Holistischer Content: Da findet man alles

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Worum geht es?

Ausführlicher, holistischer Content erreicht sehr gute Rankings. Drei Bausteine sind dafür nötig. Wir erklären den Begrifff und die Vorgehensweise.

Für wen ist die Episode interessant?

Die Episode ist für alle gedacht, die am Content der Website arbeiten. Das können Online-Redakteure sein, die in Unternehmen arbeiten, aber auch Online-Marketing-Führungskräfte, die das Thema vorantreiben wollen. Hier mehr über unsere Sichtweise auf Online-Marketing.

Komm mit uns ins Gespräch!

Für unserer Hörerinnen und Hörer bieten wir kostenlose Webinare an. In den Webinaren zeigen wir, woran wir aktuell arbeiten und gehen zu unseren Themen SEO, Content usw. noch mehr in die Tiefe.

Die Termine für die Webinare veröffentlichen wir ausschließlich in unserem E-Mail-Verteiler. Jetzt eintragen – wir hören UND sehen uns beim nächsten Webinar.


Unsere 3 Tipps zum holistischen Content

  • Viel hilft viel

    Für gute Rankings braucht man umfangreiche Inhalte. Auch die Besucher wollen möglichst umfangreich informiert werden. Alle Fragen, Probleme und Wünsche der Zielgruppen sollten dem entsprechend auf den Seiten verankert werden.

  • Qualität geht vor

    Es geht nicht nur um Masse. Der Content muss qualitativ höchsten Ansprüchen genügen. Texte im alten SEO-Stil genügen dafür nicht. Verschiedene Content-Formate sind nötig.

  • Auf Usability achten

    User, die auf die Seite kommen, müssen sich schnell und einfach orientieren können. Inhaltsverzeichnisse und Sprungmarken können dabei helfen. So hält man insbesondere mobile Besucher auf der Seite.

High Performance Content

Um was geht es in der Podcast-Episode im Detail?

Holistischer Content als Begriff

  • Holistisch = allumfassende Betrachtung
  • Aus vielen verschiedenen Perspektiven
  • Vergleichbar mit einer Wörterwolke
  • Viele Wikipedia-Artikel sind holistisch

SEO-Perspektive

Content-Perspektive

  • Quantität ist wichtig
  • Aber Qualität ist ebenso wichtig
  • Keine SEO-Texte produzieren
  • Umfangreicher Content generiert Backlinks
  • Content wird gerne intern genutzt

Herausforderungen

  • Falscher Blick auf Content
  • Je kürzer, desto besser ist ein Irrtum
  • Viele Landingpages sind zu kurz
  • Content-Qualität gleichzeitig hochhalten
  • Positiven Kreislauf starten

Wie holistischen Content entwickeln

  • Holistische Keyword-Analyse
  • Keyword-Sets holistisch zusammenfassen
  • Verschiedene Perspektiven entwickeln
  • Usability: Auf Benutzerführung achten
  • Wesentlicher Teil in unserem SEO Workshop
  • Technik: Onlineshops mit Shopware Einkaufswelten nutzen

Holistischer Content

  • Zentrale Anlaufstellen entwickeln
  • Überschaubare Anzahl
  • Alternative zum Bloggen
  • Alten Content reduzieren
  • Linkpower konzentrieren
  • Holistischen Content optimieren
  • Zum Beispiel durch Heatmap Test

Welche Inhalte kann man für holistische Seiten erstellen?

Text

Geschriebene Texte sind und bleiben die Basis für sehr gute Rankings. Texte sind crawlbar. Außerdem lassen sich Themen sehr gut strukturieren. Im Schreibprozess sollte neben den Keywords darauf geachtet werden, dass die Texte gut strukturiert sind.

Bild

Hochwertige, professionelle Fotos gehören auf jede Website. Als günstige Variante kommen Stock-Fotos in Frage. Idealerweise gibt es aber ein eigenes Foto-Set, mit dem man arbeiten kann. Die Bildersuche bei Google ist ein weiterer SEO-Traffic-Kanal.

Grafiken

Besonders bei komplexen Themen macht es Sinn, mit Grafiken zu arbeiten. Durch eine Grafik unterscheidet man sich meistens sofort von allen anderen Content-Anbietern. Grafiken sind allerdings auch zeitaufwändig.

Audio

Auch diese Seite lebt von einem Audio-Format – unserem Podcast, der ganz oben eingeklinkt ist. Podcasts sind ein sehr persönliches Medium, da man mit der eigenen Stimme arbeitet.

Video

Bewegtbild ist ein sehr anspruchsvolles Medium. Hier sollte darauf geachtet werden, dass man mit erfahrenen Dienstleistern arbeitet, die auf Videoproduktion spezialisiert sind.

Layout

Die Themen Layout und Usability kommen leider immer noch viel zu kurz. Ein Content Layout gibt Struktur. Einfach nur eine „Bleiwüste“ einklinken, sorgt vielleicht für gute Rankings, aber auch für hohe Bounce Rates.

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Unser SEO Workshop
Suchmaschinen-Knowhow vertiefen und erweitern
Top-Positionen angreifen: Wie gehen wir vor?
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Holistischer Content: Die Definition

Der Begriff „holistisch“ kommt von „Holismus“. Dahinter steckt vereinfacht gesagt eine Ganzheitslehre, die darauf setzt, Systeme möglichst umfassend zu betrachten. Bei Wikipedia gibt es zum Thema „Holismus“ eine sehr umfangreiche Seite. Der Begriff Holismus wird in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen genutzt, zum Beispiel in der Erziehung, Philosophie, Ökonomie oder der Medizin.

Der holistische Ansatz steht im Gegensatz dazu, nur „Einzelteile“ zu betrachten und diese in einem klaren, gesetzmäßigen Ursache-Wirkungs-Prinzip zu sehen. Vereinfacht gesagt: Ich mache „a“ – es passiert „b“. Ein leicht zu verstehendes Beispiel ist die ganzheitliche Medizin, die auch die Psyche, die Familie, die Arbeitswelt des Menschen berücksichtigt.

