Content Marketing Manager: Was sie machen – und warum sie dringend gebraucht werden

Was macht ein Content Marketing Manager? Wie ist die Rolle in der Marketingabteilung? Was verdient man – und welche Aufgabenbereiche betreut man? Darüber sprechen wir hier.

Content ist der häufig der größte Hebel und der größte Engpass zugleich in Unternehmen. Dafür brauchen sie Content Marketing Manager.

Das Berufsbild des Content Marketing Managers entwickelt sich stark weiter. Deswegen gilt wie immer: Das hier und die Podcast-Episode sind ein erster Aufschlag. Wir freuen uns über Feedback. Gerne über LinkedIn.

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Drei häufige Fragen zum Job des Content Marketing Managers

Was ist ein Content Marketing Manager?

Content Marketing Manager und -Managerinnen sind verantwortlich für den Content eines Unternehmens. Sie entwickeln, planen und erstellen digitale Inhalte. Sie pflegen die Inhalte auch häufig in das Content Management System (CMS) einer Website ein und übernehmen das Monitoring. Oft arbeiten Content Marketing Manager an der Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und IT. Hier mehr über Content Marketing generell.

Wie werde ich Content Marketing Manager?

Für Content Marketing Manager gibt es keine etablierten Studien- und Berufswege. Entweder kommen die Personen aus dem Content (z.Bsp. Zeitung, Blog, TV, Radio) und lernen Online-Marketing dazu. Oder sie kommen aus dem Marketing und lernen, wie sie Inhalte erstellen. Auch Grafikerinnen und Grafiker steigen häufig in das Thema ein. Es gibt Zertifikatskurse und einige Masterstudiengänge. Vor allem aber lernt man durch die Praxis.

Was macht ein Content Marketing Manager?

Ein Content Marketing Manager übernimmt strategische Aufgaben und operative Aufgaben. Hierzu zählen unter anderem Content-Ziele definieren, Content-Formate entwickeln, Texte für die Website, Newsletter, Social Media produzieren, aber auch Kennzahlen analysieren und daraus Optimierungen ableiten. Jedes Unternehmen seine eigenen Anforderungen, je nachdem, wie groß das Online-Team bereits ist.

Einen Content Marketing Manager würden viele sofort gerne einstellen

Über die Hälfte würde sofort einen Content Marketing Manager einstellen – wenn das Geld keine Rolle spielen würde. Das hat eine kleine Umfrage auf LinkedIn von Benjamin ergeben. Hier die Diskussion dazu. Dass es kein Geld kostet war ein bewusster Dreh in der Umfrage. Denn so wird die Kostenschranke bewusst ausgestellt.

In der Diskussion wurde von vielen auch noch einmal betont, dass die Aufgaben zu vielfältig für eine einzige Stelle sind. Das Verständnis für Content wächst in vielen Unternehmen. Gleichzeitig wird die Content Produktion aber oft komplett an Freelancer outgesourct. Diese leisten gute Arbeit. Aber es stellt sich trotzdem die Frage, ob Unternehmen nicht auch intern zusätzlich Content-Marketing-Fachpersonal benötigen.

Content Marketing Manager Umfrage

Allerdings muss man dafür investieren

Wer in Content investiert, zahlt am Anfang immer drauf.

Kein Google Ranking = keine Besucher.
Keine LinkedIn Follower = keine Ansichten.
Keine Newsletter Abonnenten = keine Leser.

Jedes Stück Content produziert einen Aufwand – für kurzfristig wenig Ertrag.

Aber wie sieht es ein, drei, fünf Jahre später aus? Dann ist Content extrem profitabel. Recherche, Produktion, Distribution: Alles geht viel schneller von der Hand.

Es setzen Netzwerkeffekte ein. Guter Content spricht sich herum. Der Content bringt richtig Resultate. Reichweite, Vertrauen, Anfragen. Und ist zugleich sehr günstig. Weil man für jeden Klick eben nicht zahlt.

Deswegen: Bei jedem Stück Content auch immer die nächsten Jahre im Hinterkopf haben.

Den Beitrag hat Benjamin gepostet. Hier das Feedback. Auf LinkedIn sind wir mit unserer Hörerinnen und Hörer vernetzt, darunter viele Marketing-Professionals aus den verschiedenen Disziplinen.

Berufsbild Content Marketing Manager – eine Abgrenzung

Content-Manager*innen

Ein Content-Manager ist vor allem für das Einpflegen von digitalen Inhalten in das Content-Management-System zuständig. Es ist also in der Regel keine Stelle, bei der man Content selbst erstellt. Sondern in der man den erstellten Content weiterverarbeitet. Hierfür benötigt man unter anderem tiefe Kenntnisse bei Content-Management-Systemen wie Typo3, Drupal oder auch selbst programmierte Systeme. Die Stelle des Content-Managers wird häufig bei sehr umfangreichen Websites ausgeschrieben.

Online Marketing Manager*innen

Online Marketing Managerinnen und Manager kümmern sich häufig vor allem um Online-Marketing-Kampagnen. Also etwa um Google-Ads-Kampagnen oder um Social-Media-Kampagnen auf Facebook, Instagram, LinkedIn. Hierfür erstellen sie Anzeigen und monitoren die Kampagnen (Kosten, Conversions etc.). Große Kampagnen benötigen eine dauerhafte Pflege und Optimierung.

Content Marketing Manager*innen

Content Marketing Manager*innen haben einen klaren Schwerpunkt auf dem Content. Häufig sind sie für die Erstellung und Koordination von Inhalten zuständig. Häufig haben sie einen Kompetenz-Schwerpunkt in einer der großen Gattungen Text, Foto, Video oder Audio. Die Inhalte, die sie erstellen, werden dann durch Kampagnen gepusht. Oder sie erhalten eine organische Reichweite durch Suchmaschinenoptimierung.

Klingt ja interessant. Aber bei mir ist die Ausbildung ganz anders…

Willkommen im Club! In der Praxis verschwimmen die verschiedenen Profile, die wir hier beschrieben haben. Dazu kommt reichlich Projekt-Management, etwa wenn es um einen Relaunch der Website geht oder um die Koordination von externen Agenturen.

Tatsächlich gibt es keine geregelte Ausbildung und Berufslaufbahn für Content-Marketing-Manager. Es gibt auch keine Berufsverbände, Genossenschaften oder ähnliches.

Zum Vergleich: Im Handwerk, das seit 2000 Jahren existiert, gibt es über 130 verschiedene Ausbildungsberufe. Im digitalen Marketing entstehen gerade zahlreiche Berufe parallel. Die Spezialisierung nimmt zu.

Gleichzeitig stehen viele Unternehmen noch ganz am Anfang. Ihnen fehlt es an Hintergrundwissen. Daher stehen häufig  in den Stellenausschreibungen ihre Maximalforderungen. Das wiederum führt bei Bewerberinnen und Bewerbern zur Verunsicherung.

Unsere Erfahrung: Es gibt nicht den kreativen Tekkie, der herausragende Texte schreibt und gleichzeitig programmieren kann und alle Webanalyse-Tools wie seine eigene Westentasche kennt. Genauso wenig, wie im Handwerk ein Dachdecker auch noch Sanitär macht. Es geht darum, die passende Stelle auszuschreiben.

