oder wie erleben wir das? #00:02:45-0# 

F: Die ist total unterschiedlich. Also in jedem Unternehmen ist es anders. Jedes Unternehmen ist unterschiedlich weit auch in dem Bereich schon. Also es gibt ganz viele, da ist halt, da hängt das halt viel im Vertrieb und der Vertrieb ist alte Schule, klassisch. So, das ja, da geht es um persönliche Kontakte. Da fährt man vorbei, da fliegt man hin und so weiter. Und da wird Marketing, gerade online über die auch internationale Website, ja sehr kritisch gesehen, auch noch in der Geschäftsführung. Also wenn man dann da ist, dann, ja, was bringt denn das überhaupt, da jetzt mit der Website irgendwas zu machen? So, das Marketing, das wird dann, haben wir ja auch schon darüber gesprochen in der Folge damals, das macht dann die Broschüren und bereitete die Messen vor, aber es wird gar nicht erkannt, dass das Marketing, gerade Online-Marketing, dass die Webseite ein riesen Neukundenpotenzial hat, was den Vertrieb unterstützt dadurch, dass die Leads kommen. Also das ist so diese eine, diese alte Schule, aber dann gibt es natürlich auch so Mittelwege, wo es schon Marketingabteilungen gibt, die das schon auch aufgegriffen haben. Das haben wir jetzt auch durch unsere Hörerin ja auch sozusagen nochmal live mitbekommen, dass da eben auch schon viele super engagierte Leute sitzen, die Lust haben, da anzugreifen. Aber es ist halt irgendwie noch nicht so ganz klar: Wie mache ich das? Was ist die beste Strategie, wie ich online mit der Webseite am besten international die Kundschaft erreiche? #00:04:08-0#

B: Ja, genau. Die haben dann vielleicht auch schon eine Ads-Kampagne oder es kommen sowieso schon international Kundenaufträge über die Website rein, also da passiert schon irgendwie was. Aber es ist eben, es gibt keine klare Strategie, keinen klaren Plan. #00:04:24-0#

F: Ja, genau. Also und vielleicht auch kein Budget dann. Also dass einfach noch nicht/ Dadurch, dass eben noch nicht so die Wichtigkeit online gesehen wird, ist eben auch noch nicht genug Geld da, um vielleicht eine ordentliche AdWords-Kampagne zu machen, um SEO zu machen, um vielleicht auch jemanden nochmal dafür einzustellen wie einen SEO-Manager oder jemanden zu holen von Extern, der dann hilft, wie etwa eine SEO-Beratung. #00:04:46-0#

B: Und welche Themen siehst du so auf der technischen Ebene, die, ja, vor denen halt viele Unternehmen stehen? #00:04:53-0# 

Internationales SEO: Wie gut ist die Website dafür aufgestellt?

F: Ja, das ist/ Also witzigerweise, auch bei großen, gestandenen Unternehmen ist es noch oft so, dass dann erstmal gesagt wird: „Ja, die Website, die haben wir ja vor fünf Jahren erst neu gemacht. Warum soll man die denn jetzt nochmal wieder anfassen überhaupt? Die war teuer genug.“ Ja und aber das ist natürlich, wenn es darum geht, das für online zu optimieren und zu internationalisieren, ist das natürlich ein Totschlagargument, weil es geht ja darum, dass man kontinuierlich an der Webseite arbeitet. Und da, du hast die Technik angesprochen, ist die Seite responsive? Sind die Ladezeiten in Ordnung? Oder das Stichwort Core Web Vitals? Dann natürlich auch die Auszeichnung im Quelltext: Ist der englische Content, falls es den gibt, ist der denn auch vernünftig als englisch gekennzeichnet? Wie liegt der auf den Domains drauf? Gibt es eine .com-Domain, die dann den englischen Content hat oder die den internationalen Content hat oder ist das auf Sub-Domains aufgeteilt? Also es ist da oft erstmal eine sehr technische Frage, auch zur Domain-Strategie. Da müssen oft auch noch ein paar Hausaufgaben gemacht werden, ein paar Optimierungen gemacht werden. Und auch das kostet Geld. Das muss, da muss dann oft die Agentur dann ran oder der Webmaster ran. Und dafür braucht man eben das Bewusstsein, dass das halt auch was bringt, wenn man da rangeht. Das ist Teil einer SEO-Strategie. #00:06:12-0#