Holistische Inhalte in der Suchmaschinenoptimierung

In der Suchmaschinenoptimierung steht dahinter eine ganz eigene Entwicklung. Vereinfacht gesagt: In den Anfangszeiten wurde für jedes Keyword eine einzelne Unterseite angelegt. Das Ergebnis waren sehr umfangreiche Informationsarchitekturen. Die einzelnen URLs oder Unterseiten waren aber nur mit sehr wenig Content bestückt. Zudem kam es häufig zu Duplicate Content, also sehr ähnlichem Content auf verschiedenen Seiten.

Zudem fragt der Google Algorithmus immer danach, welche URL im Netz zu bestimmten Begriffen bzw. Suchanfragen die beste Antwort gibt. Diese URLs wiederum werden in den vorderen Suchergebnissen einsortiert. Eine Seite mit umfassenden, holistischen Inhalten liefert sehr viele Antworten rund um eine Suchanfrage. Der User gibt zwar nur ein oder zwei Wörter ein – hat aber schließlich auch viel mehr Fragen.

Suchbegriffe kategorisieren für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung

Holistische Seiten vs. Landingpages: Ein Widerspruch?  

Holistische Seiten haben einen sehr ausführlichen und informativen Charakter. Landingpages dagegen sind in der Regel kurz und knapp gehalten und zielen auf einen Abschluss – also ein Lead oder ein Sale. Hier wird also versucht, zwei gegensätzliche  Instrumente – Informieren vs. Verkaufen – auf einer Seite zu „verheiraten“. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Hier gibt es sehr unterschiedliche Ansätze.

Holistischer vs. semantischer Content

Semantischer Content wird als Synonym zu holistischem Content genutzt. Semantik kommt aus der Linguistik und bezieht sich damit stärker auf Wörter und Sprache. Für die Suchmaschinenoptimierung ist der Begriff auch passend, da bei einer klassischen Keyword-Recherche nach Wortbegriffen und Wortkombinationen gesucht wird und die „Wortwolken“ strukturiert auf die Seite gebracht werden.

Lead-Formate auf holistischen Seiten

  • Checklisten

    Je handfester die Informationen auf der Seite, desto besser. Hier eignen sich insbesondere Checklisten. Sie erklären, wie man strukturiert vorgeht.

  • Webinare

    In jedem Unternehmen gibt es Experten zu bestimmten Themen. Nehmen Sie eine Präsentation auf und stellen sie die Präsentation als Webinar zur Verfügung.

  • Formulare

    Kontaktformulare sind ein gängiges und immer noch funktionierendes Instrument, um Kontaktdaten zu generieren.

  • Newsletter

    Auch ein Newsletter ist ein schönes Format, mit einem Besucher in Kontakt zu bleiben. Bei Newslettern und E-Mail-Verteilern gibt es sehr verschiedene Ansätze.

Holistischer Content in SEO: Transkription unserer Folge

B: Wir sprechen heute über holistischen Content. Ja, die Qualitätsansprüche von Google sind ja massiv gestiegen in den letzten Jahren. Das ist ja für viele eine große Herausforderung, für uns ein großes Glück. Und die Frage ist ja immer: Mit welchem Content erreichen wir denn jetzt überhaupt noch Top Rankings? Also kommen da in die Top 3 oder Top 5?

Und da rutscht eben dieser Begriff oder dieses Schlagwort holistischer Content immer mehr ins Zentrum bei jedem SEO-Konzept, aber auch bei Relaunch und SEO. Und wir haben uns gedacht, wir machen mal eine Folge, in der wir das Thema wirklich mal in der Tiefe besprechen. Und in der Episode lernt ihr, was holistischer Content überhaupt ist, wieso das relevant für SEO ist, die drei Bausteine für holistischen Content und ein praktisches Beispiel haben wir auch noch mitgebracht. #00:01:30-3#

B: Also wir wollen das jetzt gar nicht groß den Begriff auseinandernehmen, holistisch heißt eigentlich allumfassend. Aus vielen verschiedenen Perspektiven sich ein bestimmtes Thema angucken. Ich vergleiche das immer so ein bisschen mit einer Themenwolke, das kennt man ja teilweise, oder so einer Schlagwortwolke. Das heißt, es gibt einfach sehr viele verschiedene Perspektiven und Begriffe, die um ein zentrales Thema sich drehen. Und das reicht vielleicht schon erstmal, um diesen Begriff holistisch, weil der geht einem ja jetzt nicht so ganz locker über die Zunge, so einzuführen. Aber Fabian, erkläre mal, warum ist das eigentlich aus SEO-Perspektive so wichtig? #00:02:33-9#

F: Ja, kommt, glaube ich, auch so von weltumfassend. Holistisch, irgendwie, keine Ahnung, habe ich mal irgendwo gelesen. Ja, aus SEO-Perspektive, das sind einfach Texte, die gut funktioniere, also die gutes Ranking erreichen, die holistischen Texte. Das sieht man ja, zum Beispiel, am Beispiel von Wikipedia, die ja den Anspruch haben, Lexikon-mäßig wirklich die Themen bis in den letzten Winkel zu besprechen. Und die sind halt im Ranking ziemlich gut, weil sie einfach ausführlich sind. Das heißt letztendlich so aus der Google sich, ist es so die Motivation: Wenn ich einen Besucher auf diese Seite schicke, dann bekommt er da die Informationen, nach denen er sucht, auch wenn er ein bisschen generischer sucht, auch wenn er ein bisschen allgemeiner sucht, ist das dann immer so eigentlich eine ganz gute Chance, dass er dort eben auch das findet, wonach er sucht. Also, dass er dann eben auch Antworten auf seine Fragen bekommt je ausführlicher der Text ist. Und das ist ja eben auch unsere Erfahrung, dass diese Texte einfach gutes SEO-Ranking erreichen. Hat auch ein bisschen so mit dieser Frage zu tun, also: Wonach sucht derjenigen? Es gibt ja auch so oft diese Wie-Fragen: Wie mache ich was? Wo finde ich was? Und da kann man sich eben auch wirklich gut dran langhangeln, wenn man eben solche holistischen Texte erstellt. Und im Longtail kriegt man da eben, genauso wie auch bei den schweren Begriffen, oft einfach ein gutes Ranking. Wo wir jetzt bei den Begriffen sind, ist es natürlich wichtig, dann nochmal eben auf die Keywordsets einzugehen. Wenn man holistischen Content erstellt, ist es halt so, dass man auch eigentlich sehr, sehr viele Keyword abdeckt. Das ist so ein bisschen der Unterschied zu früher, zu den SEO-Seiten. Da haben wir ja auch schon eine Folge drübergemacht, dass man früher eben versucht hat, einzelne Seiten zu Keyword-optimieren. Also für jedes Keyword eine einzelne Seite zu machen. Und, dass man heute eben versucht, möglichst viele Keywords thematisch zusammenzufassen und die mit einer Seite abzudecken, eben holistisch. #00:04:40-8#