Benjamin O’Daniel arbeitet als Content-Marketing-Berater mit Schwerpunkt SEO. Oder als SEO-Berater mit Schwerpunkt Content. Das ist Ansichtssache 🙂 Er hat nach dem Studium ein Volontariat bei einer Tageszeitung absolviert, ist außerdem Online-Marketing-Manager und hat viele Jahre als Texter gearbeitet. Er arbeitet als Dozent für Content-Marketing an der TH Köln im Studiengang Online-Redaktion. Ein Beispiel für einen Berufsweg von vielen.

Content Marketing und SEO: Wie ist die Rolle der Suchmaschinenoptimierer?

„Ein Suchmaschinenoptimierer muss nicht selbst schreiben können. Aber er braucht ein Gefühl für guten Content.“ Dieses Statement hat Fabian hier veröffentlicht. Auch hier wieder mit viel Feedback.

Der Hintergrund: In der SEO-Szene wird Content immer noch häufig belächelt. Oder rein quantitativ gesehen (X Wörter, XY Keyworddichte). Aber wann packt ein Stück Content wirklich den User? Wann ist der Content inhaltlich wirklich gut? Hier hat ein gelernter „Content-Mensch“ ein ganz anderes Gespür. Und davon kann man sich als SEO eine Scheibe abschneiden.

Das Zitat hat aber auch für Widerspruch gesorgt. Viele Content-Marketer können auch durchaus SEO Marketing, etwa Keyword-Recherche. Allerdings besteht SEO noch aus viel mehr Themen, die auch deutlicher technischer sind wie etwa Crawling, Core Web Vitals und tiefe Analysen, etwa auf großen Portalen.

Online-Marketing aus der Praxis: Unsere Podcast-Interviews mit Profis aus SEO, Content und weiteren Disziplinen

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Dort geben wir Tipps, zeigen konkrete Beispiele und laden zu unseren Live-Webinaren ein. Erfolgreiche Strategien & aktuelle Erkenntnisse aus über 15 Jahren SEO-Beratung.



Aufgaben von Content-Marketing-Managern: Die sechs großen Aufgabenbereiche

Entwickeln

Einfach mal so spontan Content erstellen: Das führt in der Regel zu nichts. Content-Marketing muss strategisch entwickelt werden. Von den Zielen, über Formate und Prozesse. Dazu kommt: Das Content-Marketing-Rad dreht sich sehr schnell. Man sollte neue Entwicklungen im Markt dauerhaft screenen, etwa wie sich verschiedene Plattformen verändern.

Planen

Wer macht was bis wann – diese Fragen werden oft auf die lange Bank geschoben. Aber Content sollte und muss geplant werden. Welche Content-Pieces sollen im Jahr, pro Monat und Woche erstellt werden? Wer übernimmt dies? Wie lange dauert es, ein Content-Stück zu produzieren – von der Recherche, Abstimmung, Schreibprozess, Online-stellen. Dies sollte in einem Redaktionsplan festgehalten werden.

Erstellen

Content-Erstellung kostet Zeit! Hochwertige Inhalte sind nicht automatisierbar.  Content-Marketing-Manager brauchen einen wesentlichen Teil ihrer Arbeitszeit für diese operative Aufgabe. Tipp: Komplette Vormittage dafür blocken. Keine Mails, keine Meetings, keine Telefonate. Konzentration aufs Schreiben. Immer im Hinterkopf behalten – und auch klar kommunizieren: Jedes Stück Content ist ein Asset für das Unternehmen.

Koordinieren

Viele Content-Marketing-Managerinnen und -Manager koordinieren Digitalprojekte in ihren Unternehmen und Organisationen. Zum einen externe Dienstleister wie Webagenturen. Aber auch nach innen Projekte mit Fachabteilungen, die häufig auch gerne Content online haben wollen, aber kein Verständnis für digitale Inhalte haben. Es ist eine Schnittstellenfunktion, für die man entsprechend Softskills braucht wie zuhören, moderieren, flexible Kompromisse finden.

Analysieren

Content-Marketing-Manager sollten fit in den gängigen Webanalyse-Tools sein. Sie müssen keine Tekkies sein. Aber die Kennzahlen verstehen und auswerten wie z.Bsp. Google Rankings, Website-Traffic, Conversions. Typische Tools sind hier sind Suiten wie Sistrix, SEMrush, Ahrefs, aber auch Google Search Console und Google Analytics. Das Feedback kam hier auf LinkedIn.

Optimieren

Bei SEO und Content Marketing muss man am Ball bleiben. Reichweite ergibt sich nicht von alleine. Heißt ganz konkret an einem Beispiel: Wenn eine Unterseite bereits gut im Google Ranking steht, sollte man die Rankings und Keywords analysieren und daran arbeiten. Ein Sprung von Platz 8 auf Platz 3 hat massive Auswirkungen auf den Traffic. Ein besseres Google Snippet kann die Klickrate und damit den SEO Traffic deutlich erhöhen.

Anforderungsprofil eines Content Marketing Managers

Dieses Anforderungsprofil eines Content Marketing Managers ist als Beispiel gedacht. Zu den Anforderungen zählen:

Qualifikation 

  • Studium (wie Marketing, Journalismus, Design)
  • Ausbildung in einem Content-Bereich (wie Volontariat)
  • Erfahrung in einer Content-Gattung (Text, TV, Foto, Video)

Fachliche Kompetenzen

  • Operative Kenntnisse in Content-Erstellung
  • Verständnis/Kenntnisse von Markenkommunikation
  • Verständnis/Kenntnisse in Online-Marketing
  • Verständnis/Kenntnisse in SEO
  • Verständnis/Kenntnisse in Social-Media
  • Verständnis/Kenntnisse in Content-Management-Systemen
  • Verständnis/Kenntnisse in Projekt-Management

Soziale/persönliche Kompetenzen 

  • Konzeptionelle Fähigkeiten
  • Selbstorganisation
  • Kreativität
  • Offenheit für stetige Innovation
  • Team-Fähigkeit
  • Empathie

Ein Beispiel aus unserer SEO-Academy. Dort zeigen wir, wie wir mit SEO-Tools im Alltag arbeiten. Anhand von konkreten Beispielen zeigen wir, wie man eine SEO-Strategie entwickelt und das Google Ranking einer Website stetig verbessert. In unserer Academy sind viele Content- und Marketing-Verantwortliche, die sich gezielt das Thema SEO aneignen. Auch in unseren SEO-Konzepten zeigen wir Marketing-Teams, wie sie SEO in ihre Content-Marketing-Prozesse integrieren.

Gehalt: Was verdient ein Content Marketing Manager?

Content Marketing Manager verdienen häufig zwischen 40.000 und 50.000 Euro brutto. Das hat eine Umfrage ergeben, die wir vor einiger Zeit gemacht haben.