B: Und auch vom Content haben wir ja auch oft den Eindruck, dass es halt ja oft nur sehr sparsamen Content gibt so. Und dass wir dann ja auch immer das Problem haben, wenn es zu wenig Content gibt, dann rankt man halt auch nicht gut. Und wenn das dann noch nicht mal übersetzt ist oder halt nur in Teilen übersetzt, hat das natürlich dann eben auch für die internationale Suche Konsequenzen. #00:06:34-0#

F: Ja, klar. Wenig Content gibt halt auch wenig Übersetzung hintenraus, ja. #00:06:40-0#

B: Ja, da merkt man, wir sind halt einfach die Performance. Das ist halt einfach unser Performance-Schwerpunkt. Es gibt/ Die Seiten sehen schick aus und die sind gut, aber wir schauen uns das natürlich immer unter Performance-Schwerpunkten an und eben unter dieser vertrieblichen und mit dieser vertrieblichen Brille. #00:06:56-0# 

F: Ja, genau. Also ich habe ein bisschen das Gefühl, gerade so im Moment ist es, glaube ich, auch ein bisschen so, dass die Bücher ja eh voll sind bei vielen Unternehmen. Und dann ist einfach der Druck auch nicht da. Also auch international laufen die Aufträge ganz gut und die klassischen Vertriebswege funktionieren auch noch ganz gut. Aber ja eben aus so einer, ich will nicht sagen aus einer Bequemlichkeit heraus, wird da jetzt auch nicht so ein großes Augenmerk darauf gelegt. Auf der anderen Seite, wenn ich mir anschaue, wie erfolgreich unsere Unternehmen, für die wir arbeiten, international mit ihrer Website sind, was da für ein Potenzial noch liegt, auch für die Zukunft, auch wenn es vielleicht mal nicht mehr so gut läuft und wenn die Kanäle nicht mehr so gut funktionieren, die alten, klassischen Kanäle, ist das trotzdem ein Bereich, finde ich, in dem man angreifen muss, auch wenn es einem gut geht, auch um für die Zukunft ein bisschen mehr Sicherheit und Stabilität im Vertrieb zu haben. #00:07:55-0#

B: Ja, und das macht doch auch einfach wahnsinnig viel Spaß zu sehen, (unv. #00:07:59-0#) Ach guck mal, wir können jetzt hier im internationalen SEO Umfeld/ Guck mal das Land, da haben wir kaum Konkurrenz oder da haben wir einfach, wenn man das auf einem, im internationalen Umfeld anguckt, (dann würde ich? #00:08:10-0#) sagen: Ja, da ist jetzt das Land X und wir sind einfach diejenigen mit dem besten Produkt, also werden wir da jetzt auch Marktführer. Also da kann man ja wahnsinnig gut angreifen, weil vielleicht die Konkurrenzsituation in bestimmten Ländern halt auch, sage ich mal, wie dafür gemacht ist, dass man mit einem Produkt Made in Germany halt da auch wirklich angreifen kann. Also das ist klar. Wir sehen immer das Potenzial und haben da halt auch Bock und man sieht ja auch viele Unternehmen, die (wir? #00:08:41-0#) auch was machen wollen und die dann halt eben auch, wie du sagst, dann halt/ Wir haben ja mehrere Kunden da auch in dem Bereich, die dann halt eben den Content auch in weiß ich nicht wie viele Sprachen übersetzen, sieben, acht Sprachen übersetzen, um da halt eben ihre Zielmärkte halt anzugehen – und das ganze entlang der Customer Journey. #00:08:58-0#

Internationales SEO: Mehr Sichtbarkeit in den jeweiligen Ländern

F: Ja und um da Sichtbarkeit zu bekommen. Und im Zweifelsfall ist die Konkurrenz noch bequemer als man selbst. Das sehen wir ja auch oft. Die haben ja das gleiche Luxusproblem, sage ich mal, dass es eigentlich allen gut geht, aber dass man dann eben auch, wie du schon sagtest, international gar nicht so eine große Wettbewerbssituation hat, vor der man dann steht. Und wenn es dann da dann nicht mehr so gut läuft, dann ist man schon da, dann hat man da schon vorgebaut, sozusagen. #00:09:25-0# 

B: Ja. Lass mal so ein bisschen über die zwei Lösungsansätze sprechen, nämlich einmal über Google Ads und einmal über das Thema SEO-Content. #00:09:33-0#