B: Also platt gesagt: Früher hundert Keywords, hundert Unterseiten. Jetzt eine Unterseite, auf der alle hundert Keywords untergebracht sind. #00:04:50-4#

F: Das bringt es auf den Punkt, genau. #00:04:52-0#

B: Haha. #00:04:53-5#

F: Ja. Aber das kommt eben aus dieser holistischen Sicht eben automatisch. Also Keywords sind ja auch nur Themen, sind ja auch nur Suchanfragen, sind ja auch nur Interessen, die jemand hat an einem bestimmten Überthema. Und dass man die eben zusammenfasst, dann kommt automatisches dieses Von-allen-Perspektiven-aus-Beleuchten mit dazu, weil man eben unterschiedliche Begriffe thematisch zusammenfasst. Ja, das ist so ein bisschen die SEO-Perspektive. Häufig ist dann auch die Frage, die dann direkt kommt: Ja, funktioniert das denn überhaupt, so viele Keywords auf einer Seite unterzubringen? Das ist so immer die erste Frage, die da kommt, auch von Kundenseite. Und ja, die können wir auf jeden Fall positiv beantworten. Wir haben auf unseren SEO-Portalen Seiten, die zu tausenden von Keywords ranken und das sind einzelne URLs immer. Also das funktioniert auf jeden Fall. Und ja, sonst würden wir es auch nicht machen. #00:05:46-1#

B: In den Analysen von Sistrix, dem SEO-Tool von Johannes Beus, sieht man das ja immer ganz schön. #00:05:51-5#

F: Wir benutzen Sistrix dafür, aber alle anderen Tools, die auf URL-Ebene Analysen fahren, würden dann ein ähnliches Ergebnis anzeigen. Dass einzelne Dokumente für sehr, sehr viele Suchbegriffe gut positioniert sind in den Suchmaschinen. #00:06:05-2#

B: Und darüber dann eben auch die vielen Besucher kommen, weil man ja einfach zu so vielen Keywords rankt, die in der Summe eben ein sehr hohes Suchvolumen haben. Vielleicht für sich alleine dann nicht, du hattest ja vorhin schon den Longtail so angesprochen. Aber wenn man halt eben zahlreiche Keywords hat, die dann, weiß ich nicht, wo vielleicht immer nur hundert Leute nach suchen im Monat, aber in der Summe ergibt das dann halt dann doch ein ganz nettes Pfund. #00:06:30-3#

F: Ja. Also Longtail auf der einen Seite, aber wir bauen die Seiten ja auch explizit um, ich weiß gar nicht, wie man das nennt, Shorthead? #00:06:40-1#

B: Die Trafficstarken. #00:06:40-2#

F: Um die schweren Begriffe eben auch anzugreifen, ja. #00:06:44-8#

B: Genau, weil wir sozusagen, mit diesen umfassenden Seiten kommen wir eben überhaupt auch an diese schweren Begriffe ran. Da kommen wir überhaupt erst in die Top Rankings rein. #00:06:53-5#

F: Oder es versetzt einen überhaupt erstmal in die Lage, damit arbeiten zu können. Es ist einfach die Strategie, die man anwendet, um gute Rankings für schwere Begriffe zu erreichen, ja genau. #00:07:05-2#

B: Lass uns mal so ein bisschen diese Probleme noch bisschen auseinanderklamüsern. #00:07:09-0#

F: Ja, gerne. #00:07:09-5#

B: Weil das ja schon für Kunden eine Herausforderung ist, sich so darauf einzulassen. Weil einem da ja auch die Erfahrung vielleicht fehlt oder weil man sich das eben vielleicht noch nicht wirklich vorstellen kann. Das sind halt eben einzelne Contentseiten, die eben sehr umfangreich sind. High Performance Content eben. Was kommt denn da so? Erzähl doch mal: Was sind so die klassischen Einwände, die man da hört? #00:07:37-9#

F: Es ist einfach, wenn man das erstmal nur in Zahlen fasst, das kannst du, glaube ich, besser beantworten, wie viele Wörter das so im Schnitt sind. Das sind halt schon relativ große Texte. #00:07:50-5#

B: Ja, auf jeden Fall über tausend Wörter. #00:07:51-5#

F: Über tausend Wörter. Da kommt dann natürlich erstmal der Einwand: Boah, das sind ja schon ganz schön lange Riemen, die man da schreibt. Das sind ja ganz schön lange Texte und die sollen wir jetzt alle auf unserer Homepage veröffentlichen, so eine Bleiwüste? Und so weiter. Es war ja immer so die Rede von Landing Pages, kurz und knapp und schnell überzeugen und Call to Action und so. Und das ist jetzt eigentlich genau das Gegenteil, dass man ankommt und sagt: Du brauchst ausführlichen Content auf der Seite. Aber wir haben ja auch schon in anderen Folgen besprochen, dass sich das gar nicht wiederspricht eigentlich, dass man das auch gut zusammenfassen kann. Aber das ist so der häufigste Einwand: Warum denn überhaupt so viel? #00:08:36-7#