Die Umfrage ist allerdings nicht repräsentativ. Sie weicht auch deutlich von anderen Umfragen ab. Content-Marketing-Experte Robert Weller schreibt hier, dass Content Marketing Manager rund 36.000 Euro brutto verdienen.

Generell gilt: Es kommt auf die Erfahrung und Kompetenzen der Bewerberin oder des Bewerbers an – und auf den Arbeitgeber. Kleinere Unternehmen zahlen weniger als größere Unternehmen. Agenturen zahlen häufig am wenigsten. Im Süden Deutschlands wird mehr gezahlt als im Osten.

Unsere Erfahrung: Es kommt auf das eigene Mindset an und wie man seine Rolle definiert. Wenn man den Anspruch hat, dem Unternehmen Reichweite und Umsatz zu bringen (Traffic, Conversions, Leads), erfolgreiche Projekte vorweisen kann und Zahlen liefert, dann hat man eine gute Verhandlungsposition. Das ist allerdings gar nicht so einfach, weil viele andere Faktoren und Abteilungen eine Rolle spielen.

Content Marketing Manager – unsere Erfahrungen

Benjamin: Heute reden wir darüber, warum jedes Unternehmen da draußen einen, mindestens einen, Content-Marketing-Manager braucht. #00:00:24-5#

Fabian: Ja, genau. Das ist ja auch wieder so ein typisches Thema, was bei uns aus dem Alltag uns sozusagen vor die Füße gefallen ist, weil wir ja auch einfach wahnsinnig viel mit Content arbeiten den ganzen Tag und uns aber auch auffällt, dass es ja so ein paar Probleme gibt, was auch gerade das Personal angeht, was im Unternehmen dann den Content entwickeln soll, ne? #00:00:46-9#

B: Absolut. Also wir möchten eigentlich heute mal darüber sprechen, warum brauchen Unternehmen eigentlich Content-Marketing-Manager und aber auch, warum zur Hölle stellen sie keine ein? Wir haben mit so vielen Unternehmen zu tun, machen ja viele SEO Sparrings und SEO-Konzepte und arbeiten auch mit Marketing Teams, und da sind einfach Content-Marketing-Manager Mangelware. Und das ist aber gleichzeitig auch immer das größte Problem, weil du kannst da die beste Strategie entwickeln, am Ende brauchst du super oft, oder brauchst du eigentlich immer jemanden, der sich um den Content kümmert. #00:01:24-0#

F: ich meine, Content ist doch letztendlich, wenn man das mal so betrachtet aus Performance-Sicht, ist doch der größte Hebel, oder? #00:01:32-1#

B: Ich finde, es ist immer der größte Hebel und Content ist vor allen Dingen überall. Ob du jetzt eine Website aufbohrst und aufarbeitest, um in Suchmaschinenoptimierung besser zu werden, ja, also für bestimmte Keywords besser zu ranken. Aber auch, wenn du Social Media machst, oder du machst einen Newsletter. Eine Google Ads Kampagne besteht auch aus Anzeigentexten, ja? Also es geht immer, überall spielt der Content rein. Und dafür brauchst du Leute, die sich wirklich ganz konkret um die Texte kümmern. Und gleichzeitig, finde ich, machen Content- Marketing-Manager noch deutlich mehr, kommen wir vielleicht später noch zu, wenn es so um die Aufgabengebiete geht oder um die Aufgabenbereiche. So, wenn man sich so ein Stellenprofil vielleicht einmal anguckt. #00:02:19-6#

F: Ja, da wollen wir gleich mal noch darauf eingehen, auf das Stellenprofil. Aber ich finde, lass uns nochmal kurz bei dem Hebel und generell bei dem Thema Content bleiben. Das ist ja auch etwas, was gerne mal so, oder früher zumindest, auch gerne automatisiert worden ist, wenn es um SEO-Texte ging oder was herausgegeben wird an Freelancer, und dann ist die Qualität mal gut und mal schlecht. Das ist ja auch immer sehr durchwachsen. Aber generell, lass uns doch nochmal kurz über das Schreiben an sich sprechen, das ist ja, also Schreiben kostet ja erst einmal Zeit. Das ist ja nichts, was man einfach so, was jeder kann und was man sich einfach so aus dem Ärmel schüttelt, oder? #00:02:53-0#

B: Genau, also ich finde, automatisiert, wir reden jetzt nicht über automatisierte Produkttexte oder so etwas, sondern es geht wirklich darum, hochwertigen, richtig guten High Performance Content zu schreiben für User. Der die User und Kunden auch überzeugt, der auch zum Unternehmen passt, zur Unternehmenskultur und zum/ Also jeder, der sich irgendwie mit Content auseinandersetzt oder mit Marke, der weiß, da braucht man so viel Wissen für, um sozusagen das Unternehmen zu verstehen und die Kunden zu verstehen. Und das musst du halt dann eben in Sprache und in Text gießen. Und es gibt super viele gute Freelancer da draußen, keine Frage. Aber die kosten auch locker schnell hundert Euro aufwärts die Stunde und gleichzeitig finde ich, brauchst du halt auch inhouse Kompetenzen in dieser Content-Arbeit. #00:03:45-2#

F: Sorry, das ist mir noch nicht konkret genug. Also du sagst: „Ja, da muss dann jemand das Unternehmen verstehen.“ Aber was heißt das denn konkret? Was macht denn ein Stück Content aus? Ist das nicht: Ich setzte mich hin, klappe mein Notebook auf und habe eine leere Seite und fange an zu klimpern. So, das ist doch nicht Content, da steckt doch mehr drin, oder nicht? #00:04:02-2#

B: Ja klar, also jetzt in Bezug auf SEO zum Beispiel, ein Verständnis für die Suchbegriffe und für die User, für die Kunden. Und dann hat es halt super viele Facetten, also im Sinne von, ich sage mal, von einem Blog-Artikel über einen Produkttext über einen Call to Action, über einen Newsletter. #00:04:24-3#

F: Über einen Sniffet, über einen Feature Snippet, über keine Ahnung was. Das ist ja, alleine wenn man nur Google nimmt, muss der Texter ja auch verstehen, welche Bereiche des Contents zum Beispiel in der Suchmaschine wo eingeblendet werden. Aber das gilt ja auch, vielleicht nochmal in die andere Richtung, ins Unternehmen zurück. Da muss ja auch erst einmal Wissen gehoben werden, oder nicht? #00:04:49-2#

B: Ja absolut, der Content-Verantwortliche spricht ja auch nachher, sprechen wir vielleicht nachher noch zu, über den Aufgaben/ mit dem Vertrieb, mit den Fachabteilungen, ja? Das ist halt sehr viel Schnittstellenarbeit. Aber jetzt erst einmal generell, finde ich, ist, also der Content ist ein wahnsinnig großer Hebel und eben gleichzeitig ein super großer Engpass, weil viele Unternehmen schlicht keine Content-Verantwortlichen haben. #00:05:14-6#

F: Und wie würdest du die dann nennen? Ja, genau, hatten wir ja schon gesagt. Das ist ja der Titel der Folge. (lacht) #00:05:19-2#