F: Gerne. #00:09:35-0#

B: Ja. Wie siehst du denn das so, AdWords-Kampagnen im internationalen Umfeld? Das ist ja wirklich dein Fachgebiet, dein täglich Brot in unserer Firma, dass du dir die Ads-Kampagnen anguckst. #00:09:48-0# 

F: Ja, Google Ads ist einfach geil, was das angeht. Also das ist der absolute Wahnsinn. Was du da für Steuerungsmöglichkeiten hast, wie du das optimieren kannst, wie du das Budget verteilen kannst, das ist einfach super. Ja, vielleicht ein bisschen im Detail: Also es ist ja so, dass man, das werden die meisten ja wissen, halt auf der Kampagnenebene sehr viele Einstellungsmöglichkeiten hat, was das Land angeht, was die Ausrichtung angeht, was das Budget angeht. Und wenn man eine richtig sauber strukturierte Ads-Kampagne hat, wo man optimalerweise wirklich auch nach Land aussteuert und ausrichtet, dann hat man die Möglichkeit, in die Länder zu investieren, wo man am meisten Umsatz macht und vielleicht da, wo man merkt, dass man nicht so viel Umsatz macht, dann zieht man das Budget da halt wieder ab und so. Natürlich vorausgesetzt, dass man das auch vernünftig trackt, dass das Conversion-Tracking läuft und so weiter, dass man auch weiß, in welchen Ländern man wie viele Anfragen generiert, kann man dann den Return of Invest direkt auf den Kunden-Lead zurückführen. Was hat mich der Lead gekostet? In welchem Land? Und da sieht man die Unterschiede teilweise, in welchen Ländern es sich lohnt, in welchen Ländern es sich nicht lohnt. Und mit diesen Daten kann man dann in der Geschäftsführung und im Vertrieb richtig argumentieren und richtig Budget locker machen. Und dann sieht man halt auch, was das bringt. Das ist das eine. Und das zweite ist natürlich die zeitliche Komponente. Man ist sofort da. Wenn die Kampagne online geht, das Budget eingestellt ist, dann hat man sofort Sichtbarkeit und sofort Besucher auf der Webseite. Das geht von einer Minute auf die andere und das ist natürlich im Vergleich zu Vertriebsanbahnungen, zu Messen, zu allen Printgeschichten natürlich ein riesen Vorteil. Und man kann es auch ausmachen, wenn man es nicht mehr braucht, wenn es gut läuft. Aber das ist natürlich, das macht AdWords in dem Bereich sensationell. Oder beziehungsweise nicht nur AdWords, sondern auch Bing-Ads zum Beispiel, die international natürlich auch besser laufen, weil da in manchen Ländern eben auch Bing einen höheren Marktanteil hat. #00:12:01-0#

B: Genau, da kommt es dann auch auf die unterschiedlichen Suchmaschinen an und die unterschiedlichen Anbieter. Und das zweite ist ja das Thema SEO. Also das finde ich halt auch superspannend. Das ist ja auch ein Kernthema von uns. Ja. Wie siehst du das da im internationalen Bereich? #00:12:18-0#

F: Also SEO ist schwieriger, definitiv. Also Ads mit dem Geld und so, das macht Google einem da schon relativ einfach, aber SEO ist eine Herausforderung. Auf der anderen Seite, wenn man es geschafft hat, hat man natürlich gewonnen. Also kostenlose Besucher international, die zu Leads werden, das ist natürlich das Beste, was man haben kann. Das heißt, da ist die Herausforderung, ich bin da ja gerade schon ein bisschen darauf eingegangen, auf der technischen Ebene, dass der übersetzte Content, der übersetzte Inhalt von Google halt auch vernünftig einsortiert wird in die einzelnen Sprachräume. Das ist so ein bisschen so die Hausaufgaben, die man an der Stelle machen muss, dass das vernünftig alles soweit eingestellt ist. Und dann geht es natürlich darum, dass der Content herausragend ist so, was natürlich wieder dann in deinen Part reinspielt. Vielleicht sagst du da auch was zu? #00:13:19-0#

B: Genau. Aber vielleicht nochmal kurz so zur Erklärung: Das heißt, ich bin/ Jetzt ganz einfach: Ich bin ein französischer Betrieb und dementsprechend suche ich über Google.fr und die französischen Seiten werden da indexiert und dementsprechend muss ich natürlich dann als Unternehmen im französischen Index vorne stehen, wenn ich einen französischen Markt bedienen will. Also das ist ja gerade das, was du auch so beschrieben hast. Oder ist das jetzt falsch zusammengefasst? #00:13:48-0# 