B: Genau. Das sind so ein bisschen, ich sage mal so, unsere B2B-Kunden, die halt auch oft noch so in Offline-Werbeprodukten denken. Also auch so ein Flyer, zum Beispiel, der muss ja auch kurz und knackig sein. Kann halt keinen Dreißig-Seiten-Flyer drucken. Es ist immer so: Je kürzer, desto besser. Und das gilt ja für einen Flyer auch. Aber eben, wenn man halt eine SEO-Strategie oder SEO-Ziele hat, dann funktioniert das halt eben nicht mehr. Und auf der anderen Seite die Kunden, die schon lange Jahre SEO gemacht haben, die sind halt oft noch in diesem alten Modus, dass sie halt viele Unterseiten für einzelne Keywords haben. Das sind so ein bisschen diese zwei unterschiedlichen Richtungen, sage ich mal. Und der lange Riemen, da gehen wir ja später noch drauf ein, wie man das denn auflöst. Es ist einfach viel Content, den man erstellt. Und es darf ja auch kein Gelaber sein. Das ist halt auch immer noch so ein Punkt. Also es muss viel Content sein, der viele Keywords abdeckt, aber gleichzeitig muss die Qualität eben gewahrt sein. Es kann nicht sein, dass man einfach nur immer weiter Content produziert. #00:09:52-9#

F: Ja, da sind wir wieder bei den SEO-Texten. Also viel Content ist damals auf die SEO-Seiten ja auch draufgekommen. Dass man Text produziert, um bei Google gut gefunden zu werden, das ist jetzt auch nicht erst seit heute so. Aber es kommt wirklich darauf an, und das ist eben der Unterschied, wie du schon sagst, dass der Content halt auch diese Performance bringt, dass er den Benutzer auf der Seite hält. Da sind wir wieder beim Performance-Thema. Dass es so gut geschrieben wird, dass die einzelnen Elemente in sich dann ja auch schon wieder kurz und knackig sein können, aber es muss halt eben holistisch sein. #00:10:35-6#

B: Genau. Und ja, einfach nur auf die Wörter kommt es halt dann doch wieder nicht an. Also ich erinnere mich immer an diese Link-Anfragen, die man halt jeden Tag bekommt. Früher waren das dann SEO-Agenturen, heute heißen die dann immer häufiger Content-Marketing-Agenturen, die dann sagen: Ja, wir machen jetzt nicht mehr zweihundert Wörter, sondern vierhundert Wörter. #00:10:55-7#

F: Aber unique, unique Content. #00:10:56-5#

B: Unique, genau. Wo schon immer klar ist, es geht nicht nur um die Masse, sondern es geht natürlich auch um Qualität, ja. Also es geht um Quantität UND um Qualität. Und das ist schon eben eine ganz schöne Herausforderung an den Content, dass man halt sich auch überlegt: Wie strukturiere ich ein Thema? Wie strukturiere ich die einzelnen Themenbereiche auf einer einzelnen Seite? Und da muss schon ein bisschen Gehirnschmalz investiert werden. Und vielleicht noch so aus SEO-Perspektive, was ich eben spannend finde, ist, dass wenn wir solche Seiten entwickeln, dass wir ja dann auch merken, dass wir damit auch Backlinks generieren. Was ja immer noch ein wichtiges SEO-Kriterium ist, ein sehr wichtiges. Und dass wir aber gar nicht groß dafür tun, sondern einfach nur sagen: Ach, guck mal da, auf einmal haben wir da, weiß ich nicht, vier, fünf, zehn Backlinks generiert von irgendwelchen anderen Seiten, die sagen, ja guck mal richtig ausführlich wurde das Thema da und da nochmal besprochen. #00:12:03-4#

F: Ja, auf jeden Fall. #00:12:03-5#

B: Und schon hat man auf einem einen ganz natürlich Backlink, für den man auch natürlich nicht gezahlt hat oder den man sonst irgendwie künstlich aufgebaut hat. Und das sorgt dann wieder dafür, dass man wieder im Ranking nach vorne rutscht. Das sorgt dann wieder dafür, dass man wieder mehr verlinkt wird. Und so hat man dann halt so einen sehr positiven Kreislauf. #00:12:26-2#

F: Ja, es ist eben ein Kreislauf. Aber diese ausführlichen Texte, die zahlen natürlich auch letztendlich, um mal den Mittelweg, halt auf die eigene Publik Relation ein. #00:12:35-9#

B: Ja. #00:12:36-6#

F: Also dass die halt einfach gern verlinkt, gern geteilt, auch im Unternehmen selber verschickt werden. Was wir halt häufig ja eben auch feststellen, dass dann jemand dann auf einmal sagt: Ja, ich kann dir das erklären, aber ich kann dir auch grad einen Link schicken, da findest du eigentlich alles. Und wenn das kommt, dann ist der Content holistisch. Wenn jemand Fremdes sagt: Da findest du alles. #00:12:56-7#

B: Das sage ich ja auch immer, dass das Wissen oder dass der ganze Content, der spannende Content, der auf die Webseite gehört, der ist eigentlich schon da, der ist eben nur in den Köpfen der Mitarbeiter und noch nicht auf die Webseite übersetzt. Und in dem Moment, wo man halt sagt, wir entwickeln jetzt relevanten Content, da ist es eben spannend, wenn man sich das Wissen der Mitarbeiter anguckt und guckt: Wie kriegt man das übersetzt? Aber gehen mal ruhig in die Lösung direkt rein, oder? #00:13:32-2#

F: Ja, gerne. #00:13:33-5#

B: Wir sagen mal, unser Podcast ist ja immer so aufgebaut: Problem, Lösung, Fazit. (lacht) Gehen wir mal ruhig in die Lösung rein. Da haben wir uns jetzt so drei Bausteine überlegt, die auf jeden Fall reingehören. Und der erste Punkt ist ja auch, dass man sich eben auch eine holistische Keyword-Analyse entwickelt und zur Brust führt. #00:13:54-4#