B: Aus unserer Sicht ist es Content-Marketing-Manager. Auch im Unterschied zum Beispiel zum Online-Marketing-Manager. Aber ich würde erst einmal noch gerne einen Schritt zurück machen, weil der Online-Marketing-Manager oder der Digital-Marketing-Manager, der ist ja jetzt schon so halbwegs etabliert, sage ich mal, ja? Aber der Content-Marketing-Manager, das ist eigentlich überhaupt keine bekannte Stelle. #00:05:40-7#

F: Das ist nochmal eine Unterkategorie, ne? Also wenn man das jetzt ohne die Hierarchie jetzt nehmen würde. Also es ist jetzt einfach derjenige, der im Unternehmen Content produziert, oder? #00:05:53-2#

B: Genau, der wirklich diesen Content-Hut aufhat. Und ich finde das mal/ einfach mal so einen Vergleich zum Handwerk. Ich habe kürzlich nochmal in einer anderen Situation herausgesucht, wie viele Ausbildungsberufe es eigentlich im Handwerk gibt. Und es gibt über 130 Ausbildungsberufe im Handwerk. 130, ja? Und im Online-Marketing irgendwie, weiß ich nicht, eine Hand voll so, ja? Und alle sagen schon: „Oh, ist das komplex, sind das aber viele Leute.“ Ja? Aber wir würden ja nie zu unserem Dachdecker gehen und sagen: „Sag mal, wo du gerade das Dach repariert hast, hier an meiner Toilette da ist auch ein Problem. Kannst du das auch noch mitmachen?“ #00:06:29-9#

F: Ja. Der würde sich bedanken. #00:06:30-6#

B: Der Dachdecker würde sich bedanken und wir selbst wären auch nie so komisch und würden den darauf ansprechen, weil es völlig klar ist, dass es dafür ein anderes Gewerk gibt. #00:06:41-7#

F: Ja, aber das Handwerker-Beispiel finde ich super. Wir sind ja auch nicht die ersten, die sagen, dass Texten ein Handwerk ist, ne? Oder auch generell andere Dinge, die man digital macht, dass man die auch so ein bisschen da übertragen kann. Und das Schreiben selber, das finde ich auch, das hat sehr viel auch mit Handwerk zu tun. Du hast ja auch eine Ausbildung richtig gemacht in dem Bereich, ne? Wenn man jetzt // dich als #00:07:06-5#

B: Ja, klar. // #00:07:06-5#

F: Beispiel nimmt, ne? Vielleicht erzählst du mal gerade, wie du/ #00:07:08-9#

B: Wie so viele. Ich habe mein ganzes Studium durch für eine Tageszeitung geschrieben und habe da zum Beispiel produzieren am Stück gelernt, ja? Also es ist schon ein paar Jährchen her, um ehrlich zu sein. Aber zum Beispiel Druckschluss war um 17:00 Uhr nachmittags und dann warst du halt um 12:00 auf einer Pressekonferenz, bist dann mit dem Fahrrad in die Redaktion gebrettert und hast dann Texte geschrieben und die wurden dann noch korrigiert und angepasst. #00:07:34-6#

F: Na, mittags saßen wir doch in der Mensa und haben Kaffee getrunken, jetzt übertreib mal nicht, ey. #00:07:37-9#

B: Nein, da warst du (beide lachen). #00:07:40-6#

F: Ja, und da musst du jeden Tag produzieren und das ist halt/ in einer zügigen Geschwindigkeit qualitativ hochwertigen Content zu produzieren. // Das ist auch richtig Arbeit. #00:07:54-3#

F: Ja, aber du musstest auf der Pressekonferenz // ja auch die richtigen Fragen stellen. #00:07:55-7#

B: Ja, alles. #00:07:56-6#

F: Einfach um das nochmal klar zu machen, dass das nicht etwas ist, was man einfach irgendwem geben kann: „Schreib doch mal jetzt mal irgendwas.“ Sondern das, ja, das was wir/ Wir machen das ja teilweise auch für Kunden, wenn wir Content entwickeln, das ist nicht mal eben so. Da sitzt keiner dran, der das hobbymäßig macht. Sondern das ist etwas, was du gelernt hast, genauso, wie ich auch über viele Jahre SEO gelernt habe. Das ist, // wie #00:08:19-1#

B: Genau. // #00:08:19-1#

F: ich finde, an der Stelle nochmal wichtig auch nochmal zu sagen. Und dann kommt dann ja diese Kombination ja noch aus, dass man SEO und dieses Verständnis hat. Ja, letztendlich auch, dass der Dachdecker auch verstehen muss, was der Maurer macht, weil der baut ja das Fundament auf und muss die Vorlagen für sein Holz liefern oder so, ja? Man muss ja auch irgendwie zusammenarbeiten. #00:08:37-6#

Content Gattungen und Spezialisierung

B: Und jetzt nochmal in Bezug auf Text, ja? Es gibt ja die vier großen Gattungen: Text, Video, Audio, und jetzt bin ich schon ein wenig durcheinander. Text, Foto, Video, Audio, ja, das sind die vier großen Gattungen. Alleine wenn ich mir Text angucke. Ich habe jetzt in meiner Anfangszeit sehr viel redaktionelles Texten gelernt. Aber es gibt auch Copywriting, also Werbetexten, es gibt technische Redakteure. Es gibt Ghostwriter, die eher Reden schreiben. Ja? Also da gibt es super viele Spezialisierungen auch nochmal. Nur Microcopys schreiben, ja? UX Texter, es gibt so viele Spezialisten schon wieder im Textbereich alleine. Und das zeigt halt, wie sehr es sich ausdifferenziert. #00:09:27-5#

F: Also ich muss jetzt allen, die jetzt kurz davor sind abzuschalten und zu sagen: „Boah, das ist mir zu komplex, diese ganze Kiste und wenn ich das in mein Unternehmen transportieren muss, das wird ja wahnsinnig schwer. Wir haben nachher in der Lösungsecke auch/ #00:09:40-6#

B: Kommen wir gleich zu. #00:09:41-0#

F: Ja, kommen wir gleich zu. Ich finde, das ist, das erschlägt einen manchmal auch so ein bisschen, wenn man auf der einen Seite natürlich Texte, gute Texte haben möchte und jetzt überlegt: Okay, jetzt brauche ich dafür wirklich auch noch einen Spezialisten. Vielleicht sogar auch inhouse. Ja? Aber ich finde/ ihr kennt uns ja, wir liefern ja nachher auch noch die Lösungen mit. Von daher macht euch jetzt keine Sorgen, dass ihr hier irgendwie im Regen stehen gelassen werdet. Wir haben aber noch ein drittes Thema so ein bisschen, ne? Was die Unternehmen jetzt selber auch angeht eben, ne, um diesen Dreh auch hinzukriegen. Wie formuliere ich den jetzt zum Beispiel ein Stellenprofil oder so, wenn ich solche Anforderungen habe, ja? Du musst ja erst einmal wissen, dass es diese Anforderungen überhaupt gibt, oder? #00:10:27-8#