F: Ja. Also das kommt halt darauf an, wie die Seite eingestellt ist. Manche Unternehmen haben tatsächlich eigene Domains für die Länder. Dann habe ich dann Maschinenbau.fr für Frankreich, Maschinenbau.de für Deutschland, Maschinenbau.pl für Polen oder so, die einzelnen Länder Sub-Domains. Das ist für Google noch relativ einfach, weil dann liegt der Content auf einer eigenständigen Domain. Aber in der Regel ist das nicht so, weil niemand für alle 180 Länder der Welt eine eigene Domain vorhält. Oft ist das so, dass dann mit auf einer Seite, auf einer Domain, Maschinenbau.com von mir aus, in Unterverzeichnissen die Übersetzungen liegen. Das heißt, Google hangelt sich durch und findet einen Text auf Deutsch, einen auf Englisch, einen auf Französisch, um jetzt bei dem französischen Beispiel zu bleiben. Muss dann/ Also habe ich als Webmaster die Möglichkeit, dann der Suchmaschine zu sagen: Diese Sprache ist oder dieses Dokument ist auf französisch. Das kann ich im Quelltext angeben, dass das auf französisch ist. Und es gibt mittlerweile auch noch die Möglichkeit, mit einem zweiten Hinweis zu sagen: Dies ist eine Übersetzung von Dokument woanders. Das heißt, dass man sogar noch jetzt angeben kann, wie die Übersetzungen dieses Dokuments in den anderen Sprachen, wo die liegen und welche Adressen die haben. Das ist kompliziert, aber für die Suchmaschinen natürlich eine große Hilfeleistung, wenn sie zum Beispiel nur ein Dokument finden, dass sie dann den Hinweis bekommen: Dieses Dokument ist übersetzt noch in folgenden Sprachen. Und das ist natürlich eine Arbeit, die man sich erstmal machen muss, auch auf technischer Ebene, um das alles sauber einzustellen. Das ist der sogenannte href Tag, den man da angeben kann. #00:15:43-0#

B: Okay. Ja, spannend. Das ist ja jetzt so ein bisschen in dieses technische Detail nochmal eingestiegen. Ja, der andere Bereich, da hast du ja schon gerade mich gefragt, ist das Thema Content. Da finde ich, da sprechen wir ja jetzt über SEO Landingpages generell, ja? Also ich habe zehn Produkte, also brauche ich auch zehn Unterseiten, auf denen ich die Produkte optimal präsentiere so. Und das ist ja schon oft ein Punkt, da hapert es. Da gibt es dann halt nur eine Überblickseite oder auf den Unterseiten zu den Produkten ist nur eine PDF oder es gibt halt nur irgendwie ein Bild oder drei Sätze nur. Also generell, dass sozusagen diese Produktseiten nicht richtig aufbereitet worden sind, in Anführungszeichen nicht richtig, sondern dass da oft einfach eine Fachabteilung Content geliefert hat und der ist da halt eingebaut worden. Oder auch oft noch Geschäftsführung oder irgendwer anderes hat halt dann irgendwer mal SEO Content erstellt für ein bestimmtes Produkt und das ist dann da eingebaut worden. Und dann hat man natürlich, also das ist so oft meine Perspektive, dass man erstmal schon auf der deutschsprachigen Seite einmal richtig den Content nochmal überarbeitet – Stichwort Content Optimierung für SEO. Und das ist halt oft, das ist ja mein täglich Brot, raus aus dem technischen Fachchinesisch, rein in die Kundenbrille, ja? Also welches Problem hat der Kunde? Was sind die Vorteile der Produkte? Dass man das richtig aufarbeitet und richtig umfangreich auch aufarbeitet, weil wir wissen, je mehr Content wir wirklich haben auf der Seite, desto positiver wirkt sich das halt auch auf Google aus. Ja, und das kann man auch auf Deutsch machen. Macht ja auch am meisten Sinn, weil die Mitarbeiter dann eben auch deutschsprachig sind. Und danach geht es eben darum, was du schon gesagt hast, dass man das eben fachgerecht übersetzt. #00:17:39-0#