F: Ja, auf jeden Fall. Das ist immer der erste Schritt. Also, dass man sich erstmal klar wird: Was habe ich denn überhaupt alles schon da? Weil die meisten Kollegen fangen ja nicht bei null an. Sondern das ist ja oft schon so, dass man SEO-Seiten, dass man irgendwie eine Blog-Marketing-Strategie schon hat und die Keywords versucht zu bedienen. Dass man sich anschaut: Was für Keyword-Sets habe ich denn genau? Und wie lassen die sich zusammenfassen holistisch? Und das ist natürlich immer der erste Schritt. Nicht nur zu gucken, finde ich noch neue Keywords und so, sondern welche alten Seiten bedienen denn schon Keywords. #00:14:34-2#

B: Ja. #00:14:35-1#

F: Und das ist dann immer so die Grundlage für die Entwicklung von einem Content, ja genau. #00:14:41-9#

B: Das heißt, eben schon mal sich die Seite angucken, das Keyword-Set angucken, die Rankings angucken. Das ist halt so ein bisschen echt dieses Audit, was einfach immer dazugehört. #00:14:53-1#

F: Ja. #00:14:55-8#

B: Mhm (bejahend). Ja, das zweite sind ja die verschiedenen Perspektiven, wenn man so will. Also holistisch, hatte ich ja auch eingangs gesagt, sind im Grunde der allumfassende Blick aus vielen verschiedenen Perspektiven. Ja, jetzt ist das ja sehr abstrakt. Wir haben uns vorher mal überlegt, wollen wir das nicht mal einem Beispiel irgendwie erklären? #00:15:14-9#

F: Ja, genau. #00:15:15-8#

B: Was haben wir uns denn da genommen? #00:15:16-7#

F: Wir haben uns eine Kaffeemaschine vorgestellt, die bei uns #00:15:20-9#

B: Ach stimmt, genau. #00:15:21-8#

F: im Büro steht. #00:15:24-1#

B: Eine hochpreisige Kaffeemaschine. #00:15:25-0#

F: Und wenn man die jetzt holistisch, ja, also bei mir steht eine Kaffeemaschine, bei dir wahrscheinlich auch. #00:15:31-2#

B: Ja. #00:15:33-3#

F: Dann kann man die ja aus verschiedenen Perspektiven beschreiben. Also eine Kaffeemaschine ist ja ein technisches Gerät, das heißt die hat immer auch eine technische Perspektive: Wie wird denn der Kaffee gemacht? Ist das ein Filterkaffee, ist das ein Vollautomat, ist das eine Padmaschine, ist das eine mit diesen Kapseln? So, da kann man ja definitiv auch schon viel darüber schreiben, wie das Ding denn überhaupt genau funktioniert. Und ob der Tank ein Liter hat oder fünf Liter, halt so diese ganzen klassischen Dinge, die so ein Produkt eben ausmachen aus der technischen Perspektive. #00:16:05-6#

B: Ja. #00:16:06-5#

F: Dann gibt es natürlich noch tausend andere Perspektiven, aus der man diese Kaffeemaschine beschreiben kann. Man kann die aus einer komplett Kreativ-Design-Perspektive beschreiben. #00:16:16-8#

B: Ja. #00:16:17-4#

F: Man kann sagen: Welche Farbe hat die? Hat die einen Reddot Award gewonnen? Hat die irgendetwas besonderes Design-mäßig, Chrom, Plastik, was weiß ich was? Wie sieht die aus? Welche Größe hat die und so? Da kann man viel darüber schreiben. Ich weiß nicht, was die noch einfällt? #00:16:36-2#

B: Genau. Also, zum Beispiel, man kann sich auch die Umweltperspektive rauspicken und sagen: Ist die vielleicht besonders umweltschonend? Welche Vorteile hat es da? Oder man nimmt sich ganz klassisch auch den finanziellen Hintergrund, also: Wie viel kostet die? Warum kostet die so viel? Ist die besonders günstig? Ist die besonders teuer, aber dafür eben besonders hochwertig? Man kann sich auch die Serviceperspektive angucken: Was mache ich denn mit der, wenn die kaputtgeht? Da wird ja auch viel danach gesucht, wenn Geräte kaputtgehen. Auch das kann man sich halt umfassend angucken. Oder man nimmt die Perspektive überhaupt Emotion, also: Warum kaufe ich mir die Kaffeemaschine? Warum, ich habe ja jetzt vorhin gesagt, eine hochpreisige Kaffeemaschine? Also es gibt ja auch einen Trend dazu, dass durchaus immer hochwertigere Kaffeemaschinen gekauft werden. Und so hat man halt eben sehr viele unterschiedliche Perspektiven, das sind jetzt nur so die, die uns in einem Zwei-Minuten-Brainstorming eingefallen sind unter der man halt sich den Content aufbereiten kann oder überhaupt erst in die Tiefe gehen kann und sagen kann, ja: Was für Keyword-Sets sind dahinter? Und wie argumentieren wir zu diesen einzelnen Perspektiven? Und wie strukturieren wir das dann? #00:17:55-8#

F: Genau, ja. Und das als Beispiel Kaffeemaschine. Und dann kann man das eben übertragen. In manchen Bereichen gibt es halt irgendwie auch noch eine rechtliche Perspektive ist auch oft mit dabei, je nachdem, was man behandelt. #00:18:10-6#

B: Genau. Gleichzeitig muss es halt auch so spannend sein, dass der User natürlich nicht sofort irgendwie denkt: Ja, riesen Bleiwüste und, ja okay, jetzt habe ich da die verschiedenen Perspektiven und so. Sondern das muss schon auch redaktionell natürlich eben in spannende Formate gegossen werden, die sich halt unterscheiden. Das würde jetzt irgendwie auch, finde ich, zu tiefgehen, die unterschiedlichen Formate auch nochmal vorzustellen. Das können wir aber auch nochmal machen. Und es muss natürlich irgendwie auch konsumierbar sein, oder? #00:18:41-1#