B: Genau, das finde ich halt auch das Schwierige, weil es jetzt beim Content-Marketing-Manager als Stellenprofil, es gibt ja keinen Berufsverband, ja, oder ähnliches, der das definiert. Zum Beispiel die Social-Media-Manager sind da schon weiter, die haben einen Bundesverband Community-Management für digitale Kommunikation und Social Media, heißt der, glaube ich. Und die haben zum Beispiel richtig Stellenprofile entwickelt für: Was macht ein Social Media Manager, was macht ein Community-Manager? So, das gibt es für Content-Marketing-Manager zum Beispiel noch nicht. Ja? Und aus dieser Situation heraus, es wird sich ja auch oft aufgeregt, wie viele Anforderungen dann in so einem Stellenprofil drinstehen. Und ich glaube, das passiert wirklich aus Unwissenheit. Also es werden halt aus Unwissenheit, werden alle Ansprüche hineingepackt, alles was man sozusagen braucht, ja? Von Web Analyse über Programmierung, bis zum Texte schreiben, so ungefähr, ja? Das ist das eine, die eine Entwicklung und die andere ist, dass halt viel so Allrounder versucht wird einzustellen. Ja? #00:11:33-8#

F: Ja, und die sollen dann Text noch mitmachen, ne? #00:11:36-2#

B: Genau, aber ich finde, ein Online-Marketing-Manager zum Beispiel, der/ oder eine Online-Marketing-Managerin. Ja? Sind ja beides, Content-Marketing Managerinnen – es gibt ja superviele Frauen auch in dem Bereich. Also eine Online-Marketing- Managerin kümmert sich zum Beispiel aus meiner Sicht um eine Ads Kampagne, um eine große Ads Kampagne oder um große Social Media Ads Kampagnen. Oder die kümmert sich, die macht das Thema Web Analyse auch oft mit. #00:12:02-9#

F: Die macht auch viel Projekt Management, ne? #00:12:05-6#

B: Projekt Management machen sie sowieso auch alle. #00:12:08-1#

F: Wenn noch eine Agentur mit drinnen ist und dann muss noch etwas // auf der Website geändert werden. Die haben ja super viel auf dem Tisch liegen. #00:12:13-4#

B: Genau, das sind richtige Projekt Manager und die saufen auch im Projekt-Management auch oft ab. Und dann so einem noch zu sagen oder so einer noch zu sagen: „Schreibe bitte jetzt nochmal jeden Tag soundso viele Texte runter. Boah, das ist/ Ich weiß es aus eigener Erfahrung wie schwierig es ist, sich dann zu fokussieren und wirklich Texte zu schreiben. Da saufen einfach viele ab. Und wenn du das nebenbei noch schnell mal machen sollst, das fällt einfach hinten runter. #00:12:43-2#

F: Na, ich finde das so schade, ne, oft. Also wir sehen ja in den Konzepten, die wir machen, auch immer, was für ein Potenzial in den Märkten liegt, die unsere Kunden bedienen, ne? Und was für ein Zugvolumen da ist. Und was man da reißen kann alles. Und dann arbeiten wir das gemeinsam auf und dann, ja, wie können wir das machen? Und wie könnte unser Content-Plan aussehen und so? Und wenn dann dieser Engpass kommt und man sagt: „Ja, und wie können wir das machen mit dem Content?“ Und dann kommt das nicht in Fahrt. Und dann fragt man nach einem halben Jahr mal nach: „Wie viel habt ihr jetzt gemacht?“ „Ja, wir haben ein Stück Content produziert.“ Mit Hängen und Würgen, das war total schwer an alle heranzukommen und so. Ja, und dann sagst du so: „Ja, aber eigentlich hättet ihr ja dreißig produzieren müssen, um ein bisschen Druck auf die Piste zu kriegen.„Ja, aber das ist dann halt in den Prozessen hängengeblieben.“ Ne? Weil eben so viel auf dem Tisch lag und weil vielleicht auch dann die Online-Marketing-Managerin eben auch noch den Text schreiben musste und sie einfach nicht dazu gekommen ist. Und das ist wirklich wahnsinnig schade, weil das Potenzial bleibt einfach liegen. Selbst wenn vorher schon von uns erarbeitet wurde, was für ein Potential da ist und wie der Fahrplan aussehen könnte, ne? #00:13:57-6#

B: Und umgekehrt, wenn es halt jemanden gibt, der schon sagt: „Ich mache hier die Texte.“ Dann, wenn das im Kickoff schon klar wird, dann ist schon immer klar, das Projekt wird gut werden. Dann fluppt es so. #00:14:10-2#

F: Das ist krass, ne? Das ist eine krasse Aussage, finde ich. #00:14:12-6#

B: Entweder ist da wirklich jemand im Unternehmen, der sagt: „Ich mache hier die Texte.“ Also so eine Art Content-Marketing-Managerin ist schon da, oder auf der Führungsebene, der Führungskraft ist wirklich klar: Ich mache das jetzt. Also wenn dann zum Beispiel kleine Unternehmen wirklich oder auch Solopreneure sagen zum Beispiel: „Ich ziehe das jetzt durch, weil ich glaube daran, an dieses Content-Marketing.“ Und die das sozusagen für sich persönlich so hoch priorisieren, dass sie es halt durchziehen. So, ne? #00:14:41-6#

F: Ja, aber bei Unternehmen, also ich meine, jetzt machst du wieder die Solopreneur-Ecke auf, die arbeiten anders, meiner Meinung nach. Die allokieren ihre Ressourcen ganz anders und die leben ja davon, dass sie Content produzieren und die können das auch. Und die haben auch ihre eigenen Prozesse. Aber ich finde, wenn du sagst: „Wenn im Unternehmen, wenn im Kick-off ein großes Team dabei ist oder zumindest ein Team mit drei, vier Kolleginnen und Kollegen und da ist jemand dabei, der Content schreibt, dann fluppt es. Und wie vernachlässigt ist oft diese Content-Ecke. Dass da niemand ist und gar keiner und „das kannst du ja noch mitmachen“, aber ich finde, von uns auch eine steile These, wenn wir sagen, es klappt in der Regel nur mit SEO, wenn wirklich jemand da ist, der hauptberuflich, handwerklich Content schreibt. #00:15:27-6#

B: Ja, oder der da eben auch ganz klar definierten, sage ich mal, einen Slot hat. Nicht nur einen Slot, sondern eben, bei dem das wirklich/ #00:15:38-3#

F: Das muss eigentlich mehr sein, als ein Slot. Also das ist, finde ich. Wie viel braucht ihr? Einen Tag die Woche, das ist dann immer so: hm (zweifelnd). Und dann ist da doch immer noch etwas anderes. Und dann ist wieder Messe und dann müssen wieder andere Sachen gemacht werden. Also das sind dann meistens auch wirklich Leute, die schreiben. Jetzt sind wir schon so ein bisschen Richtung Lösung gewandert, ne? #00:15:58-7#

Content Marketing Manager Profile

B: Genau, ich würde gerne so ein bisschen über das Thema Profil sprechen.
Also was für ein Profil hat so ein Content-Marketing-Manager, -Managerin generell und was für Aufgaben stehen da eigentlich an. Und bei den Aufgaben haben wir so vier große Bereiche, die ich einfach mal so grob skizziert habe. #00:16:19-1#