F: Ja, aber das ist auch eine wichtige Komponente, ne? #00:17:42-0#

B: Ja, absolut. Also die fachliche Übersetzung ist dann halt natürlich wieder/ und natürlich die fachliche Übersetzung und das ordentliche technische Einbauen, was du vorher beschrieben hast. Und da muss natürlich jedes Unternehmen auch wieder für sich dann eine Lösung finden, wie man seinen Content in welche Sprachen übersetzt. So, und da gibt es so, unser Eindruck ist ja, es gibt ja so zwei große Bereiche. Entweder man macht es über eine Plattform und oder man sucht sich halt Freiberufler über bestimmte Verbände und baut sich da halt auch Spezialisten auf. Hat beides seine Vor- und Nachteile. #00:18:19-0# 

Content für internationales SEO einmal entwickeln, prüfen, freigeben – und dann übersetzen

F: Kannst du das noch ein bisschen genauer erklären? Was ist Plattform? Was heißt das genau an der Stelle? #00:18:24-0#

B: Ja, es gibt ja so Übersetzungsplattformen. Da sagst du: „Hier, das ist mein Text. Fünftausend Wörter oder zweitausend Wörter. Bitte in Russisch, Englisch, Spanisch und, weiß ich nicht, Mandarin übersetzen.“ Und dann kriegst du halt fünf Tage später die Texte so und dann musst du halt natürlich gucken. Ist natürlich dann immer die Frage, was für eine Qualität hat das. Da gibt es dann auch wieder unterschiedliche Preise. Das ist ja oft das, so wie du mit einer Übersetzungsplattform arbeiten kannst. Vorteil ist auch da wieder, es geht sehr schnell und es ist vergleichsweise günstig. Die Frage ist dann halt immer so, wie ist die Qualität. Und das finde ich halt immer schwierig. Da steige ich dann auch aus, wenn ich dann eine Seite, eine übersetzte Seite auf Russisch sehe, kann ich die auch nicht, kann ich das auch nicht mehr beurteilen so, ja? Oder man nimmt sich halt einen, man baut sich halt seinen Übersetzungsspezialisten auf, also dass man sagt: „Wir haben hier ein, zwei Übersetzer, die arbeiten wir richtig ein in unsere Produktwelt. Und die ziehen wir heran und versorgen die kontinuierlich mit Übersetzungsaufträgen.“ So, das sind so für mich so die zwei Wege, oder? #00:19:36-0#

F: Ja, auf jeden Fall. Also ich bin da ja noch ein bisschen darauf eingestiegen, weil ich zufälligerweise vor ein paar Monaten einen Vortrag gehalten habe auf dem ADÜ Nord Kongress. Der ADÜ ist der Verband der, jetzt lass mich nicht lügen, Dolmetscher und Fachübersetzer, meine ich. Bitte korrigieren, falls das nicht/ Also das ist auf jeden Fall ein Zusammenschluss von wirklich auch, ich glaube, staatlich geprüften Fachübersetzern und Dolmetschern, die häufig freiberuflich arbeiten. Sind nicht so viele jetzt große Agenturen dabei, sondern hauptsächlich auch Leute, die sich einzeln spezialisiert haben auf bestimmte Bereiche. Und das war total spannend als ich da war, wen ich da alles kennengelernt habe. Leute, die sich wirklich nur auf den technischen Bereich spezialisiert haben, die haben eine Fachsprache oder zwei Fachsprachen und dann NUR technische Übersetzungen oder NUR juristische oder nur Vertrags- oder Wirtschaftsübersetzungen. Und dann ist das/ Die haben natürlich einen ganz anderen Qualitätsanspruch auch an sich und an ihre Arbeit. Also das ist so ein bisschen so, wie wir auch dann arbeiten. Das ist wirklich, dass die das wirklich leben und lieben, was sie da tun und dass die natürlich auch gerade in so technischen Bereichen auch ein Verständnis dafür haben: Worum geht es denn da überhaupt? Was/ Oft sind das ja auch so Vokabular Probleme, dass ein Begriff eigentlich was ganz anderes auf der technischen Ebene bedeutet als in der normalsprachlichen Ebene. Und das musst du als Dolmetscher ja wissen. Du musst ja wissen: Worum geht es denn hier überhaupt? Und von daher, also meine Präferenz wäre, wenn man eh schon ein SEO-Budget hat und viel Arbeit da reininvestiert, wirklich international gut gefunden zu werden, dann eben auch sich einen Experten aufzubauen und anzufragen, ob er das nicht professionell macht, diese Übersetzungen. Weil es geht ja wirklich dann tatsächlich nur um wenige große Textstücke, die ordentlich übersetzt werden müssen. #00:21:45-0#