F: Ja, auf jeden Fall. Das ist ja auch dann letztendlich die Arbeit, die das Argument entkräftet: Ich kriege da so eine Bleiwüste auf die Webseite, ja? Also das kommt darauf an, ist es wichtig, wenn man so viele Perspektiven behandelt, dann muss der Inhalt auch gut erreichbar sein und gut formatiert sein. Also das heißt, ich muss mit Sprungmarken, mit Inhaltsverzeichnissen arbeiten, wo der Besucher schnell dahinkommt, wo er dann eben auch seine Informationen bekommen. Das Thema Mobil ist da ganz wichtig, dass der Content eben auch, obwohl es so viel ist, auch gut erreichbar ist mit einem Handy und so. Da muss man schon Gehirnschmalz reinstecken. Es geht nicht einfach nur darum, Text hinzukippen, sondern der muss auch richtig cool formatiert sein. Darf auch gerne andere Formate wie Bilder oder Videos beinhalten, dass man eventuell manche Dinge auch schneller visuell konsumieren kann. Dazu passend auch unser Interview mit zum Content Design. Und wie gesagt, muss eben gut erreichbar sein. Teilweise helfen die Suchmaschinen einem da ja auch schon so ein bisschen. Es gibt bei Google ja schon länger so Sprungmarken neben den Suchergebnissen, wo man dann direkt tiefer in den Inhalt einsteigen kann. Die tauchen jetzt nicht so oft auf, aber je nachdem, wenn man langen Content hat, dann kommt das schon mal vor, dass dann Google direkt anbietet, zu einzelnen Bereichen innerhalb des Contents zu springen: Aber das muss man, wie gesagt, auch alles erstmal sich überlegen, wie soll das denn überhaupt aussehen? #00:20:06-1#

B: Ja, und wie wird das eben auch, also da gehen wir wirklich auch dann ins Webdesign rein, also da muss halt auch jemand da sein, der das halt eben auch graphisch umsetzt, spannend, damit das eben nicht einfach nur so eine Bleiwüste wird. #00:20:21-3#

F: Mhm (bejahend), aber unsere Erfahrung ist ja, was unsere gemeinsame Arbeit angeht, ist ja, dass das immer sehr dankbar angenommen wird, auch von den Designern, die dann sagen: Oh, cool, jetzt haben wir mal richtig Futter, das kann man richtig geil layouten. Und das ist ja auch genau das, was wir auch immer supporten. Macht euch richtig coole Ideen, wie ihr das bei euch online stellen wollt und so. #00:20:46-9#

B: Genau. Das ist halt auch oft so ein verdeckter Schatz, wenn man so will. Also die meisten Unternehmen haben ja eben auch Webdesigner an der Hand oder Graphiker an der Hand. #00:20:56-1#

F: Oder Inhouse sogar. #00:20:57-6#

B: Inhouse genau oder der irgendwie zuarbeitet so. Und der kann eigentlich auch viel mehr, aber der braucht eben Futter. Also wenn man einem Graphiker nur drei Sätze gibt, dann kann er eben weniger gestalten, als wenn man ihn dreihundert Sätze gibt. #00:21:15-7#

F: Mhm (bejahend), genau. #00:21:16-3#

B: Und auch da kann man halt einfach sich dann auf einmal wieder sehr schön unterscheiden von allen anderen, die halt eben Content-mäßig unterwegs sind. #00:21:27-7#

F: Ja, und die Usability ist gut und die Performance ist gut und dadurch wird das Ranking halt auch gut. Haben wir auch schon oft gehabt. #00:21:36-2#

B: Ja, und am Ende ist man derjenige, der halt zu einem bestimmten Thema wirklich allumfassend das Thema bespricht und eben dann auch spannend aufarbeitet und auch navigierbar macht. Und für mich ist es auch einfach immer logisch, dass man dann damit auch zwangsläufig irgendwann gut ranken wird. Einfach weil es ein guter Inhalt ist. #00:22:02-4#

F: Mhm (bejahend), genau. #00:22:03-1#

B: Und wenn irgendjemand was bei Google sucht und der kommt auf eine Seite und da findet er seine Antworten, dann hat Google auch seinen Job getan. Das ist ja letztlich das, was Google möchte. #00:22:13-7#

F: Zufriedene User. #00:22:14-2#

B: Genau. #00:22:17-0#

F: Ja, genau, das sagen sie ja auch nicht erst seit gestern. Ja. Also eine Sache, die ich mir bei diesem Thema noch aufgeschrieben habe, die mir immer besonders wichtig ist, ist, dass man bei dem ganzen holistischen Content nicht vergisst, seinen alten Content auch zu reduzieren. Oft ist das so, dass dann jemand kommt und sagt: Wir brauchen unbedingt diese großen, holistischen Seiten, der High Performance Content unbedingt. Und dann wird der einfach nur hinten drangeklemmt. So geht es dann auch nicht. Ziel der Arbeit ist, dass man wirklich auch reduziert. Dass man eindampft, dass man das, was man hat, darum habe ich gerade in der Keyword-Recherche auch darauf hingewiesen: Wo stehe ich denn schon mit meinen bestehenden Seiten? Die müssen dann natürlich auch dann nachher abgeschaltet werden, wenn der neue Content da ist, weil die gehen in dem Content letztendlich auch auf. Da gehört dann immer auch ein bisschen Mut dazu, zu sagen: Okay, wir geben unsere alten Sachen auf für etwas Neues. Und es ist einfach nur hinten etwas drangeschraubt. #00:23:14-4#

B: Ja, dass man halt nicht sagt, man hat hunderte Seiten und jetzt soll man nochmal hunderte Seiten mit holistischen Content machen. Nein, genau das ist es nicht, nicht? #00:23:22-1#