F: Ja. Was ist das Profil? Also Content, Content ist doch so ein riesen Thema, ich habe es schon vorhin gesagt: Text, Foto, Video, Audio, das sind die vier großen Schwerpunkte. Und aus meiner Erfahrung heraus, mit allen, mit denen ich so zu tun habe, auch an Freelancern oder was es alles da draußen gibt, oft hat jemand einen Schwerpunkt, also zum Beispiel, jemand ist gut im Bereich Text und kann dann eine weitere Kompetenz auch noch mit abdecken, vielleicht. Ja? Also Text und Audio, ja? Also man macht Text und einen Podcast. Oder Text und man kann aber auch noch ganz gut fotografieren, ja? So. Aber eine Sache, die man so wirklich in der Tiefe richtig gut kann und die anderen Gattungen, die man so grob beherrscht oder versteht. Also ich habe noch nie einen gesehen, der richtig gut schreiben kann, saumäßig gut fotografieren, nebenbei auch noch ein paar Videos dreht und dann auch noch einen Podcast produziert. (lacht) Das ist einfach/ habe ich noch nie gesehen. Eine von diesen vier großen Gattungen und die anderen ganz gut. Aber ganz im Ernst, wenn das wirklich ein Berufsprofil ist, wofür es Ausbildungen gibt oder wo man lange für lernen muss, um das zu können, dann verwundert das ja auch nicht, ja? Welchen Dachdecker gibt es denn, der auch Sanitär macht? Also das ist ja wirklich/ Der Unterschied zwischen Video und Text, das sind ja Welten. Also, ne, wenn man das wirklich professionell macht. Ja? Weil der Videomensch, der weiß Technik, Equipment, Kameras, keine Ahnung was, Beleuchtung, Skripte. Das ist ja etwas ganz anderes als wie du erzähl hast, wie du in der Redaktion sozusagen gelernt hast. Also meine Erfahrung ist, finde ich, dass es eigentlich immer nur eine Kompetenz gibt, in der man wirklich handwerklich herausragend ist und auch effektiv arbeiten kann. #00:18:09-2#

B: Ja, also zum Beispiel bei mir ist es so, ich kann für eine Website eine Bilderwelt recherchieren und entwickeln und ich kann auch mit einem Fotografen eine Bilderwelt besprechen. Aber ich würde mir nie anmaßen wirklich richtig professionelle High End Corporate Photography hinzukriegen. Das ist einfach eine Disziplin für sich, ja? Und wenn man mit einem professionellen Fotografen zusammenarbeitet und der kommt mit einem zehntausend Euro Equipment um die Ecke im Rucksack und hat dann einfach, weiß ich nicht/ macht achthundert Fotos, um dann halt die fünf besten herauszuziehen so. Die man dann aber auch quer durch alle Kanäle nutzt, ja? Oder zehn oder zwanzig Bilder, was weiß ich. So das ist einfach ein Job für sich. Also dieses, eine Gattung in der Tiefe und Verständnis für die anderen, das ist Content. Und Marketing bedeutet für mich, also dieses grundsätzliche Marketing-Verständnis, was ist Marketing, das ist klar, aber eben auch ein Umgang mit den Tools. Ja? Also mit Online-Marketing-Tools. Also dass man sich auch mit Google Analytics auskennt. Dass man ein Ranking Tool bedienen kann oder versteht, wie ein Keyword Tool funktioniert. Vorhin hast du Website genannt, ja? Dass man auch CMS-Kenntnisse hat. Also dass man Zugriff auf eine Website hat und auch in der Lage ist in einem Typo3 oder in einem WordPress auch etwas zu ändern und auch etwas ändern zu können. Also sich sozusagen das Recht erkämpft zu haben, ja? (lacht) Das sind so, finde ich, die zwei großen Bereiche. Einmal Content und das andere ist Marketing. #00:19:50-3#

F: Ja, jetzt ist mir gerade noch etwas eingefallen, ich habe es vergessen. Mach mal weiter. #00:19:54-4#

B: Ich hau mal noch/ das letzte, was mir auch noch zum Marketing einfällt, ist, ich finde auch, du brauchst ein Plattform-Wissen. Also Online-Marketing oder auch Content-Marketing ist so groß und das ist, finde ich, schon ganz schön anspruchsvoll, aber du musst auch wissen, wie funktioniert zum Beispiel eine Plattform wie LinkedIn, welche Formate, welche Content-Formate funktionieren da drauf? Was für Content-Formate funktionieren bei SEO, ja? Also alles immer in Bezug auf Content. So. Das ist dann der Dreh daran. #00:20:27-9#

F: Und das Interesse daran auch, ne? Aber das ist ja klar. Also ich finde, wo man da vielleicht noch ein bisschen Druck herausnehmen kann, ich finde, Umgang mit Tools und ein Ranking Tool mal eben so anschmeißen. Die Tools sind ja echt extrem komplex, ja? Und jetzt soll der Content-Marketing/ die Content-Marketing-Managerin soll ein 1.200 Euro SEO-Tool-Budget beim Chef durchdrücken. Das ist schwierig, ne? Also manchmal geht es auch darum, beim SEO diese Analysen einzufordern und zu // sagen: „Ich würde mich gerne um diesen Content kümmern, bitte mach mir mal eine Analyse über die Keywords über die Themen TF IDF zum Beispiel.“ Ja? Dieses Verständnis wieder. Ja? Also ich würde, um da so ein bisschen Druck rauszunehmen, dass man das alles selber machen muss, sondern es geht dann vielleicht auch darum zu sagen: Das ist für mich zu komplex, aber das ist wichtig für meine Arbeit. Dass man vielleicht auch als Content-Marketing-Manager dafür sorgt: “Ich brauche jetzt einen SEO an meiner Seite. Ich brauche jetzt jemanden, der das für mich entwickelt, entweder inhouse oder über eine Agentur, über einen Berater, keine Ahnung.“ Aber auch, ne, dann ist wieder dieses Verständnis, für die Größe, für die anderen Gattungen sozusagen, wieder mit am Start. #00:21:36-8#

B: Absolut. Und wenn ein Online-Marketing-Manager ankommt und sagt: „Guck mal hier, das ist meine Ads Kampagne und das sind die Ad Copies. Was hältst du davon?“ Und die und die konvertieren gut, dann entsteht daraus natürlich auch ein konstruktives Gespräch und gleichzeitig erwartet niemand, oder würde ich sagen, muss ein Content-Marketing-Manager sich nicht dann auch noch in Google Ads einarbeiten und das Werbesystem in der Tiefe verstehen, ja? #00:22:03-2#                                                  