B: Genau. Das sind so die unterschiedlichen Wege und/ #00:21:48-0#

F: Und soweit ich weiß, kann man sich auch an den Verband wenden. Also der Verband ist extra auch dafür da, falls man für einen bestimmten Bereich, für eine bestimmte Sprache Fachleute braucht, kann man da auch anfragen und dann kriegt man Empfehlungen von Spezialisten in dem Bereich. #00:22:03-0#

B: Ja. Und in der Hinsicht halt eben auch, also man muss den, man braucht die Technik, man braucht den Content und man braucht dann nach hinten raus eben auch die Übersetzung, die gute oder richtig gute. Ja. Der dritte Punkt ist so ein bisschen für mich, lass nochmal so ein bisschen über diese Denkweise sprechen im Online-Marketing und Content-Marketing. Also was ich einfach irgendwie wichtig finde ist, ich meine, wir haben so am Anfang schon so über Made in Germany gesprochen. Man hat supergute Produkte und eigentlich muss man auch den Anspruch haben, im Online-Marketing genauso gut zu werden wie seine eigenen Produkte. Also das ist zumindest meine Hoffnung oder auch mein Verständnis, dass man da eben auch exzellent ist und auch da überzeugt. Weil im Endeffekt ist es, auch ein Kunde, der im internationalen Umfeld anfragt, hat genau die, hat ähnliche Erwartungen und möchte genauso überzeugt werden. Und das halt dann einfach zu leisten, das ist, finde ich, einfach eine sehr spannende Arbeit. #00:23:12-0#

F: Ja, ja, klar. Eben auch, weil das Umsatzpotenzial da ist, muss das einfach einen wichtigen Stellenwert haben. Das finde ich auch. Und das ist/ Ja, das gilt aber nicht nur für internationales Geschäft. Das ist halt/ Die Website ist  mittlerweile das Aushängeschild eines jeden Unternehmens. Und so wie die halt aussieht, spiegelt es dann eben auch die Außenwirkung da. Und wenn das nicht so optimal ist und nicht so gut aufgestellt ist, dann hat man einfach eine negative Außenwirkung. Das muss man halt so drastisch sagen. Und wenn man einen richtig super übersetzten Text hat, der fremdsprachlich oder auch umgangssprachlich ein Produkt so gut beschreibt, dass man das versteht und dass derjenige auch liest: Das hat jemand übersetzt auch, der meine Sprache spricht, da hat man direkt, da hat der Vertrieb auch direkt viel weniger Überzeugungsarbeit zu leisten, weil da sofort klar ist, auch auf dieser soften Ebene, sage ich jetzt mal so: Das ist ein Unternehmen, das wirklich überall exzellent arbeitet. #00:24:11-0#

B: Ja, finde ich auch. Ja, super. Dann würde ich sagen, Zeit für ein kurzes Fazit: Saubere Technik, herausragender Content und eine professionelle Übersetzung. Das wären so meine drei Punkte. #00:24:28-0# 

F: Ja, genau. #00:24:29-0#

B: Oder was denkst du? #00:24:29-0#

F: Ja und das Bewusstsein eben dafür, dass man da auf einem Kanal arbeitet, der sich wirklich lohnt, also wo man wirklich auch für die Zukunft vor baut und sein Geschäft absichert auch für Zeiten, in denen die Bücher nicht so voll sind. Dass man da auch mit AdWords das Budget steuern kann und auch SEO sich da digitale Werte aufbaut, die immer da sind und womit man der Konkurrenz auch immer einen Schritt voraus ist. #00:24:55-0#

B: Ja. Ja, super. In diesem Sinne vielleicht noch als Empfehlung: Wir haben ja die frühere Folge gehabt, B2B-Leads. Also wer da auch nochmal in die Tiefe einsteigen will, kann gerne auch nochmal in die Folge reinhören. Ansonsten hören wir uns nächste Woche. Tschau. #00:25:13-0# 

F: Bis dahin, Tschüss. #00:25:15-0#

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  • Vielen Dank für die Anerkennung von uns freiberuflichen Übersetzer. Der erwähnte Verband ist der ADÜ Nord, ein Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer mit Sitz in Hamburg. Die Website bietet die Suchfunktion in der Mitgliederdatenbank und nützliche Informationen für Auftraggeber: http://www.adue-nord.de

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