F: Ja. #00:23:22-8#

B: Sondern: Wir haben danach deutlich weniger URLs, um die wir uns kümmern, deutlich weniger Unterseiten, die aber eben holistisch aufgebaut sind und auch so aufgebaut sind, dass sie die Besucher halten und nach hinten raus eben natürlich auch noch konvertieren. Aber wir haben halt dann ein reduziertes Set an Seiten, an denen wir dann eben auch immer wieder arbeiten können. Also wir haben uns ja auch schon in ein, zwei Folgen um das Thema Heatmaps, Recordings, wie man da Seiten weiter optimieren kann, damit haben wir uns ja auch schon beschäftigt. Und das geht eben alles nur, wenn man wirklich sagt: Okay, ich reduziere meine Seiten oder ich habe wirklich ein bestehendes Set und ich kippe nicht immer neu nach, so, und bin nur damit beschäftigt immer neuen Content zu produzieren. Sondern natürlich muss das Ziel am Ende sein, dass man dann ein Set an hochwertigen Unterseiten hat, die man dann eben immer weiter optimieren kann. #00:24:21-9#

F: Das ist das eine, das ist der eine Grund, genau. Und der andere Grund ist jetzt, aus der SEO-Perspektive noch ein bisschen mehr gesprochen, natürlich auch die Power der Seite, die dadurch steigt, indem sie kompakter wird. Das hat ein bisschen mit der alten Page-Rank-Formel zu tun. Das ist auch ein Thema, was wir bestimmt auch nochmal in einer anderen Folge besprechen werden. Aber da ist es eben auch wirklich so, dass man mit wenigen starken URLs wesentlich besser fährt, als wenn man zerfasert und halt viele nicht so gute Seiten auf der Homepage hat. Jetzt mal im Groben gesprochen. Dass diese Reduzierung eben auch auf einer ganz technischen Ebene einfach einen Vorteil fürs Ranking hat. #00:25:05-6#

B: Das heißt, die Link Power, die verstreut sich ja sozusagen, nicht? Je mehr Unterseiten ich habe, desto mehr verstreut sich auch die Link Power. Oder kannst du das nochmal genauer erklären? #00:25:18-1#

F: Ja, das Wort Link Power wollte ich jetzt nicht benutzen, weil dann müssen wir es wieder definieren und erklären. #00:25:21-2#

B: (lacht) #00:25:21-9#

F: Ja, klar, also ich meine, die meisten werden wissen, worüber wir sprechen. Also, dass sich die Link Power halt gleichmäßig über die Seite verteilt. Und je tiefer man in der Hierarchie kommt, desto weniger bleibt halt über. Und sie teilt sich halt immer auf, je nachdem wie viele Seiten man einfach hat. Und wenn man viele Seiten hat, teilt sie sich auf viele Seiten auf. Und wenn man wenig Seiten hat, teilt sie sich eben nur auf wenige Seiten auf. Ganz einfach gesagt. Und dafür ist es eben wichtig, zu reduzieren, und mutig zu sein und zu sagen: Okay, dann haben wir eine neue Seite und schmeißen wir halt zwanzig alte raus. Das heißt, dann habe ich die Link Power schon mal konzentriert von zwanzig auf eins. Was dieses Thema jetzt angeht, nicht? #00:26:07-4#

B: Also ich stelle mir das immer so, also beim Thema SEO bist du ja wirklich in der Tiefe, aber ich versuche mir das immer so vorzustellen: Ich habe jetzt, sagen wir mal, hundert Prozent Link Power auf der Startseite. Und dann habe ich fünfzig Unterseiten und dann kriegt jede Unterseite zwei Prozent Link Power ab. #00:26:26-3#

F: Ja, genau. Wenn von einer Startseite fünfzig Links gesetzt sein sollten, dann kommt bei jeder Seite ein Fünfzigstel an, ja. Genau. #00:26:36-4#

B: Genau. Und wenn ich das dann eben reduziere auf, sagen wir, zehn Seiten oder fünf Seiten, dann steigt eben die Power, die durchgeleitet wird. #00:26:43-7#

F: Ja, so ist es. #00:26:45-8#

B: Ja, genau. #00:26:45-7#

F: Einfach gesagt. Also da gibt es auch Dämpfungsfaktoren und so einen Kram, ja. #00:26:49-5#

B: Ja, klar. Dämpfungsfaktoren schreibe ich mir direkt auf. #00:26:56-9#

F: Sehr spannender Artikel in der aktuellen Website Website Boosting, PageRank. #00:26:59-2#

B: Ja, haben wir ja auch noch. Also unser Credo ist wirklich: Holistischen Content entwickeln, das erstmal zu verstehen, dass das wichtig ist und dass das die Basis ist, um Top Rankings zu erreichen. Und dann im zweiten Schritt aber eben auch immer, sich zu sagen aber eben auch immer sich zu sagen, Ziel ist es wirklich, die Seite schlanker zu machen und insgesamt weniger Unterseiten zu haben, damit man einfacher arbeiten kann. #00:27:28-5#

F: Genau. #00:27:29-9#

B: Und optimieren kann. #00:27:30-2#

F: Ja. #00:27:32-9#

B: Ja, das wäre so ein bisschen auch schon das Fazit, oder? #00:27:38-1#

F: Ja, also es ist halt Arbeit. Wenn man Top Rankings haben will, dann muss man wirklich Arbeit in die Sache reinstecken. Und nicht nur Textarbeit, sondern eben auch gestalterische Arbeit im SEO- und Content-Team zusammen mit den Kollegen aus dem Design. Dass das halt gut funktioniert, dass dann auch der Chef nachher sagt: Boah, das ist ja nicht einfach nur Text, sondern das funktioniert ja auch richtig gut, das macht ja auch Spaß, den Content zu benutzen. Das darf man einfach auch nicht außer Acht lassen. Das ist total wichtig. #00:28:02-3#