F: Nein, aber dann brauchst du halt eben den Prozess, ne? #00:22:05-7#

B: Ja. #00:22:06-0#

F: Dass der Content-Marketing-Manager weiß, welche Kampagnen laufen, welche Landing-Pages haben wir zum Beispiel? Und dass aber sie dann dafür zuständig ist, den roten Faden über die Ad Copies auf die Landing-Page dann herzustellen, ja? Das ist dann wieder Koordination. Und dass die Ad Copies aber nicht von der Ads Expertin geschrieben werden, das, finde ich, ist der Shift, ist der Mind Shift, ja? Denn jemand, der sich mit Google Ads auskennt, das ist nicht unbedingt der beste Texter oder die beste Texterin. Ja, das sage ich aus eigener Erfahrung. (lacht) Also wenn wir Ads Kampagnen aufsetzen, dann bin ich der Online-Marketing-Manager. Ich setze die Kampagne auf und dann kriegst du von mir die Excel und dann sage ich: „Hier bitte einmal für diese Anzeigengruppen Ad Copies schreiben.“ Und dann machst du das und nicht ich. #00:22:57-0#

B: Genau. Und beim SEO ist es das Gleiche. Also wenn der SEO sagt: „Guck mal hier, im Algorithmus hat sich etwas verändert.“ Oder ich sehe, dass wir bei bestimmten Keywords sozusagen mit den und den Formaten gut ankommen, dass man dann halt auf die Website geht und daran arbeitet, so, der Content-Mensch, ja? #00:23:19-2#

F: Das heißt, der Content-Mensch arbeitet, wenn wir jetzt // mal kurz zu den Aufgaben gehen, was macht der überhaupt? Jetzt haben wir viel schon angesprochen, aber vielleicht bleiben wir mal so ein bisschen jetzt im Bereich SEO vielleicht und in dieser Konzeption, oder? #00:23:34-5#

B: Ja, also ich würde gerne erst einmal kurz/ Ich habe da so vier Stichworte mir vorher gemacht, die ich wichtig finde an Aufgaben. Und zwar: Entwickeln, Planen, Erstellen und Koordinieren. So habe ich das jetzt einfach mal versucht so zu clustern. Ja, ist jetzt nicht so ein typisches Stellenprofil, wie man vielleicht bei irgendeiner Jobbörse findet, aber ich finde das eigentlich ganz spannend. #00:23:59-3#

F: Also du würdest sagen, dass man diese Aufgaben, die du gerade definiert hast, auch in ein Stellenprofil übernehmen könnte? #00:24:03-9#

B: Auf jeden Fall, das gehört mit dazu dann, ne? #00:24:09-1#

F: Oder ist es das vielleicht schon, ja? #00:24:12-1#

B: Ja, könnten wir vielleicht auch nochmal darüber diskutieren. Ich würde mal sagen schon jetzt, gebt uns mal ein Feedback. Also wir haben ja auch viele Content-Marketing-Manager da draußen, die uns hören. Gebt uns mal ein Feedback auf LinkedIn oder schreibt uns eine E-Mail. Das ist jetzt, sage ich mal, so ein erster Aufschlag, den wir jetzt mal hier so machen, in unserem Podcast. Und ich würde das eigentlich mal super gerne weiter sammeln und auch ein bisschen, was euer Verständnis davon ist, von so einem Content-Marketing-Manager Stellenprofil. Weil es das halt auch nicht gibt, gibt ja keinen Berufsverband, gibt nur so ein paar lose Netzwerke. Also wenn überhaupt, da können wir viel noch zu machen, aber machen wir mal Entwickeln. Also eine SEO-Content-Strategie entwickeln, ja? Also mit einem SEO zusammen sich zu überlegen, was für einen Content/ bauen wir einen Content-Hub auf unserer Website. Wie ist das Content-Hub strukturiert, wie schreiben wir die Texte auf den einzelnen Unterseiten? Ja? Welche Content-Formate brauchen wir? Das ist alles Entwicklung, ja? Und sozusagen aus den Keywords heraus Content zu planen, ja, da sind wir schon in der nächsten, in der Planungsecke drin. Was haben wir für eine Redaktionsplanung, welche Themen machen wir in den nächsten Monaten, im nächsten Quartal? Das zu priorisieren und auch abzustimmen mit dem Team, das sind halt Kernaufgaben, finde ich schon, wo ein Content-Marketing-Manager mindestens mit am Tisch sitzt. #00:25:46-2#

F: Sitzt mit am Tisch, ne? Aber ich meine, das gilt ja nicht nur für SEO, das wird ja auch für Social Media oder für Ads gelten. #00:25:51-5#

B: Ja absolut, wenn du halt Content-Beiträge, wenn du auf LinkedIn etwas postest, ist es ein Stück Content, ja? Wie oft postest du? Postest du einmal am Tag, einmal die Woche, einmal im Monat? Was postest du, eine Slideshow oder eine Grafik oder ja, wer postet was? Wie ist die Tonalität? Das sind alles so Fragen, das ist Strategie, das ist Entwickeln für mich. #00:26:16-5#

F: Ja, und die Fragen kann halt auch dann, ne, auch nur der Content-Experte beantworten, ne? Also ich finde, das ist auch so wichtig. Klar, jetzt bei Social Media geht es dann manchmal auch ein bisschen eher ins Persönliche rein. Aber wenn solche Fragen intern geklärt werden müssen, dann braucht man einen Text-Experten oder eine Text-Expertin für, im Team, am Tisch, ja? Also finde ich wichtig, das nochmal zu erwähnen. So, wenn du jetzt entwickelt und geplant hast, dann wird geschrieben. #00:26:42-9#

B: Genau, dann geht es ans Erstellen, ja? Und dann geht es jetzt wirklich um die Texte, wenn wir jetzt beim Textbeispiel bleiben. Wie schreibe ich denn einen guten Text? Wie schreibe ich denn eine gute Headline oder einen guten Einstieg, ja? Ratgeber-Texte oder Online-Magazine, haben ja auch viele Unternehmen, Produkttexte, Call to Actions. Das ist ein riesen Feld. Du kannst Newsletter, Whitepaper – auch eine Grafik muss betextet werden, ja? Also es ist sozusagen, es gibt wahnsinnig viel Zeugs da draußen, was alles geschrieben werden muss und ich finde es halt auch superwichtig. Das ist wahrscheinlich auch die Aufgabe des Content-Marketing-Managers, da auch einen Blick darauf zu haben, dass das konsistent ist und einheitlich. Ja, also es muss nicht sklavisch einheitlich sein, es muss wenigstens vom Stil her und von der Sprache her konsistent sein. #00:27:34-3#

F: Also das wäre so eine Art Qualitätssicherung. #00:27:36-0#

B: Ja, das kann auch sein, dass es eine Qualitätssicherung ist. Dann wäre es schon so, dass dir vielleicht jemand aus der Fachabteilung etwas zuschickt und du gehst halt darüber. Ja? Und nicht jeder haut einfach irgendetwas heraus. (lacht) #00:27:36-0#

F: Weil du hast ja noch geschrieben, Content-Styleguides, das wäre ja dann so etwas, ne? #00:27:52-4#

B: Ja, Content-Styleguides zum Beispiel ist jetzt/ Ich habe jetzt gerade ein schönes Buch von der Margot Bloomstein gelesen: Trustworthy. Aber das ist jetzt nochmal ein anderes Thema, da geht es auch um zum Beispiel Content-Styleguides und wir sprechen auch oft von Content-Templates. Ja, also dass man, wenn man zum Beispiel Themenseiten produziert, dass die ein gewisses Raster haben. Ja, einfach eine gewisse Grundstruktur, die du wiederholst. So damit das Ding nicht, damit nicht die Website nachher aussieht wie Kraut und Rüben. #00:28:22-9#

Die Arbeit mit Content Templates

F: Ja, und das erleichtert ja den Kollegen auch die Arbeit. Also wenn du Templates hast, die du durchreichen kannst: „Hier, schreibe mal deine Pflichtpunkte hinein.“ Fragebögen, keine Ahnung was. Ja, also das ist ja auch eine Struktur, das muss man sich ja auch mal überlegen. Dass man, ja wenn man so Fachpersonal hat, dass sich darüber ja auch Strukturen und Prozesse entwickeln. Mit so Templates und mit Stile-Guides und mit Meetings und mit Content-Plänen und so weiter. Das ist ein riesiges, meiner Meinung nach ist das einer der größten Assets, der größten Werte, die ein Unternehmen sich aufbaut, wenn es sich digitalisiert, online. Dass man diese Prozesse hat, die dann einen dazu befähigen zum Beispiel richtig Content zu produzieren. Richtig guten Content zu produzieren und online zu kriegen. Ja? Und auch online, das ist ja auch manchmal so ein Problem, ja? Also sich das aufzubauen, da kriegt man so einen Wumm, so eine Schlagzahl. Alle fragen sich immer, die ganzen Start-ups, die man sieht: „Ja, die haben so eine Sichtbarkeit, bei SEO sehe ich die dauernd. Wie haben die das hinbekommen?“ Die haben Prozesse, die haben Personal, die haben Strukturen dafür aufgebaut. Ja? So wie jedes B2B-Unternehmen seine Vertriebsstrukturen hat, mit Messestand und Nachtelefonieren und Vertrieb fährt raus und so weiter, muss man sich online diese Strukturen auch aufbauen. #00:29:38-1#

B: Ja, und das ist Entwickeln, Planen, Erstellen und das Letzte ist dann Koordinieren. Finde ich, also/ Jedes größere Unternehmen hat eine Webagentur, die für die Website zuständig ist. Zu sagen: „Wir brauchen jetzt zum Beispiel eine Schema.org Auszeichnung, jetzt wieder etwas Technisches, um unsere Sichtbarkeit bei Google in dem und dem Bereich zu erhöhen.“ Oder ich möchte gerne mit einem Akkordeon arbeiten, um Fragen abzudecken, oder so, ja? So ein Design-Element möchte ich gerne auf der Website haben. Also auch da wieder aus Content-Perspektive eine Agentur zu briefen und auch zu steuern, dass sozusagen das auch gebaut, das auch vorhanden ist, womit ich sozusagen auch meinen ganzen Content umsetzen kann. #00:30:29-7#

F: Ja, oder wir haben ja auch schon gesagt, dass dann auch jemand dann/ dass man sich ein SEO-Know-how ja auch einkaufen kann, // ja? Und das ja auch koordiniert.

B: Das ist dann ein Spezial-Dienstleister. Das haben wir ja auch oft, ja? Dass sozusagen aus einem Marketing-Team eine Person sagt: Оkay, wir wollen jetzt in SEO, das wollen wir uns jetzt aufbauen, das Know-how inhouse. Dann holt man sich halt, das macht ja auch jede inhouse Marketing-Fachkraft, holt sich Angebote ein, pitcht das Projekt auf der Führungsebene. Ja, sozusagen, das gehört auch alles mit zur Koordination, aus meiner Sicht. #00:31:06-2#

F: Und ins Unternehmen hinein, ne? #00:31:08-7#

B: Ja, und ins Unternehmen hinein. Und das sind so alles diese koordinativen Aufgaben. Also auch da sieht man halt, dass ein Content-Marketing-Managerin, -Manager jetzt nicht nur Texte schreibt, ja? (lacht) Sondern, dass es halt eine super wichtige Fachkraft ist, die auf ganz vielen Ebenen mit dabei ist und mit am Tisch sitzt. #00:31:32-3#

F: Also wir sollten dazu unbedingt ein Stellenprofil machen, Benjamin. Also ich glaube nicht/ vielleicht schaffen wir es, bis die Folge online ist, aber wenn nicht, dann schreibt uns doch einfach auf LinkedIn, was ihr von dieser Idee, von diesem Vorschlag haltet. Was war das? #00:31:50-0#

B: Dann packen wir das auf die Show-Note-Seite, ne? #00:31:51-6#

B: Entwickeln, Planen, Erstellen, Koordinieren. Wir haben das jetzt so ein bisschen beschrieben. Dass wir einfach mal so ein // Anforderungsprofil #00:31:59-6#

B: Stellenprofil. // #00:31:59-6#

F: für den Content-Marketing-Manager schreiben. #00:33:01-9#

B: Ja. Und auch, ich würde mich auch super freuen über Feedback von euch, wie ihr das seht. Wer denn bei euch die Texte denn dann macht, am Ende des Tages, ja? Oder wie ihr damit umgeht, so, ja? Wie das intern aufgeteilt wird. Interessiert mich einfach, so welche Lösungen Unternehmen da für sich finden. #00:32:22-7#

F: Benjamin, // was ist denn dein Fazit jetzt für diese Folge? #00:32:26-3#

B: Ja, das Fazit ist auf jeden Fall: Du brauchst einen Content Profi, inhouse meiner Meinung nach. Du brauchst einen Content Profi inhouse, der diese ganzen Themen im Online-Marketing durch die Content-Brille betrachtet und da halt wirklich derjenige ist, der das wirklich steuert, koordiniert, plant und eben aber auch wirklich am Ende auch erstellt. Also wirklich auch produziert, und zwar auch, der auch am Stück produzieren kann und auch die Zeit dafür hat und auch das Recht sage ich mal hat, zu sagen: Ich schließe mich jetzt vier Stunden ein, weil ich mache jetzt Content.“ Ja? So. Und das ist sozusagen, ohne diese Content-Fachkräfte geht es nicht. #00:33:12-5#

F: Und wenn ihr heute noch ein ganz kleines bisschen Content-Fachkraft spielen wollt, dann könntet ihr uns auch mal zum Beispiel bei Apple Podcast eine kleine Bewertung schreiben über unseren Podcast und über unsere Folge. Sind ja auch nur ein paar Sätze, weil da freuen wir uns auch immer mega darüber, wenn wir auch da nochmal Feedback kriegen, ja, wie ihr unseren Podcast wahrnehmt und was ihr mitnehmt. Und wie es euch vielleicht auch in eurem Arbeitsalltag ein bisschen hilft. Das wäre mega cool! #00:33:43-5#

B: Ja, absolut, cooler, guter Hinweis noch. Okay, das war es diese Woche. Wir sind gespannt auf das Feedback. Ansonsten würde ich sagen, wir hören uns nächste Woche. Tschau. #00:33:54-2#

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