B: Auf jeden Fall. #00:28:02-7#

F: Auch für uns SEOs, die einfach nur Keywords liefern und sagen: Bitte schreibe das da hundert Mal rein. Das ist einfach nicht mehr so. Es muss auch funktionieren, da muss man auch mal einen Schritt zurücktreten und sagen: Okay, jetzt steht das Keyword jetzt halt nicht fünfzig Mal so da, wie ich es gerne hätte, sondern in Variationen. Und letztendlich ist das Ranking nachher aber erfahrungsgemäß besser als wenn man darauf bestanden hätte. #00:28:24-0#

B: Absolut. Ich bin sowieso ein totaler Fan von interdisziplinärem Arbeiten. Und wenn man halt sieht, da ist ein SEO am Tisch, da ist ein Contentexperte am Tisch, da ist ein Graphiker noch am Tisch oder im Projekt, da ist auch vielleicht jemand aus dem Vertrieb, der die Leads nach hinten raus, zum Beispiel, verarbeitet, der auch Feedbacks gibt, da ist vielleicht noch jemand aus der Produktentwicklung dabei oder aus Service, aus dem Support. Und je umfassender die Teams sind, ich hätte jetzt schon fast gesagt je holistischer, holistische Teams (lacht). #00:29:00-9#

F: Ja, genau. #00:29:02-3#

B: Ja, also man braucht eben auch die verschiedenen Personen im Projekt drin. Und wenn man die halt hat und alle auch verstehen, dass sie halt zusammenarbeiten und nicht einfach nur: Das ist der Texter, der schreibt jetzt eben die Wörter, so ungefähr. Sondern eben immer wieder zusammenarbeitet und zusammen das Projekt weiterentwickelt, ja, dann, das ist zumindest unsere Erfahrung, das zahlt alles darauf ein, dass man nach hinten raus dann eben auch wirklich auch zu schweren Begriffen und im Longtail wirklich gut rankt. #00:29:33-4#

F: Ja. Es sind halt die Ressourcen, die im Unternehmen freigestellt werden müssen. Also wenn der Designer da wirklich sich eine Stunde mit reinsetzt, dann muss der halt auch das dürfen können von der Führung her. #00:29:44-6#

B: Absolut. #00:29:46-4#

F: Dann muss aber auch die Wichtigkeit dafür klar sein. Dass das wichtig ist, dass der da jetzt mit drinsitzt. Und der aus Produktentwicklung und der Vertriebler auch. #00:29:54-7#

B: Ja. Aber das ist ja dann das, wie wir ja auch immer argumentieren und sagen: Ja, wenn du jetzt ein Top Ranking erreichst, wie viele Besucher bekommst du darüber jeden Monat? Und wie viel würdest du stattdessen bei Google Ads zahlen, um die dir einzukaufen? Oder auf einer anderen Plattform, um dir die einzukaufen? Und das hat halt nach hinten raus eben einen Wahnsinnswert. Wir haben ja mehrere Portale und selbst bei den kleinen Portalen kommt dann am Ende irgendwie einen fünf-, sechsstelliger AdWords-Gegenwert pro Jahr raus. Wo wir sagen: Wenn wir die uns jetzt hätten einkaufen müssen, hätte sich das Ganze nicht gelohnt. (lacht) #00:30:31-7#

F: Ja, genau. #00:30:33-7#

B: Von daher, da ist die Relevanz nicht mehr da. #00:30:35-4#

F: Aber das ist halt immer auch eine Mischkalkulation. Ganz so platt kann man das natürlich nicht immer sehen. Aber in der Regel hat SEO doch immer einen ganz guten Stellenwert. Und man kann das immer argumentativ über die Zahlen sehr gut belegen, dass es halt auch etwas bringt. Aber oftmals ist es halt einfach so, das haben wir ja auch schon festgestellt, dass in den Abteilungen, wenn es dann darum geht, wir brauchen jetzt jemanden aus dem Design oder so, dass die sagen: Nein, aber die haben eigentlich noch etwas Anderes zu tun jetzt, die müssen jetzt dies und das und jenes noch machen. Und dann mit SEO und an (irgendeiner?) Seite möchte ich jetzt nicht so gerne den Mitarbeiter für freigeben. Und da muss irgendwie aber auch klar kommuniziert werden: Das ist aber WICHTIG, dass jetzt da auch passiert, dass der da mit dabeisitzt. #00:31:19-2#

B: Ja. #00:31:20-3#

F: Ja. #00:31:21-1#

B: Absolut, zumal die Graphiker ja auch alles Kreative sind und somit artverwandt zu meiner Beschäftigung. Von daher, Kreative habe ich immer gerne an Bord. #00:31:33-2#

F: Ja, im Gegensatz zu mir, ich bin ja so unkreativ. Ich bin nur der Techniker, nur der Nerd hier. #00:31:35-1#

B: Überhaupt nicht. (lacht) Du bist derjenige, der sagt: Ja, deine hundert Ideen waren super, wir nehmen jetzt die drei, weil die zünden auf jeden Fall. (lacht) #00:31:47-1#

F: Ja. #00:31:47-9#

B: Ja, das gehört halt auch dazu. Die einen, die halt die vielen Ideen entwickeln und die anderen, die eben analytisch auch drauf gucken und die Zahlen im Blick haben und auch die Prioritäten setzen können. #00:31:58-6#

F: Die Uninspirierten. #00:32:00-2#

B: Ja, ich weiß nicht, das ist ja immer so ein Pingpong, oder? #00:32:03-7#

F: Na klar, ja, natürlich. #00:32:05-1#

B: Also. Und überhaupt die Zahlenmenschen haben ja auch wahnsinnig viele Ideen. Und so ist es halt das Schöne an dem interdisziplinären Arbeiten. #00:32:17-5#

F: Ja, genau. Darum macht man die Analyse ja. Die macht man ja nicht einfach nur, um jeden Monat einen Report zu bekommen, sondern weil man ja ein Ergebnis daraus ziehen will. Und das dann wieder kreativer umzusetzen, finde ich auch, ist total wichtig. #00:32:29-2#

B: In diesem Sinne, macht’s gut und bis nächste Woche. #00:32:38-6#

F: Bis dann, Tschüss. #00:32:39-1#

B: Tschau. #00:32:41-8#

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